24. Februar 1970: Am frühen Morgen donnert eine Lawine zu Tal. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bächitallawine den Weg durch die steile Schlucht ins Tal nimmt. Aber seit 1749 ist sie zum ersten Mal wieder bis ins Dorf Reckingen im Oberwallis vorgedrungen. Die Lawine reist alles mit, was ihr im Weg steht, begräbt Strassen, Häuser – und Menschen.

Die Zerstörung ist enorm
00:30 min, aus News-Clip vom 17.02.2020

Die Lawine kommt an einem Dienstagmorgen, fünf Minuten nach fünf Uhr, als im Gommer Dorf die Zeit stehen bleibt.

Hauptmann Hans Jedlitschka erklärt, was passiert ist
02:25 min, aus News-Clip vom 17.02.2020

Die Lawine zerstört sechs Häuser; drei militärische Gebäude und vier zivile Wohnhäuser. 30 Menschen kommen in den Schneemassen um, trotz der schnellen Hilfe vieler Soldaten, die im Nachbardorf Gluringen stationiert sind. Die 11 Einheimischen und 19 Armeeangehörigen sind von der Lawine im Schlaf überrascht worden.

Soldaten helfen bei der Rettung
00:45 min, aus News-Clip vom 17.02.2020

18 verschüttete Menschen können lebend geborgen werden. Die Bergungsarbeiten dauern lange. Aber erst nach der Schneeschmelze wird der Schaden deutlich erkennbar.

Nach dem Lawinenunglück wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt, unter anderem wurde ein Schutzdamm gebaut.

Das Dorf Reckingen heute. Keystone