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Briefe und Mails zeitgemäss schreiben

«Sehr geehrte Frau Meier» oder doch besser «Liebe Frau Meier»? «Freundliche Grüsse» oder lieber «Herzliche Grüsse»? Klar ist, mit solchen Formulierungen macht man eine Aussage. Wir sagen Ihnen, was angebracht ist und was peinlich oder verstaubt wirken kann.

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Alles Unnötige weglassen

  • Lassen Sie Anreden weg (Herr, Frau, Firma), schreiben Sie gleich den Namen, zum Beispiel: Andreas Müller.
  • Ausnahme: Kennen Sie den Vornamen nicht, schreiben Sie: Herr Müller.
  • «zu Handen» wird heute nicht mehr gebraucht. Es reicht der Name.
  • Ebenfalls veraltet ist folgende Datumsangabe: Bern, den 03. Februar 2021. Zeitgemäss ist: «03. Februar 2021» oder «03.02.21». Allenfalls kann man noch den Wochentag voransetzen: «Mittwoch, 03.02.2021».

Die richtige Anrede

  • «Sehr geehrte Frau Meier»: Ist nicht gerade originell, aber korrekt. Sowieso, wenn man den Adressaten nicht oder kaum kennt. Oder wenn man unsicher ist. Hier kann man nichts falsch machen. Bei Bewerbungen: Bewirbt man sich bei einem Amt, ist das die richtige Anrede. Schicke ich meine Unterlagen an ein junges, modernes Unternehmen, zum Beispiel an ein Fitnesscenter oder eine Werbeagentur, kann diese Anrede jedoch altmodisch wirken.
  • «Guten Tag Herr Müller»: Diese Brief- und Mailanrede ist heute weit verbreitet. Sie ist neutral und zeigt eine gewisse gesunde Distanz. Fast immer anwendbar.
  • «Grüezi Frau Meier»: In der Schweiz sehr gut geeignet. Bei Briefen oder Mails nach Deutschland ist eher Vorsicht geboten. Ein «Grüezi» kann dort schnell – je nach Beziehung zueinander – bünzlig oder putzig wirken.
  • «Lieber Herr Müller»: Diese Anrede verwendet man besser nur, wenn man den Adressaten gut kennt und öfters mit ihm zu tun hat. Ansonsten kann das peinlich wirken.

Die richtige Grussformel

  • «Freundliche Grüsse»: Kann grundsätzlich immer verwendet werden, vor allem aber, wenn man den Adressaten nicht oder kaum kennt. Veraltet ist übrigens: «Mit freundlichen Grüssen».
  • «Herzliche Grüsse»: Hier kennt man den Adressaten.
  • «Beste Grüsse»: Diese Formulierung ist umstritten. Die einen halten es für eine gute Zwischenlösung, die anderen finden die Aussage schlichtweg falsch. Es gibt ja keine guten Grüsse, wo soll es dann beste Grüsse geben? Diese Grussformel wurde vermutlich abgeleitet vom Englischen «Best regards». Eher nicht verwenden.
  • «Sonnige Grüsse nach Bern»: Oder neblige Grüsse aus Luzern. Immer schön, wenn ein individueller Farbtupfer das Schreiben abschliesst. Das zeigt Wertschätzung.
  • «Schöne Ferien!»: Es geht auch ohne Grüsse. Heute völlig akzeptiert sind Wünsche wie zum Beispiel: «Alles Gute», «Frohe Ostern», «Viel Erfolg» und so weiter.