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Wenn sich das Volk gegen das Regime erhebt

Was geschah vor zehn Jahren auf dem Tahrir Platz in Kairo, als die ägyptische Revolution begann? Und: Was bewegt die Menschen, die in Belarus auf die Strasse gehen? Der ägyptische Bestsellerautor Autor Alaa al-Aswani und der Belarusse Sasha Filipenko suchen in ihren Romanen nach Antworten.

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Vor 10 Jahren begann die ägyptische Revolution auf dem Tahrir Platz in Kairo. Die Aufbruchstimmung des arabischen Frühlings hat Zehntausende Menschen – quer durch alle Bevölkerungsschichten - auf die Strassen gelockt.

Doch die friedlichen Proteste endeten in Chaos und Gewalt. Davon erzählt Ala al-Aswani im Roman «Republik der Träumer», den Esther Schneider vorstellt.

Felix Münger bringt den Roman «Der ehemalige Sohn» des belarussischen Autors Sasha Filipenko an den Literatur-Stammtisch. Das Buch erzählt von einem Jugendlichen, der in Minsk ins Koma fällt.

Als er zehn Jahre später daraus erwacht, zeigt sich das Land unverändert: derselbe Präsident, prügelnde Polizisten, Menschen verschwinden. Die Satire ist eine schonungslose Abrechnung mit dem politischen System in Belarus.

Im Roman «Tage des Vergessens» begleitet die deutsche Autorin Yvonne Zitzmann sieben Probanden durch eine wissenschaftliche Studie: Sie testen eine rote Pille, die gezielt schmerzhafte Erinnerungen auslöschen soll.

Doch dann läuft das Experiment völlig aus dem Ruder. «Eine bestechende Idee, literarisch überzeugend umgesetzt», urteilt Luzia Stettler.

Buchhinweise:

Alaa al-Aswani: Die Republik der Träumer, übersetzt aus dem Arabischen von Lemke Markus, Hanser 2021.

Sasha Filipenko: Der ehemalige Sohn, Diogenes 2021.

Yvonne Zitzmann. Tage des Vergessens. Müry Salzmann Verlag, 2021.