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SRF / Sébastien Thibault
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Heinrich Schütz: Psalmen Davids

Voller Ideen aus Venedig zurückgekehrt lässt Heinrich Schütz 1619 sein erstes deutschsprachiges Opus drucken: die Psalmen Davids, eine Sammlung von 26 Stücken «auff italienische Manier». Damit meint Schütz die aus Venedig übernommene Praxis der Mehrchörigkeit.

Das klingt voll, das ist repräsentativ, und die Psalmen wurden bei solchen Anlässen auch aufgeführt. Beim Besuch des Kaisers in der Kurfürstenstadt Dresden und bei den Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der Reformation. Für die Drucklegung der bei diesen Gelegenheiten somit bestens erprobten Werke wählte Schütz ein für ihn ganz privat feierliches Datum: dasjenige seiner Hochzeit mit Magdalena Wildeck am 1. Juni 1619.

Schütz arbeitete mit talentierten und in der Musiksprache seiner Zeit bewanderten Kräften, aber auch mit weniger gut Ausgebildeten, die in diesen mehrstimmigen Psalmvertonungen im so genannten Capell-Chor mitwirken.

Wie machen das heutige Profiensembles? Und wie setzt man auf einer CD-Aufnahme die Raumeffekte um, die Schütz' Aufführungen in der Kirche damals kennzeichneten? Aus der Sammlung erklingen in dieser Diskothek die Psalmen «Herr, unser Herrscher» (SWV 27), «An den Wassern zu Babel» (SWV 37) und «Alleluja! Lobet den Herren» (SWV 38)

Es diskutieren: die Musikwissenschaftlerin Silke Leopold und der Fagottist und Musikjournalist Nikolaus Broda.

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