Bei ihrer Forderung nach einem schärferen Waffenrecht in den USA erhalten die oppositionellen Demokraten Unterstützung aus der Wirtschaft.

145 Konzernchefs und Unternehmensgründer rufen den US-Senat in einem von der «New York Times» veröffentlichten Brief dazu auf, einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf zu verabschieden. Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen es keine Hintergrundprüfung des Käufers gibt, prinzipiell verboten werden.

«Waffengewalt in Amerika ist vermeidbar»

In dem Schreiben der Firmengründer und Unternehmenschefs heisst es unter anderem: «Waffengewalt in Amerika ist nicht unausweichlich; sie ist vermeidbar. Es gibt Schritte, die der Kongress unternehmen kann und muss, um Waffengewalt zu verhindern und zu reduzieren.»

New York Times zur Initiative der Konzerne

Es sei nicht hinnehmbar, in dieser Krise untätig zu bleiben. Der von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump dominierte Senat müsse dem Beispiel des Repräsentantenhauses folgen. Letzteres kontrollieren die Demokraten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Geschäftsführer von Airbnb, Uber und Yelp.

Verzögerungstaktik gefährdet Menschenleben

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, will die Kammer erst über den Gesetzesentwurf abstimmen lassen, wenn Trump Position zu dem Entwurf bezogen hat.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, warf McConnell vor, mit seiner Verzögerungstaktik Menschenleben zu gefährden. Wäre das Gesetz bereits in Kraft getreten, hätten zahlreiche Leben gerettet werden können, sagte sie in Washington.

Der Offene Brief der Konzernchefs

Die New York Times hat den Brief von 145 Firmengründern und -chefs veröffentlicht.