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Daniel Mellem schreibt ein Buch über einen Pionier der Raketentechnik.
(Bild: Bogenberger Autorenfotos)
abspielen. Laufzeit 29:45 Minuten.
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In der Fremde – und was nun?

Wegziehen und an einem anderen Ort das Glück suchen – darum geht es in den aktuellen Romanen von Ulrike Draesner, Daniel Mellem und Sandra Gugic. Sie alle erzählen Geschichten von Menschen, die in der Fremde Erfüllung suchen oder suchen müssen – und dabei auf neue Schwierigkeiten treffen.


Felix Münger bringt den Debütroman des deutschen Autors Daniel Mellem «Die Erfindung des Countdowns» an den Literatur-Stammtisch. Das Buch erzählt die wahre Geschichte des 1894 geborenen Physikers Hermann Oberth aus Siebenbürgen, einem Pionier der Raketentechnik.

Lange für seine visionären Ideen als Fantast verspottet, stiess Oberth schliesslich bei den Nazis auf Interesse und arbeitete an der Entwicklung der V2-Raketen mit. Das Buch arbeitet die Ambivalenz dieses Wissenschafter-Lebens trefflich heraus.

Fabienne Nägeli gefällt der Roman «Schwitters» von Ulrike Draesner. Das Buch folgt dem Schriftsteller und bildenden Künstler Kurt Schwitters ins Exil nach Norwegen, London und den Lake District.

Das Buch mischt Fakten und Fiktion zu einem Panorama der Zeit und erzählt von einem Mann, der unter schwierigen Umständen auf seine Kunst vertraut.

«Zorn und Stille» ist der Titel des zweiten Romans der 1976 in Wien geborenen und in Berlin lebenden Autorin Sandra Gugic. Das Buch erzählt von einer Familie in Wien mit serbischen Wurzeln.

Die Eltern haben in Österreich ein besseres Leben gesucht. Doch die Kinder finden keine Heimat, weder in sich selbst noch in der Welt - ein Buch über eine unscheinbare, aber umso quälendere Entfremdung. Franziska Hirsbrunner stellt den Roman vor.

Buchhinweise:
Daniel Mellem. Die Erfindung des Countdowns. dtv, 2020. (Das Hörbuch ist im Audio-Verlag erschienen.)
Sandra Gugic. Zorn und Stille. Hoffmann und Campe, 2020.
Ulrike Draesner. Schwitters. Penguin, 2020.