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Mit einem «gelochten» Löffel wäre Suppe essen eine ziemliche Herausforderung.
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«Der Lefful boort mu nid»

«Der Lefful boort mu nid» ist eine typische Walliser Redensart. Um sie zu verstehen, muss man kulturhistorisch ein wenig ausholen.

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Messer und Gabel waren bis ins 19. Jahrhundert fast ausschliesslich in Fürsten- und Königshäusern zu finden. Das einfach Volk ass entweder mit den Fingern oder mit einem Löffel.

In einem Haushalt hatte jeder seinen eigenen Löffel. Dieser wurde nach dem Essen einfach nur sauber geleckt und an das dafür vorgesehene Gestell gehängt.

Dafür wurde manchmal am Griff ein Loch gebohrt. Hätte man vorne ein Loch gebohrt, hätte der Löffel seinen Zweck nicht mehr erfüllen können. Deshalb steht die Redewendung «Der Lefful boort mu nid» für die Dummheit einer Person.