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Die «Mainstream-Ökonomen» versteckten sich hinter mathematischen Formeln und theoretischen Modellen, die mit dem wirklichen Leben nichts zu tun hätten. Deshalb hätten die Ökonomen die jüngste Finanzkrise nicht kommen sehen, deshalb würden sie auch die nächste Krise nicht kommen sehen, sagt Ulrike Hermann.
Herby Sachs, WDR
abspielen. Laufzeit 26:53 Minuten.
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Ulrike Herrmann – «Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung»

Eine Wirtschaftskrise jagt die nächste: Für die deutsche Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann ist klar, dass daran insbesondere die heutigen Wirtschaftswissenschafter schuld sind. Sie ist Gast von Iwan Lieberherr.

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Der Kapitalismus werde gegen die Wand gefahren, aber für den Bremsweg interessiere sich niemand, kritisiert Ulrike Herrmann in ihrem neuen Buch. Der grundlegende Fehler der gängigen Ökonomie sei die falsche Annahme, dass die Märkte naturgesetzmässig nach einem Gleichgewicht strebten. Daraus habe man abgeleitet, dass die Finanzmärkte dereguliert werden müssten – was in den letzten zwei Jahrzehnten zu drei grossen Wirtschaftskrisen geführt habe, welche die Ökonomen an den Universitäten wegen ihrer schon im Ansatz falschen Theorien nicht vorhersehen konnten.
Die 52-jährige Journalistin der linken Berliner Tageszeitung «taz», die unter anderem Wirtschaftsgeschichte studiert hat, ist der Meinung, dass die Ökonomen und Ökonominnen sich wieder vermehrt mit den Werken der grossen Denker der Vergangenheit beschäftigen sollten, etwa Adam Smith oder Karl Marx. Von ihnen könne man auch heute noch einiges lernen.

Das Buch: Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung. Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können. Verlag Westend.

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