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Heuschrecken – die rätselhafte achte Plage

Seit alters her tauchen Heuschreckenschwärme aus der Wüste auf und fressen Felder kahl. Noch vor Jahrzehnten verursachten sie Hungersnöte und Tausende Tote. Seit alters her versuchen die Menschen herauszufinden, wie sie die Schwärme vorhersagen und bekämpfen können. Trotzdem bleiben viele Rätsel.

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Wüstenheuschrecken bedrohen ein Gebiet von Westafrika bis Indien und etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung. Immer wieder kam es zu verheerenden Plagen, in deren Folge manchmal Hundertausende verhungerten. Lange waren die Menschen hilflos, auch wenn sie versuchten, der Schwärme Herr zu werden. Mit Gräben, Feuer oder Kirchenglocken.

Anfangs des 20. Jahrhunderts startete die Kolonialmacht Grossbritannien den ersten systematischen Versuch, die Wanderungen der Wüstenheuschrecke zu verstehen und ihre Schwärme wirksam zu bekämpfen. Das Empire stand auf dem Spiel. Dieser Kampf gegen die Gefahr aus der Wüste war lange vergessen, wiederentdeckte Archive erlauben nun, das Unternehmen neu zu beleuchten.

Heute unterhält die Weltgesundheitsorganisation FAO in Rom einen Warn- und Prognosedienst für Wüstenheuschrecken-Schwärme. Und Biologen versuchen zu ergründen, warum die Heuschrecken überhaupt Schwärme bilden und wie man sie noch besser vorhersagen und bekämpfen kann. Doch trotz Hightech – viele Rätsel der geheimnisvollen Wüstentiere sind noch nicht gelüftet.

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