Service public verpflichtet zu Qualität

SRF orientiert sich an höchsten publizistischen Standards. Um das Niveau der Angebote zu messen, zu sichern und zu stärken, nutzt SRF ein breit abgestütztes Qualitätsmanagement. Dazu gehören Sendungs-Checks mit Beteiligung interner und externer Fachleute.

Massstäbe zur Orientierung

Laut Konzession haben sich die Inhalte durch Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Relevanz und journalistische Professionalität auszuzeichnen. Um diese Erwartungen zu erfüllen, orientiert sich SRF an den rechtlichen und berufsethischen Vorgaben sowie selbst definierten Normen, etwa den publizistischen und handwerklichen Leitlinien.

Strukturiertes Monitoring

SRF versteht Qualitätsmanagement als Führungsaufgabe. Bausteine für die Programmqualität sind – neben den klar definierten Qualitätsstandards – Ressourcen und Prozesse, Aus- und Weiterbildung, Markt- und Publikumsforschung, Führen mit Zielen sowie Feedback und Qualitätskontrolle. Zu den zentralen Qualitätsinstrumenten gehören systematische Analysen innerhalb der Abteilungen und Redaktionen sowie regelmässige Quality-Checks (Q-Checks) bestimmter Formate. Nach einem vielfältigen Kriterienraster urteilen nicht nur interne Fachleute (Ausbildung, Markt- und Publikumsforschung), sondern auch Vertreterinnen und Vertreter des Publikumsrats sowie der Medienwissenschaft. Sie erarbeiten eine gemeinsame Auswertung.

Vielfältige Qualitätsnachweise

Es obliegt einer Reihe externer Organe, die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen zu überwachen: dem Publikumsrat als Berater der Trägerschaft, der Ombudsstelle als Vermittlerin bei Beanstandungen des Programms, der Unabhängigen Beschwerdeinstanz als gerichtsähnlicher Beschwerdestelle sowie dem Bundesamt für Kommunikation als Aufsichtsbehörde für alle Radio- und Fernsehveranstalter.
Dass die hochwertigen Programme von SRF beim Publikum ankommen, belegt in erster Linie die deutliche Marktführerschaft. Zudem würdigen zahlreiche Preise Jahr für Jahr herausragende Leistungen.

Wichtige qualitative Leitlinien für SRF

Sachgerecht ist die Berichterstattung, wenn sie alle verfügbaren Fakten in Betracht zieht und nur darstellt, was nach bestem Wissen und Gewissen für wahr gehalten wird. Sachgerechtigkeit setzt bei den Journalistinnen und Journalisten Sachkenntnis und Kompetenz voraus. Sie erfordert Transparenz, welche die Quellen nach Möglichkeit offenlegt, und sie verlangt eine faire Darstellung der anderen Meinung («audiatur et altera pars»). Wer Anschuldigungen gegen eine Person oder eine Institution vorbringt, muss Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme geben.

Vielfältig sind Programme, wenn sie Tatsachen und Meinungen zu einem Thema in ganzer Breite angemessen zum Ausdruck bringen. Die Journalistinnen und Journalisten von SRF berichten unvoreingenommen. Ihre eigene Befindlichkeit, ihre eigenen Positionen sind nicht von Belang. Journalismus, der ein Thema einseitig darstellt und mit einseitigen Stellungnahmen belegt, widerspricht unseren Anforderungen. SRF pflegt in der Regel keinen «anwaltschaftlichen Journalismus». Im Bereich Konsumentenschutz ist er zulässig, erfordert aber hohe Sorgfalt und die strikte Einhaltung der in den Leitlinien SRF festgelegten Regeln.

Unabhängig ist unser Programmangebot, wenn die Redaktionen keine Ideologie, keine Partei oder sonstige Interessengruppe bevorzugen. Wir halten kritische Distanz zu allen Gruppierungen des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Wir lassen uns vom Recht der Öffentlichkeit leiten, ein möglichst faktengetreues Bild vermittelt zu bekommen. Wir machen uns mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten. Das Publikum kann sich auf unsere Integrität verlassen.

Diese Grundsätze sind den publizistische Leitlinien von SRF entnommen.