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Thomas Schiller von der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali.
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abspielen. Laufzeit 25:31 Minuten.
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Thomas Schiller über die Krise im Sahel

Die Sahelzone ist in den letzten Jahren zu einem Brennpunkt des islamistischen Terrors geworden, trotz des französischen Militäreinsatzes. Wie weiter im Sahel? Thomas Schiller von der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali liefert im «Tagesgespräch» seine Einschätzungen zur Region.

Seit acht Jahren kämpfen französische Soldaten in der Sahelzone gegen islamistische Terrorgruppen. Wie erfolgreich ist diese Mission? Und wie lange noch wird Frankreich seinen Einsatz fortsetzen in diesem Landstrich südlich der Sahara, zwischen Atlantik und Rotem Meer?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen berät sich derzeit die sogenannten «G5-Sahel»-Gruppe bei ihrem jährlichen Gipfel. Zur Gruppe gehören Mauretanien, Burkina Faso, Mali, Tschad und Niger. Auch der französische Präsident Macron, sowie die Aussenminister Deutschlands und der USA treten am Gipfel auf. Kommt es zu einem Strategiewechsel der Franzosen? Denn der Militäreinsatz ist in Frankreich unbeliebt, wie neuste Umfragen zeigen. Und die Lage in der Region bleibt äusserst instabil. Immer wieder verüben Dschihadisten-Gruppen Angriffe, immer wieder kommt es zu Zusammenstössen zwischen Angehörigen verschiedener Volksgruppen. Die UNO spricht von bis zu drei Millionen Menschen auf der Flucht.

Über die Hintergründe des Konflikts und die Perspektiven für die Sahelzone haben wir mit Thomas Schiller gesprochen. Er arbeitet für die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung, die der CDU nahesteht und leitet deren Regionalprogramm Sahel. Barbara Peter hat Thomas Schiller in seinem Büro in Bamako erreicht, der Hauptstadt von Mali.