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Literatur im Gespräch

Vor 10 Jahren begann die ägyptische Revolution auf dem Tahrir Platz in Kairo. Die Aufbruchstimmung des arabischen Frühlings hat Zehntausende auf die Strassen gelockt. Der ägyptische Autor Alaa al-Aswani blickt im Roman «Republik der Träumer» auf diese Tage zurück und rechnet mit dem Regime ab.

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Ein junges Liebespaar demonstriert für bessere Arbeitsbedingungen. Ein Medizinstudent wird erschossen, als er sich den Soldaten entgegenstellt. Der Geheimdienstchef betet jeden Morgen andächtig, bevor er in die Folterkammer zu den festgenommenen Demonstranten geht. Alaa al-Aswani zeigt anhand von vielen Einzelschicksalen, was vor zehn Jahren in Ägypten passiert ist. Er schildert wie seine Romanfiguren, die aus allen Bevölkerungsschichten stammen, von Veränderungen träumen. Aber die Hoffnung auf ein gerechteres Ägypten wird zerschlagen. Die friedlichen Proteste enden in Chaos und Gewalt. Der Idealismus und Widerspruchsgeist der Demonstrierenden wird gebrochen, durch Folter und Demütigung. Wie gelingt es Ala al-Aswani in seinem Roman, der in Ägypten verboten wurde, die Stimmung jener Tage einzufangen?

Darüber diskutiert Esther Schneider mit Sieglinde Geisel und Julian Schütt. Weiter in der Sendung Julian Barnes Roman «Der Mann im roten Rock» über die Belle Epoque und das Buch «Mädchen, Frau et.» der Booker Prize Gewinnerin Bernardine Evaristo.

Buchhinweise:
Alaa al-Aswani. Die Republik der Träumer. Aus dem Arabischen von Markus Lemke. Hanser, 2021.
Bernardine Evaristo. Mädchen, Frau etc. Aus dem Englischen von Tanja Handels. Tropen, 2021.
Julian Barnes. Der Mann im roten Rock. Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch, 2021.

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