Bedroht seien auch die berühmten Kiefernwälder im Nationalpark Tamadaba, hiess es. Der 7500 Hektar grosse Park liegt innerhalb des von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärten Westens der Insel und gilt als «die grüne Lunge» der Insel.

Touristen an den Stränden waren von der Feuerfront zunächst nicht direkt betroffen.

Wind facht Flammen an

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, sagte, das heisse Sommerwetter und die geringe Luftfeuchtigkeit machten es schwer, das «extrem aggressive» Feuer in den Griff zu bekommen.

Hinzu komme starker Wind, der die Flammen anfache, sowie eine starke Rauchentwicklung, betonte die Sprecherin des kanarischen Notfalldienstes, Laura Otero.

Hunderte Helfer hatten die ganze Nacht hindurch gegen das Feuer gekämpft. Weitere 700 wollten sich am Morgen an dem Einsatz beteiligen. Zudem sollten elf Helikopter und mehrere Flugzeuge eingesetzt werden.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Zeitungen zitierten den Chef der Inselregierung, Antonio Morales, mit den Worten, es könne sich möglicherweise um Brandstiftung handeln. Beweise dafür gebe es aber bisher nicht. Schon vor einer Woche waren in der gleichen Bergregion rund um die Gemeinden Tejeda und Artenara 1500 Hektar verbrannt.