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SRF / Sébastien Thibault
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Francis Poulenc: Orgelkonzert g-Moll

Francis Poulenc schrieb sein Orgelkonzert, eine Fantasie in sieben Teilen, im Auftrag von Winnaretta Singer. Die Tochter des amerikanischen Nähmaschinen-Erfinders war eine der wichtigsten Kunstmäzeninnen, eine begabte Pianistin und Organistin und eng befreundet mit der Komponistin Nadia Boulanger.

Unter ihrem adeligen Ehenamen «Princesse Edmond de Polignac» veranstaltete sie in ihrem Pariser Anwesen Konzerte. Da fand auch die private Uraufführung von Poulencs Orgelkonzert fand statt. An der prachtvollen Cavaillé-Coll-Orgel sass der Komponist und Organist Maurice Duruflé, der Poulenc bei der Registrierung unterstützt hatte, und das Orchester leitete Nadia Boulanger. Poulenc war zufrieden mit dem Stück und meinte: «Wenn man eine genaue Vorstellung von meiner seriösen Seite haben will, muss man – neben meinen religiösen Werken – dieses Konzert betrachten.»

Das Konzert spiegelt aber nicht nur die seriöse Seite Poulencs, sondern zeigt auch seinen Humor. Auf unterhaltsame und wirkungsvolle Art verarbeitet Poulenc darin die französische Orgeltradition, macht Anspielungen an Bach und zeichnet gleichzeitig ein Bild vom pulsierenden Stadtleben vom Paris der 1930-er Jahre.

Der Organist Tobias Willi und der Musikkritiker Peter Hagmann diskutieren als Gäste von Eva Oertle über fünf unterschiedliche Aufnahmen von Poulencs Orgelkonzert.

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