Die Weltverbesserer – Folge 1

Die Weltverbesserer, Folge 1

  • Freitag, 25. November 2016, 21:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 25. November 2016, 21:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 26. November 2016, 5:45 Uhr, SRF 1

Notfallchirurgie in Äthiopien, die Rettung eines Dorfes in Nepal und Hilfe für Flüchtlinge auf der Balkanroute, das sind die Geschichten der fünfteiligen DOK-Serie «Die Weltverbesserer». Wir begleiten vier Menschen, die sich aus Eigeninitative dafür einsetzen, dass die Welt ein besserer Ort wird.

Melanie Holzgang ist Oberärztin in Uster. Nach einem Einsatz in Kapstadt arbeitet sie nun als Freiwillige in der Unfallchirurgie der äthiopischen Stadt Jimma, 350 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Die medizinische Versorgung ist katastrophal. Das Spital hat ein Einzugsgebiet von zehn Millionen Menschen. Drei Tage wird die 33-Jährige vom Vorgänger Michael Schmelz in den anspruchsvollen Job eingeführt. Zum ersten Mal ist sie bei der turbulenten Sprechstunde mit über 100 Patienten dabei. Im Spital mangelt es an vielem und immer wieder fällt der Strom aus – auch während chirurgischen Eingriffen. Währenddessen operiert der Gründer des «Gostar-Projekts», Chirurg und Traumatologe Jörg Peltzer, im Spital Delsberg einen entzündeten Blinddarm. Was bei uns ein Routineeingriff ist, ist in Äthiopien schon fast ein Todesurteil. 9 von 10 Menschen sterben daran.

Der renommierte Winterthurer Fotograf Manuel Bauer, der sich auch mit Fotoreportagen des tibetischen geistigen Oberhauptes Dalai Lama einen Namen gemacht hat, reist nach Sam Dzong. Das Dorf liegt im hintersten Winkel Nepals, auf 4000 Metern Höhe. Seine Einwohner leben noch sehr ursprünglich, ähnlich wie Generationen vor ihnen. Aber das Dorf ist bedroht, denn durch die Klimaerwärmung wird der natürliche Wasserspeicher immer knapper. Manuel Bauer macht dafür den westlichen Lebensstil und den damit einhergehenden Klimawandel verantwortlich. Der 50-Jährige verpflichtet sich, den Einwohnern zu helfen – das ganze Dorf soll umsiedeln. Auf seiner Reise trifft er Lama Ngawang Kunga Bista, seinen wichtigsten Mitarbeiter, der ihn in eine Schule, die er unterstützt, einlädt. Der Empfang, der Manuel von den Kindern bereitet wird, rührt ihn zu Tränen.

Vanja Crnojević kam als Zwölfjährige in die Schweiz, weil in ihrer Heimat der Balkankrieg ausbrach. Vom Wunsch getrieben, etwas zurückzugeben, betreut sie seit dem Sommer 2015 Flüchtlinge auf der Balkanroute, zuerst alleine, später mit Freiwilligen des Vereins «Borderfree Association». Im serbischen Preševo haben sie ein Zelt und Container für Menschen, die alles verloren haben, aufgebaut. Gemeinsam mit ihrem Team hilft sie mit Mahlzeiten und einer Schlafgelegenheit aus. So lernt sie viele Schicksale kennen, darunter auch das einer syrischen Familie mit drei schwer behinderten Kindern. Mit ihrem Team setzt sie alles daran, dass die siebenköpfige Familie nach Deutschland, das zu dieser Zeit die Flüchtlinge noch willkommen heisst, weiterreisen kann – trotz schwierigsten Bedingungen.