Bier trinken, grillieren, Musik hören: An schönen Sommertagen geht es auf der Nötzliwiese in Dietikon zu und her wie an einem Open-Air. Dies obwohl die Wiese für so viele Menschen überhaupt nicht geeignet sei, sagt Michael Weber, Leiter Sicherheitsabteilung der Stadt Dietikon und bestätigt einen Artikel der Limmattalerzeitung.

«Die Corona-Abstände können nicht gewahrt werden und es hat so viele Menschen, dass Velofahrer und Spaziergänger nicht durchkommen.» Ausserdem sei der viele Abfall ein grosses Problem. Am Wochenende wurden bei der Nötzliwiese und der Allmend Glanzenberg mehrere Tonnen Abfall eingesammelt.

«  Die Abfallzahlen vom letzten Wochenende sprechen Bände.  »
Michael Weber
Sicherheitsabteilung Stadt Dietikon

Neben der Stadt stören sich auch Anwohner und Vogelschützerinnen an den tausenden Gummiböötlern. Die Stadt Dietikon will deshalb handeln. Sie hat einen runden Tisch mit allen beteiligten Akteuren geplant, der noch vor den Sommerferien stattfinden soll.

Als Sofortmassnahme, damit die Corona-Regeln durchgesetzt werden können, soll dieses Wochenende die Polizeipräsenz erhöht werden. Sowohl auf der Limmat als auch am Seeufer. «Momentan ist das unsere einzige Möglichkeit», so Weber.

Glanzenberg statt Nötzliwiese

Die Stadt Dietikon hat einen Plan, wie sie die Situation längerfristig entspannen könnte. Die Böötler sollen die Limmat bereits eineinhalb Kilometer früher verlassen. Nicht erst bei der Nötzliwiese sondern in Glanzenberg. «In Glanzenberg haben wir extra WC-Anlagen und Grillstellen eingerichtet», sagt Michael Weber.

Der Ausstieg sei dort für die Böötler viel besser geeignet. Es gebe viel mehr Platz und es sei auch nicht mitten im Quartier. Um den Ausstieg Glanzenberg beliebt zu machen, hat die Stadt Dietikon ein Hinweisbanner über die Limmat gespannt. Ausserdem soll es Flyeraktionen geben.