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Horst-Michael Prasser war seit 2006 Professor für Kernenergiesysteme an der ETH Zürich, vor kurzem wurde er emeritiert.
Keystone
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Horst-Michael Prasser zur Zukunft von Atomkraft

Zehn Jahre Katastrophe von Fukushima steht auch für zehn Jahre Atomausstieg der Schweiz. Doch anderswo, zum Beispiel in den USA oder in Finnland, wird für den Klimaschutz auf Atomkraft gesetzt. Wie steht es um die Zukunft der Kernenergie? Im «Tagesgespräch» ist ETH-Professor Horst-Michael Prasser.

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Zehn Jahre sind vergangen seit der Nuklear-Katastrophe von Fukushima. Am 11. März 2011 trafen ein Erdbeben der Stärke 9,0 und anschliessend ein Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima an der Ostküste Japans. In der Folge kam es in drei Reaktoren zur Kernschmelze. Eine Zäsur für die Atom-Energie. 75 Tage nach Fukushima beschloss der Bundesrat den Atomausstieg der Schweiz. Spätere Volksabstimmungen stützten den Strategiewechsel hin zu erneuerbaren Energien. Doch zehn Jahre später hat sich die Welt verändert: Der Klimawandel beschleunigt sich, die Länder stehen unter Druck, ihre Klimaziele zu erreichen. Manche setzen dabei auf Atomenergie. Die USA und China, aber auch europäische Länder wie Finnland, die Niederlande und Polen. Erlebt die Atomkraft ein Comeback? Oder ist das nur Wunschdenken der Atomlobby? Wie sieht die Zukunft der Atomenergie aus? Darüber sprechen wir nun mit Horst-Michael Prasser. Seit 2006 war Prasser Professor für Kernenergiesysteme an der ETH Zürich, vor kurzem wurde er emeritiert. Sein Lehrstuhl an der ETH war zunächst von Swissnuclear finanziert, dem Verband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber. In den letzten drei Jahren hatte die ETH den Lehrstuhl finanziert. Von 2008 bis 2011 war Prasser Mitglied der Aufsichtsbehörde des eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI. Horst-Michael Prasser ist nun Gast von Barbara Peter.