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«Eine der grössten Entdeckungen»: Sol Gabetta spielt Weinberg

Mieczyslaw Weinberg hätte letztes Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert, erst seit kurzem wird der Komponist und Freund von Schostakowitsch wieder aufgeführt. Für die Cellistin Sol Gabetta ist Weinbergs Cellokonzert gar «eine der grössten Entdeckungen».

Aufgeführt hat sie es auch im Sommer vor einem Jahr an den BBC Proms, und wer dieses Stück bis jetzt noch nicht gehört hat, hat hier die Gelegenheit dazu.

Weinberg, 1919 in Warschau geboren, floh mit 20 Jahren in die Sowjetunion. Sein Cellokonzert entstand drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, konnte allerdings erst im Tauwetter nach Stalins Tod erstmals aufgeführt werden, 1957.

Das Konzert ist weniger durch einen grimmigen Humor gekennzeichnet wie das Cellokonzert, das Schostakowitsch (wie ebenfalls Weinberg ) dem Cellisten Mstislav Rostropowitsch in die Hände komponiert hat. Weinbergs Musik ist lyrischer und melancholischer gestimmt und passt bestens zum vielfältig schattierten Celloklang von Sol Gabetta.

Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11
Mieczys?aw Weinberg: Cellokonzert d-Moll op. 43
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 «Pathetique»

BBC Symphony Orchestra
Dalia Stasevska, Leitung
Sol Gabetta, Violoncello

Konzert vom 6. August 2019, Royal Albert Hall, London (BBC Proms)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.