Westschweizer Sonntag in der Super League

Lausanne hat gegen Vaduz einen eindrücklichen 5:0-Sieg gefeiert. Sion entschied das Kellerduell gegen Thun mit 1:0 für sich.

Westschweizer Sonntag in der 7. Spielrunde der Super League: Während Lausanne den FC Vaduz mit einer 5:0-Packung nach Hause schickte, errang im Tabellenkeller Sion gegen den FC Thun einen eminent wichtigen 1:0-Heimsieg.

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Bildlegende: Pechvogel des Tages Peter Jehle. EQ Images

Lausanne brilliert

Als Benjamin Kololli in der Nachspielzeit zum 5:0 einnetzte, war das nur die Krönung einer regelrechten Galavorstellung der Lausanner. Nach einem Blitztreffer von Kololli in der 1. Minute hatte das Heimteam bereits nach 9 Minuten durch Olivier Custodio gegen desaströse Vaduzer nachgedoppelt.

Beim 3. Gegentreffer liess sich Peter Jehle von seinen Mitspielern anstecken: Einen Weitschuss von Samuele Campo (37.) schätzte er falsch ein und musste so zum 3. Mal hinter sich greifen. Kurz nach der Pause durfte sich Kwang-Ryong Pak in die Torschützenliste eintragen.

  • Blitzschnell: Nach exakt 23 Sekunden durfte Lausanne-Sport dank Kololli bereits jubeln. Den Rekord für das schnellste Tor in der Super League hält übrigens Sions Moussa Konaté (10 Sekunden).
  • Unglücklich: Jehle war lange Zeit bester Vaduzer und rettete gegen Nicolas Gétaz (22.) und Pak (25.) mit Glanzparaden. Dann patzte er erst beim 0:3 und sah nach 81 Minuten für eine Notbremse die rote Karte. Weil Vaduz schon dreimal gewechselt hatte, musste Feldspieler Pascal Schürpf zwischen die Pfosten.

Sion rettet sich über die Zeit

Im Kellerduell zwischen Sion und Thun dauerte es 38 Minuten, ehe die Walliser ihre Überlegenheit in Tore ummünzen konnten: Die Thuner Verteidiger Mickael Facchinetti und Marco Bürki stellten sich im eigenen Strafraum ungeschickt an gegen Chadrac Akolo, dieser liess sich geschickt fallen. Reto Ziegler verwandelte den fälligen Penalty.

Schiedsrichter Alain Bieri über die umstrittene Szene

0:24 min, aus sportpanorama vom 11.9.2016

Pech bekundeten die Berner Oberländer in der 51. Minute, als Kevin Bigler seinen Kopfball statt ins Tor nur an die Latte des Sittener Gehäuses beförderte.

Eine Viertelstunde später hielt ein Hauch Wembley Einzug im Tourbillon: Sion-Keeper Anton Mitrjuschkin konnte einen Abschluss mutmasslich erst hinter der Linie entschärfen, Referee Alain Bieri entschied: kein Tor. In der Schlussphase drückten die Thuner erfolglos auf den Ausgleich.

  • Wichtig: Ziegler führte seine Sittener als Captain aufs Feld, übernahm beim Penalty die Verantwortung und sorgte damit für die Entscheidung.
  • Umstritten: Matteo Tosetti jubelte bei seinem Abschluss nach 65 Minuten bereits. Auch auf den Kamerabildern schien der Ball knapp hinter der Linie zu sein. Der Schiedsrichter sah das anders.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Super League