Büchel meistert erste Hürde – Kambundji verpasst Final

Selina Büchel kann ihr erstes Ziel an der WM in London abhaken. Die Toggenburger 800-m-Läuferin qualifizierte sich auf direktem Weg für die Halbfinals. Mujinga Kambundji und Sarah Atcho bleiben im 200-m-Halbfinal hängen.

  • Selina Büchel steht am Freitagabend, 20:35 Uhr, in London wieder im Einsatz
  • Mujinga Kambundji löst nach diskreter Leistung auch über 200 m das Finalticket nicht
  • Léa Sprunger verpasst über 400 m Hürden als 5. eine Medaille

Selina Büchel zeigte auf den zwei Bahnrunden vom ersten Meter an ein aktives Rennen. Die Toggenburgerin reihte sich im schnellsten Heat unmittelbar hinter der Spitze ein. Auch, als im Finish das Tempo angezogen wurde, konnte sie dagegenhalten.

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Die zweifache Hallen-Europameisterin verteidigte Rang 3 und schaffte so in 2:00:23 Minuten den direkten Vorstoss in die Halbfinals. «Es hat sich strenger angefühlt als die Endzeit suggerieren mag», bilanzierte Büchel.

Semenya im Schongang

Mit einem Saisonbestwert von 1:59:46 hat die 26-Jährige bestimmt noch Luft nach oben. «Morgen wird es sicher ein ganz anderes Rennen, ich fühle mich aber bereit dafür», blickte sie auf ihre Aufgabe im Halbfinal voraus.

Zuversicht verleiht auch die Gesamtabrechnung aller Vorläufe. Büchel realisierte dabei die drittschnellste Zeit. Olympiasiegerin Caster Semenya etwa ging es deutlich gemächlicher an und qualifizierte sich in 2:01:33.

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Kambundji kann im Finish nicht mehr reagieren

Mujinga Kambundji blieb über 200 m weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. In 23,00 Sekunden verfehlte sie ihren Topwert aus diesem Juli gleich um 0,58 Sekunden. In der Endabrechnung reichte dies zum 10. Platz – wie schon zu Beginn der Titelkämpfe im Kurzsprint. Der Cut fürs weiterkommen wäre bei 22,85 gelegen, diese Marke sollte sie drauf haben.

So muss sich die Bernerin den Vorwurf machen, dass sie ihre Leistung für einmal nicht punktgenau abrufen konnte. Nach einem starken Start lag sie in der Kurve noch aussichtsreich im Rennen, dann aber musste sie abreissen lassen. «Es ging nichts mehr, und ich kam noch fast zu Fall», haderte sie.

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Kambundji: «Die Finalvorgabe sollte ich längstens drauf haben»

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Atcho bleibt ohne Chance

Für Sarah Atcho hingen die Final-Trauben wie erwartet zu hoch. Die Romande verkaufte in ihrem Heat mit Dafne Schippers (22,49) als Siegerin ihre Haut aber teuer. In 23,12 Sekunden blieb aber ihr persönlicher Rekord – und somit auch die Top 8 auf der Weltbühne – ausser Reichweite.

Mit erst 22 Jahren hat Atcho die Zukunft aber noch vor sich und wird schon am Wochenende eine wichtige Kraft in der Schweizer Staffel sein.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.08.2017 19:25 Uhr