GC mit später Wende – Luzern weiter im Hoch

Die Grasshoppers haben das Kellerduell gegen Sion dank zwei späten Toren 2:1 gewonnen. Luzern hingegen orientiert sich nach einem 3:0 gegen Thun weiter nach oben.

Christian Constantin muss sich auf der Trainerbank der Sittener verwundert die Augen gerieben haben. Plötzlich lag sein Team 1:2 im Hintertreffen – und das, obwohl Sion nach einem mustergültigen Konter (17.) bis zur 83. Minute geführt hatte. Dann aber überschlugen sich im Letzigrund die Ereignisse:

  • 84. Minute: Die Offside-Falle der Sittener funktioniert nicht. Der Ball kommt zum eingewechselten Haris Tabakovic, der eiskalt zum 1:1 einschiebt.
  • 86. Minute: Sions Edimilson Fernandes scheitert nach einem Konter am Pfosten. Vaso Vasic im Tor der «Hoppers» wäre geschlagen gewesen.
  • 87. Minute: GCs Caio erzielt nach dem direkten Gegenzug den Siegtreffer zum 2:1, nachdem Ridge Munsy Nicolas Lüchinger übersprintet und den Ball zur Mitte geflankt hatte.

Sion-Krise spitzt sich zu

Für GC kommt der Last-Minute-Sieg einem kleinen Befreiungsschlag gleich, gingen die Zürcher in den letzten drei Meisterschaftspartien doch stets als Verlierer vom Platz. Sion hingegen bleibt nach der 4. Niederlage in der laufenden Saison im Tabellenkeller sitzen.

Im Laufe der nächsten Woche will Klub-Präsident Constantin einen neuen Trainer präsentieren.

Luzern ungefährdet

Zu einem klaren Sieg kam der FC Luzern. Für die Innerschweizer war es bereits der vierte Vollerfolg in der laufenden Saison. Damit ist das Team von Markus Babbel neu erster Verfolger von Basel.

Neumayrs Traumtor

0:32 min, vom 21.8.2016

Gegner Thun vermochte dem FCL nur gerade in der Startviertelstunde Paroli zu bieten. Auch nach der Pause drückten die Berner Oberländer kurzzeitig auf's Gas, die Druckphase wurde von Marco Schneuwly (53.) aber jäh beendet. Der Luzerner Goalgetter kam im Strafraum mit etwas Glück an den Ball und sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Joao Oliveira machte mit dem 3:0 drei Minuten vor Schluss den Deckel drauf.

Der erste Treffer der Luzerner war auf das Konto von Markus Neumayr (29.) gegangen. Ein Tor, welches das Prädikat «Traumtor» durchaus verdient hat: Nachdem Sandro Lauper im Strafraum nur ungenügend klären konnte, war der Deutsche zur Stelle und drosch den Ball per Direktabnahme sehenswert in die linke obere Torecke.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Super League