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Pedro Lenz schreibt eine schweizerdeutsche Hommage an die Fremdarbeiter.
(Bild: Keystone / Urs Flüeler)
abspielen. Laufzeit 27:33 Minuten.
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Global und Lokal: Das Leben ist turbulent

Unterwegs über zwölf Flughäfen einmal rund um die Welt – oder eintauchen in den Alltag auf dem Bau im Oberaargau: Am Bücherstammtisch werden Romane diskutiert, deren Geschichten mitten aus dem Leben gegriffen sind.

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Der Roman «Turbulenzen» erzählt – in zwölf Etappen – von Menschen, deren Leben momentan gerade aus den Fugen geraten ist. Wir fliegen mit ihnen von London nach Madrid, oder von Madrid nach Dakar. Luzia Stettler gefällt vor allem die Struktur der Geschichte: Wie bei einem Dominospiel berührt jedes Leben ein nächstes und führt so über zwölf Flughäfen einmal rund um den Erdball. «Grossartig, wie Autor David Szalay unserer globalen Welt unterhaltsam und tiefgründig einen Spiegel vorhält».

Der neue Mundartroman «Primitivo» von Pedro Lenz ist eine Hommage an die Fremdarbeiter und schildert die tiefe Freundschaft zwischen Maurerlehrling Charly und seinem älteren Kollegen «Primitivo» aus Spanien. Der Autor siedelt die Geschichte Anfang der 80er Jahre im Oberaargau an, wo er selbst aufgewachsen ist. Esther Schneider ist einmal mehr verzaubert «vom Soundtrack der Lenzschen Mundart».

«Alles könnte anders sein» lautet der Titel des aktuellen Sachbuchs von Harald Welzer. Der deutsche Sozialpsychologe und Zukunftsforscher fordert darin, dass wir wieder lernen, utopisch zu denken und so die Zukunft zu gestalten. «Welzer plädiert dafür, unsere Gesellschaft mit demokratischen Mitteln grundlegend umzugestalten – und er regt damit zum Nachdenken an», findet Felix Münger.

Buchhinweise:
David Szalay. Turbulenzen. Hanser Verlag, 2020.
Pedro Lenz. Primitivo. Cosmos Verlag, 2020.
Harald Welzer. Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen. S. Fischer Verlag, 2019.