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Iannis Xenakis: Evryali / Palimpsest / Metastaseis

Vor hundert Jahren wurde der griechisch-französische Komponist Iannis Xenakis geboren. Er war nicht nur Musiker, sondern auch Architekt, der u.a. mit Le Corbusier zusammenarbeitete, und auch seine Musik überschreitet Grenzen. 

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Eine musikalische Linie etwa kann sich bei Xenakis zu einer musikalischen Fläche, ja sogar zu einem musikalischen Körper ausweiten. Der grosse musikalische Erneuerer hat auch «fremde» Parameter mit Klängen in Verbindung gebracht: Seine Musik knüpft an mathematische oder architektonische Prinzipien an oder auch an die Spieltheorie. Was man etwa bei der Bewegung einer Menschenmasse oder eines Bienenschwarms beobachten kann, lässt sich auch mit der Welt des Klangs verbinden.

Dabei war die unmittelbare Wirkung für ihn sehr wichtig, oder wie er zu seinem Stück «Metastaseis» schrieb, das ihn 1955 bei der Aufführung in Donaueschingen international bekannt machte: «Die Zuhörenden müssen in die Flugbahn der Klänge hineingezogen werden. Der sinnliche Schock muss so eindringlich werden wie beim Anhören des Donners oder beim Blick in bodenlosen Abgrund.»

In dieser Spezialausgabe der Diskothek kommen Einspielungen dreier verschiedener Werke des Komponisten zum Zug, über die die Pianistin Simone Keller und der Pianist und Komponist Stefan Wirth zusammen mit Norbert Graf diskutieren.

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