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Heiko Wimmen.
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Heiko Wimmen: Libanon in Aufruhr

Das UNO-Sondertribunal für den Libanon verkündet heute das Urteil zum Mord an Ex-Premierminister Rafik Hariri vor 15 Jahren. Was erwartet die libanesische Bevölkerung von diesem Urteil? Libanon-Kenner Heiko Wimmen beschreibt im «Tagesgespräch» ein Land im Ausnahmezustand.

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Zwei Wochen sind vergangen seit der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut. Nach dem grossen Schock sind die Menschen nun mit Aufräumen und Wiederaufbauen beschäftigt. Von der Politik fühlen sich viele im Stich gelassen. Nach massiven Protesten ist vergangene Woche die Regierung zurückgetreten. Der Libanon steckt tief in einer politischen und wirtschaftlichen Krise.

Vor diesem Hintergrund wird heute das Urteil in einem Mordfall verkündet, der das Land vor 15 Jahren erschüttert hatte. 2005 wurde der ehemalige Premierminister Rafik Hariri bei einem Autobombenanschlag getötet. Das UN-Sondertribunal für den Libanon sollte die Tat restlos aufklären und die Täter zur Verantwortung ziehen. Ist das überhaupt möglich? Was erwarten die Menschen im Libanon von diesem Urteil angesichts der angespannten Situation? Darüber sprechen wir mit dem Libanon-Kenner Heiko Wimmen. Er arbeitet als Projektleiter für die unabhängige Friedensorganisation International Crisis Group für die Länder Libanon, Syrien und Irak. Normalerweise lebt Heiko Wimmen in Beirut. Aufgrund der Corona-Pandemie hält er sich derzeit in Österreich auf. Barbara Peter hat mit ihm gesprochen.