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Frédéric Chopin: Ballade Nr.4 f-Moll op. 52

Balladen werden erzählt oder gesungen, und – seit Frédéric Chopin – auch auf dem Klavier gespielt. Zwar hat Chopin selber berichtet, er sei durch Gedichte des Polen Adam Mickiewicz zu seinen insgesamt vier Klavier-Balladen angeregt worden; wir wissen dazu aber nichts Genaueres.

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Das ist auch nicht wirklich notwendig, denn die Musik ist erzählend genug. Nicht in einem literarisch-wörtlichen Sinn, sondern musikalisch. Der Gestus von Chopins Balladen ist dramatisch-mäandrierend, und typisch für die Romantik: damit verschleiert Chopin die Form dieser Stücke.

In der Diskussion geht es um die letzte dieser vier Balladen, entstanden 1842, in der dunklen Tonart f-Moll. Es gilt herauszuschälen, wie viel es jeweils braucht für eine überzeugende Interpretation: von der Freiheit, die diese Musik so stark ausstrahlt und vom Übersichthalten über die Form, damit der grosse Bogen nicht verloren geht. Und vom Beachten der vielfältig vorhandenen pianistischen Details, die so wunderbar verführerisch klingen können, und dem kraftvoll-virtuosen Zugriff, der dann vor allem im Schlussteil des Stücks gefragt ist.