Federer schlägt fehlerhaften Dawidenko

Roger Federer hat ein nur zu Beginn hochklassiges Spiel gegen die ehemalige Weltnummer 3 Nikolai Dawidenko problemlos mit 6:3, 6:4 und 6:4 gewonnen. In Runde 3 der Australian Open trifft er auf den Lokalmatadoren Bernard Tomic.

Nur die ersten Minuten erinnerten an die letzten umstrittenen Duelle zwischen Roger Federer und der ehemaligen Weltnummer 3 Nikolai Dawidenko. Da drängte der Russe den Schweizer mit krachenden Grundlinienschlägen in die Defensive.

Doch Federer passte sich dem im Vergleich zum ersten Spiel viel höheren Rhythmus schnell an. Mit Fortdauer der Partie wirkte Dawidenko zunehmend planlos und fehleranfällig.

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Federers Schuhe

Federers Schuhe

Keystone

Nicht nur mit seiner Leistung erregte Roger Federer Aufsehen, sondern auch mit der Wahl der Schuhe - genauer gesagt mit deren Farbe. Von der Kamera oft eingefangen, sah sich auch Platzinterviewer Jim Courier nach dem Spiel genötigt, nachzufragen. Federer log darauf scherzhaft: «Ich habe da leider überhaupt kein Mitspracherecht!».

Keinen einzigen Breakball zugelassen

So musste Federer beim klaren 6:3, 6:4, 6:4-Sieg keinen Breakball abwehren. Selber allerdings erspielte er sich 13 Gelegenheiten zum Servicedurchbruch, wovon er jeweils eine pro Satz nutzen konnte. «Ich habe vor allem im 2. und 3. Satz viele Chancen ausgelassen. Da hätte ich mir das Leben einfacher machen können», zeigte sich Federer selbstkritisch.

Federer zeigte noch nicht sein bestes Tennis

Auch sonst wirft der Formstand des vierfachen Melbourne-Champions noch die eine oder andere Frage auf. Mit 42 unerzwungenen Fehlern leistete er sich mehr Aussetzer als Dawidenko (39). Allerdings verzeichnete er auch deutlich mehr Winner (35 gegenüber 17). Dazu dürfte ihn positiv stimmen, dass er gerade in heiklen Momenten stets eine Antwort parat hatte.

Nun wartet Lokalmatador Tomic

In der 3. Runde kommt es zum vom Publikum ersehnten Duell mit Lokalmatador Bernard Tomic (ATP 43), der sich in 4 Sätzen mit 6:7, 7:5, 7:6, 7:6 gegen Daniel Brands durchsetzen konnte. «Er hat diese Saison alle Matches gewonnen. Ich werde sehr gut spielen müssen», blickt Federer voraus. Das Spiel wird mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Samstagmorgen 9 Uhr Schweizer Zeit angesetzt.