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Max Goldt: Sprachkunst und Humor - Der Kult-Kolumnist liest seine Texte

Eleganz, Wortwitz und die Kunst des Abschweifens. Das sind die Begriffe, mit denen sich Max Goldts Texte beschreiben lassen. Und natürlich der Humor, mit dem er die Nebenschauplätze des Lebens beschreibt, leise verwundert, wie absurd die Welt in mancherlei Hinsicht geworden ist.

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Seien es die miserablen Lichtbedingungen in heutigen Hotels, hervorgerufen durch Energiesparlampen und schlechtes Design, sei es die Uninformiertheit von Moderatorinnen der Tagesschau, sobald sie statt über Explosionen im Nahen Osten über Künstler wie David Bowie reden müssen, seien es Sprachblüten aus dem Alltag oder den Medien, immer findet Max Goldt die richtigen Worte und eine überraschende Wendung.

Schon sein erster Textband, «Mein äusserst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz», erschienen 1984, legt Zeugnis ab von «den irritierenden Qualitäten seiner irrlichternden Komik» (Robert Gernhardt). Heute umfasst das Werk von Max Goldt mehrere Dutzend Bücher, Hörbücher, Musikalben und Comic-Bände (zusammen mit Stephan Katz). Seinen Status als Kult-Kolumnist verdankt Max Goldt den Onkel-Max-Kolumnen, die er von 1989 bis 2009 monatlich fürs Satiremagazin «Titanic» geschrieben hat. Kult ist Max Goldt bis heute – inzwischen vor allem als relaxter Rezitator seiner eigenen Texte.

Ein Live-Mitschnitt aus dem Zürcher Kaufleuten vom 23. Oktober 2017