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Sanitäterinnen und Sanitäter versorgen Migranten, die mit dem Boot auf Teneriffa angekommen sind.
Keystone-SDA
abspielen. Laufzeit 28:36 Minuten.
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Inselgruppe unter Druck: Die Kanaren und die Bootsmigranten

Allein letztes Jahr sind etwa 23'000 auf den Kanarischen Inseln angekommen: Menschen in Booten, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Es ist schwierig, sie auf den Inseln unterzubringen. Und Berichte von Übergriffen gegen Migranten zeigen: Die Stimmung auf den Kanaren könnte kippen.

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Die Migranten kommen unter anderem aus Marokko, Mali oder Senegal. Auf den Kanaren angekommen erzählen sie von einer lebensgefährlichen Überfahrt. Erwartet werden sie von den spanischen Behörden und von Helfern. Auf der kleinen Insel El Hierro etwa, die sich einem grossen Migrationsdruck ausgesetzt sieht.

Der Tourismus ist derweil zum Erliegen gekommen. Am «Playa del Inglés» auf Gran Canaria leben nun die Migranten in den Hotels. Gedacht war dies als Übergangslösung. Doch die Camps und Unterkünfte für die Migranten werden nur langsam fertig.

Mehrere Unterkünfte hat der Staat in Las Palmas errichtet – ausgerechnet in den Stadtvierteln mit den grössten sozialen Problemen. Die Stimmung dort droht zu kippen: Es gibt Berichte von Zusammenstössen und von Übergriffen auf die Migranten, angeheizt durch die Botschaften von populistischen Parteien.

Die Migranten wollen weiterreisen aufs europäische Festland. Doch jetzt werden sie von den Behörden daran gehindert. Sie bleiben auf den Inseln. Die Kanaren sind zum europäischen Migrations-Hotspot geworden.