Tina Maze: «Jetzt gönne ich mir etwas Ruhe»

Tina Maze hat im Winter 2012/13 die Ski-Rekorde gleich reihenweise purzeln lassen. Auf der Lenzerheide schloss sie die Saison am Sonntag standesgemäss mit einem Sieg ab. Im «sportpanorama» sprach die Slowenin über ihren unglaublichen Höhenflug, ihre Idole und die Sehnsucht nach einem Vierbeiner.

Tina Maze beendete ihre fantastische Saison im Riesenslalom auf der Lenzerheide so, wie die Slowenin sie knapp 5 Monate zuvor im 1. Wettkampf des Winters auf dem Gletscher von Sölden begonnen hatte: mit einem Sieg. Am Sonntagabend in der Sendung «sportpanorama» sprach die 29-Jährige denn auch von einer tollen Saison. «Die Punktzahl, die ich erreicht habe, ist unglaublich.»

2414 Punkte in einer Saison, so lautet die neue Bestmarke - vielleicht ein Rekord für die Ewigkeit. Die Zweit- und die Drittplatzierte im Gesamtweltcup (Maria Höfl-Riesch und Anna Fenninger) bringen es zusammen nicht auf soviele Zähler. Insgesamt stand die 11-fache Saisonsiegerin 24 Mal auf dem Podest. Auch das ist ein neuer Bestwert.

Maze dankt dem Team

Maze ging in allen 35 Weltcup-Rennen an den Start. Dabei klassierte sie sich mit Ausnahme von 3 Abfahrten sowie dem Slalom von Zagreb (Ausfall) 31 Mal in den Top 5. Diese unfassbare Konstanz erklärt Maze so: «Diese Erfolge wären niemals möglich gewesen ohne mein Team. Ihm gebührt ein grosser Dank.»

Zusammen mit den 5 Starts an der WM in Schladming (3 Medaillen) bringt es die Allrounderin auf 40 Saisonrennen - ein Mammut-Programm. «Ab jetzt wird mein Rhythmus ein anderer sein», sagt Maze. «Jetzt gönne ich mir etwas Ruhe.»

Die Idole längst überflügelt

Am Montag fuhr sie zurück in ihr Heimatdorf Crna na Koroskem (deutsch: Schwarzenbach), wo auch 2 von Mazes Idolen herkommen: die Skifahrer Mitja Kunc und Katjusa Pusnik. «Ich war zwar noch ein Kind. Aber immer, wenn sie auf dem Podest standen, sagte ich mir: 'Das will ich auch erreichen'. Jetzt habe ich sie sogar übertroffen.» Und wie! Das Duo brachte es zusammen auf 7 Podestplätze, Maze steht bei 62.

Am meisten freut sich Maze aber nicht auf die anstehende Party in ihrer Heimat, sondern auf ihren Hund. «Ich habe ihn zuletzt Ende Januar beim Weltcup in Maribor kurz gesehen. Das ist viel zu lange her.»

1 Kommentar

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    • , Zürich

      Dienstag, 19.03.2013, 10:58

      Gerade auch an diesem Interview können alle erkennen, dass Tina Maze überhaupt nicht zickig ist, wie das immer wieder behauptet wurde. Zudem könnt ihr jene Fahrerinnen und Fahrer, die immer betonten, dass auch die Teams hinter ihnen zu den Erfolgen beigetragen haben, an einer Hand abzählen. Neben ihrem fabelhaften Punkterekord, der wohl nie mehr übertroffen wird, fehlt jetzt zum Aufstieg zur grössten Skirennfahrerin aller Zeiten nur noch ein Olympiasieg, besser sogar mehr als einer.