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Mein Kind will ein eigenes Smartphone

Er kommt wohl auf die meisten Familien zu: Der Moment, wenn das Kind ein eigenes Smartphone will. Was tun, damit das nicht schief geht?

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  • Ein bestimmtes Alter zu empfehlen würden wir uns nicht anmassen - zu unterschiedlich sind Kinder und Vorstellungen der Eltern. Wichtig ist aber, dass das Kind reif ist für diesen Schritt. Ein Smartphone ist ein persönliches, sehr mächtiges Gerät. Das Kind sollte vorher bereits mit Internet, Chat oder sozialen Medien Erfahrungen gemacht haben, im geschützen Rahmen (auf einem Gerät der Eltern, unter deren Anleitung).
  • Weil das Smartphone für den sozialen Umgang z.B. in der Klasse in zentrales Element ist, würden wir den Schritt aber nicht zu lange hinauszögern. Besser einen guten Umgang lernen, als das Thema ganz zu vermeiden.
  • Das Gerät muss nicht neu sein. Wahrscheinlich haben Sie in einer Schublade noch ein altes Smartphone herumliegen. So ist das gleich recycliert; und sollte es verloren oder kaputt gehen, ist es weniger schlimm.
  • Das Gerät sollte das gleiche Betriebssystem (Android oder iOS) haben wie das Gerät des Elternteils, die/der die Regeln vorgibt. Ist das nicht so, werden die folgenden Tipps schwierig bis unmöglich.
  • Das Kind mit einem eigenen Account ausstatten und den mit dem der Eltern zu einer Familie zusammenführen. In iOS ist das in den Einstellungen unter "Familienfreigabe" und "Bildschirmzeit". Bei Android verwendet man die App "Family Link". Hier ist die Anleitung von Apple, hier die von Google.
  • Das ist zwar etwas Aufwand, dafür kann man dann vieles regeln und organisieren: ob und welche Apps das Kind installieren darf (es kann auch anfragen, und die Eltern können annehmen oder ablehnen); wie bezahlt wird; welche Apps wie lange genutzt werden dürfen.
  • Über Geld nachdenken: Klar kann alles über die Kreditkarte der Eltern laufen (die jeweils bestätigen müssen, bevor das Kind etwas ausgeben kann). Vielleicht lernt das Kind aber so den Wert seiner Ausgaben nicht kennen. Man könnte z.B. auch Tauschgeschäfte abmachen; oder das Kind vom eigenen Taschengeld Guthaben kaufen lassen, über das es dann selber verfügen darf.
  • Regeln als permanenten Verhandlungsprozess verstehen. Also mit dem Kind diskutieren; die eigenen Ängste ebenso erklären wie die Bedürfnisse des Kindes verstehen. Dieser Dialog hilft dem Kind, das eigene Verhalten zu reflektieren. Ausserdem werden so Problemfelder frühzeitig erkannt.

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