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Alleine auf Repression zu setzten, hat sich nicht bezahlt gemacht in der Drogenpolitik.
Reuters
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Der gescheiterte Drogenkrieg und seine neuen Alternativen

Er hat Milliarden verschlungen, unzählige Menschenleben gekostet, Politik korrumpiert und Menschenrechte verletzt: «Der Krieg gegen Drogen». Heute sind in der Drogenpolitik neue Modelle der Entkriminalisierung gefordert. Kontext schaut auf die Massnahmen in Uruguay, in Portugal und in der Schweiz.

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Anfang der 70er-Jahre erklärte US-Präsident Richard Nixon den «Krieg gegen Drogen». Fortan stand Lateinamerika im Fokus von Repression und Gewalt. Doch der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert. Zu diesem Schluss kommen selbst konservative Politiker. Zugleich boomt das illegale Geschäft und die Drogenkartelle sind mächtiger denn je. Weltweites Aufsehen erregte deshalb Uruguay: Das kleine Land war der erste Staat auf der Welt, der 2013 Cannabis vollständig legalisierte: vom Besitz bis zum Vertrieb.

Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat auch Portugal bereits vor 15 Jahren einen anderen Weg eingeschlagen und eines der liberalsten Drogengesetze der Europäischen Union erlassen. Abhängige gelten nicht mehr als kriminell, sondern als krank.

Den Schritt zur Medikalisierung zeichnet auch die Schweizer Drogenpolitik aus. Allem voran: das vielbeachtete Programm der Methadonabgabe. Doch mit der Substitution ist es nicht getan, meint der Drogenexperte Sandro Cattacin, und fordert gesellschaftspolitischen Handlungsbedarf.


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