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Von der Erotik des Gesangs

Sängerinnen und Sänger bestätigen es geradewegs: Singen ist erotisch. Wie aber sieht es auf der Gegenseite aus, beim Hörer, der Hörerin? Und was tragen die Komponisten dazu bei? Eine vergnüglich-erotische Spurensuche.

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Die Operngeschichte ist voller Erotik. Was die Handlung betrifft – von Nero und seiner Geliebten Poppea bei Claudio Monteverdi über den Verführer Don Giovanni oder das so liebes- wie todessehnsüchtige Paar Tristan und Isolde, bis hin zur ekstatischen Salome bei Richard Strauss. Aber auch jenseits der jeweiligen Handlung wird das Singen selbst als erotischer Akt wahrgenommen. Das bestätigen die Sopranistin Anna Prohaska, die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender, als auch der Neuropsychologe Lutz Jaencke.