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Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 endet für das Schauspielhaus Zürich die Ära als «Hochburg des freien Wortes» und Zufluchtsort für verfolgte Künstler. Die Exilbühne braucht es so nicht mehr. Viele Mitglieder des Emigranten-Ensembles zieht es wieder nach Deutschland. Andere wählen den umgekehrten Weg nach Zürich. Nun stehen Emigrantinnen neben Künstlern auf der Bühne, die von den Nazis jahrelang bejubelt worden sind. Das führt zu Spannungen und Kritik. 

In dieser Phase spielt Dramaturg Kurt Hirschfeld einmal mehr eine entscheidende Rolle. Er fördert gezielt Schweizer Autoren, allen voran Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Frisch, der vor dem Krieg noch ein Kritiker des Schauspielhauses war, feiert kurz vor Kriegsende seine erste Premiere als Theaterautor. Zusammen mit Dürrenmatt prägt er die Nachkriegszeit des Theaters massgeblich. Stücke wie Frischs «Andorra» oder Dürrenmatts «Die Physiker» werden zu grossen Erfolgen und sorgen dafür, dass das Schauspielhaus nochmals eine glanzvolle Zeit hat. 

Der Ruf des Theaters beruht auf dem Emigranten-Ensemble. Und später auf den Erfolgen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Ihr Entdecker Kurt Hirschfeld bleibt dem Schauspielhaus ein Leben lang treu bleibt – auch für kurze Zeit noch als Direktor. Nach seinem Tod geht für das Schauspielhaus eine weitere Ära zu Ende. Und danach kann es lange nicht mehr an diese grossen Zeiten anknüpfen. Der Mythos als Exilbühne aber ist bis heute geblieben.
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, Theaterredaktorin
Pinar Karabulut, Co Intendantin Schauspielhaus Zürich
Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch
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Literatur:
Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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Links:
SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25
SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Nach dem Zweiten Weltkrieg muss sich das Schauspielhaus Zürich neu orientieren. Während viele Künstler in ihre Heimat zurückkehren, rücken die Schweizer Autoren in den Vordergrund. Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt prägen die Nachkriegszeit des Theaters und führen es zu neuen Erfolgen.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 endet für das Schauspielhaus Zürich die Ära als «Hochburg des freien Wortes» und Zufluchtsort für verfolgte Künstler. Die Exilbühne braucht es so nicht mehr. Viele Mitglieder des Emigranten-Ensembles zieht es wieder nach Deutschland. Andere wählen den umgekehrten Weg nach Zürich. Nun stehen Emigrantinnen neben Künstlern auf der Bühne, die von den Nazis jahrelang bejubelt worden sind. Das führt zu Spannungen und Kritik. 

In dieser Phase spielt Dramaturg Kurt Hirschfeld einmal mehr eine entscheidende Rolle. Er fördert gezielt Schweizer Autoren, allen voran Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Frisch, der vor dem Krieg noch ein Kritiker des Schauspielhauses war, feiert kurz vor Kriegsende seine erste Premiere als Theaterautor. Zusammen mit Dürrenmatt prägt er die Nachkriegszeit des Theaters massgeblich. Stücke wie Frischs «Andorra» oder Dürrenmatts «Die Physiker» werden zu grossen Erfolgen und sorgen dafür, dass das Schauspielhaus nochmals eine glanzvolle Zeit hat. 

Der Ruf des Theaters beruht auf dem Emigranten-Ensemble. Und später auf den Erfolgen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Ihr Entdecker Kurt Hirschfeld bleibt dem Schauspielhaus ein Leben lang treu bleibt – auch für kurze Zeit noch als Direktor. Nach seinem Tod geht für das Schauspielhaus eine weitere Ära zu Ende. Und danach kann es lange nicht mehr an diese grossen Zeiten anknüpfen. Der Mythos als Exilbühne aber ist bis heute geblieben.
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, Theaterredaktorin
Pinar Karabulut, Co Intendantin Schauspielhaus Zürich
Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch
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Literatur:
Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25
SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31273660" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/06/Zeitblende_radio_AUDI20260602_NR_0004_50b56d6366e94458aac498ec9e958697.mp3?d=ap&amp;assetId=e618eec8-609a-3099-96f2-2a77c70154b8"/></item><item><guid isPermaLink="false">b59082d6-2167-3918-b31d-51e3c3051ebd</guid><title>Das Schauspielhaus im Krieg: Eine wichtige Stimme gegen Hitler</title><itunes:title>Das Schauspielhaus im Krieg: Eine wichtige Stimme gegen Hitler</itunes:title><pubDate>Tue, 19 May 2026 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1634</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>In Europa tobt der Zweite Weltkrieg. Die Nazis wüten, und auch die Schweiz zittert. In Zürich jedoch wird Theater gespielt. Das Schauspielhaus erlebt seinen Höhepunkt als Emigrantentheater – und wird zum Symbol der geistigen Landesverteidigung.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[In Europa tobt der Zweite Weltkrieg. Die Nazis wüten, und auch die Schweiz zittert. In Zürich jedoch wird Theater gespielt. Das Schauspielhaus erlebt seinen Höhepunkt als Emigrantentheater – und wird zum Symbol der geistigen Landesverteidigung.

Nach Ferdinand Riesers Abgang durchlebt das Emigranten-Ensemble am Schauspielhaus eine unsichere Zeit, geprägt von der Angst, Arbeit zu verlieren und den Nazis in die Hände zu fallen. Kurt Hirschfeld rettet die Bühne, indem er mit einflussreichen Bürgern und Stadtpräsident Emil Klöti die neue Schauspiel AG gründet und Gelder akquiriert. Direktor wird der als unpolitisch geltende Schweizer Oskar Wälterlin, nicht Hirschfeld, um Risiken durch den Nazi-Druck zu vermeiden. Hirschfeld arbeitet als Dramaturg.

Hirschfeld und Wälterlin gelten in den kommenden Jahren als «Dreamteam» am Schauspielhaus. Sie verzichten auf offensichtlich politische Stücke. Spielen viele Klassiker, die sie mit aktueller Bedeutung aufladen. Legendär sind der Tell von Schiller oder Götz von Berlichingen von Goethe. In beiden spielt Heinrich Gretler die Hauptrolle. Der populäre Schauspieler wird auf der Bühne fast so etwas wie das Gesicht der geistigen Landesverteidigung.

Im Mai 1940, als die Kriegsgefahr für die Schweiz besonders gross ist, setzen die beiden einen weiteren Akzent auf der Pfauenbühne. Hitler beginnt seinen Westfeldzug, und es gibt Gerüchte, dass auch die Schweiz bald an der Reihe ist. Die Zürcherinnen und Zürcher verlassen ihre Stadt in Scharen. Auch die Emigrantinnen und Emigranten haben ihre Koffer gepackt. Aber sie bleiben – und spielen. Am 18. Mai 1940 kommt es zur Premiere von Goethes Faust II. Ein Lieblingsstück der Nazis – das in Zürich ganz anders interpretiert wird. Es ist ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, welche Kraft Theater haben kann.

Aber nicht nur mit Klassikern, sondern auch mit Erstaufführungen von Exilautoren macht das Theater von sich reden. Ein bekanntes Beispiel ist die «Mutter Courage» von Berthold Brecht - ein Antikriegsstück mit der grossen Therese Giehse in der Hauptrolle. Der Zweite Weltkrieg hat eine einmalige Situation geschaffen. Der gemeinsame Feind und die Angst schweissen alle zusammen. Emigranten-Ensemble, Zuschauerinnen und Zuschauer, Theaterleitung, Politik und Presse. Und das ist bis heute die Basis des Schauspielhaus-Mythos.
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch
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Literatur:
Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25
SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen
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Nach Ferdinand Riesers Abgang durchlebt das Emigranten-Ensemble am Schauspielhaus eine unsichere Zeit, geprägt von der Angst, Arbeit zu verlieren und den Nazis in die Hände zu fallen. Kurt Hirschfeld rettet die Bühne, indem er mit einflussreichen Bürgern und Stadtpräsident Emil Klöti die neue Schauspiel AG gründet und Gelder akquiriert. Direktor wird der als unpolitisch geltende Schweizer Oskar Wälterlin, nicht Hirschfeld, um Risiken durch den Nazi-Druck zu vermeiden. Hirschfeld arbeitet als Dramaturg.

Hirschfeld und Wälterlin gelten in den kommenden Jahren als «Dreamteam» am Schauspielhaus. Sie verzichten auf offensichtlich politische Stücke. Spielen viele Klassiker, die sie mit aktueller Bedeutung aufladen. Legendär sind der Tell von Schiller oder Götz von Berlichingen von Goethe. In beiden spielt Heinrich Gretler die Hauptrolle. Der populäre Schauspieler wird auf der Bühne fast so etwas wie das Gesicht der geistigen Landesverteidigung.

Im Mai 1940, als die Kriegsgefahr für die Schweiz besonders gross ist, setzen die beiden einen weiteren Akzent auf der Pfauenbühne. Hitler beginnt seinen Westfeldzug, und es gibt Gerüchte, dass auch die Schweiz bald an der Reihe ist. Die Zürcherinnen und Zürcher verlassen ihre Stadt in Scharen. Auch die Emigrantinnen und Emigranten haben ihre Koffer gepackt. Aber sie bleiben – und spielen. Am 18. Mai 1940 kommt es zur Premiere von Goethes Faust II. Ein Lieblingsstück der Nazis – das in Zürich ganz anders interpretiert wird. Es ist ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, welche Kraft Theater haben kann.

Aber nicht nur mit Klassikern, sondern auch mit Erstaufführungen von Exilautoren macht das Theater von sich reden. Ein bekanntes Beispiel ist die «Mutter Courage» von Berthold Brecht - ein Antikriegsstück mit der grossen Therese Giehse in der Hauptrolle. Der Zweite Weltkrieg hat eine einmalige Situation geschaffen. Der gemeinsame Feind und die Angst schweissen alle zusammen. Emigranten-Ensemble, Zuschauerinnen und Zuschauer, Theaterleitung, Politik und Presse. Und das ist bis heute die Basis des Schauspielhaus-Mythos.
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin
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Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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Die Ursprünge des Schauspielhauses reichen noch weiter zurück. Und sie sind weit entfernt von einem künstlerisch anspruchsvollen Theater. Das «Volkstheater zum Pfauen» ist um die Jahrhundertwende eine Art Varieté-Theater mit Biergarten und Kegelbahn. Mit finanziellen Nöten und unterschiedlichen Besitzern. Es wird die Jahre darauf zur Nebenbühne des Stadttheaters, des heutigen Opernhauses. Aber auch dieses Konzept hat zu wenig Erfolg.

Und dann tritt ein gewisser Ferdinand Rieser auf die Bühne. Ein jüdischer Kaufmann mit viel Leidenschaft fürs Theater, aber wenig Erfahrung. Er übernimmt das Schauspielhaus und baut es 1926 um. Ihm ist es zu verdanken, dass das Schauspielhaus zum wichtigsten Emigranten-Theater im deutschsprachigen Raum wird. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen, holt er verfolgte Schauspielerinnen und Regisseure nach Zürich, die in Deutschland  nicht mehr arbeiten können. Am Schauspielhaus Zürich werden Stücke gezeigt, die in Deutschland verboten sind und sich kritisch mit den Entwicklungen im Nationalsozialismus auseinandersetzen. 

Diese politische Haltung provoziert heftige Reaktionen. Deutsche Nazi-Spitzel und die nazifreundliche Nationale Front in der Schweiz versuchen, das Theater einzuschüchtern. Es gibt Drohungen und Proteste. Das Schauspielhaus braucht für gewisse Aufführungen Polizeischutz.  Auch aus gemässigteren Kreisen gibt es Kritik. Der Schweizer Schriftstellerverband fordert mehr Schweizer Stücke und wettert gegen das «unschweizerische» Theater.  Rieser hält dem Druck zunächst noch Stand. Doch 1938 sieht er sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Er emigriert mit seiner Familie in die USA. 
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin
Pinar Karabulut, Co-Intendantin Schauspielhaus Zürich
Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch
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Literatur:
Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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Links:
SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25
SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im zweiten Weltkrieg ist das Zürcher Schauspielhaus ein wichtiger Zufluchtsort. Künstlerinnen und Künstler, die vom Nationalsozialismus verfolgt werden, finden an diesem Schweizer Theater eine neue Heimat. Den Grundstein dafür legt vor 100 Jahren ein Zürcher Weinhändler.

Die Ursprünge des Schauspielhauses reichen noch weiter zurück. Und sie sind weit entfernt von einem künstlerisch anspruchsvollen Theater. Das «Volkstheater zum Pfauen» ist um die Jahrhundertwende eine Art Varieté-Theater mit Biergarten und Kegelbahn. Mit finanziellen Nöten und unterschiedlichen Besitzern. Es wird die Jahre darauf zur Nebenbühne des Stadttheaters, des heutigen Opernhauses. Aber auch dieses Konzept hat zu wenig Erfolg.

Und dann tritt ein gewisser Ferdinand Rieser auf die Bühne. Ein jüdischer Kaufmann mit viel Leidenschaft fürs Theater, aber wenig Erfahrung. Er übernimmt das Schauspielhaus und baut es 1926 um. Ihm ist es zu verdanken, dass das Schauspielhaus zum wichtigsten Emigranten-Theater im deutschsprachigen Raum wird. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen, holt er verfolgte Schauspielerinnen und Regisseure nach Zürich, die in Deutschland  nicht mehr arbeiten können. Am Schauspielhaus Zürich werden Stücke gezeigt, die in Deutschland verboten sind und sich kritisch mit den Entwicklungen im Nationalsozialismus auseinandersetzen. 

Diese politische Haltung provoziert heftige Reaktionen. Deutsche Nazi-Spitzel und die nazifreundliche Nationale Front in der Schweiz versuchen, das Theater einzuschüchtern. Es gibt Drohungen und Proteste. Das Schauspielhaus braucht für gewisse Aufführungen Polizeischutz.  Auch aus gemässigteren Kreisen gibt es Kritik. Der Schweizer Schriftstellerverband fordert mehr Schweizer Stücke und wettert gegen das «unschweizerische» Theater.  Rieser hält dem Druck zunächst noch Stand. Doch 1938 sieht er sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Er emigriert mit seiner Familie in die USA. 
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In dieser Episode zu hören:
Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin
Pinar Karabulut, Co-Intendantin Schauspielhaus Zürich
Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch
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Literatur:
Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag.
Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix.
Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht.
Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel.
Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag.
Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag.
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SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF
DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25
SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25059146" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/05/Zeitblende_radio_AUDI20260505_NR_0006_eeefe7f674774ef28bdbe5f0423215db.mp3?d=ap&amp;assetId=059dba2b-0d62-304a-abb1-18bca3ce085b"/></item><item><guid isPermaLink="false">bb16c475-6a1b-33b1-85f9-2348eca66721</guid><title>Tschernobyl 1986: Die Auswirkungen auf die Schweiz. </title><itunes:title>Tschernobyl 1986: Die Auswirkungen auf die Schweiz. </itunes:title><pubDate>Tue, 21 Apr 2026 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1843</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Seit 40 Jahren erinnert der Name «Tschernobyl» an eine der grössten Katastrophen der Geschichte. Der nukleare Unfall vom 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl erschüttert die Welt – die Folgen sind auch in der Schweiz zu spüren. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Seit 40 Jahren erinnert der Name «Tschernobyl» an eine der grössten Katastrophen der Geschichte. Der nukleare Unfall vom 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl erschüttert die Welt – die Folgen sind auch in der Schweiz zu spüren.

«Die radioaktive Wolke ist jetzt bei uns. Wind und Wetter werden sie auch zu euch tragen». Der pensionierte Schweizer Nuklearphysiker Christophe Murith erinnert sich auch nach 40 Jahren noch lebhaft an die Warnungen der Kollegen aus Schweden. Sie haben am Morgen des 28. April 1986 in der Umgebung des Atomkraftwerks Forsmark erhöhte Radioaktivität festgestellt und haben einen Verdacht. Erst Stunden und Tage später gibt es Gewissheit: Im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl ist es zu einem schweren Störfall gekommen, grosse Mengen an Radioaktivität wurden in die Atmosphäre geschleudert. 

Zwei Tage später bläst der Wind die radioaktive Wolke auch in die Schweiz. Was tun? Wie damit umgehen? Viele sind verunsichert, die Behörden versuchen zu beruhigen, geben Empfehlungen ab. Mit unterschiedlichem Erfolg. 

Tschernobyl und die Schweiz: 40 Jahre danach erinnern sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an die Ereignisse von damals. 

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Als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Episode 3/3 zu hören: 

-	Christophe Murith. Nuklearphysiker. 1986 Mitarbeiter im Labor der eidgenössischen Kommission zur Überwachung der Radioaktivität in Freiburg. 
-	Yvonne. Im April 1986 kaufmännische Angestellte. Und im sechsten Monat schwanger. 
-	Christian Lüscher, 1986 Journalist im Ressort «Inland» beim damaligen Schweizer Radio DRS. 
-	Casper Selg, 1986 Leiter des «Echo der Zeit» beim damaligen Radio DRS.
-	Ruedi Ermel, Bauer aus Murten, hatte bereits 1986 einen Stand am Berner Markt auf dem Bundesplatz.

Ausserdem:  Archivmaterial, Recherche und Archive SRF.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Veronika Meier


Mitarbeit:
Team Recherche und Archive (SRF), Lukas Süess (Technik).

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Seit 40 Jahren erinnert der Name «Tschernobyl» an eine der grössten Katastrophen der Geschichte. Der nukleare Unfall vom 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl erschüttert die Welt – die Folgen sind auch in der Schweiz zu spüren.

«Die radioaktive Wolke ist jetzt bei uns. Wind und Wetter werden sie auch zu euch tragen». Der pensionierte Schweizer Nuklearphysiker Christophe Murith erinnert sich auch nach 40 Jahren noch lebhaft an die Warnungen der Kollegen aus Schweden. Sie haben am Morgen des 28. April 1986 in der Umgebung des Atomkraftwerks Forsmark erhöhte Radioaktivität festgestellt und haben einen Verdacht. Erst Stunden und Tage später gibt es Gewissheit: Im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl ist es zu einem schweren Störfall gekommen, grosse Mengen an Radioaktivität wurden in die Atmosphäre geschleudert. 

Zwei Tage später bläst der Wind die radioaktive Wolke auch in die Schweiz. Was tun? Wie damit umgehen? Viele sind verunsichert, die Behörden versuchen zu beruhigen, geben Empfehlungen ab. Mit unterschiedlichem Erfolg. 

Tschernobyl und die Schweiz: 40 Jahre danach erinnern sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an die Ereignisse von damals. 

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Als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Episode 3/3 zu hören: 

-	Christophe Murith. Nuklearphysiker. 1986 Mitarbeiter im Labor der eidgenössischen Kommission zur Überwachung der Radioaktivität in Freiburg. 
-	Yvonne. Im April 1986 kaufmännische Angestellte. Und im sechsten Monat schwanger. 
-	Christian Lüscher, 1986 Journalist im Ressort «Inland» beim damaligen Schweizer Radio DRS. 
-	Casper Selg, 1986 Leiter des «Echo der Zeit» beim damaligen Radio DRS.
-	Ruedi Ermel, Bauer aus Murten, hatte bereits 1986 einen Stand am Berner Markt auf dem Bundesplatz.

Ausserdem:  Archivmaterial, Recherche und Archive SRF.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Veronika Meier


Mitarbeit:
Team Recherche und Archive (SRF), Lukas Süess (Technik).

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31132336" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/04/Zeitblende_radio_AUDI20260421_NR_0007_44bc9e4251a14e0d925d49e29a01d938.mp3?d=ap&amp;assetId=bb16c475-6a1b-33b1-85f9-2348eca66721"/></item><item><guid isPermaLink="false">b29988ce-8a85-33bc-863d-56f08653a4cb</guid><title>Tschernobyl 1986: Rückkehr ins Katastrophengebiet</title><itunes:title>Tschernobyl 1986: Rückkehr ins Katastrophengebiet</itunes:title><pubDate>Mon, 06 Apr 2026 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1506</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>40 Jahre nach der Atomkatastrophe kehrt Maryna Peter zum ersten Mal nach Prypjat, an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als vierjähriges Mädchen musste sie 1986 überstürzt fliehen. Mit bloss einer kleinen Tasche, darin ein Apfel, ein Schokoriegel, Ersatzu ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[40 Jahre nach der Atomkatastrophe kehrt Maryna Peter zum ersten Mal nach Prypjat, an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als vierjähriges Mädchen musste sie 1986 überstürzt fliehen. Mit bloss einer kleinen Tasche, darin ein Apfel, ein Schokoriegel, Ersatzunterwäsche und einem Zettel mit ihrem Namen.

Die sozialistische Musterstadt Prypjat, drei Kilometer vom einstigen Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt, liegt in einer Sperrzone, und seit dem russischen Angriff 2022 ist auch der Katastrophentourismus eingestellt worden. Für einen Besuch benötigt man heute eine spezielle Bewilligung. Eine Drohne des Wachtpersonals verfolgt uns. Maryna Peter findet die alte Wohnung.

Auf den Spuren der Familiengeschichte besucht sie das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl, den Kontrollraum von Reaktor 4, wo die Crew ahnungslos auf den verhängnisvollen Knopf drückte und den sogenannten Sarkophag, unter dem die verstrahlten Trümmer der Explosion liegen. Ihr Vater Anatolii Varbanets arbeitete 1986 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk und schildert seine Erlebnisse und Gedanken im Moment der Katastrophe. 
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In Episode 2/3 zu hören: 
·	Maryna Peter musste als vierjähriges Mädchen von einem Moment auf den anderen fliehen und kehrt 40 Jahre nach der Atomkatastrophe erstmals in die Stadt Prypjat zurück, in der die Angestellten des Atomkraftwerks und ihre Familie wohnten. 
·	Anatolii Varbanets ist der Vater von Maryna Peter und arbeitete von 1974-1988 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk Tschernobyl.
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Autor: Peter Voegeli, Technik: Lukas Süess
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Literatur: 
Yunha, Mariia: Soziale Aspekte der Tschernobyl-Katastrophe. Maturitätsarbeit, MNG Rämibühl 2024 (unveröffentlicht). 
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[40 Jahre nach der Atomkatastrophe kehrt Maryna Peter zum ersten Mal nach Prypjat, an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als vierjähriges Mädchen musste sie 1986 überstürzt fliehen. Mit bloss einer kleinen Tasche, darin ein Apfel, ein Schokoriegel, Ersatzunterwäsche und einem Zettel mit ihrem Namen.

Die sozialistische Musterstadt Prypjat, drei Kilometer vom einstigen Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt, liegt in einer Sperrzone, und seit dem russischen Angriff 2022 ist auch der Katastrophentourismus eingestellt worden. Für einen Besuch benötigt man heute eine spezielle Bewilligung. Eine Drohne des Wachtpersonals verfolgt uns. Maryna Peter findet die alte Wohnung.

Auf den Spuren der Familiengeschichte besucht sie das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl, den Kontrollraum von Reaktor 4, wo die Crew ahnungslos auf den verhängnisvollen Knopf drückte und den sogenannten Sarkophag, unter dem die verstrahlten Trümmer der Explosion liegen. Ihr Vater Anatolii Varbanets arbeitete 1986 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk und schildert seine Erlebnisse und Gedanken im Moment der Katastrophe. 
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In Episode 2/3 zu hören: 
·	Maryna Peter musste als vierjähriges Mädchen von einem Moment auf den anderen fliehen und kehrt 40 Jahre nach der Atomkatastrophe erstmals in die Stadt Prypjat zurück, in der die Angestellten des Atomkraftwerks und ihre Familie wohnten. 
·	Anatolii Varbanets ist der Vater von Maryna Peter und arbeitete von 1974-1988 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk Tschernobyl.
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Autor: Peter Voegeli, Technik: Lukas Süess
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Literatur: 
Yunha, Mariia: Soziale Aspekte der Tschernobyl-Katastrophe. Maturitätsarbeit, MNG Rämibühl 2024 (unveröffentlicht). 
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25748654" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/04/Zeitblende_radio_AUDI20260406_NR_0096_8619c14f29fa4e19b83855afc1e3d9fb.mp3?d=ap&amp;assetId=b29988ce-8a85-33bc-863d-56f08653a4cb"/></item><item><guid isPermaLink="false">cbcaafaa-3cc1-300a-8328-c3747f10e3d7</guid><title>Tschernobyl 1986: Wie es zur Katastrophe kam</title><itunes:title>Tschernobyl 1986: Wie es zur Katastrophe kam</itunes:title><pubDate>Tue, 24 Mar 2026 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1628</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine Reaktor Nummer vier. Eine grosse Menge Radioaktivität wird freigesetzt; es ist der bis dahin grösste und schwerste Unfall in der Geschichte der zivil ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine Reaktor Nummer vier. Eine grosse Menge Radioaktivität wird freigesetzt; es ist der bis dahin grösste und schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomindustrie. Wie konnte es so weit kommen?

In den 1970er und 1980er Jahren gehört die Atomindustrie zu den Prestigeindustrien in der Sowjetunion. Die zivile Kernenergie gilt als sauber und als fortschrittlicher als andere Energieformen, etwa die Kohle. Der Glaube an die Technik ist in jener Zeit gross, der Hunger nach Energie ebenfalls. 

Der Stolz der sowjetischen Atomindustrie ist der RBMK-1000-Reaktor – der «National-Reaktor», eine Eigenentwicklung der UdSSR. Er wird gefeiert und gar besungen. Doch hinter der hochgelobten Fassade gibt es immer wieder Probleme.   
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In Episode 1/3 zu hören: 

- Anna Veronika Wendland, Osteuropa- und Technikhistorikerin. Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Marburg. 
- Laurent Coumel. Historiker. Dozent für russische und sowjetische Geschichte. Institut national des langues et civilisations orientales, Paris.
- Archivmaterial, Recherche und Archive SRF.
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Recherche, Produktion und Moderation:
Veronika Meier 

Mitarbeit:
Team Recherche und Archive (SRF), Anaïs Kien (RTS), Harald Kapp (Technik)
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Literatur: 

- Coumel, Laurent (2024): 24 heures de la vie à Tchernobyl. Paris, Edition Puf. 
- Wendland, Anna Veronika (2023): Der Tschernobyl-Reaktor RBMK. Eine kerntechnische Verflechtungsgeschichte. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 71, 2023/1, S. 137-165. 
- Wendland, Anna Veronika (2019): Nuclearizing Ukraine – Ukrainizing the Atom. Soviet nuclear technopolitics, crisis, and resilience on the imperial periphery. In: Cahiers du monde russe, 2019/2 Vol.60, S. 335-367. 
- Higginbotham, Adam (2019): Mitternacht in Tschernobyl. Die geheime Geschichte der grössten Atomkatastrophe aller Zeiten. Frankfurt/Main, S. Fischer Verlag.
- Stscherbak, Jurij (1988): Protokolle einer Katastrophe. Frankfurt/Mail, Athenäum Verlag.
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In den 1970er und 1980er Jahren gehört die Atomindustrie zu den Prestigeindustrien in der Sowjetunion. Die zivile Kernenergie gilt als sauber und als fortschrittlicher als andere Energieformen, etwa die Kohle. Der Glaube an die Technik ist in jener Zeit gross, der Hunger nach Energie ebenfalls. 

Der Stolz der sowjetischen Atomindustrie ist der RBMK-1000-Reaktor – der «National-Reaktor», eine Eigenentwicklung der UdSSR. Er wird gefeiert und gar besungen. Doch hinter der hochgelobten Fassade gibt es immer wieder Probleme.   
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In Episode 1/3 zu hören: 

- Anna Veronika Wendland, Osteuropa- und Technikhistorikerin. Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Marburg. 
- Laurent Coumel. Historiker. Dozent für russische und sowjetische Geschichte. Institut national des langues et civilisations orientales, Paris.
- Archivmaterial, Recherche und Archive SRF.
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Recherche, Produktion und Moderation:
Veronika Meier 

Mitarbeit:
Team Recherche und Archive (SRF), Anaïs Kien (RTS), Harald Kapp (Technik)
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Literatur: 

- Coumel, Laurent (2024): 24 heures de la vie à Tchernobyl. Paris, Edition Puf. 
- Wendland, Anna Veronika (2023): Der Tschernobyl-Reaktor RBMK. Eine kerntechnische Verflechtungsgeschichte. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 71, 2023/1, S. 137-165. 
- Wendland, Anna Veronika (2019): Nuclearizing Ukraine – Ukrainizing the Atom. Soviet nuclear technopolitics, crisis, and resilience on the imperial periphery. In: Cahiers du monde russe, 2019/2 Vol.60, S. 335-367. 
- Higginbotham, Adam (2019): Mitternacht in Tschernobyl. Die geheime Geschichte der grössten Atomkatastrophe aller Zeiten. Frankfurt/Main, S. Fischer Verlag.
- Stscherbak, Jurij (1988): Protokolle einer Katastrophe. Frankfurt/Mail, Athenäum Verlag.
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Wir besuchen die UNO in Genf und erleben, wie Diplomatie, Menschenrechte und Krisen den Alltag im Palais des Nations prägen. Mit SRFKorrespondent Fredy Gsteiger blicken wir hinter die Kulissen einer Organisation, die oft blockiert wirkt – und dennoch unverzichtbar bleibt. Warum die UNO trotz Druck, Konflikten und Vetos eine wichtige Plattform für Dialog ist.
____________________

Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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In dieser Episode zu hören:
·	Fredy Gsteiger, Korrespondent für internationale Diplomatie bei Radio SRF
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Ein Besuch im UNO-Hauptquartier in Genf zeigt, wie nahe Anspruch und Realität beieinanderliegen: Menschenrechte, Diplomatie und Krisen prägen den Alltag. Trotz Blockaden bleibt die UNO ein unverzichtbarer Ort, an dem die Welt miteinander spricht statt schweigt.

Wir besuchen die UNO in Genf und erleben, wie Diplomatie, Menschenrechte und Krisen den Alltag im Palais des Nations prägen. Mit SRFKorrespondent Fredy Gsteiger blicken wir hinter die Kulissen einer Organisation, die oft blockiert wirkt – und dennoch unverzichtbar bleibt. Warum die UNO trotz Druck, Konflikten und Vetos eine wichtige Plattform für Dialog ist.
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Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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In dieser Episode zu hören:
·	Fredy Gsteiger, Korrespondent für internationale Diplomatie bei Radio SRF
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="35116345" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/03/Zeitblende_radio_AUDI20260310_NR_0001_15bb142ad8324867981d07fe16cec78a.mp3?d=ap&amp;assetId=674040d9-b43e-3f2a-be81-312093d19d67"/></item><item><guid isPermaLink="false">2b5eda0b-d469-31d7-8830-1bebf6e2d02b</guid><title>Die UNO in Genf: Wie die Vereinten Nationen gegründet wurden</title><itunes:title>Die UNO in Genf: Wie die Vereinten Nationen gegründet wurden</itunes:title><pubDate>Tue, 24 Feb 2026 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1585</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. W ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. Wie kam es dazu?

Im August 1941 treffen sich Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Geheimen vor Neufundland, um mitten im Zweiten Weltkrieg über die Zukunft nach dem Krieg zu beraten. Aus diesem Treffen entsteht die AtlantikCharta, die erstmals gemeinsame Grundsätze für eine friedlichere Welt festhält und später zum zentralen Fundament der UNO wird. 

In den folgenden Jahren schliessen sich 26 Staaten der Erklärung der Vereinten Nationen an, die direkt auf dieser Charta aufbaut. 1945 verabschieden Delegierte aus 51 Ländern in San Francisco die UNOCharta, die am 24. Oktober in Kraft tritt und die neue Weltorganisation begründet. Gleichzeitig löst sich der Völkerbund 1946 auf, weil er den Frieden nicht sichern konnte, und überträgt seine Aufgaben an die UNO. 

Die UNO erhält mit dem Sicherheitsrat und den Friedenstruppen erstmals Instrumente, um bei Bedrohungen des Friedens verbindlich eingreifen zu können, etwas, das dem Völkerbund fehlte. Als neuer Hauptsitz setzt sich New York durch, während Genf europäisches Zentrum bleibt und weiterhin wichtige multilaterale Aufgaben übernimmt. Die Episode des SRF-Podcasts «Geschichte» zeigt, wie aus dem Scheitern des Völkerbunds eine stärkere Organisation entsteht, die den internationalen Frieden sichern soll und bis heute die Weltpolitik prägt.

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Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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In dieser Episode zu hören:
·	Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
·	Chloé Maurel, Historikerin und Buchautorin
·	Fredy Gsteiger, internationaler Korrespondent Radio SRF

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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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Literatur:
Maurel, Chloé (2015): Histoire des idées des Nations unies. L'ONU en 20 notions, Paris: Éditions L'Harmattan.
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Links:
Vereinte Nationen im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026469/2013-01-10/
RTS-Sendung «Histoire vivante»: Inventer l'ONU: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-2-5-inventer-l-onu-28877591.html

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. Wie kam es dazu?

Im August 1941 treffen sich Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Geheimen vor Neufundland, um mitten im Zweiten Weltkrieg über die Zukunft nach dem Krieg zu beraten. Aus diesem Treffen entsteht die AtlantikCharta, die erstmals gemeinsame Grundsätze für eine friedlichere Welt festhält und später zum zentralen Fundament der UNO wird. 

In den folgenden Jahren schliessen sich 26 Staaten der Erklärung der Vereinten Nationen an, die direkt auf dieser Charta aufbaut. 1945 verabschieden Delegierte aus 51 Ländern in San Francisco die UNOCharta, die am 24. Oktober in Kraft tritt und die neue Weltorganisation begründet. Gleichzeitig löst sich der Völkerbund 1946 auf, weil er den Frieden nicht sichern konnte, und überträgt seine Aufgaben an die UNO. 

Die UNO erhält mit dem Sicherheitsrat und den Friedenstruppen erstmals Instrumente, um bei Bedrohungen des Friedens verbindlich eingreifen zu können, etwas, das dem Völkerbund fehlte. Als neuer Hauptsitz setzt sich New York durch, während Genf europäisches Zentrum bleibt und weiterhin wichtige multilaterale Aufgaben übernimmt. Die Episode des SRF-Podcasts «Geschichte» zeigt, wie aus dem Scheitern des Völkerbunds eine stärkere Organisation entsteht, die den internationalen Frieden sichern soll und bis heute die Weltpolitik prägt.

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Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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In dieser Episode zu hören:
·	Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
·	Chloé Maurel, Historikerin und Buchautorin
·	Fredy Gsteiger, internationaler Korrespondent Radio SRF

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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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Literatur:
Maurel, Chloé (2015): Histoire des idées des Nations unies. L'ONU en 20 notions, Paris: Éditions L'Harmattan.
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Links:
Vereinte Nationen im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026469/2013-01-10/
RTS-Sendung «Histoire vivante»: Inventer l'ONU: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-2-5-inventer-l-onu-28877591.html

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25351370" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/02/Zeitblende_radio_AUDI20260224_NR_0001_117f45cedbf245cc830ac54fd39d3502.mp3?d=ap&amp;assetId=2b5eda0b-d469-31d7-8830-1bebf6e2d02b"/></item><item><guid isPermaLink="false">f16bfef1-78a2-33a9-b086-a296ca38bbed</guid><title>Die UNO in Genf: Der Krieg ist vorbei, der Völkerbund entsteht</title><itunes:title>Die UNO in Genf: Der Krieg ist vorbei, der Völkerbund entsteht</itunes:title><pubDate>Tue, 10 Feb 2026 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1762</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz de ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation.

Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und der humanitären Zusammenarbeit galt und damit symbolisch für Frieden stand. Zudem setzte sich William Rappard in Versailles geschickt dafür ein, Genf als neutralen und gut vernetzten Standort des Völkerbunds zu positionieren. So wurde im November 1920 die erste Versammlung des Völkerbunds abgehalten. Erst 17 Jahre später bekam der Völkerbund mit dem Palais des Nations einen Hauptsitz. Doch der Zweite Weltkrieg lässt den Völkerbund in einen Tiefschlaf sinken. Nach dem Krieg wird er durch die UNO abgelöst.
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Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde. 
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In dieser Episode zu hören:
·	Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
·	Jörg Leonhard, Professor für Geschichte an der Universität Freiburg 
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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Literatur:
Kuntz, Joëlle (2011) : Genf. Geschichte einer Ausrichtung auf die Welt. Genf: Republik und Kanton Genf und Editions Zoé.
Koller, Christian (2020): Vor 100 Jahren - die Schweiz tritt dem Völkerbund bei. In: sozialarchiv.ch. URL: https://www.sozialarchiv.ch/2020/01/15/vor-100-jahren-die-schweiz-tritt-dem-voelkerbund-bei/
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Links:
Völkerbund im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026468/2015-04-15/
William Rappard im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006538/2012-06-22/
RTS-Sendung «Histoire vivante»: ONU, les débuts: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-1-5-de-la-societe-des-nations-a-l-onu-28877584.html

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation.

Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und der humanitären Zusammenarbeit galt und damit symbolisch für Frieden stand. Zudem setzte sich William Rappard in Versailles geschickt dafür ein, Genf als neutralen und gut vernetzten Standort des Völkerbunds zu positionieren. So wurde im November 1920 die erste Versammlung des Völkerbunds abgehalten. Erst 17 Jahre später bekam der Völkerbund mit dem Palais des Nations einen Hauptsitz. Doch der Zweite Weltkrieg lässt den Völkerbund in einen Tiefschlaf sinken. Nach dem Krieg wird er durch die UNO abgelöst.
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Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde. 
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In dieser Episode zu hören:
·	Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
·	Jörg Leonhard, Professor für Geschichte an der Universität Freiburg 
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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Literatur:
Kuntz, Joëlle (2011) : Genf. Geschichte einer Ausrichtung auf die Welt. Genf: Republik und Kanton Genf und Editions Zoé.
Koller, Christian (2020): Vor 100 Jahren - die Schweiz tritt dem Völkerbund bei. In: sozialarchiv.ch. URL: https://www.sozialarchiv.ch/2020/01/15/vor-100-jahren-die-schweiz-tritt-dem-voelkerbund-bei/
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Links:
Völkerbund im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026468/2015-04-15/
William Rappard im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006538/2012-06-22/
RTS-Sendung «Histoire vivante»: ONU, les débuts: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-1-5-de-la-societe-des-nations-a-l-onu-28877584.html

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29831739" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/02/Zeitblende_radio_AUDI20260210_NR_0001_ad5e42daad9849a5806b9a86d08d5111.mp3?d=ap&amp;assetId=f16bfef1-78a2-33a9-b086-a296ca38bbed"/></item><item><guid isPermaLink="false">91847722-58ac-3439-b456-31a7b5e2c9b7</guid><title>Cortina 1956 - wie sich die  Spiele seit 1956 verändert haben</title><itunes:title>Cortina 1956 - wie sich die  Spiele seit 1956 verändert haben</itunes:title><pubDate>Tue, 27 Jan 2026 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1569</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Zwischen Cortina 1956 und Cortina 2026 sind 70 Jahre vergangen – sieben Jahrzehnte, in denen sich die Olympischen Spiele rasant entwickelt haben. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Zwischen Cortina 1956 und Cortina 2026 sind 70 Jahre vergangen – sieben Jahrzehnte, in denen sich die Olympischen Spiele rasant entwickelt haben.

Immer schneller, weiter, höher: Die Olympischen Spiele sorgen für sportliche Höchstleistungen, für Emotionen, sind populär. Die Sommer- wie Winterspiele haben sich längst als Grossereignis etabliert , was aber nicht nur Vorteile mit sich bringt. 

Sportstätten, die nicht mehr gebraucht werden, die Finanzierung, die für die Austragungsorte aus dem Ruder läuft, auf der anderen Seite das IOC, das mit Fernsehrechten und Sponsoring gewaltige Einnahmen generiert. Und dann immer wieder die Politik, welche die Spiele mitbestimmt, obwohl sie unpolitisch sein wollen. 

Die Entwicklung der Spiele – im Guten wie im Schlechten – ist das Thema in Episode 2.

In der Episode zu hören:

Kirstin Hallmann, Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der     
Deutschen Sporthochschule Köln

Quellen und Literatur: 

Recherche und Archive SRF
https://www.olympics.com/de/olympic-games
How Tommie Smith's 1968 Olympics protest shook the world - BBC News]]></itunes:summary><description><![CDATA[Zwischen Cortina 1956 und Cortina 2026 sind 70 Jahre vergangen – sieben Jahrzehnte, in denen sich die Olympischen Spiele rasant entwickelt haben.

Immer schneller, weiter, höher: Die Olympischen Spiele sorgen für sportliche Höchstleistungen, für Emotionen, sind populär. Die Sommer- wie Winterspiele haben sich längst als Grossereignis etabliert , was aber nicht nur Vorteile mit sich bringt. 

Sportstätten, die nicht mehr gebraucht werden, die Finanzierung, die für die Austragungsorte aus dem Ruder läuft, auf der anderen Seite das IOC, das mit Fernsehrechten und Sponsoring gewaltige Einnahmen generiert. Und dann immer wieder die Politik, welche die Spiele mitbestimmt, obwohl sie unpolitisch sein wollen. 

Die Entwicklung der Spiele – im Guten wie im Schlechten – ist das Thema in Episode 2.

In der Episode zu hören:

Kirstin Hallmann, Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der     
Deutschen Sporthochschule Köln

Quellen und Literatur: 

Recherche und Archive SRF
https://www.olympics.com/de/olympic-games
How Tommie Smith's 1968 Olympics protest shook the world - BBC News]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25096394" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/01/Zeitblende_radio_AUDI20260127_NR_0001_799db165c8c54000b0709abe15708dc3.mp3?d=ap&amp;assetId=91847722-58ac-3439-b456-31a7b5e2c9b7"/></item><item><guid isPermaLink="false">fe9f858e-8912-3044-ae96-e1190d987f14</guid><title>Cortina 1956  - ein Meilenstein der Olympischen Geschichte</title><itunes:title>Cortina 1956  - ein Meilenstein der Olympischen Geschichte</itunes:title><pubDate>Tue, 13 Jan 2026 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1540</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Cortina d’Ampezzo 1956 – die Winterspiele in den Dolomiten bedeuten nicht nur Wettkämpfe und Medaillen, sondern sind der Beginn der Live-Ära der olympischen Spiele im Fernsehen. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Cortina d’Ampezzo 1956 – die Winterspiele in den Dolomiten bedeuten nicht nur Wettkämpfe und Medaillen, sondern sind der Beginn der Live-Ära der olympischen Spiele im Fernsehen.

Zum ersten Mal werden Olympische Wettkämpfe live im Fernsehen übertragen, technische Innovationen revolutionieren die Zeitmessung und effektvolle Lichtspiele setzen den Sport in Szene. Cortina wird ein Meilenstein für den modernen Sport-Grossanlass – mit Beteiligung der Schweiz. Wie diese Winterspiele kommende olympische Spiele geprägt haben, darum geht es in Episode 1 von «Cortina 1956» im Podcast Geschichte.

In der Episode zu hören:

·	Juri Jaquemet, Kurator Museum für Kommunikation in Bern
·	Felix Wirth, Leitung Ausstellung und Vermittlung Enter Technikwelt Solothurn
·	Kirstin Hallmann, Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der     
      Deutschen Sporthochschule Köln

Quellen und Literatur: 

·	https://www.olympics.com/de/olympic-games/cortina-d-ampezzo-1956
·	Recherche und Archive SRF
·	Felix Wirth, Jan Liechti, Dominik Landwehr, Felix Kunz, Vision of a Visionary.           
      Die unglaubliche Geschichte des Spitlight P.300.S. The Incredible Story of            
      Spitlight P.300.S, 220 S., Stiftung ENTER, Solothurn 2022]]></itunes:summary><description><![CDATA[Cortina d’Ampezzo 1956 – die Winterspiele in den Dolomiten bedeuten nicht nur Wettkämpfe und Medaillen, sondern sind der Beginn der Live-Ära der olympischen Spiele im Fernsehen.

Zum ersten Mal werden Olympische Wettkämpfe live im Fernsehen übertragen, technische Innovationen revolutionieren die Zeitmessung und effektvolle Lichtspiele setzen den Sport in Szene. Cortina wird ein Meilenstein für den modernen Sport-Grossanlass – mit Beteiligung der Schweiz. Wie diese Winterspiele kommende olympische Spiele geprägt haben, darum geht es in Episode 1 von «Cortina 1956» im Podcast Geschichte.

In der Episode zu hören:

·	Juri Jaquemet, Kurator Museum für Kommunikation in Bern
·	Felix Wirth, Leitung Ausstellung und Vermittlung Enter Technikwelt Solothurn
·	Kirstin Hallmann, Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der     
      Deutschen Sporthochschule Köln

Quellen und Literatur: 

·	https://www.olympics.com/de/olympic-games/cortina-d-ampezzo-1956
·	Recherche und Archive SRF
·	Felix Wirth, Jan Liechti, Dominik Landwehr, Felix Kunz, Vision of a Visionary.           
      Die unglaubliche Geschichte des Spitlight P.300.S. The Incredible Story of            
      Spitlight P.300.S, 220 S., Stiftung ENTER, Solothurn 2022]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="26279351" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2026/01/Zeitblende_radio_AUDI20260113_NR_0002_fb23a919744d4856a812b16826be731f.mp3?d=ap&amp;assetId=fe9f858e-8912-3044-ae96-e1190d987f14"/></item><item><guid isPermaLink="false">35a97fef-ce55-3955-bde3-e7b64addcdac</guid><title>Schweizer Brauchtum zum Jahresende: Silvesterchlausen Appenzell</title><itunes:title>Schweizer Brauchtum zum Jahresende: Silvesterchlausen Appenzell</itunes:title><pubDate>Tue, 30 Dec 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>890</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Appenzell ziehen am Jahreswechsel die Silvesterchläuse von Hof zu Hof – zweimal, am 31. Dezember und am 13. Januar. Warum gibt es Schöne und Wüste Kläuse? Und was hat das mit Kalenderreformen und bösen Geistern zu tun?</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Appenzell ziehen am Jahreswechsel die Silvesterchläuse von Hof zu Hof – zweimal, am 31. Dezember und am 13. Januar. Warum gibt es Schöne und Wüste Kläuse? Und was hat das mit Kalenderreformen und bösen Geistern zu tun?

Ein Naturjodel (das Zäuerli), kunstvolle Kopfbedeckungen oder wilde Masken und Kostüme aus Tannenzweigen: Das Silvesterchlausen ist einer der bekanntesten Bräuche der Schweiz, aber zugleich auch einer der geheimnisvollsten. In kleinen Gruppen ziehen die Silvesterchläuse durchs Appenzellerland, um Glück fürs neue Jahr zu wünschen. Es gibt Schöne, Wüste und Schönwüste Kläuse. Es sind Figuren, die Gut und Böse verkörpern und an alte Vorstellungen vom Vertreiben böser Geister erinnern. Kulturwissenschaftler Mischa Gallati erklärt, warum diese Gegensätze typisch für Bräuche sind, wie sich Traditionen über Generationen wandeln und weshalb das Silvesterchlausen heute auch ein Event für Social Media geworden ist. 
____________________

In dieser Episode zu hören:

· Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
· Archivtöne Radio SRF
____________________

Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit:
Melanie Löw, SRF Recherche und Archive
____________________

Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Appenzell ziehen am Jahreswechsel die Silvesterchläuse von Hof zu Hof – zweimal, am 31. Dezember und am 13. Januar. Warum gibt es Schöne und Wüste Kläuse? Und was hat das mit Kalenderreformen und bösen Geistern zu tun?

Ein Naturjodel (das Zäuerli), kunstvolle Kopfbedeckungen oder wilde Masken und Kostüme aus Tannenzweigen: Das Silvesterchlausen ist einer der bekanntesten Bräuche der Schweiz, aber zugleich auch einer der geheimnisvollsten. In kleinen Gruppen ziehen die Silvesterchläuse durchs Appenzellerland, um Glück fürs neue Jahr zu wünschen. Es gibt Schöne, Wüste und Schönwüste Kläuse. Es sind Figuren, die Gut und Böse verkörpern und an alte Vorstellungen vom Vertreiben böser Geister erinnern. Kulturwissenschaftler Mischa Gallati erklärt, warum diese Gegensätze typisch für Bräuche sind, wie sich Traditionen über Generationen wandeln und weshalb das Silvesterchlausen heute auch ein Event für Social Media geworden ist. 
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In dieser Episode zu hören:

· Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
· Archivtöne Radio SRF
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit:
Melanie Löw, SRF Recherche und Archive
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="15884092" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/12/Zeitblende_radio_AUDI20251230_NR_0005_8ea079f1d4fc403fbca81728ec6bd848.mp3?d=ap&amp;assetId=35a97fef-ce55-3955-bde3-e7b64addcdac"/></item><item><guid isPermaLink="false">602b81e8-c381-3bbf-978d-f29335808a5d</guid><title>Schweizer Brauchtum zu Weihnachten: Pelzmartiga und Nünichlingler</title><itunes:title>Schweizer Brauchtum zu Weihnachten: Pelzmartiga und Nünichlingler</itunes:title><pubDate>Tue, 23 Dec 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>781</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Pelzmartiga in Kandersteg und die Nünichlingler im Baselbiet: Zwei Bräuche, die in der Weihnachtszeit für Lärm und Aufsehen sorgen. Woher kommen sie? Und warum spielt Angst dabei eine Rolle?</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Pelzmartiga in Kandersteg und die Nünichlingler im Baselbiet: Zwei Bräuche, die in der Weihnachtszeit für Lärm und Aufsehen sorgen. Woher kommen sie? Und warum spielt Angst dabei eine Rolle?

Während viele Weihnachten still und besinnlich feiern, wird es in Kandersteg und im Baselbiet laut: Die Pelzmartiga ziehen am Weihnachtstag und an Neujahr mit Kettengerassel durchs Dorf Kandersteg, die Nünichlingler schon an Heiligabend pünktlich um neun Uhr abends mit hohen Zylindern und Kuhglocken durch verschiedene Dörfer im Kanton Basel-Landschaft, zum Beispiel durch Ziefen. 

Beide Bräuche haben eine lange Geschichte – und eine gemeinsame Botschaft: Lärm soll Angst vertreiben. Kulturwissenschaftler Mischa Gallati von der Universität Zürich erklärt, warum solch ritualisierte Bräuche auch Grenzüberschreitungen erlauben, weshalb sie sich ständig wandeln müssen und was sie über unsere Gesellschaft verraten. Zwei lebendige Traditionen, die jedes Jahr aufs Neue für Staunen sorgen.

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In dieser Episode zu hören:

·	Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
·	Archivtöne Radio SRF
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit:
Melanie Löw, SRF Recherche und Archive
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Pelzmartiga in Kandersteg und die Nünichlingler im Baselbiet: Zwei Bräuche, die in der Weihnachtszeit für Lärm und Aufsehen sorgen. Woher kommen sie? Und warum spielt Angst dabei eine Rolle?

Während viele Weihnachten still und besinnlich feiern, wird es in Kandersteg und im Baselbiet laut: Die Pelzmartiga ziehen am Weihnachtstag und an Neujahr mit Kettengerassel durchs Dorf Kandersteg, die Nünichlingler schon an Heiligabend pünktlich um neun Uhr abends mit hohen Zylindern und Kuhglocken durch verschiedene Dörfer im Kanton Basel-Landschaft, zum Beispiel durch Ziefen. 

Beide Bräuche haben eine lange Geschichte – und eine gemeinsame Botschaft: Lärm soll Angst vertreiben. Kulturwissenschaftler Mischa Gallati von der Universität Zürich erklärt, warum solch ritualisierte Bräuche auch Grenzüberschreitungen erlauben, weshalb sie sich ständig wandeln müssen und was sie über unsere Gesellschaft verraten. Zwei lebendige Traditionen, die jedes Jahr aufs Neue für Staunen sorgen.

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In dieser Episode zu hören:

·	Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
·	Archivtöne Radio SRF
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit:
Melanie Löw, SRF Recherche und Archive
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="14150334" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/12/Zeitblende_radio_AUDI20251223_NR_0001_65e4f2254bf0451294ab5acf5a2a4fc9.mp3?d=ap&amp;assetId=602b81e8-c381-3bbf-978d-f29335808a5d"/></item><item><guid isPermaLink="false">ce390760-6047-374b-a1f8-5a55b2f7fff2</guid><title>Schweizer Brauchtum im Advent: Das Klausjagen in Küssnacht</title><itunes:title>Schweizer Brauchtum im Advent: Das Klausjagen in Küssnacht</itunes:title><pubDate>Tue, 16 Dec 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>790</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Warum wird es im Advent in Küssnacht so laut? Das Klausjagen lockt jedes Jahr Tausende an – mit riesigen Laternen, Tricheln und viel Krach. Wir tauchen ein in die Geschichte dieses Brauchs und fragen: Weshalb brauchen wir Bräuche überhaupt?</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Warum wird es im Advent in Küssnacht so laut? Das Klausjagen lockt jedes Jahr Tausende an – mit riesigen Laternen, Tricheln und viel Krach. Wir tauchen ein in die Geschichte dieses Brauchs und fragen: Weshalb brauchen wir Bräuche überhaupt?

Am 5. Dezember verwandelt sich Küssnacht in ein Meer aus Licht und Lärm: Über 1700 Klausjäger ziehen mit kunstvollen Laternen (sogenannten Iffelen) durch das Dorf, begleitet von Geisslechlöpfern, Tricheln, Hörnern und Jubelrufen. Und natürlich dem heiligen St. Nikolaus, dem Samichlaus. Das Klausjagen ist einer der bekanntesten Adventsbräuche der Schweiz – und zugleich ein Ritual voller Geschichte und Symbolik. Woher kommt dieser Brauch? Warum halten wir an solchen Traditionen in der Weihnachtszeit fest, obwohl Religion in der Schweiz an Bedeutung verliert? Kulturwissenschaftler Mischa Gallati erklärt, weshalb Bräuche für Gemeinschaft und Identität wichtig sind – und warum sie manchmal auch ausschliessen. 
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In dieser Episode zu hören:

·	Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
·	Archivtöne Radio SRF
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Quellen:
·	https://www.klausjagen.ch/brauchtum/

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Am 5. Dezember verwandelt sich Küssnacht in ein Meer aus Licht und Lärm: Über 1700 Klausjäger ziehen mit kunstvollen Laternen (sogenannten Iffelen) durch das Dorf, begleitet von Geisslechlöpfern, Tricheln, Hörnern und Jubelrufen. Und natürlich dem heiligen St. Nikolaus, dem Samichlaus. Das Klausjagen ist einer der bekanntesten Adventsbräuche der Schweiz – und zugleich ein Ritual voller Geschichte und Symbolik. Woher kommt dieser Brauch? Warum halten wir an solchen Traditionen in der Weihnachtszeit fest, obwohl Religion in der Schweiz an Bedeutung verliert? Kulturwissenschaftler Mischa Gallati erklärt, weshalb Bräuche für Gemeinschaft und Identität wichtig sind – und warum sie manchmal auch ausschliessen. 
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In dieser Episode zu hören:

·	Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler und Brauchtumsexperte, Universität Zürich
·	Archivtöne Radio SRF
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Quellen:
·	https://www.klausjagen.ch/brauchtum/

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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="12639050" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/12/Zeitblende_radio_AUDI20251216_NR_0005_048920fd63a04c2dad5a66816c5ecfb3.mp3?d=ap&amp;assetId=ce390760-6047-374b-a1f8-5a55b2f7fff2"/></item><item><guid isPermaLink="false">da999f5d-6dc2-3913-9a73-9d87455ae1e2</guid><title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (3/3)</title><itunes:title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (3/3)</itunes:title><pubDate>Tue, 09 Dec 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1565</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Gottlieb Duttweiler expandiert in neue Geschäftsfelder und schenkt sein Lebenswerk der Bevölkerung - zumindest formell. Er sorgt ausserdem im Bundeshaus für Aufsehen und tritt in einen Hungerstreik. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Gottlieb Duttweiler expandiert in neue Geschäftsfelder und schenkt sein Lebenswerk der Bevölkerung - zumindest formell. Er sorgt ausserdem im Bundeshaus für Aufsehen und tritt in einen Hungerstreik.

Gottlieb Duttweiler findet einen Weg, um trotz Filialverbot weiter wachsen zu können. Er gründet die Reise-Genossenschaft Hotelplan, um den Tourismus in der Schweiz zu fördern und Ferien für alle erschwinglich zu machen. Das Filialverbot treibt Duttweiler auch in die Politik. Er wird Nationalrat und gründet den Landesring der Unabhängigen. Duttweiler ärgert sich oft über den behäbigen Politbetrieb in Bern. Er verschafft seinem Ärger auch Luft und zerstört eine Scheibe im Bundeshaus.

1941 wandelt Duttweiler seine Migros in eine Genossenschaft um. Er «verschenkt» sie an die Kundinnen und Kunden, bleibt aber faktisch der Mann, der das Sagen hat. Duttweiler träumt von einer neuen Form der Marktwirtschaft, einem sozialen Kapitalismus. Die Migros-Klubschule ist ein Beispiel dafür oder auch das Migros-Kulturprozent. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg expandiert die Migros stark. Und Gottlieb Duttweiler schielt wieder über den grossen Teich, um sich inspirieren zu lassen. In Zürich eröffnet der erste Selbstbedienungsladen der Schweiz. Nicht alle seine Projekte aber sind erfolgreich, er scheitert zum Beispiel bei der Expansion nach Deutschland, wo die Nazis gegen seine Migros vorgehen. Und auch aus dem Taxi-Geschäft zieht er sich wieder zurück. 

Kurz vor seinem Tod geht es für Duttweiler nochmals um eine Herzensangelegenheit. Im «Park im Grüene» in Rüschlikon legt er den Grundstein für ein internationales Lehr- und Forschungsinstitut, heute das Gottlieb-Duttweiler-Institut. Gottlieb Duttweiler stirbt im Juni 1962, mit 74 Jahren. Die Trauerfeier im Zürcher Fraumünster wird in drei weitere Kirchen übertragen. Mit Duttweilers Lebenswerk geht es weiter. Dafür sorgt auch seine Frau Adele, die ihn um 28 Jahre überlebt.
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In dieser Episode zu hören:

· Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
· Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
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Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
Häsler, Alfred: Das Abenteuer Migros. Migros-Genossenschafts-Bund. 1985
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
Archiv Migros Genossenschaftsbund
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Gottlieb Duttweiler expandiert in neue Geschäftsfelder und schenkt sein Lebenswerk der Bevölkerung - zumindest formell. Er sorgt ausserdem im Bundeshaus für Aufsehen und tritt in einen Hungerstreik.

Gottlieb Duttweiler findet einen Weg, um trotz Filialverbot weiter wachsen zu können. Er gründet die Reise-Genossenschaft Hotelplan, um den Tourismus in der Schweiz zu fördern und Ferien für alle erschwinglich zu machen. Das Filialverbot treibt Duttweiler auch in die Politik. Er wird Nationalrat und gründet den Landesring der Unabhängigen. Duttweiler ärgert sich oft über den behäbigen Politbetrieb in Bern. Er verschafft seinem Ärger auch Luft und zerstört eine Scheibe im Bundeshaus.

1941 wandelt Duttweiler seine Migros in eine Genossenschaft um. Er «verschenkt» sie an die Kundinnen und Kunden, bleibt aber faktisch der Mann, der das Sagen hat. Duttweiler träumt von einer neuen Form der Marktwirtschaft, einem sozialen Kapitalismus. Die Migros-Klubschule ist ein Beispiel dafür oder auch das Migros-Kulturprozent. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg expandiert die Migros stark. Und Gottlieb Duttweiler schielt wieder über den grossen Teich, um sich inspirieren zu lassen. In Zürich eröffnet der erste Selbstbedienungsladen der Schweiz. Nicht alle seine Projekte aber sind erfolgreich, er scheitert zum Beispiel bei der Expansion nach Deutschland, wo die Nazis gegen seine Migros vorgehen. Und auch aus dem Taxi-Geschäft zieht er sich wieder zurück. 

Kurz vor seinem Tod geht es für Duttweiler nochmals um eine Herzensangelegenheit. Im «Park im Grüene» in Rüschlikon legt er den Grundstein für ein internationales Lehr- und Forschungsinstitut, heute das Gottlieb-Duttweiler-Institut. Gottlieb Duttweiler stirbt im Juni 1962, mit 74 Jahren. Die Trauerfeier im Zürcher Fraumünster wird in drei weitere Kirchen übertragen. Mit Duttweilers Lebenswerk geht es weiter. Dafür sorgt auch seine Frau Adele, die ihn um 28 Jahre überlebt.
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In dieser Episode zu hören:

· Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
· Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
______________________

Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
Häsler, Alfred: Das Abenteuer Migros. Migros-Genossenschafts-Bund. 1985
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
Archiv Migros Genossenschaftsbund
______________________

Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25037258" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/12/Zeitblende_radio_AUDI20251209_NR_0002_6ec7d8eb112d49048d728049ba5fbb0c.mp3?d=ap&amp;assetId=da999f5d-6dc2-3913-9a73-9d87455ae1e2"/></item><item><guid isPermaLink="false">e39b9cb6-9c0a-37c8-ae9d-6cdb516ead3d</guid><title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (2/3)</title><itunes:title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (2/3)</itunes:title><pubDate>Tue, 25 Nov 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1543</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Migros wächst – aber der Kampf geht weiter. Duttweiler bleibt eine Bedrohung für Lebensmittelläden und Hersteller. Auf deren Boykotte reagiert er mit eigenen Produkten, kopiert Markenartikel und provoziert Prozesse. Der Kampf gipfelt in einem vom  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Migros wächst – aber der Kampf geht weiter. Duttweiler bleibt eine Bedrohung für Lebensmittelläden und Hersteller. Auf deren Boykotte reagiert er mit eigenen Produkten, kopiert Markenartikel und provoziert Prozesse. Der Kampf gipfelt in einem vom Bundesrat verfügten Filialverbot.

Gottlieb Duttweilers Migroswagen kommen gut an in der Stadt Zürich. Und bald eröffnet er auch den ersten stationären Laden. Die Konkurrenz sieht das gar nicht gern. Die Lebensmittelvereine und Konsumgenossenschaften reagieren mit Einschüchterungsversuchen. Hersteller boykottieren die Migros. Um diese zu umgehen, beginnt Duttweiler selber Produkte herzustellen – sein erster eigener Betrieb ist eine Süssmost-Fabrik in Meilen am Zürichsee. Und es folgen viele weitere.

Der Migros-Gründer kopiert Markenartikel, die gleichwertig sind, aber günstiger – und er provoziert mit einer phantasievollen Namensgebung. Dadurch handelt er sich viele Prozesse ein – und nutzt die Bühne, sich als Kämpfer für die schwachen Konsumentinnen darzustellen.
Auch bei der Expansion in andere Kantone kommt es zu Konflikten mit den Behörden. Sie versuchen ihn mit höheren Gebühren und angepassten Gesetzen zu bremsen.  Duttweiler organisiert Referenden. Er hat die meisten Parteien gegen sich – und kann auch die Stimmberechtigten nicht immer überzeugen.

1933 kommt es ganz dick für die Migros. Der Bundesrat beschliesst ein Filialverbot. Es ist die Antwort der Politik auf die Sorgen der kleinen Ladenbesitzer. Rechtsgerichtete Kreise formieren sich zur Mittelstandsbewegung, die Massnahmen zum Schutz der Branche fordert. 
Das Filialverbot ist zuerst auf zwei Jahre begrenzt. Aber das Parlament verlängert es mehrmals. Vom Verbot befreit wird nur, wer sich mit dem Schweizerischen Gewerbeverband über Erweiterungen einigen kann. Die Migros bleibt aussen vor. Gottlieb Duttweiler sind zwölf Jahre lang die Hände gebunden.
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In dieser Episode zu hören:

· Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
· Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
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Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
	    Häsler, Alfred: Das Abenteuer Migros. Migros-Genossenschafts-Bund. 1985
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
Archiv Migros Genossenschaftsbund
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Migros wächst – aber der Kampf geht weiter. Duttweiler bleibt eine Bedrohung für Lebensmittelläden und Hersteller. Auf deren Boykotte reagiert er mit eigenen Produkten, kopiert Markenartikel und provoziert Prozesse. Der Kampf gipfelt in einem vom Bundesrat verfügten Filialverbot.

Gottlieb Duttweilers Migroswagen kommen gut an in der Stadt Zürich. Und bald eröffnet er auch den ersten stationären Laden. Die Konkurrenz sieht das gar nicht gern. Die Lebensmittelvereine und Konsumgenossenschaften reagieren mit Einschüchterungsversuchen. Hersteller boykottieren die Migros. Um diese zu umgehen, beginnt Duttweiler selber Produkte herzustellen – sein erster eigener Betrieb ist eine Süssmost-Fabrik in Meilen am Zürichsee. Und es folgen viele weitere.

Der Migros-Gründer kopiert Markenartikel, die gleichwertig sind, aber günstiger – und er provoziert mit einer phantasievollen Namensgebung. Dadurch handelt er sich viele Prozesse ein – und nutzt die Bühne, sich als Kämpfer für die schwachen Konsumentinnen darzustellen.
Auch bei der Expansion in andere Kantone kommt es zu Konflikten mit den Behörden. Sie versuchen ihn mit höheren Gebühren und angepassten Gesetzen zu bremsen.  Duttweiler organisiert Referenden. Er hat die meisten Parteien gegen sich – und kann auch die Stimmberechtigten nicht immer überzeugen.

1933 kommt es ganz dick für die Migros. Der Bundesrat beschliesst ein Filialverbot. Es ist die Antwort der Politik auf die Sorgen der kleinen Ladenbesitzer. Rechtsgerichtete Kreise formieren sich zur Mittelstandsbewegung, die Massnahmen zum Schutz der Branche fordert. 
Das Filialverbot ist zuerst auf zwei Jahre begrenzt. Aber das Parlament verlängert es mehrmals. Vom Verbot befreit wird nur, wer sich mit dem Schweizerischen Gewerbeverband über Erweiterungen einigen kann. Die Migros bleibt aussen vor. Gottlieb Duttweiler sind zwölf Jahre lang die Hände gebunden.
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In dieser Episode zu hören:

· Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
· Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
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Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
	    Häsler, Alfred: Das Abenteuer Migros. Migros-Genossenschafts-Bund. 1985
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24678602" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/11/Zeitblende_radio_AUDI20251125_NR_0002_57500b59dc554e8b8ed50caaa0c36c52.mp3?d=ap&amp;assetId=e39b9cb6-9c0a-37c8-ae9d-6cdb516ead3d"/></item><item><guid isPermaLink="false">69eb6171-3f2a-3bcf-b111-80c03e1b77c3</guid><title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (1/3)</title><itunes:title>Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (1/3)</itunes:title><pubDate>Tue, 11 Nov 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1605</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Er sagt, er habe schon als Kind für die Schwachen gekämpft. Und er weiss, was es heisst, zu scheitern. Vor 100 Jahren gründet Gottlieb Duttweiler die Migros. Er schickt in Zürich die ersten Verkaufswagen los. Bis heute ist Duttweiler ein Mythos, den d ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Er sagt, er habe schon als Kind für die Schwachen gekämpft. Und er weiss, was es heisst, zu scheitern. Vor 100 Jahren gründet Gottlieb Duttweiler die Migros. Er schickt in Zürich die ersten Verkaufswagen los. Bis heute ist Duttweiler ein Mythos, den die Migros auch geschickt zu pflegen weiss.

Es ist das Jahr 1925. Im Schweizer Detailhandel haben die Lebensmittelvereine das Sagen. Und Gottlieb Duttweiler fordert sie heraus. Mit seiner Idee: «Der Hausfrau die Ware auf dem direkten Weg mit einem Wagen nahezubringen». Und so die Lebensmittel günstiger als die Konkurrenz zu verkaufen.
 
Duttweiler - 1888 in Zürich geboren - entwickelt schon früh ein kaufmännisches Flair. Er verdient in der Schulzeit Geld mit dem Züchten von Kaninchen. Nach einer kaufmännischen Lehre wird Duttweiler zum erfolgreichen Händler. Lernt die Frau seines Lebens, Adele, kennen. Und wird sehr rasch sehr reich.
 
Doch wie gewonnen, so zerronnen. Nach dem ersten Weltkrieg verliert die Schweiz ihre Rolle als Lebensmitteldrehscheibe – Duttweiler verspekuliert sich als Teilhaber seiner Lehrfirma und muss sie liquidieren. Er wandert nach Brasilien aus – wo es aber seine Frau nicht lange aushält.
 
Zurück in der Schweiz ist Duttweiler ein zweimal gescheiterter junger Mann – er findet keine Stelle. Und packt seine «letzte Chance». Er will ein Konzept aus den USA kopieren. Auf einer Reise hat er von grossen Omnibussen gehört hat, die mit Lebensmitteln durchs Land fahren. 

Die Lebensmittel günstiger verkaufen: Duttweiler überlässt nichts dem Zufall. Er plant alles sehr detailliert – und im Geheimen. Denn er ahnt schon, dass die Konkurrenz nicht begeistert sein würde. Die versucht ihn zu stoppen. Duttweilers Migroswagen werden verfolgt. Die Polizei droht mit Bussen. Und es gibt möglicherweise auch Sabotage. Es ist der Beginn eines langen Kampfes. Doch die Migroswagen bleiben.
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In dieser Episode zu hören:

·	Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
·	Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
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Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
Archiv Migros Genossenschaftsbund
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Er sagt, er habe schon als Kind für die Schwachen gekämpft. Und er weiss, was es heisst, zu scheitern. Vor 100 Jahren gründet Gottlieb Duttweiler die Migros. Er schickt in Zürich die ersten Verkaufswagen los. Bis heute ist Duttweiler ein Mythos, den die Migros auch geschickt zu pflegen weiss.

Es ist das Jahr 1925. Im Schweizer Detailhandel haben die Lebensmittelvereine das Sagen. Und Gottlieb Duttweiler fordert sie heraus. Mit seiner Idee: «Der Hausfrau die Ware auf dem direkten Weg mit einem Wagen nahezubringen». Und so die Lebensmittel günstiger als die Konkurrenz zu verkaufen.
 
Duttweiler - 1888 in Zürich geboren - entwickelt schon früh ein kaufmännisches Flair. Er verdient in der Schulzeit Geld mit dem Züchten von Kaninchen. Nach einer kaufmännischen Lehre wird Duttweiler zum erfolgreichen Händler. Lernt die Frau seines Lebens, Adele, kennen. Und wird sehr rasch sehr reich.
 
Doch wie gewonnen, so zerronnen. Nach dem ersten Weltkrieg verliert die Schweiz ihre Rolle als Lebensmitteldrehscheibe – Duttweiler verspekuliert sich als Teilhaber seiner Lehrfirma und muss sie liquidieren. Er wandert nach Brasilien aus – wo es aber seine Frau nicht lange aushält.
 
Zurück in der Schweiz ist Duttweiler ein zweimal gescheiterter junger Mann – er findet keine Stelle. Und packt seine «letzte Chance». Er will ein Konzept aus den USA kopieren. Auf einer Reise hat er von grossen Omnibussen gehört hat, die mit Lebensmitteln durchs Land fahren. 

Die Lebensmittel günstiger verkaufen: Duttweiler überlässt nichts dem Zufall. Er plant alles sehr detailliert – und im Geheimen. Denn er ahnt schon, dass die Konkurrenz nicht begeistert sein würde. Die versucht ihn zu stoppen. Duttweilers Migroswagen werden verfolgt. Die Polizei droht mit Bussen. Und es gibt möglicherweise auch Sabotage. Es ist der Beginn eines langen Kampfes. Doch die Migroswagen bleiben.
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In dieser Episode zu hören:

·	Katja Girschik, Wirtschaftshistorikerin ZHAW
·	Matthias Heim, Wirtschaftsredaktor SRF
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Quellen:

Literatur: Riess, Kurt: Gottlieb Duttweiler. Europa Verlag Zürich. 2011
Film: «Dutti der Riese» (Martin Witz, 2007): https://www.youtube.com/watch?v=BZyRVOWKIx0
Webseite Migros-Genossenschaftsbund https://corporate.migros.ch/de/ueber-uns/unsere-geschichte
Archiv Migros Genossenschaftsbund
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="27322677" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/11/Zeitblende_radio_AUDI20251111_NR_0002_9dc470b4da904f2ebd95741a97bfb4ea.mp3?d=ap&amp;assetId=69eb6171-3f2a-3bcf-b111-80c03e1b77c3"/></item><item><guid isPermaLink="false">904519b2-7e70-3e44-8494-f79e6e822f8b</guid><title>Schweizer im Dritten Reich (3/3): Fritz Dasen – der Inspektor</title><itunes:title>Schweizer im Dritten Reich (3/3): Fritz Dasen – der Inspektor</itunes:title><pubDate>Tue, 28 Oct 2025 04:34:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1838</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im letzten Kriegswinter 1944/45 reist der Berner Offizier Fritz Dasen mitten ins zerbombte Nazi-Deutschland. In Schweizer Diensten kontrolliert er als Kriegsgefangenen-Inspektor Lager und Gefängnisse. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im letzten Kriegswinter 1944/45 reist der Berner Offizier Fritz Dasen mitten ins zerbombte Nazi-Deutschland. In Schweizer Diensten kontrolliert er als Kriegsgefangenen-Inspektor Lager und Gefängnisse.

Auf seinen Inspektions-Reisen spricht Fritz Dasen mit britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen – und versucht bei den deutschen Lagerkommandanten  kleine Verbesserungen zu erreichen: ein warmes Essen, ein Gespräch, ein Moment Menschlichkeit im Grauen des Krieges.

Der SRF-Podcast «Geschichte – Schweizer im Dritten Reich» erzählt Dasens fast vergessene Mission: die Arbeit der Schweizer Kriegsgefangenen-Inspektoren, die mitten im Untergang des «Dritten Reichs» unter Lebensgefahr für die Einhaltung des Völkerrechts kämpften.

In der Episode zu hören:

-Simone Hofstetter, Historikerin
-Sascha Zala, Historiker und Direktor der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis)

Quellen: 

-Masterarbeit Simone Hofstetter , Historisches Seminar der Universität Zürich (2011) "Schweizer Schutzmachttätigkeit im   Rahmen der Genfer Konventionen während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland"
-Erlebnisbericht Fritz Dasen vom August 1945]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im letzten Kriegswinter 1944/45 reist der Berner Offizier Fritz Dasen mitten ins zerbombte Nazi-Deutschland. In Schweizer Diensten kontrolliert er als Kriegsgefangenen-Inspektor Lager und Gefängnisse.

Auf seinen Inspektions-Reisen spricht Fritz Dasen mit britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen – und versucht bei den deutschen Lagerkommandanten  kleine Verbesserungen zu erreichen: ein warmes Essen, ein Gespräch, ein Moment Menschlichkeit im Grauen des Krieges.

Der SRF-Podcast «Geschichte – Schweizer im Dritten Reich» erzählt Dasens fast vergessene Mission: die Arbeit der Schweizer Kriegsgefangenen-Inspektoren, die mitten im Untergang des «Dritten Reichs» unter Lebensgefahr für die Einhaltung des Völkerrechts kämpften.

In der Episode zu hören:

-Simone Hofstetter, Historikerin
-Sascha Zala, Historiker und Direktor der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis)

Quellen: 

-Masterarbeit Simone Hofstetter , Historisches Seminar der Universität Zürich (2011) "Schweizer Schutzmachttätigkeit im   Rahmen der Genfer Konventionen während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland"
-Erlebnisbericht Fritz Dasen vom August 1945]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31054073" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/10/Zeitblende_radio_AUDI20251028_NR_0004_c87a9782b7374c6ea5f81dd80c6c3ea5.mp3?d=ap&amp;assetId=904519b2-7e70-3e44-8494-f79e6e822f8b"/></item><item><guid isPermaLink="false">66e001d8-d977-39ba-a547-00d2ddfce549</guid><title>Schweizer im Dritten Reich (2/3): Hitlers Astrologe</title><itunes:title>Schweizer im Dritten Reich (2/3): Hitlers Astrologe</itunes:title><pubDate>Tue, 14 Oct 2025 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2084</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Geschichte des Baslers Karl Ernst Krafft, der für die Nazis die Sterne las und dann fallengelassen wurde. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Geschichte des Baslers Karl Ernst Krafft, der für die Nazis die Sterne las und dann fallengelassen wurde.

Karl Ernst Krafft lebt vom Mythos als Hitlers Hofastrologe und betreibt Propaganda für die Nazis. Für das Propagandaministerium von Josef Goebbels erstellt der Schweizer Prognosen, die einen positiven Kriegsverlauf für Deutschland voraussagen. Goebbels nutzt die Arbeit für psychologische Kriegsführung. Krafft hofft lange auf Anerkennung für seine Arbeit. Aber die Nazis verbieten die Astrologie offiziell und nehmen in einer sogenannten Aktion gegen Geheimlehren hunderte Menschen fest. Krafft verweigert schliesslich die Arbeit und kommt ins Konzentrationslager.

In der Episode zu hören:

-Mischa Hauswirth, Basler Journalist und Autor
-Dr. Astrid Ley, fachliche und organisatorische Leiterin Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Literatur: 
Ellic Howe: Uranias Kinder: Die seltsame Welt der Astrologen und das Dritte Reich. Verlag Beltz Athenäum, 1995
Mischa Hauswirth: Hitlers Astrologe, IL-Verlag, Basel

Weitere Quelle: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Geschichte des Baslers Karl Ernst Krafft, der für die Nazis die Sterne las und dann fallengelassen wurde.

Karl Ernst Krafft lebt vom Mythos als Hitlers Hofastrologe und betreibt Propaganda für die Nazis. Für das Propagandaministerium von Josef Goebbels erstellt der Schweizer Prognosen, die einen positiven Kriegsverlauf für Deutschland voraussagen. Goebbels nutzt die Arbeit für psychologische Kriegsführung. Krafft hofft lange auf Anerkennung für seine Arbeit. Aber die Nazis verbieten die Astrologie offiziell und nehmen in einer sogenannten Aktion gegen Geheimlehren hunderte Menschen fest. Krafft verweigert schliesslich die Arbeit und kommt ins Konzentrationslager.

In der Episode zu hören:

-Mischa Hauswirth, Basler Journalist und Autor
-Dr. Astrid Ley, fachliche und organisatorische Leiterin Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Literatur: 
Ellic Howe: Uranias Kinder: Die seltsame Welt der Astrologen und das Dritte Reich. Verlag Beltz Athenäum, 1995
Mischa Hauswirth: Hitlers Astrologe, IL-Verlag, Basel

Weitere Quelle: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="34997296" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/10/Zeitblende_radio_AUDI20251014_NR_0004_312c9834914746e29b092dd8695aed04.mp3?d=ap&amp;assetId=66e001d8-d977-39ba-a547-00d2ddfce549"/></item><item><guid isPermaLink="false">b3f9587c-8ccc-3b15-98d8-fb84f3d55912</guid><title>Schweizer im Dritten Reich (1/3): Gestapo-Spionin aus Adelboden</title><itunes:title>Schweizer im Dritten Reich (1/3): Gestapo-Spionin aus Adelboden</itunes:title><pubDate>Tue, 30 Sep 2025 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2172</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Eine Schweizer Arzttochter, die sich in den Dienst der Gestapo stellt. Eine Frau zwischen den Rollen von Täterin und Opfer: Spionin, Gefangene, Blockälteste im KZ Ravensbrück – und schliesslich verurteilte Kriegsverbrecherin.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Eine Schweizer Arzttochter, die sich in den Dienst der Gestapo stellt. Eine Frau zwischen den Rollen von Täterin und Opfer: Spionin, Gefangene, Blockälteste im KZ Ravensbrück – und schliesslich verurteilte Kriegsverbrecherin.

Carmen Mory ist lebenslustig, sprachgewandt, die Welt steht ihr offen. Doch sie lässt sich auf die NS-Diktatur ein: Als Gestapo-Spionin pendelt sie zwischen Berlin, Zürich und Paris, lebt auf grossem Fuss, verrät Menschen, und landet schliesslich selbst im KZ Ravensbrück. Nach dem Krieg wird Mory von ehemaligen Mithäftlingen beschuldigt an Selektionen teilgenommen und selbst gemordet  zu haben. Im ersten Hamburger Ravensbrück-Prozess wird sie am 3. Februar 1947 zum Tode verurteilt.


In der Episode zu hören:

• Caterina Abbati, Berner Historikerin und Autorin 
• Andrea Genest, Leiterin Gedenkstätte Ravensbrück

Quellen:

Literatur: Caterina Abbati: Ich, Carmen Mory. Das Leben einer Berner Arzttochter und Gestapo-Agentin (1906–1947). Chronos, Zürich 1999.
Film: DOK: Der Todesengel aus Adelboden: Regie Michael Hegglin 2008
Mahn und Gedenkstätte Ravensbrück

Musik: Ensemble Cantaderas - "OLVIDADAS - die Vergessenen" zu Ehren der spanischen Frauen, die zwischen 1939 und 1945 in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurden.

___________________

Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Eine Schweizer Arzttochter, die sich in den Dienst der Gestapo stellt. Eine Frau zwischen den Rollen von Täterin und Opfer: Spionin, Gefangene, Blockälteste im KZ Ravensbrück – und schliesslich verurteilte Kriegsverbrecherin.

Carmen Mory ist lebenslustig, sprachgewandt, die Welt steht ihr offen. Doch sie lässt sich auf die NS-Diktatur ein: Als Gestapo-Spionin pendelt sie zwischen Berlin, Zürich und Paris, lebt auf grossem Fuss, verrät Menschen, und landet schliesslich selbst im KZ Ravensbrück. Nach dem Krieg wird Mory von ehemaligen Mithäftlingen beschuldigt an Selektionen teilgenommen und selbst gemordet  zu haben. Im ersten Hamburger Ravensbrück-Prozess wird sie am 3. Februar 1947 zum Tode verurteilt.


In der Episode zu hören:

• Caterina Abbati, Berner Historikerin und Autorin 
• Andrea Genest, Leiterin Gedenkstätte Ravensbrück

Quellen:

Literatur: Caterina Abbati: Ich, Carmen Mory. Das Leben einer Berner Arzttochter und Gestapo-Agentin (1906–1947). Chronos, Zürich 1999.
Film: DOK: Der Todesengel aus Adelboden: Regie Michael Hegglin 2008
Mahn und Gedenkstätte Ravensbrück

Musik: Ensemble Cantaderas - "OLVIDADAS - die Vergessenen" zu Ehren der spanischen Frauen, die zwischen 1939 und 1945 in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurden.

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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="36400828" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/09/Zeitblende_radio_AUDI20250930_NR_0004_3ebaf5e9dabf4340b5536d925d0fc57b.mp3?d=ap&amp;assetId=b3f9587c-8ccc-3b15-98d8-fb84f3d55912"/></item><item><guid isPermaLink="false">9d989fc4-0531-39ba-b372-1ed179943b98</guid><title>Geschichte des Frankens (3/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar </title><itunes:title>Geschichte des Frankens (3/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar </itunes:title><pubDate>Tue, 16 Sep 2025 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1708</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der frühere Schwächling gehört heute zu den stärksten Währungen der Welt. Schmerzlos verläuft der Aufstieg des Frankens aber nicht: In den 1930er Jahren leidet die Bevölkerung, weil die Nationalbank nicht abwertet und auch um den Franken zu stützen, k ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der frühere Schwächling gehört heute zu den stärksten Währungen der Welt. Schmerzlos verläuft der Aufstieg des Frankens aber nicht: In den 1930er Jahren leidet die Bevölkerung, weil die Nationalbank nicht abwertet und auch um den Franken zu stützen, kauft die SNB Gold von den Nationalsozialisten.

Nachdem ersten Weltkrieg will die Schweiz den Franken unbedingt wieder ans Gold koppeln. Weil andere Länder dies nicht wollen oder können, beginnt der relative Wert des Frankens zu steigen. Mit kurzen Unterbrüchen setzt sich dieses Erstarken durch das gesamte 20. Jahrhundert fort – trotz oder gerade wegen der grossen Kriege und der Tatsache, dass die Schweiz bei der Neuordnung der globalen Finanzpolitik im US-amerikanischen Bretton Woods nicht dabei ist. 
___________________

In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Martin Schlegel, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, SNB
___________________

Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der frühere Schwächling gehört heute zu den stärksten Währungen der Welt. Schmerzlos verläuft der Aufstieg des Frankens aber nicht: In den 1930er Jahren leidet die Bevölkerung, weil die Nationalbank nicht abwertet und auch um den Franken zu stützen, kauft die SNB Gold von den Nationalsozialisten.

Nachdem ersten Weltkrieg will die Schweiz den Franken unbedingt wieder ans Gold koppeln. Weil andere Länder dies nicht wollen oder können, beginnt der relative Wert des Frankens zu steigen. Mit kurzen Unterbrüchen setzt sich dieses Erstarken durch das gesamte 20. Jahrhundert fort – trotz oder gerade wegen der grossen Kriege und der Tatsache, dass die Schweiz bei der Neuordnung der globalen Finanzpolitik im US-amerikanischen Bretton Woods nicht dabei ist. 
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In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Martin Schlegel, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, SNB
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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="27315530" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/09/Zeitblende_radio_AUDI20250916_NR_0066_211e53bb78a04b63a9ae386443fa1930.mp3?d=ap&amp;assetId=9d989fc4-0531-39ba-b372-1ed179943b98"/></item><item><guid isPermaLink="false">ee70c5c0-ee90-3c1f-8570-c2e3717da1f5</guid><title>Geschichte des Frankens (2/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar</title><itunes:title>Geschichte des Frankens (2/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar</itunes:title><pubDate>Tue, 02 Sep 2025 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1446</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Karriere des Frankens beginnt mit einem Fehlstart. Weil er nur in Silber geprägt wird und der Silberpreis in den 1850er Jahren massiv ansteigt, wird der Franken anfangs kaum als Währung benutzt. Und auch bei den Banknoten herrscht Chaos, bis 1907  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Karriere des Frankens beginnt mit einem Fehlstart. Weil er nur in Silber geprägt wird und der Silberpreis in den 1850er Jahren massiv ansteigt, wird der Franken anfangs kaum als Währung benutzt. Und auch bei den Banknoten herrscht Chaos, bis 1907 die Nationalbank gegründet wird.

Der Schweizer Franken ist bis zum Ersten Weltkrieg ein schwächelndes Anhängsel des französischen Francs. Der Bund prägt anfangs bewusst nicht genug Münzen, um den eigenen Bedarf zu decken, sondern verlässt sich darauf, dass auch ausländische Münzen fürs Zahlen in der Schweiz eingesetzt werden. Diesem "Münzparasitismus" setzt die sogenannte Lateinische Münzunion in den 1860er Jahren engere Grenzen. 
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden Banknoten wichtiger. Anders als bei den Münzen herrscht hier immer noch der Föderalismus. Banknoten sind Sache der Kantone. Rund fünfzig Banken drucken eigene Schweizer Frankennoten. Mit dem neuen Bankengesetz reisst der Bund das Monopol an sich - und brummt den Banken im historischen Vergleich sehr hohe Eigenkapitalpolster auf. Uneinigkeit unter den Kantonen führt aber dazu, dass die Schweiz erst ab 1907 eine Zentralbank hat, die Schweizerische Nationalbank. 
_____________________

In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Michael Kasch, Chef von Orell Füssli Sicherheitsdruck 
_____________________

Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Karriere des Frankens beginnt mit einem Fehlstart. Weil er nur in Silber geprägt wird und der Silberpreis in den 1850er Jahren massiv ansteigt, wird der Franken anfangs kaum als Währung benutzt. Und auch bei den Banknoten herrscht Chaos, bis 1907 die Nationalbank gegründet wird.

Der Schweizer Franken ist bis zum Ersten Weltkrieg ein schwächelndes Anhängsel des französischen Francs. Der Bund prägt anfangs bewusst nicht genug Münzen, um den eigenen Bedarf zu decken, sondern verlässt sich darauf, dass auch ausländische Münzen fürs Zahlen in der Schweiz eingesetzt werden. Diesem "Münzparasitismus" setzt die sogenannte Lateinische Münzunion in den 1860er Jahren engere Grenzen. 
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden Banknoten wichtiger. Anders als bei den Münzen herrscht hier immer noch der Föderalismus. Banknoten sind Sache der Kantone. Rund fünfzig Banken drucken eigene Schweizer Frankennoten. Mit dem neuen Bankengesetz reisst der Bund das Monopol an sich - und brummt den Banken im historischen Vergleich sehr hohe Eigenkapitalpolster auf. Uneinigkeit unter den Kantonen führt aber dazu, dass die Schweiz erst ab 1907 eine Zentralbank hat, die Schweizerische Nationalbank. 
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In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Michael Kasch, Chef von Orell Füssli Sicherheitsdruck 
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Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24776380" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/09/Zeitblende_radio_AUDI20250902_NR_0068_8b751b35cc9142a8811dc9fc1b07693a.mp3?d=ap&amp;assetId=ee70c5c0-ee90-3c1f-8570-c2e3717da1f5"/></item><item><guid isPermaLink="false">8f5b69c2-c786-393e-8ee8-b494f9716841</guid><title>Geschichte des Frankens (1/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar</title><itunes:title>Geschichte des Frankens (1/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar</itunes:title><pubDate>Tue, 19 Aug 2025 04:36:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1221</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Dutzende unterschiedliche Münzen sind im Umlauf in der Schweiz der ersten Hälfte 19. Jahrhunderts. Das Münzwirrwarr erschwert die wirtschaftliche Entwicklung. Napoleon scheitert noch. Erst dem neuen Bundesstaat gelingt 1850 die Einführung eines Schwei ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Dutzende unterschiedliche Münzen sind im Umlauf in der Schweiz der ersten Hälfte 19. Jahrhunderts. Das Münzwirrwarr erschwert die wirtschaftliche Entwicklung. Napoleon scheitert noch. Erst dem neuen Bundesstaat gelingt 1850 die Einführung eines Schweizer Frankens.

Über 30 verschiedene Währungen sind im Umlauf – in der Schweiz der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele Kantone prägen ihr eigenes Geld und auch ausländische Münzen werden akzeptiert. Napoleon versucht zu Beginn des Jahrhunderts Ordnung zu schaffen mit einem ersten Franken, doch der scheitert, wie viele Reformen der Helvetik. Die wirtschaftliche Entwicklung der Eidgenossenschaft wird jedoch zunehmend gehemmt durch den «Münzwirrwarr». Mit der Gründung des Bundesstaates setzen sich die Verfechter einer einheitlichen Währung nach französischem Vorbild schliesslich durch. 1850 gibt’s die ersten Schweizer Franken des Bundes. 
___________________

In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Christian Weiss, Kurator Numismatik & Siegel, Schweizerisches Nationalmuseum
___________________

Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Dutzende unterschiedliche Münzen sind im Umlauf in der Schweiz der ersten Hälfte 19. Jahrhunderts. Das Münzwirrwarr erschwert die wirtschaftliche Entwicklung. Napoleon scheitert noch. Erst dem neuen Bundesstaat gelingt 1850 die Einführung eines Schweizer Frankens.

Über 30 verschiedene Währungen sind im Umlauf – in der Schweiz der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele Kantone prägen ihr eigenes Geld und auch ausländische Münzen werden akzeptiert. Napoleon versucht zu Beginn des Jahrhunderts Ordnung zu schaffen mit einem ersten Franken, doch der scheitert, wie viele Reformen der Helvetik. Die wirtschaftliche Entwicklung der Eidgenossenschaft wird jedoch zunehmend gehemmt durch den «Münzwirrwarr». Mit der Gründung des Bundesstaates setzen sich die Verfechter einer einheitlichen Währung nach französischem Vorbild schliesslich durch. 1850 gibt’s die ersten Schweizer Franken des Bundes. 
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In der Episode zu hören:
•	Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» 
•	Christian Weiss, Kurator Numismatik & Siegel, Schweizerisches Nationalmuseum
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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="21188668" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/08/Zeitblende_radio_AUDI20250819_NR_0002_08bb53e999ae487d9a35bb3e376dff24.mp3?d=ap&amp;assetId=8f5b69c2-c786-393e-8ee8-b494f9716841"/></item><item><guid isPermaLink="false">70f29f8d-95fe-3590-a0a9-794dc040adfc</guid><title>Jugoslawiens Zerfall (3/3): Kosovos Weg in die Unabhängigkeit</title><itunes:title>Jugoslawiens Zerfall (3/3): Kosovos Weg in die Unabhängigkeit</itunes:title><pubDate>Tue, 05 Aug 2025 04:36:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1843</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Am 17. Februar 2008 erklärt sich der Kosovo einseitig für unabhängig von Serbien. Für die meisten Menschen im Kosovo endet damit ein jahrzehntelanger Kampf um die Eigenständigkeit. Serbien dagegen sieht den Kosovo weiterhin als Teil des eigenen Staats ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Am 17. Februar 2008 erklärt sich der Kosovo einseitig für unabhängig von Serbien. Für die meisten Menschen im Kosovo endet damit ein jahrzehntelanger Kampf um die Eigenständigkeit. Serbien dagegen sieht den Kosovo weiterhin als Teil des eigenen Staatsgebiets.

Hamit Zeqiri erlebt die Anfänge des Konfliktes mit. Er ist ein junger Student, als der serbische Präsident Slobodan Milosevic 1989 der damaligen serbischen Provinz die Autonomie entzieht. Die bislang weitgehend selbstverwalteten Institutionen werden unter die direkte Kontrolle Belgrads gestellt, Albanerinnen und Albaner aus dem öffentlichen Leben gedrängt. 

Dagegen formiert sich Widerstand. Unter der Führung der demokratischen Liga des Kosovos werden parallele Institutionen aufgebaut. Bereits damals ist die Unabhängigkeit das Ziel. Hamit Zeqiri engagiert sich in einem studentischen Jugendforum ebenfalls dafür. 1993 wird er deswegen verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Doch Zeqiri gelingt es, sich mit Anfang zwanzig in die Schweiz abzusetzen, wo er sich ein neues Leben aufbaut. 

Von hier aus erlebt er mit, wie sich die Situation im Kosovo immer weiter zuspitzt. Die sogenannte kosovarische Befreiungsarmee UCK wird Mitte der 1990er Jahre gegründet. Im Unterschied zum bisherigen strikt gewaltfreien Widerstand, setzt sie auf eine militärische Eskalation. 

1999 kommt es zum offenen Krieg, in dessen Verlauf auch die Nato Serbien den Krieg erklärt. Im Juli 1999 ziehen sich die serbischen Kräfte zurück, die Kämpfe enden. Der Kosovo wird unter internationale Verwaltung gestellt. Es folgt schliesslich die einseitige Unabhängigkeitserklärung.

Während all dieser Zeit spielt die Schweiz eine aktive Rolle. Während der 1990er-Jahre befinden sich führende Köpfe der UCK in der Schweiz und agieren von hier aus. Hier wird Geld gesammelt und innerhalb der Diaspora werden Kämpfer rekrutiert. 

Die Schweiz ist aber auch das erste Land, das sich in der UNO bereits ab 2005 für eine Klärung des Status des Kosovos einsetzt. Und: Die Schweiz anerkennt die Unabhängigkeit des Kosovos vergleichsweise früh an. Was sie zu dieser aktiven Aussenpolitik bewogen hat, erklärt die damalige Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. 
 
(00:00) Intro
(03:07) Slobodan Milosevic auf dem Amselfeld
(05:25) Aufhebung der Autonomie
(07:10) Beginn Unabhängigkeitsbewegung
(08:35) Hamit Zeqiri wird politisch aktiv
(10:40) Verurteilung & Flucht in die Schweiz
(12:58) Gründung UCK 
(14:35) Verbindungen der UCK in die Schweiz
(16:40) Militärische Eskalation
(17:50) Nato-Luftkrieg
(21:53) Kriegsende
(24:19) Rolle der Schweiz nach dem Krieg
(25:50) Unabhängigkeitserklärung
(26:27) Rolle der Schweiz und die Neutralität
(29:00) Fazit
____________________

In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Hamit Zeqiri: Zeitzeuge, lebt und arbeitet heute in Luzern
· Micheline Calmy-Rey: Ex-Bundesrätin 

____________________

Literatur:
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck.
•	Cyrill Stieger (2021). Die Macht des Ethnischen. Sichtbare und unsichtbare Trennlinien auf dem Balkan. Rotpunktverlag. 
•	Florian Bieber (2023). Pulverfass Balkan. Wie Diktaturen Einfluss in Europa nehmen. CH. Links. 
____________________

Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Am 17. Februar 2008 erklärt sich der Kosovo einseitig für unabhängig von Serbien. Für die meisten Menschen im Kosovo endet damit ein jahrzehntelanger Kampf um die Eigenständigkeit. Serbien dagegen sieht den Kosovo weiterhin als Teil des eigenen Staatsgebiets.

Hamit Zeqiri erlebt die Anfänge des Konfliktes mit. Er ist ein junger Student, als der serbische Präsident Slobodan Milosevic 1989 der damaligen serbischen Provinz die Autonomie entzieht. Die bislang weitgehend selbstverwalteten Institutionen werden unter die direkte Kontrolle Belgrads gestellt, Albanerinnen und Albaner aus dem öffentlichen Leben gedrängt. 

Dagegen formiert sich Widerstand. Unter der Führung der demokratischen Liga des Kosovos werden parallele Institutionen aufgebaut. Bereits damals ist die Unabhängigkeit das Ziel. Hamit Zeqiri engagiert sich in einem studentischen Jugendforum ebenfalls dafür. 1993 wird er deswegen verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Doch Zeqiri gelingt es, sich mit Anfang zwanzig in die Schweiz abzusetzen, wo er sich ein neues Leben aufbaut. 

Von hier aus erlebt er mit, wie sich die Situation im Kosovo immer weiter zuspitzt. Die sogenannte kosovarische Befreiungsarmee UCK wird Mitte der 1990er Jahre gegründet. Im Unterschied zum bisherigen strikt gewaltfreien Widerstand, setzt sie auf eine militärische Eskalation. 

1999 kommt es zum offenen Krieg, in dessen Verlauf auch die Nato Serbien den Krieg erklärt. Im Juli 1999 ziehen sich die serbischen Kräfte zurück, die Kämpfe enden. Der Kosovo wird unter internationale Verwaltung gestellt. Es folgt schliesslich die einseitige Unabhängigkeitserklärung.

Während all dieser Zeit spielt die Schweiz eine aktive Rolle. Während der 1990er-Jahre befinden sich führende Köpfe der UCK in der Schweiz und agieren von hier aus. Hier wird Geld gesammelt und innerhalb der Diaspora werden Kämpfer rekrutiert. 

Die Schweiz ist aber auch das erste Land, das sich in der UNO bereits ab 2005 für eine Klärung des Status des Kosovos einsetzt. Und: Die Schweiz anerkennt die Unabhängigkeit des Kosovos vergleichsweise früh an. Was sie zu dieser aktiven Aussenpolitik bewogen hat, erklärt die damalige Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. 
 
(00:00) Intro
(03:07) Slobodan Milosevic auf dem Amselfeld
(05:25) Aufhebung der Autonomie
(07:10) Beginn Unabhängigkeitsbewegung
(08:35) Hamit Zeqiri wird politisch aktiv
(10:40) Verurteilung & Flucht in die Schweiz
(12:58) Gründung UCK 
(14:35) Verbindungen der UCK in die Schweiz
(16:40) Militärische Eskalation
(17:50) Nato-Luftkrieg
(21:53) Kriegsende
(24:19) Rolle der Schweiz nach dem Krieg
(25:50) Unabhängigkeitserklärung
(26:27) Rolle der Schweiz und die Neutralität
(29:00) Fazit
____________________

In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Hamit Zeqiri: Zeitzeuge, lebt und arbeitet heute in Luzern
· Micheline Calmy-Rey: Ex-Bundesrätin 

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Literatur:
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck.
•	Cyrill Stieger (2021). Die Macht des Ethnischen. Sichtbare und unsichtbare Trennlinien auf dem Balkan. Rotpunktverlag. 
•	Florian Bieber (2023). Pulverfass Balkan. Wie Diktaturen Einfluss in Europa nehmen. CH. Links. 
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Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31128890" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/08/Zeitblende_radio_AUDI20250805_NR_0003_d5260487380a447f8b0b112e0f9690fd.mp3?d=ap&amp;assetId=70f29f8d-95fe-3590-a0a9-794dc040adfc"/></item><item><guid isPermaLink="false">e1d411f9-3d69-38af-b881-f793006a555f</guid><title>Jugoslawiens Zerfall (2/3): Flucht &amp; Vertreibung im Kroatienkrieg</title><itunes:title>Jugoslawiens Zerfall (2/3): Flucht &amp; Vertreibung im Kroatienkrieg</itunes:title><pubDate>Tue, 22 Jul 2025 04:36:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1889</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Nachdem Kroatien 1991 seine Unabhängigkeit erklärt, beginnt der Kroatienkrieg. Während in den ersten Kriegsmonaten serbische Truppen grosse Gebiete besetzen, gelingt Kroatien 1995 in kürzester Zeit die Rückeroberung. Eine Folge dieser Ereignisse: Fluc ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Nachdem Kroatien 1991 seine Unabhängigkeit erklärt, beginnt der Kroatienkrieg. Während in den ersten Kriegsmonaten serbische Truppen grosse Gebiete besetzen, gelingt Kroatien 1995 in kürzester Zeit die Rückeroberung. Eine Folge dieser Ereignisse: Flucht, welche die Betroffenen bis heute prägt.

Gorana Kusic ist noch ein Kind, als der Krieg beginnt. Sie flüchtet bereits 1991 mit ihrer Familie aus ihrem Heimatdorf in der Nähe der ostslawonischen Stadt Vukovar. Die Familie rechnet mit einer baldigen Rückkehr. Doch statt ein paar Wochen verbringen sie mehrere Jahre in Deutschland. 

Dabei sind Gorana Kusic und ihre Familie gerade noch rechtzeitig aus Vukovar rausgekommen. Die Stadt wird in der Folge mehrere Monate belagert und dabei komplett zerstört. Als sie schliesslich in die Hände der serbischen Angreifer fällt, begehen diese in und um Vukovar schwere Kriegsverbrechen. 

Milan Ivanisevics Flucht beginnt im Sommer 1995. In einer Blitzoffensive erobern die kroatischen Streitkräfte weite Teile des serbisch besetzen Staatsgebiets zurück. Dabei fliehen über 100'000 Menschen, darunter auch Milan Ivanisevic und seine Familie. 

Die Lebensgeschichten von Gorana Kusic und Milan Ivanisevic sind eng mit zwei Schlüsselereignissen des Kroatienkrieges verbunden. Und sie zeigen noch einen weiteren Aspekt: Krieg bedeutet immer auch Flucht und Vertreibung. Menschen müssen plötzlich ihr vertrautes Leben aufgeben. Zurück bleiben Erinnerungen, Beziehungen, der ganze Besitz, die Heimat. Bei beiden dauerte es Jahrzehnte, bis sie diese wiederfanden. 

«Jugoslawiens Zerfall» ist eine dreiteilige Serie im Podcast Geschichte von SRF Wissen. Jede Episode widmet sich einem der drei grossen Jugoslawienkriege. Die Anfänge der Konflikte werden genauso behandelt, wie die weiterhin bis heute spürbaren Folgen. Im Zentrum jeder Episode stehen Augenzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. 


(00:00) Intro
(02:32) Bei Milan Ivanisevic zuhause
(04:15) Beginn des Konfliktes
(06:17) Kroatien erklärt die Unabhängigkeit
(06:44) Kriegsbeginn
(07:26) Auf der Donauinsel bei Gorana Kusic
(09:34) Belagerung & Kriegsverbrechen in Vukovar 
(12:00) Alltag in der serbischen Krajina
(13:37) Operation Oluja beginnt
(14:57) Milan Ivanisevics Flucht
(17:05) Einordnung Operation Oluja
(19:56) Vukovar nach dem Krieg
(25:40) Ein neues Leben in Serbien
(28:44) Fazit

____________________

In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Gorana Kusic: Flieht als Kind nach Deutschland, lebt heute wieder in Vukovar
· Milan Ivanisevic: Flieht mit seiner Familie aus Kroatien, lebt mittlerweile in Serbien

____________________

Literatur:
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck.
•	Norbert Mappes-Niediek (2022). Krieg in Europa. Der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent. Rowohlt. 

____________________

Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
Hadidza Borovic
SRF Recherche und Archive

Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Nachdem Kroatien 1991 seine Unabhängigkeit erklärt, beginnt der Kroatienkrieg. Während in den ersten Kriegsmonaten serbische Truppen grosse Gebiete besetzen, gelingt Kroatien 1995 in kürzester Zeit die Rückeroberung. Eine Folge dieser Ereignisse: Flucht, welche die Betroffenen bis heute prägt.

Gorana Kusic ist noch ein Kind, als der Krieg beginnt. Sie flüchtet bereits 1991 mit ihrer Familie aus ihrem Heimatdorf in der Nähe der ostslawonischen Stadt Vukovar. Die Familie rechnet mit einer baldigen Rückkehr. Doch statt ein paar Wochen verbringen sie mehrere Jahre in Deutschland. 

Dabei sind Gorana Kusic und ihre Familie gerade noch rechtzeitig aus Vukovar rausgekommen. Die Stadt wird in der Folge mehrere Monate belagert und dabei komplett zerstört. Als sie schliesslich in die Hände der serbischen Angreifer fällt, begehen diese in und um Vukovar schwere Kriegsverbrechen. 

Milan Ivanisevics Flucht beginnt im Sommer 1995. In einer Blitzoffensive erobern die kroatischen Streitkräfte weite Teile des serbisch besetzen Staatsgebiets zurück. Dabei fliehen über 100'000 Menschen, darunter auch Milan Ivanisevic und seine Familie. 

Die Lebensgeschichten von Gorana Kusic und Milan Ivanisevic sind eng mit zwei Schlüsselereignissen des Kroatienkrieges verbunden. Und sie zeigen noch einen weiteren Aspekt: Krieg bedeutet immer auch Flucht und Vertreibung. Menschen müssen plötzlich ihr vertrautes Leben aufgeben. Zurück bleiben Erinnerungen, Beziehungen, der ganze Besitz, die Heimat. Bei beiden dauerte es Jahrzehnte, bis sie diese wiederfanden. 

«Jugoslawiens Zerfall» ist eine dreiteilige Serie im Podcast Geschichte von SRF Wissen. Jede Episode widmet sich einem der drei grossen Jugoslawienkriege. Die Anfänge der Konflikte werden genauso behandelt, wie die weiterhin bis heute spürbaren Folgen. Im Zentrum jeder Episode stehen Augenzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. 


(00:00) Intro
(02:32) Bei Milan Ivanisevic zuhause
(04:15) Beginn des Konfliktes
(06:17) Kroatien erklärt die Unabhängigkeit
(06:44) Kriegsbeginn
(07:26) Auf der Donauinsel bei Gorana Kusic
(09:34) Belagerung & Kriegsverbrechen in Vukovar 
(12:00) Alltag in der serbischen Krajina
(13:37) Operation Oluja beginnt
(14:57) Milan Ivanisevics Flucht
(17:05) Einordnung Operation Oluja
(19:56) Vukovar nach dem Krieg
(25:40) Ein neues Leben in Serbien
(28:44) Fazit

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In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Gorana Kusic: Flieht als Kind nach Deutschland, lebt heute wieder in Vukovar
· Milan Ivanisevic: Flieht mit seiner Familie aus Kroatien, lebt mittlerweile in Serbien

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Literatur:
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck.
•	Norbert Mappes-Niediek (2022). Krieg in Europa. Der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent. Rowohlt. 

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Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
Hadidza Borovic
SRF Recherche und Archive

Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31877694" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/07/Zeitblende_radio_AUDI20250722_NR_0004_aa488dc0eb614f38a342804fd67e4645.mp3?d=ap&amp;assetId=e1d411f9-3d69-38af-b881-f793006a555f"/></item><item><guid isPermaLink="false">d8d53858-c49c-38d9-aab3-0036dc431a1f</guid><title>Jugoslawiens Zerfall (1/3): Der Völkermord von Srebrenica</title><itunes:title>Jugoslawiens Zerfall (1/3): Der Völkermord von Srebrenica</itunes:title><pubDate>Tue, 08 Jul 2025 04:36:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1974</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Juli 1995 werden innerhalb weniger Tage über 8000 bosnische Muslime in der Kleinstadt Srebrenica getötet. Der von serbischen Truppen begangene Völkermord ist der bislang einzige gerichtlich anerkannte Genozid in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Juli 1995 werden innerhalb weniger Tage über 8000 bosnische Muslime in der Kleinstadt Srebrenica getötet. Der von serbischen Truppen begangene Völkermord ist der bislang einzige gerichtlich anerkannte Genozid in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Ahmed Ustic und Ifeta Mejremic haben beide den Völkermord von Srebrenica überlebt. Während sie auf der Ladefläche eines Lastwagens die Stadt verlassen kann, gelingt ihm die mehrtägige Flucht auf einem sogenannten Todesmarsch in Sicherheit. Nur wer es erlebt hat, könne die Hölle von Srebrenica verstehen, sagt Ifeta Mejremic. 

Bevor die Stadt im Juli 1995 durch die bosnisch-serbischen Truppen von Ratko Mladic eingenommen wird, steht sie mehrere Jahre unter Belagerung. Überfüllt von Flüchtlingen aus umliegenden Dörfern, die in die vermeintlich letzte sichere Enklave der Region flüchteten, fehlt es in der Stadt an allem. Dabei sollte Srebrenica eigentlich eine von der UNO überwachte Schutzzone sein. 

Trotz des erlebten Leids entscheiden sich sowohl Ahmed Ustic als auch Ifeta Mejremic in ihre Heimatorte zurückzukehren. Er eröffnet den Coiffeursalon seines Vaters im Zentrum Srebrenicas neu, sie baut sich in Nova Kasaba in der Nähe Srebrenicas eine Hühnerfarm auf.

Srebrenica ist das grösste Verbrechen des Bosnienkriegs. Doch es folgt auf eine Reihe von Kriegsverbrechen, die den Krieg von Anfang an prägen. Ein Krieg, der ausbricht, nachdem Bosnien-Herzegowina 1992 die Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärt, und in dem es darum geht, ethnisch homogene Territorien zu schaffen. Dies, nachdem der Zusammenbruch Jugoslawiens, der sich bereits in den Jahren vor dem Krieg abgezeichnet hatte, unvermeidlich wurde. 

«Jugoslawiens Zerfall» ist eine dreiteilige Serie im Podcast Geschichte von SRF Wissen. Jede Episode widmet sich einem der drei grossen Jugoslawienkriege. Die Anfänge der Konflikte werden genauso behandelt, wie die weiterhin spürbaren Folgen. Im Zentrum jeder Episode stehen Augenzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. 

____________________
(00:00) Intro
(02:45) Auf Ifeta Mejremics Hof
(04:31) Fakten zum Völkermord
(06:04) Gründe für den Zerfall Jugoslawiens
(08:28) Kriegsbeginn
(10:47) Kriegsalltag in Srebrenica
(14:34) Srebrenica wird zur Schutzzone erklärt 
(16:22) Der Völkermord
(23:31) Juristische Aufarbeitung
(24:37) Friedensvertrag von Dayton
(27:33) Rückkehr in die alte Heimat
____________________

In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Ifeta Mejremic: Überlebende des Völkermordes, führt heute eine Hühnerfarm in der Nähe Srebrenicas
· Ahmed Ustic: Überlebender des Völkermordes, heute Coiffeur in Srebrenica

____________________

Literatur:
•	Taina Tervonen (2025). Die Reparatur der Lebenden. Zwei Frauen in Bosnien-Herzegowina auf der Suche nach den Ermordeten des Krieges. Zsolnay
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck. 
____________________

Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
Hadidza Borovic
SRF Recherche und Archive
____________________


Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Juli 1995 werden innerhalb weniger Tage über 8000 bosnische Muslime in der Kleinstadt Srebrenica getötet. Der von serbischen Truppen begangene Völkermord ist der bislang einzige gerichtlich anerkannte Genozid in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Ahmed Ustic und Ifeta Mejremic haben beide den Völkermord von Srebrenica überlebt. Während sie auf der Ladefläche eines Lastwagens die Stadt verlassen kann, gelingt ihm die mehrtägige Flucht auf einem sogenannten Todesmarsch in Sicherheit. Nur wer es erlebt hat, könne die Hölle von Srebrenica verstehen, sagt Ifeta Mejremic. 

Bevor die Stadt im Juli 1995 durch die bosnisch-serbischen Truppen von Ratko Mladic eingenommen wird, steht sie mehrere Jahre unter Belagerung. Überfüllt von Flüchtlingen aus umliegenden Dörfern, die in die vermeintlich letzte sichere Enklave der Region flüchteten, fehlt es in der Stadt an allem. Dabei sollte Srebrenica eigentlich eine von der UNO überwachte Schutzzone sein. 

Trotz des erlebten Leids entscheiden sich sowohl Ahmed Ustic als auch Ifeta Mejremic in ihre Heimatorte zurückzukehren. Er eröffnet den Coiffeursalon seines Vaters im Zentrum Srebrenicas neu, sie baut sich in Nova Kasaba in der Nähe Srebrenicas eine Hühnerfarm auf.

Srebrenica ist das grösste Verbrechen des Bosnienkriegs. Doch es folgt auf eine Reihe von Kriegsverbrechen, die den Krieg von Anfang an prägen. Ein Krieg, der ausbricht, nachdem Bosnien-Herzegowina 1992 die Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärt, und in dem es darum geht, ethnisch homogene Territorien zu schaffen. Dies, nachdem der Zusammenbruch Jugoslawiens, der sich bereits in den Jahren vor dem Krieg abgezeichnet hatte, unvermeidlich wurde. 

«Jugoslawiens Zerfall» ist eine dreiteilige Serie im Podcast Geschichte von SRF Wissen. Jede Episode widmet sich einem der drei grossen Jugoslawienkriege. Die Anfänge der Konflikte werden genauso behandelt, wie die weiterhin spürbaren Folgen. Im Zentrum jeder Episode stehen Augenzeugen, die von ihren Erlebnissen berichten. 

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(00:00) Intro
(02:45) Auf Ifeta Mejremics Hof
(04:31) Fakten zum Völkermord
(06:04) Gründe für den Zerfall Jugoslawiens
(08:28) Kriegsbeginn
(10:47) Kriegsalltag in Srebrenica
(14:34) Srebrenica wird zur Schutzzone erklärt 
(16:22) Der Völkermord
(23:31) Juristische Aufarbeitung
(24:37) Friedensvertrag von Dayton
(27:33) Rückkehr in die alte Heimat
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In dieser Episode zu hören:
· Marie-Janine Calic: Historikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
· Ifeta Mejremic: Überlebende des Völkermordes, führt heute eine Hühnerfarm in der Nähe Srebrenicas
· Ahmed Ustic: Überlebender des Völkermordes, heute Coiffeur in Srebrenica

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Literatur:
•	Taina Tervonen (2025). Die Reparatur der Lebenden. Zwei Frauen in Bosnien-Herzegowina auf der Suche nach den Ermordeten des Krieges. Zsolnay
•	Marie-Janine Calic (2014). Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck. 
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Recherche, Produktion und Moderation:
Janis Fahrländer

Mitarbeit: 
Hadidza Borovic
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt.

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="33226678" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/07/Zeitblende_radio_AUDI20250708_NR_0004_d0129c7240d84d6b87e1e26902232a92-1.mp3?d=ap&amp;assetId=d8d53858-c49c-38d9-aab3-0036dc431a1f"/></item><item><guid isPermaLink="false">edcdf0be-b8c2-3f54-a0f1-e63d22dbdd39</guid><title>Spielmacherinnen (3/3): Wie setzte sich Frauenfussball durch? </title><itunes:title>Spielmacherinnen (3/3): Wie setzte sich Frauenfussball durch? </itunes:title><pubDate>Tue, 24 Jun 2025 04:36:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1954</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Schweizer Frauenfussball verliert in den 1980er- und 90er-Jahren an Sichtbarkeit. Die Nati siegt selten, den Vereinen fehlt es an Geld und das Medieninteresse nimmt ab. Doch im neuen Jahrtausend gelingt der Durchbruch.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Schweizer Frauenfussball verliert in den 1980er- und 90er-Jahren an Sichtbarkeit. Die Nati siegt selten, den Vereinen fehlt es an Geld und das Medieninteresse nimmt ab. Doch im neuen Jahrtausend gelingt der Durchbruch.

Fussballpionierin Margrit Näf ist 17 Jahre alt, als sie vom Toggenburg nach Bern zieht – um dort für den DFC Bern zu spielen. In der dritten Folge von «Spielmacherinnen» erzählt sie, wie sie 1975 zum ersten Mal für die Schweizer Nati aufläuft. Und wie sie nach einer schweren Verletzung nicht mehr auf den Rasen zurückkehrt. Später wird sie Trainerin, Funktionärin – und setzt sich für Sichtbarkeit, Ressourcen und Anerkennung ein. Wie Historikerin Marianne Meier zeigt, steckt der Schweizer Frauenfussball jahrzehntelang in einem Teufelskreis aus fehlendem Geld, mangelnder sportlicher Leistung und ausbleibender Medienpräsenz.

«Spielmacherinnen» im Podcast Geschichte von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.

____________________

(00:00) Anruf ins Nati-Camp
(02:15) Im FCZ-Museum
(04:44) Pionierin Margrit Näf
(06:54) Vor dem Spiel gegen England
(08:39) Männer als Türöffner
(11:05) Spieltag in Basel
(13:37) Doppelter Beinbruch
(17:44) Im Teufelskreis
(21:10) Boom in den USA
(23:53) Der Durchbruch
(25:42) Das Fazit

____________________


In dieser Episode zu hören:
·	Caroline Abbé, Teammanagerin der Nati und ehemalige Nati-Spielerin
·	Michael Jucker, Sporthistoriker, Leiter bei «Swiss Sports History» und Co-Leiter des FCZ-Museums
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Margrit Näf, ehemalige Nati-Spielerin und langjährige Funktionärin

____________________

Links:
·	Podcast «Steilpass – hosted by SRF» von Sarah Akanji. Auf srf.ch/audio und ab der EM im umbenannten Podcast-Feed von «Sykora Gisler»: https://open.spotify.com/show/4OK6jGu7oC0hbrWG5tZHgp?si=80251890cb1f4659
·	SRF-Serie «Kick it like Trudi» auf Play SRF: https://www.srf.ch/play
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	UEFA Women's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive

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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. 

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Schweizer Frauenfussball verliert in den 1980er- und 90er-Jahren an Sichtbarkeit. Die Nati siegt selten, den Vereinen fehlt es an Geld und das Medieninteresse nimmt ab. Doch im neuen Jahrtausend gelingt der Durchbruch.

Fussballpionierin Margrit Näf ist 17 Jahre alt, als sie vom Toggenburg nach Bern zieht – um dort für den DFC Bern zu spielen. In der dritten Folge von «Spielmacherinnen» erzählt sie, wie sie 1975 zum ersten Mal für die Schweizer Nati aufläuft. Und wie sie nach einer schweren Verletzung nicht mehr auf den Rasen zurückkehrt. Später wird sie Trainerin, Funktionärin – und setzt sich für Sichtbarkeit, Ressourcen und Anerkennung ein. Wie Historikerin Marianne Meier zeigt, steckt der Schweizer Frauenfussball jahrzehntelang in einem Teufelskreis aus fehlendem Geld, mangelnder sportlicher Leistung und ausbleibender Medienpräsenz.

«Spielmacherinnen» im Podcast Geschichte von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.

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(00:00) Anruf ins Nati-Camp
(02:15) Im FCZ-Museum
(04:44) Pionierin Margrit Näf
(06:54) Vor dem Spiel gegen England
(08:39) Männer als Türöffner
(11:05) Spieltag in Basel
(13:37) Doppelter Beinbruch
(17:44) Im Teufelskreis
(21:10) Boom in den USA
(23:53) Der Durchbruch
(25:42) Das Fazit

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In dieser Episode zu hören:
·	Caroline Abbé, Teammanagerin der Nati und ehemalige Nati-Spielerin
·	Michael Jucker, Sporthistoriker, Leiter bei «Swiss Sports History» und Co-Leiter des FCZ-Museums
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Margrit Näf, ehemalige Nati-Spielerin und langjährige Funktionärin

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Links:
·	Podcast «Steilpass – hosted by SRF» von Sarah Akanji. Auf srf.ch/audio und ab der EM im umbenannten Podcast-Feed von «Sykora Gisler»: https://open.spotify.com/show/4OK6jGu7oC0hbrWG5tZHgp?si=80251890cb1f4659
·	SRF-Serie «Kick it like Trudi» auf Play SRF: https://www.srf.ch/play
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	UEFA Women's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive

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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. 

Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="32912954" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/06/Zeitblende_radio_AUDI20250624_NR_0001_dfe7f18525a14601af83545a3826cb14-1.mp3?d=ap&amp;assetId=edcdf0be-b8c2-3f54-a0f1-e63d22dbdd39"/></item><item><guid isPermaLink="false">56a44e2b-f529-3bd3-a5be-67eec4370f9a</guid><title>Spielmacherinnen (2/3): Wurde die erste Frauen-Nati betrogen?</title><itunes:title>Spielmacherinnen (2/3): Wurde die erste Frauen-Nati betrogen?</itunes:title><pubDate>Tue, 10 Jun 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1915</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Schweizer Frauenfussball erlebt Anfang der 1970er-Jahre einen Aufschwung. Erstmals formiert sich die Schweizer Nati – und wird bei der inoffiziellen WM in Italien womöglich vom Schiedsrichter benachteiligt.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Schweizer Frauenfussball erlebt Anfang der 1970er-Jahre einen Aufschwung. Erstmals formiert sich die Schweizer Nati – und wird bei der inoffiziellen WM in Italien womöglich vom Schiedsrichter benachteiligt.

Die Geschichte der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft beginnt mit einem umstrittenen Spiel. 1970 reist die erste Schweizer Frauen-Nati mit dem Zug zur inoffiziellen WM nach Salerno. Nach dem Spiel heisst es aus dem Schweizer Team, der Schiedsrichter sei parteiisch gewesen. Der Podcast rekonstruiert die Ereignisse aus Sicht der damaligen Schweizer Stürmerin Cathy Moser und spricht auch mit Italiens damaliger Star-Spielerin Elena Schiavo. Was sie zum Vorwurf sagt und warum die Historikerin Marianne Meier klare Belege für Manipulation sieht, hört ihr in dieser Folge.

Die dreiteilige Serie «Spielmacherinnen» im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.

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(00:00) Zeiten des Aufbruchs
(02:36) Holzteller statt Spiellizenz
(05:06) Pionierin Boll
(06:14) Pionierin Moser
(11:42) Situation in der Schweiz
(13:42) Inoffizielle WM 1970
(16:29) Nati-Spiel in Salerno
(19:39) Elena Schiavo erzählt
(24:10) Historikerin Meier sieht Betrug
(25:51) Inoffizielle WM 1971
(27:55) Offizielle Nati-Premiere
(29:27) Ein Momentum

____________________

Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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In dieser Episode zu hören:
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Cathy Moser, ehemalige Schweizer Nationalspielerin
·	Elena Schiavo, ehemalige italienische Nationalspielerin

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Links:
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	«COPA 71», Filmtrailer auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=FU5WOuO_0Tc
·	UEFA Women's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Schweizer Frauenfussball erlebt Anfang der 1970er-Jahre einen Aufschwung. Erstmals formiert sich die Schweizer Nati – und wird bei der inoffiziellen WM in Italien womöglich vom Schiedsrichter benachteiligt.

Die Geschichte der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft beginnt mit einem umstrittenen Spiel. 1970 reist die erste Schweizer Frauen-Nati mit dem Zug zur inoffiziellen WM nach Salerno. Nach dem Spiel heisst es aus dem Schweizer Team, der Schiedsrichter sei parteiisch gewesen. Der Podcast rekonstruiert die Ereignisse aus Sicht der damaligen Schweizer Stürmerin Cathy Moser und spricht auch mit Italiens damaliger Star-Spielerin Elena Schiavo. Was sie zum Vorwurf sagt und warum die Historikerin Marianne Meier klare Belege für Manipulation sieht, hört ihr in dieser Folge.

Die dreiteilige Serie «Spielmacherinnen» im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.

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(00:00) Zeiten des Aufbruchs
(02:36) Holzteller statt Spiellizenz
(05:06) Pionierin Boll
(06:14) Pionierin Moser
(11:42) Situation in der Schweiz
(13:42) Inoffizielle WM 1970
(16:29) Nati-Spiel in Salerno
(19:39) Elena Schiavo erzählt
(24:10) Historikerin Meier sieht Betrug
(25:51) Inoffizielle WM 1971
(27:55) Offizielle Nati-Premiere
(29:27) Ein Momentum

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In dieser Episode zu hören:
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Cathy Moser, ehemalige Schweizer Nationalspielerin
·	Elena Schiavo, ehemalige italienische Nationalspielerin

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Links:
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	«COPA 71», Filmtrailer auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=FU5WOuO_0Tc
·	UEFA Women's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="32280122" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/06/Zeitblende_radio_AUDI20250610_NR_0002_34b30491eca14d70bbc5afb1a6b1ae95.mp3?d=ap&amp;assetId=56a44e2b-f529-3bd3-a5be-67eec4370f9a"/></item><item><guid isPermaLink="false">d37b82c3-e0bc-3843-a75f-d241ea5cfc15</guid><title>Spielmacherinnen (1/3): Warum war Frauenfussball verboten?</title><itunes:title>Spielmacherinnen (1/3): Warum war Frauenfussball verboten?</itunes:title><pubDate>Tue, 27 May 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1837</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Frauenfussball zieht bei Turnieren wie der bevorstehenden EM 2025 die Massen an, doch bis 1970 war er in einigen Ländern verboten. Auch in der Schweiz stiessen Spielerinnen auf Widerstände. Wir sprechen über die ersten Frauen, die dennoch spielten.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Frauenfussball zieht bei Turnieren wie der bevorstehenden EM 2025 die Massen an, doch bis 1970 war er in einigen Ländern verboten. Auch in der Schweiz stiessen Spielerinnen auf Widerstände. Wir sprechen über die ersten Frauen, die dennoch spielten.

Die Geschichte des Frauenfussballs in der Schweiz beginnt in der Romandie. 1923 gründen Pionierinnen in Genf die erste dokumentierte Frauenfussballgruppe: Sie nennen sich «Les Sportives» und werden von der Speerwerferin Francesca Florida Pianzola angeführt. In den folgenden Jahrzehnten gerät der Frauenfussball jedoch in Vergessenheit – auch, weil der Sport starren Geschlechterbildern widerspricht. In den 1960er-Jahren kehrt Frauenfussball an Grümpelturnieren zurück: Im Aargau entsteht der FC Goitschel, die Spielerinnen wollen eine offizielle Meisterschaft durchführen. Doch der Schweizerische Fussballverband lehnt ab. Stattdessen bietet er den Spielerinnen an, Schiedsrichterinnen zu werden. Was dieser Schritt für sie bedeutete, erzählt in dieser Folge die damalige Schiedsrichterin Monika Stahel.

«Spielmacherinnen» im Podcast Geschichte von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.
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(00:00) Im Fussballstadion
(02:51) Die Speerwerferin Pianzola
(04:47) In Cologny bei Genf
(06:30) Route de Chêne 123
(09:14) Erstes Frauenfussballspiel?
(12:24) Internationale Anfänge
(17:53) Unsichtbarer Frauenfussball
(20:34) Zu Gast bei Monika Stahel
(25:09) Drei Fliegen mit einer Klappe?
(28:14) Hartnäckigkeit und die WM 1970
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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In dieser Episode zu hören:
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Monika Stahel, Mitgründerin des FC Goitschel
·	Jean Williams, Sporthistorikerin und Beraterin von FIFA und UEFA 
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Links:
·	SRF-Podcast «Geschichte» vom 1. Juli 2023 mit Trudy Streit, Mitgründerin des DFC Zürich: www.srf.ch/audio/geschichte/frauenfussball-in-der-schweiz-der-lange-kampf-um-anerkennung?id=b2c37408-fda8-44a0-aaed-70fec389fa1f
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	UEFA Woman's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.
·	Jean Williams (2021). The History of Women's Football. Pen and Sword History.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Sprecherin, Zitate von Francesca Florida Pianzola: 
Jessica Vial

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Frauenfussball zieht bei Turnieren wie der bevorstehenden EM 2025 die Massen an, doch bis 1970 war er in einigen Ländern verboten. Auch in der Schweiz stiessen Spielerinnen auf Widerstände. Wir sprechen über die ersten Frauen, die dennoch spielten.

Die Geschichte des Frauenfussballs in der Schweiz beginnt in der Romandie. 1923 gründen Pionierinnen in Genf die erste dokumentierte Frauenfussballgruppe: Sie nennen sich «Les Sportives» und werden von der Speerwerferin Francesca Florida Pianzola angeführt. In den folgenden Jahrzehnten gerät der Frauenfussball jedoch in Vergessenheit – auch, weil der Sport starren Geschlechterbildern widerspricht. In den 1960er-Jahren kehrt Frauenfussball an Grümpelturnieren zurück: Im Aargau entsteht der FC Goitschel, die Spielerinnen wollen eine offizielle Meisterschaft durchführen. Doch der Schweizerische Fussballverband lehnt ab. Stattdessen bietet er den Spielerinnen an, Schiedsrichterinnen zu werden. Was dieser Schritt für sie bedeutete, erzählt in dieser Folge die damalige Schiedsrichterin Monika Stahel.

«Spielmacherinnen» im Podcast Geschichte von SRF Wissen erzählt vor der EM 2025 die Anfänge, Widerstände und Wendepunkte des Schweizer Frauenfussballs. Pionierinnen sprechen über Erfolge auf und neben dem Platz, über Vorurteile und volle Stadien. Der Podcast ordnet die Entwicklungen in drei Episoden historisch ein und beleuchtet die Hintergründe der zunehmenden gesellschaftlichen Anerkennung.
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(00:00) Im Fussballstadion
(02:51) Die Speerwerferin Pianzola
(04:47) In Cologny bei Genf
(06:30) Route de Chêne 123
(09:14) Erstes Frauenfussballspiel?
(12:24) Internationale Anfänge
(17:53) Unsichtbarer Frauenfussball
(20:34) Zu Gast bei Monika Stahel
(25:09) Drei Fliegen mit einer Klappe?
(28:14) Hartnäckigkeit und die WM 1970
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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In dieser Episode zu hören:
·	Marianne Meier, Sporthistorikerin an der Universität Bern
·	Monika Stahel, Mitgründerin des FC Goitschel
·	Jean Williams, Sporthistorikerin und Beraterin von FIFA und UEFA 
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Links:
·	SRF-Podcast «Geschichte» vom 1. Juli 2023 mit Trudy Streit, Mitgründerin des DFC Zürich: www.srf.ch/audio/geschichte/frauenfussball-in-der-schweiz-der-lange-kampf-um-anerkennung?id=b2c37408-fda8-44a0-aaed-70fec389fa1f
·	Podcast zum Buch «Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs» von Marianne Meier und Monika Hofmann: https://open.spotify.com/show/4tEPB1SX0FQMflP0s52fG7?si=7754cedd48984998
·	UEFA Woman's Euro 2025 bei SRF: https://www.srf.ch/sport/fussball/uefa-women-s-euro-2025

Literatur:
·	Monika Hofmann & Marianne Meier (2025). Das Recht zu kicken. Die Geschichte des Schweizer Frauenfussballs. Hier und Jetzt.
·	Marianne Meier (2004). «Zarte Füsschen am harten Leder…» Frauenfussball in der Schweiz 1970–1999. Huber.
·	Jean Williams (2021). The History of Women's Football. Pen and Sword History.

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Recherche, Produktion und Moderation:
Oliver Kerrison

Sprecherin, Zitate von Francesca Florida Pianzola: 
Jessica Vial

Mitarbeit:
SRF Recherche und Archive
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="31046327" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/05/Zeitblende_radio_AUDI20250527_NR_0003_ed323a55c1c24719b844751057947791.mp3?d=ap&amp;assetId=d37b82c3-e0bc-3843-a75f-d241ea5cfc15"/></item><item><guid isPermaLink="false">0ef0d38f-9511-3e31-aeec-f793ae72ac4c</guid><title>ESC 3/3: Warum der Eurovision Song Contest zur LGBTQ-Party wurde</title><itunes:title>ESC 3/3: Warum der Eurovision Song Contest zur LGBTQ-Party wurde</itunes:title><pubDate>Tue, 13 May 2025 04:34:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1920</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der ESC gilt heute als eine der grössten Veranstaltungen für die LGBTQ-Community. Der Grundstein dafür wurde schon 1961 von Jean Claude Pascal gelegt, der ein Lied auf die Bühne bracht, das man als Hymne gegen Homophobie interpretieren konnte. Seither ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der ESC gilt heute als eine der grössten Veranstaltungen für die LGBTQ-Community. Der Grundstein dafür wurde schon 1961 von Jean Claude Pascal gelegt, der ein Lied auf die Bühne bracht, das man als Hymne gegen Homophobie interpretieren konnte. Seither folgten unzählige weitere solcher Auftritte.

Angefangen hat das alles schon relativ früh. Bereits in den 60er-Jahren fanden schwule Männer in allen beteiligten Ländern den ESC wichtig, sagt ESC-Experte Jan Feddersen. Den Auftritt von Jean-Claude Pascal findet er mutig. Denn im Jahr seines ESC-Sieges war Homosexualität zwar nicht mehr verboten, aber noch immer verpönt. Im Jahr 1998 gewann Dana International, die für Israel antrat und als erste Transfrau an einem ESC teilnahm. 2014 schliesslich gewann Conchita Wurst den ESC. Es gibt viele weitere solcher Beispiele. Bei den Fans kommen sie gut an, allerdings müsse auch die Performance stimmen, sagt Feddersen.
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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In dieser Episode sind zu hören:
·	Jan Feddersen, Journalist und ESC-Experte
·	Christine Lötscher, Professorin für Populäre Literaturen und Medien an der Universität Zürich.
·	Nina (36), Trans*frau und ESC-Fan aus Zürich
·	Alex (24), homosexueller ESC-Fan aus Bern
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Links
· https://www.srf.ch/audio
· https://www.srf.ch/sendungen/eurovision-song-contest
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit: 
Hannah Krug
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der ESC gilt heute als eine der grössten Veranstaltungen für die LGBTQ-Community. Der Grundstein dafür wurde schon 1961 von Jean Claude Pascal gelegt, der ein Lied auf die Bühne bracht, das man als Hymne gegen Homophobie interpretieren konnte. Seither folgten unzählige weitere solcher Auftritte.

Angefangen hat das alles schon relativ früh. Bereits in den 60er-Jahren fanden schwule Männer in allen beteiligten Ländern den ESC wichtig, sagt ESC-Experte Jan Feddersen. Den Auftritt von Jean-Claude Pascal findet er mutig. Denn im Jahr seines ESC-Sieges war Homosexualität zwar nicht mehr verboten, aber noch immer verpönt. Im Jahr 1998 gewann Dana International, die für Israel antrat und als erste Transfrau an einem ESC teilnahm. 2014 schliesslich gewann Conchita Wurst den ESC. Es gibt viele weitere solcher Beispiele. Bei den Fans kommen sie gut an, allerdings müsse auch die Performance stimmen, sagt Feddersen.
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In dieser Episode sind zu hören:
·	Jan Feddersen, Journalist und ESC-Experte
·	Christine Lötscher, Professorin für Populäre Literaturen und Medien an der Universität Zürich.
·	Nina (36), Trans*frau und ESC-Fan aus Zürich
·	Alex (24), homosexueller ESC-Fan aus Bern
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· https://www.srf.ch/audio
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp

Mitarbeit: 
Hannah Krug
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Um beim ESC aufzufallen, müsse man entweder politisch oder sexuell provozieren, sagt ESC-Historiker Dean Vuletic. Das sei schon relativ früh so gewesen. Eines der ersten politischen Statements machte die junge Bundesrepublik Deutschland beim ersten ESC 1956, indem es Walter Andreas Schwarz, einen jüdischen Holocaustüberlebenden, nach Lugano an die erste Ausgabe des Musikwettbewerbs schickte.

Immer wieder sorgte der ESC - ob subtil oder direkt - für politische Kontroversen. Und das, obschon das im Reglement der European Broadcasting Union so nicht vorgesehen ist. Ganz ohne Politik gehe es eben nicht, findet Dean Vuletic. Denn das sei das, was das Publikum verlange. 

Woran man festmache, dass ein Auftritt politisch sei, das sei gar nicht so einfach, sagt die Musikwissenschaftlerin Saskia Jaszoltowski. Sei es eine Friedensfahne, bestimmte Daten, die man verwende in den Songtexten oder andere Merkmale. Es sei eine grosse Verantwortung, so transparent wie möglich zu entscheiden, was erlaubt sei auf der Bühne und was nicht. Die politische Dimension des ESC war und ist letztlich sehr vielschichtig. Und ganz verhindern kann die EBU die politische Komponente wohl nie, sind sich die Experten einig.

Politisch ist lange auch die Organisationsstruktur: Bis 1990 ist es den ehemaligen Ostblockstaaten nicht erlaubt, am ESC teilzunehmen. Deshalb wird dort einige Zeit lang ein eigener Wettbewerb durchgeführt: Der Intervision Song Contest. Karel Gott nimmt 1968 an beiden Wettbewerben teil. Beim westeuropäischen ESC mit einem sehr politischen Lied, das von der Trennung von Ost und West handelt.
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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In dieser Episode sind zu hören:
·	Dean Vuletic, Historiker und ESC-Experte
·	Saskia Jaszoltowski, Musikwissenschaftlerin, Universität Graz
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Links
· https://www.srf.ch/audio
· https://www.srf.ch/sendungen/eurovision-song-contest
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp
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Um beim ESC aufzufallen, müsse man entweder politisch oder sexuell provozieren, sagt ESC-Historiker Dean Vuletic. Das sei schon relativ früh so gewesen. Eines der ersten politischen Statements machte die junge Bundesrepublik Deutschland beim ersten ESC 1956, indem es Walter Andreas Schwarz, einen jüdischen Holocaustüberlebenden, nach Lugano an die erste Ausgabe des Musikwettbewerbs schickte.

Immer wieder sorgte der ESC - ob subtil oder direkt - für politische Kontroversen. Und das, obschon das im Reglement der European Broadcasting Union so nicht vorgesehen ist. Ganz ohne Politik gehe es eben nicht, findet Dean Vuletic. Denn das sei das, was das Publikum verlange. 

Woran man festmache, dass ein Auftritt politisch sei, das sei gar nicht so einfach, sagt die Musikwissenschaftlerin Saskia Jaszoltowski. Sei es eine Friedensfahne, bestimmte Daten, die man verwende in den Songtexten oder andere Merkmale. Es sei eine grosse Verantwortung, so transparent wie möglich zu entscheiden, was erlaubt sei auf der Bühne und was nicht. Die politische Dimension des ESC war und ist letztlich sehr vielschichtig. Und ganz verhindern kann die EBU die politische Komponente wohl nie, sind sich die Experten einig.

Politisch ist lange auch die Organisationsstruktur: Bis 1990 ist es den ehemaligen Ostblockstaaten nicht erlaubt, am ESC teilzunehmen. Deshalb wird dort einige Zeit lang ein eigener Wettbewerb durchgeführt: Der Intervision Song Contest. Karel Gott nimmt 1968 an beiden Wettbewerben teil. Beim westeuropäischen ESC mit einem sehr politischen Lied, das von der Trennung von Ost und West handelt.
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·	Dean Vuletic, Historiker und ESC-Experte
·	Saskia Jaszoltowski, Musikwissenschaftlerin, Universität Graz
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="32990523" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/05/Zeitblende_radio_AUDI20250506_NR_0002_38e9fe659c934b8f878a47d8c9627be0.mp3?d=ap&amp;assetId=0237af85-c4a1-380a-9f53-461e90a0e7e5"/></item><item><guid isPermaLink="false">ecbe64c9-f8ce-32c1-ae4e-8202dd2f293c</guid><title>ESC 1/3: Wie es zum ersten Eurovision Song Contest in Lugano kam</title><itunes:title>ESC 1/3: Wie es zum ersten Eurovision Song Contest in Lugano kam</itunes:title><pubDate>Tue, 29 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1680</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Mai 1956 fand der erste Eurovision Song Contest statt. Bis dahin war es ein weiter Weg. Wie die Fernsehsendung den Weg durch halb Europa schaffte und wer hinter der Idee des Liederwettbewerbs steckt, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ane ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Mai 1956 fand der erste Eurovision Song Contest statt. Bis dahin war es ein weiter Weg. Wie die Fernsehsendung den Weg durch halb Europa schaffte und wer hinter der Idee des Liederwettbewerbs steckt, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aneinanderrücken sollte: Die Geschichte des ESC.

Es ist ein schlichter Theatersaal, in dem 1956 europäische Fernsehgeschichte geschrieben wird: Im Teatro Kursaal findet die erste Ausgabe des «Concours Eurovision de la Chanson Européenne» statt. Die strahlende Siegerin stammt denn auch aus der Schweiz: Lys Assia mit ihrem Titel «Refrain» holt sich den Sieg des ersten ESC. 

Hinter dem Liederwettbewerb steht die European Broadcasting Union EBU, die den ESC auch heute noch verantwortet. Das ist ein europäischer Zusammenschluss nationaler Fernsehanstalten. Die EBU wurde 1950 in Grossbritannien gegründet und verfolgte das Ziel, Fernsehen für ganz Europa zu machen. Um zu sehen, ob das auch technisch funktionieren würde, unternahm die EBU erste Ausstrahlungsversuche zwischen Frankreich und England. Der erste Härtetest war die Krönung der Queen 1953. Damit war der Grundstein gelegt für weitere transeuropäische Fernsehsendungen. Im selben Jahr startete das Schweizer Fernsehen seinen Betrieb. 

1954 erfolgten die ersten EBU-Sendungen unter dem Label «Eurovision» - die erste Übertragung war das Narzissenfest in Montreux und eine der bekanntesten das Finalspiel der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, das als «Wunder von Bern» in die Geschichte einging. Doch die Programmkommission der EBU unter dem Vorsitz des Schweizers und damaligen SRG-Direktors Marcel Bezençon fand: Eine eigene Sendung muss her. Also lancierte sie den Liederwettbewerb, der 1956 in Lugano Premiere feiert und heute zu den grössten Unterhaltungsshows der Welt gehört.

Damit solche Sendungen übertragen werden konnten, schaffte sich das Schweizer Fernsehen aus der TV-Pioniernation England einen voll ausgestatteten Übertragungswagen an. Dieser war an zahlreichen Orten im Einsatz, unter anderem auch beim ersten ESC in Lugano. Und diesen Übertragungswagen gibt es auch heute noch: Er steht im Depot des Museums für Kommunikation.
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an geschichte@srf.ch
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00:05 Intro
00:58 Lys Assia vergisst den Text bei der Reprise
02:51 Persönliche Erinnerungen an den ESC
05:01 Warum ein Liederwettbewerb?
09:03 Wie begann die europäische Fernsehzusammenarbeit?
11:37 Krönung der Queen als Geburtsstunde der Eurovision
13:10 Eurovisionsmonat als erstes europäisches Fernsehprogramm
14:57 Der erste Übertragungswagen des Schweizer Fernsehens
21:58 Der erste ESC geht über den Äther
23:06 Der ESC als Nebenprodukt der EBU
25:05 Europäische Fernsehmacher waren schneller als Politiker
26:45 Ende / Ausblick Episode 2

____________________

In dieser Episode sind zu hören:
·	Andreas Fickers, Medienwissenschaftler und Historiker, Universität Luxemburg
·	Juri Jaquemet, Sammlungskurator Museum für Kommunikation, Bern
·	Tim Hellstern, Restaurator, Museum für Kommunikation, Bern
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Links
·	https://www.srf.ch/audio
·	https://www.srf.ch/sendungen/eurovision-song-contest
·	https://www.mfk.ch/austauschen/blog/eurovision-song-contest-das-jungfraujoch
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Silvan Zemp
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Mai 1956 fand der erste Eurovision Song Contest statt. Bis dahin war es ein weiter Weg. Wie die Fernsehsendung den Weg durch halb Europa schaffte und wer hinter der Idee des Liederwettbewerbs steckt, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aneinanderrücken sollte: Die Geschichte des ESC.

Es ist ein schlichter Theatersaal, in dem 1956 europäische Fernsehgeschichte geschrieben wird: Im Teatro Kursaal findet die erste Ausgabe des «Concours Eurovision de la Chanson Européenne» statt. Die strahlende Siegerin stammt denn auch aus der Schweiz: Lys Assia mit ihrem Titel «Refrain» holt sich den Sieg des ersten ESC. 

Hinter dem Liederwettbewerb steht die European Broadcasting Union EBU, die den ESC auch heute noch verantwortet. Das ist ein europäischer Zusammenschluss nationaler Fernsehanstalten. Die EBU wurde 1950 in Grossbritannien gegründet und verfolgte das Ziel, Fernsehen für ganz Europa zu machen. Um zu sehen, ob das auch technisch funktionieren würde, unternahm die EBU erste Ausstrahlungsversuche zwischen Frankreich und England. Der erste Härtetest war die Krönung der Queen 1953. Damit war der Grundstein gelegt für weitere transeuropäische Fernsehsendungen. Im selben Jahr startete das Schweizer Fernsehen seinen Betrieb. 

1954 erfolgten die ersten EBU-Sendungen unter dem Label «Eurovision» - die erste Übertragung war das Narzissenfest in Montreux und eine der bekanntesten das Finalspiel der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, das als «Wunder von Bern» in die Geschichte einging. Doch die Programmkommission der EBU unter dem Vorsitz des Schweizers und damaligen SRG-Direktors Marcel Bezençon fand: Eine eigene Sendung muss her. Also lancierte sie den Liederwettbewerb, der 1956 in Lugano Premiere feiert und heute zu den grössten Unterhaltungsshows der Welt gehört.

Damit solche Sendungen übertragen werden konnten, schaffte sich das Schweizer Fernsehen aus der TV-Pioniernation England einen voll ausgestatteten Übertragungswagen an. Dieser war an zahlreichen Orten im Einsatz, unter anderem auch beim ersten ESC in Lugano. Und diesen Übertragungswagen gibt es auch heute noch: Er steht im Depot des Museums für Kommunikation.
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00:05 Intro
00:58 Lys Assia vergisst den Text bei der Reprise
02:51 Persönliche Erinnerungen an den ESC
05:01 Warum ein Liederwettbewerb?
09:03 Wie begann die europäische Fernsehzusammenarbeit?
11:37 Krönung der Queen als Geburtsstunde der Eurovision
13:10 Eurovisionsmonat als erstes europäisches Fernsehprogramm
14:57 Der erste Übertragungswagen des Schweizer Fernsehens
21:58 Der erste ESC geht über den Äther
23:06 Der ESC als Nebenprodukt der EBU
25:05 Europäische Fernsehmacher waren schneller als Politiker
26:45 Ende / Ausblick Episode 2

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In dieser Episode sind zu hören:
·	Andreas Fickers, Medienwissenschaftler und Historiker, Universität Luxemburg
·	Juri Jaquemet, Sammlungskurator Museum für Kommunikation, Bern
·	Tim Hellstern, Restaurator, Museum für Kommunikation, Bern
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·	https://www.mfk.ch/austauschen/blog/eurovision-song-contest-das-jungfraujoch
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Recherche, Produktion und Moderation:
Silvan Zemp
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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="28532285" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/04/Zeitblende_radio_AUDI20250429_NR_0003_1672675eda1e46e2b4e85bcb537fe42a-1.mp3?d=ap&amp;assetId=ecbe64c9-f8ce-32c1-ae4e-8202dd2f293c"/></item><item><guid isPermaLink="false">8e773928-53d7-3ac7-bb02-20c46c9e3675</guid><title>Unfall im Hallenbad Uster 2/2: Wie konnte die Decke einstürzen?</title><itunes:title>Unfall im Hallenbad Uster 2/2: Wie konnte die Decke einstürzen?</itunes:title><pubDate>Tue, 22 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1607</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Architekt und Ingenieur trafen bei der Auswahl des Baumaterials für das Hallenbad eine fatale Entscheidung. Die Stahlbügel, welche die untergehängte Decke halten sollten, wurden aus Chromnickelstahl gefertigt. Könnte so etwas auch heute noch passieren?</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Architekt und Ingenieur trafen bei der Auswahl des Baumaterials für das Hallenbad eine fatale Entscheidung. Die Stahlbügel, welche die untergehängte Decke halten sollten, wurden aus Chromnickelstahl gefertigt. Könnte so etwas auch heute noch passieren?

Chromnickelstahl ist auch als rostfreier Stahl bekannt. Dann geschah aber genau das: Die Metallstäbe rosteten durch und begannen einer nach dem anderen zu reissen. Als die verbleibenden Stäne das Gewicht der tonnenschweren Betondecke nicht mehr tragen konnten, stürzte die Decke ein und begrub das Schwimmbecken unter sich. 

Nicht nur die Materialwahl war fatal, sondern auch die ungewöhnliche Deckenkonstruktion. Auch wenn untergehängte Decken damals in Mode waren, bestanden sie in der Regel aus leichteren Materialien. Im Hallenbad Uster hingegen wurde Beton gewählt. Für das Unglück mit zwölf Toten wurden später drei Beteiligte verurteilt - aber nicht wegen des Baus, sondern weil sie Warnzeichen nicht ernst genommen haben.

In dieser Zeitblende zeichnen wir die verhängnisvolle Entscheidungskette minutiös nach und fragen, wie sicher Hallenbäder heute sind.
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Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an zeitblende@srf.ch
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In dieser Episode sind zu hören:
· Ulrik Hans, Korrosionsexperte Empa
· Alwin Brunner, Bezirksstaatswanwalt
· Claudia Bosli-Töndury, Schwimmlehrerin Hallenbad Uster und Zeitzeugin
· Thomas Hildebrand, Überlebender
· Walter Rufer, Rettungstaucher

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Links
· https://www.srf.ch/audio
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Architekt und Ingenieur trafen bei der Auswahl des Baumaterials für das Hallenbad eine fatale Entscheidung. Die Stahlbügel, welche die untergehängte Decke halten sollten, wurden aus Chromnickelstahl gefertigt. Könnte so etwas auch heute noch passieren?

Chromnickelstahl ist auch als rostfreier Stahl bekannt. Dann geschah aber genau das: Die Metallstäbe rosteten durch und begannen einer nach dem anderen zu reissen. Als die verbleibenden Stäne das Gewicht der tonnenschweren Betondecke nicht mehr tragen konnten, stürzte die Decke ein und begrub das Schwimmbecken unter sich. 

Nicht nur die Materialwahl war fatal, sondern auch die ungewöhnliche Deckenkonstruktion. Auch wenn untergehängte Decken damals in Mode waren, bestanden sie in der Regel aus leichteren Materialien. Im Hallenbad Uster hingegen wurde Beton gewählt. Für das Unglück mit zwölf Toten wurden später drei Beteiligte verurteilt - aber nicht wegen des Baus, sondern weil sie Warnzeichen nicht ernst genommen haben.

In dieser Zeitblende zeichnen wir die verhängnisvolle Entscheidungskette minutiös nach und fragen, wie sicher Hallenbäder heute sind.
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In dieser Episode sind zu hören:
· Ulrik Hans, Korrosionsexperte Empa
· Alwin Brunner, Bezirksstaatswanwalt
· Claudia Bosli-Töndury, Schwimmlehrerin Hallenbad Uster und Zeitzeugin
· Thomas Hildebrand, Überlebender
· Walter Rufer, Rettungstaucher

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Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25831855" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/04/Zeitblende_radio_AUDI20250422_NR_0002_c810bb1582514630a6e1359bd60f31b9.mp3?d=ap&amp;assetId=8e773928-53d7-3ac7-bb02-20c46c9e3675"/></item><item><guid isPermaLink="false">3d24f457-3a8e-367b-8ecf-5be6c409d80e</guid><title>Deckeneinsturz Hallenbad Uster 1985: Ein Überlebender erzählt 1/2</title><itunes:title>Deckeneinsturz Hallenbad Uster 1985: Ein Überlebender erzählt 1/2</itunes:title><pubDate>Tue, 15 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1629</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Am 9. Mai um 20.25 fällt die Decke auf eines der Becken im Hallenbad Uster und schliesst Menschen unter sich ein. Zwölf Menschen sterben beim Unfall, andere können sich durch ein Loch selbst befreien. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Am 9. Mai um 20.25 fällt die Decke auf eines der Becken im Hallenbad Uster und schliesst Menschen unter sich ein. Zwölf Menschen sterben beim Unfall, andere können sich durch ein Loch selbst befreien.

Für die Eingeschlossenen und die Rettungskräfte sind es bange Sekunden, Minuten und Stunden. Auch Juniorinnen und Junioren des Schwimmclubs Uster sind im fatalen Moment im Wasser. Es gibt einige krachende Geräusche - danach senkt sich die Decke praktisch an einem Stück herab und legt sich wie ein Deckel auf das Schwimmbecken. 

Riesiges Glück hat Thomas Hildebrand, damals 18jährig, einer der Junioren. Er kann sich aus dem Wasser hieven und überlebt den Einsturz, indem er sich unter eine Art Balkon kauert. Danach ist es im Hallenbad totenstill - bis die Überlebenden beginnen, Eingeschlossene zu suchen und leblose Menschen aus dem Wasser zu ziehen.

Zu den Rettungskräften vor Ort gehört Walter Rufer, langjähriges Mitglied der Seepolizei in Uster und ein erfahrener Taucher. Als er via Pager wegen des Deckeneinsturzes alarmiert wird, glaubt er zuerst, es handle sich um eine Übung, so absurd erscheint ihm das Szenario. Als einziger Taucher traut er sich, immer wieder ins dunkle Wasser zu tauchen und Menschen zu bergen. Dabei steht er unter unvorstellbarem Stress, weil der Zivilschutz unterdessen beginnt, die Deckentrümmer des Hallenbads über ihm mit einem Kompressor zu zerlegen.

In dieser Zeitblende erzählen Thomas Hildebrand und Walter Rufer, wie sie diesen Abend des erlebt und wie sie das Unglück verarbeitet haben.
____________________

Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an zeitblende@srf.ch
____________________

02.58 Besuch im neuen Hallenbad Uster
04.19 Die Sekunden des Deckeneinsturzes
07.14 Rettungskräfte eilen zum Hallenbad
09.45 Rettungsversuche durch Überlebende und Einsatzkräfte
12.40 Die Rettenden unter grossem psychischem Stress
16.07 Keine psychologische Soforthilfe für Überlebende und Rettungskräfte
16.45 So funktioniert psychologische Nothilfe heute
19.44 Verarbeiten des Unglücks bei Überlebenden und Rettenden
22.44 So geht es den Protagonisten heute
24.54 Das Hallenbad Uster 40 Jahre nach dem Unglück
____________________

In dieser Episode sind zu hören:
· Thomas Hildebrand, Überlebender
· Walter Rufer, Rettungstaucher
· Corina und Beat Hunger, Überlebende
· Bernadette Corsaro, Psychologin Kantonspolizei Zürich, Expertin für psychologische Notfallhilfe
____________________

Links
· https://www.srf.ch/audio
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Recherche, Produktion und Moderation:
Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Am 9. Mai um 20.25 fällt die Decke auf eines der Becken im Hallenbad Uster und schliesst Menschen unter sich ein. Zwölf Menschen sterben beim Unfall, andere können sich durch ein Loch selbst befreien.

Für die Eingeschlossenen und die Rettungskräfte sind es bange Sekunden, Minuten und Stunden. Auch Juniorinnen und Junioren des Schwimmclubs Uster sind im fatalen Moment im Wasser. Es gibt einige krachende Geräusche - danach senkt sich die Decke praktisch an einem Stück herab und legt sich wie ein Deckel auf das Schwimmbecken. 

Riesiges Glück hat Thomas Hildebrand, damals 18jährig, einer der Junioren. Er kann sich aus dem Wasser hieven und überlebt den Einsturz, indem er sich unter eine Art Balkon kauert. Danach ist es im Hallenbad totenstill - bis die Überlebenden beginnen, Eingeschlossene zu suchen und leblose Menschen aus dem Wasser zu ziehen.

Zu den Rettungskräften vor Ort gehört Walter Rufer, langjähriges Mitglied der Seepolizei in Uster und ein erfahrener Taucher. Als er via Pager wegen des Deckeneinsturzes alarmiert wird, glaubt er zuerst, es handle sich um eine Übung, so absurd erscheint ihm das Szenario. Als einziger Taucher traut er sich, immer wieder ins dunkle Wasser zu tauchen und Menschen zu bergen. Dabei steht er unter unvorstellbarem Stress, weil der Zivilschutz unterdessen beginnt, die Deckentrümmer des Hallenbads über ihm mit einem Kompressor zu zerlegen.

In dieser Zeitblende erzählen Thomas Hildebrand und Walter Rufer, wie sie diesen Abend des erlebt und wie sie das Unglück verarbeitet haben.
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02.58 Besuch im neuen Hallenbad Uster
04.19 Die Sekunden des Deckeneinsturzes
07.14 Rettungskräfte eilen zum Hallenbad
09.45 Rettungsversuche durch Überlebende und Einsatzkräfte
12.40 Die Rettenden unter grossem psychischem Stress
16.07 Keine psychologische Soforthilfe für Überlebende und Rettungskräfte
16.45 So funktioniert psychologische Nothilfe heute
19.44 Verarbeiten des Unglücks bei Überlebenden und Rettenden
22.44 So geht es den Protagonisten heute
24.54 Das Hallenbad Uster 40 Jahre nach dem Unglück
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In dieser Episode sind zu hören:
· Thomas Hildebrand, Überlebender
· Walter Rufer, Rettungstaucher
· Corina und Beat Hunger, Überlebende
· Bernadette Corsaro, Psychologin Kantonspolizei Zürich, Expertin für psychologische Notfallhilfe
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Vera Deragisch und Isabelle Maissen
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Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="26049098" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/04/Zeitblende_radio_AUDI20250415_NR_0004_d5c04d11c6cf4934aeabf0449328b1a1.mp3?d=ap&amp;assetId=3d24f457-3a8e-367b-8ecf-5be6c409d80e"/></item><item><guid isPermaLink="false">ff5b95eb-0c3f-34c6-ad6a-8c455c33ce34</guid><title>Regula Engel, die Schweizer «Amazone» im Dienste Napoleons</title><itunes:title>Regula Engel, die Schweizer «Amazone» im Dienste Napoleons</itunes:title><pubDate>Tue, 08 Apr 2025 05:00:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1861</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Bis heute fasziniert das Vermächtnis von Napoleon Bonaparte. Eine, die damals an vorderster Front mit dabei war, ist die Zürcherin Regula Engel. Sie begleitete ihren Ehemann Florian Engel in den Solddienst und schrieb ihre Erlebnisse später nieder – e ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Bis heute fasziniert das Vermächtnis von Napoleon Bonaparte. Eine, die damals an vorderster Front mit dabei war, ist die Zürcherin Regula Engel. Sie begleitete ihren Ehemann Florian Engel in den Solddienst und schrieb ihre Erlebnisse später nieder – ein Bestseller im frühen 19. Jahrhundert.

Offiziersgattin Regula Engel war an der Seite ihres Ehemanns auf zahlreichen Feldzügen mit dabei, manchmal im Hintergrund, manchmal ergriff sie aber auch selbst eine Waffe. In ihrem abenteuerlichen Leben brachte sie 21 Kinder zur Welt, lernte auf dem Ägyptenfeldzug Kommandant Napoleon Bonaparte persönlich kennen, der sogar zwei ihrer Kinder taufte. Doch die Nähe zu Napoleon wurde für sie auch zur Bürde: Sie erlebte ihr persönliches Waterloo, raffte sich wieder auf, und reiste auf der Suche nach Unterstützung um die halbe Welt.

Die Zeitblende zeichnet anhand ihrer Memoiren die Geschichte der Offiziersgattin Regula Engel und des Söldnerlebens nach, das schnell zwischen Glanz und Elend wechseln konnte. Sie beleuchtet die Bedeutung des Soldwesens für die Schweiz, und die Rolle der Frauen.

____________________

Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an zeitblende@srf.ch
____________________

00:00 Intro
04:26 Die Schweiz und das Soldwesen
08:55 Der Alltag der Söldner
15:34 Frauen und Kinder im Soldwesen
21:07 Finanzielle Absicherung der Söldner und ihrer Familien
24:55 Die Bedeutung der Memoiren von Regula Engel
Laufend: Die Geschichte der Schweizer Offiziersgattin Regula Engel vor dem Hintergrund der französischen Geschichte, insbesondere dem Aufstieg und Fall Napoleon Bonapartes.

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In dieser Episode zu hören:
Nathalie Büsser, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Zürich

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Links:
https://www.srf.ch/audio
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Quellen und Literatur zur Episode:
Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 2009.
Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Von Cairo bis Neuyork, von Elba bis Waterloo – Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 1977.
Ulbrich, Claudia: Von der Amazone zur Mutter Courage. Zu den Lebenserinnerungen der Regula Engel. In: Duden, Barbara et al. (Hrsg.): Geschichte in Geschichten. Ein historisches Lesebuch. Frankfurt, 2003, S.261-269.
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Recherche, Produktion und Moderation:
Barbara Mathys
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Bis heute fasziniert das Vermächtnis von Napoleon Bonaparte. Eine, die damals an vorderster Front mit dabei war, ist die Zürcherin Regula Engel. Sie begleitete ihren Ehemann Florian Engel in den Solddienst und schrieb ihre Erlebnisse später nieder – ein Bestseller im frühen 19. Jahrhundert.

Offiziersgattin Regula Engel war an der Seite ihres Ehemanns auf zahlreichen Feldzügen mit dabei, manchmal im Hintergrund, manchmal ergriff sie aber auch selbst eine Waffe. In ihrem abenteuerlichen Leben brachte sie 21 Kinder zur Welt, lernte auf dem Ägyptenfeldzug Kommandant Napoleon Bonaparte persönlich kennen, der sogar zwei ihrer Kinder taufte. Doch die Nähe zu Napoleon wurde für sie auch zur Bürde: Sie erlebte ihr persönliches Waterloo, raffte sich wieder auf, und reiste auf der Suche nach Unterstützung um die halbe Welt.

Die Zeitblende zeichnet anhand ihrer Memoiren die Geschichte der Offiziersgattin Regula Engel und des Söldnerlebens nach, das schnell zwischen Glanz und Elend wechseln konnte. Sie beleuchtet die Bedeutung des Soldwesens für die Schweiz, und die Rolle der Frauen.

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04:26 Die Schweiz und das Soldwesen
08:55 Der Alltag der Söldner
15:34 Frauen und Kinder im Soldwesen
21:07 Finanzielle Absicherung der Söldner und ihrer Familien
24:55 Die Bedeutung der Memoiren von Regula Engel
Laufend: Die Geschichte der Schweizer Offiziersgattin Regula Engel vor dem Hintergrund der französischen Geschichte, insbesondere dem Aufstieg und Fall Napoleon Bonapartes.

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In dieser Episode zu hören:
Nathalie Büsser, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Zürich

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Quellen und Literatur zur Episode:
Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 2009.
Engel, Regula: Frau Oberst Engel. Von Cairo bis Neuyork, von Elba bis Waterloo – Memoiren einer Amazone aus Napoleonischer Zeit. Zürich, 1977.
Ulbrich, Claudia: Von der Amazone zur Mutter Courage. Zu den Lebenserinnerungen der Regula Engel. In: Duden, Barbara et al. (Hrsg.): Geschichte in Geschichten. Ein historisches Lesebuch. Frankfurt, 2003, S.261-269.
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Recherche, Produktion und Moderation:
Barbara Mathys
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Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29905706" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/04/Zeitblende_radio_AUDI20250408_NR_0049_c90ce7e41ba5408bb56b2fe37b9cf564-1.mp3?d=ap&amp;assetId=ff5b95eb-0c3f-34c6-ad6a-8c455c33ce34"/></item><item><guid isPermaLink="false">c8351b83-d91d-332f-b5ae-26d15550fe04</guid><title>Von Baumwolle bis Erdöl - wie der Transithandel die Schweiz prägt</title><itunes:title>Von Baumwolle bis Erdöl - wie der Transithandel die Schweiz prägt</itunes:title><pubDate>Sat, 22 Mar 2025 10:30:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1541</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Natürliche Rohstoffe hat die Schweiz nur wenige – im Handel mit Rohstoffen aber spielt das Land global eine wichtige Rolle. Schätzungsweise bis ein Viertel des weltweiten Rohstoffhandels läuft über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz - entwickelt hat  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Natürliche Rohstoffe hat die Schweiz nur wenige – im Handel mit Rohstoffen aber spielt das Land global eine wichtige Rolle. Schätzungsweise bis ein Viertel des weltweiten Rohstoffhandels läuft über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz - entwickelt hat sich diese Position bereits im 19. Jahrhundert.

Warum genau wurden Schweizer Unternehmen so erfolgreich? Wie ist es zu erklären, dass gerade Krisen wie Kriege dem Geschäft der Schweizer Transithändler Auftrieb gegeben haben? Und wie hat der Rohstoffhandel die Schweiz geprägt? Diesen Fragen geht diese Zeitblende nach.
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00:00 Intro
02:10 Überschüssiges Kapital - die Anfänge des Transithandels
05:00 Informationen sind zentral - und bleiben in der Familie
07:03 Von Krisen profitieren lernen
10:06 Transparenz auf Druck
14:39 Besser vorbereitet auf den Zweiten Weltkrieg
16:34 Gute politische Rahmenbedingungen
20:55 Der Rohstoffhandel prägt die Schweiz - und umgekehrt
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In dieser Episode sind zu hören:
· Lea Haller, Historikerin
· Nemo Krüger, Historiker
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Links
· https://www.srf.ch/audio
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Literatur:
Haller, Lea. Transithandel : Geld- und Warenströme im globalen Kapitalismus. Berlin: Suhrkamp, 2019.
Blas, Javier, and Jack Farchy. The World for Sale : Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources. London: Random House Business, 2021.
Zug in der Welt. Wirtschaft im Kontext, https://www.zuginderwelt.ch/
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Recherche, Produktion und Moderation:
Klaus Ammann
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Natürliche Rohstoffe hat die Schweiz nur wenige – im Handel mit Rohstoffen aber spielt das Land global eine wichtige Rolle. Schätzungsweise bis ein Viertel des weltweiten Rohstoffhandels läuft über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz - entwickelt hat sich diese Position bereits im 19. Jahrhundert.

Warum genau wurden Schweizer Unternehmen so erfolgreich? Wie ist es zu erklären, dass gerade Krisen wie Kriege dem Geschäft der Schweizer Transithändler Auftrieb gegeben haben? Und wie hat der Rohstoffhandel die Schweiz geprägt? Diesen Fragen geht diese Zeitblende nach.
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02:10 Überschüssiges Kapital - die Anfänge des Transithandels
05:00 Informationen sind zentral - und bleiben in der Familie
07:03 Von Krisen profitieren lernen
10:06 Transparenz auf Druck
14:39 Besser vorbereitet auf den Zweiten Weltkrieg
16:34 Gute politische Rahmenbedingungen
20:55 Der Rohstoffhandel prägt die Schweiz - und umgekehrt
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In dieser Episode sind zu hören:
· Lea Haller, Historikerin
· Nemo Krüger, Historiker
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Literatur:
Haller, Lea. Transithandel : Geld- und Warenströme im globalen Kapitalismus. Berlin: Suhrkamp, 2019.
Blas, Javier, and Jack Farchy. The World for Sale : Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources. London: Random House Business, 2021.
Zug in der Welt. Wirtschaft im Kontext, https://www.zuginderwelt.ch/
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Recherche, Produktion und Moderation:
Klaus Ammann
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24786993" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/03/Zeitblende_radio_AUDI20250322_NR_0003_fec1617246dd4021b63dca1eb6b61880.mp3?d=ap&amp;assetId=c8351b83-d91d-332f-b5ae-26d15550fe04"/></item><item><guid isPermaLink="false">dd3b92a4-6f14-3b88-a086-889d6e9a3343</guid><title>Die erste Professorin in Europa: Anna Tumarkin </title><itunes:title>Die erste Professorin in Europa: Anna Tumarkin </itunes:title><pubDate>Sat, 08 Mar 2025 10:30:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1832</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mit 17 Jahren kommt sie 1892 allein aus dem russischen Zarenreich in die Schweiz, wo Frauen studieren können. An der Universität Bern macht sie dann Karriere: Sie wird die erste vollberechtigte Professorin, etwas das vor ihr noch keine Frau geschafft  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mit 17 Jahren kommt sie 1892 allein aus dem russischen Zarenreich in die Schweiz, wo Frauen studieren können. An der Universität Bern macht sie dann Karriere: Sie wird die erste vollberechtigte Professorin, etwas das vor ihr noch keine Frau geschafft hat. Das ist ihre Geschichte.

Sie fällt auf in Bern. Nicht weil sie die Einzige wäre, es gibt im ausgehenden 19. Jahrhundert viele ausländische Studentinnen in der Schweiz. Aber selten ist eine so intelligent und begabt. Gleichzeitig ist sie sehr fleissig und hartnäckig. 

Die russisch-jüdische Einwanderin studiert und doktoriert in Rekordzeit. Nach einem weiteren Studium als Hörerin in Berlin, erklimmt sie ab 1898 in der philosophischen Fakultät in Bern schliesslich Stufe um Stufe. Sie wird Dozentin, Mitglied im Senat, Titularprofessorin und schliesslich 1909 vollberechtigte Professorin der Philosophie. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Männerbastion und schon gar nicht in dieser Zeit. Es ist eine eigentliche Sensation und wird in der Öffentlichkeit staunend zur Kenntnis genommen.

45 Jahre forscht und lehrt sie in Bern Philosophie und Ästhetik. 1921 erhält sie das Schweizer Bürgerrecht und engagiert sich zunehmend auch für die Rechte der Frauen. Bis zu ihrem Tod 1951 lebt sie mit ihrer Gefährtin der Ärztin Ida Hoff in Bern zusammen. 

Zu ihrem 150. Geburtstag ehrt die Universität Bern die Vorreiterin Anna Tumarkin mit Podien und Diskussionen und auch mit in einer Freiluft-Ausstellung am Tumarkinweg.

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In dieser Episode sind zu hören: 

Nina Tumarkin (Ururgrossnichte von Anna Tumarkin), USA.
Franziska Rogger, Historikerin, Bern.
Carmen Scheide, Dozentin für Geschichte Osteuropas, Universität Bern. 
Claus Beisbart: Extraordinarius mit Schwerpunkt Wissenschaftsphilosophie, Universität Bern.
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Links
https://www.srf.ch/audio
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Literatur: 
Franziska Rogger (2025): Anna Tumarkin. Das schicksalhafte Leben der ersten Professorin. Bern: Stämpfli Verlag.
Anna Tumarkin (1948): Wesen und Werden der schweizerischen Philosophie.Frauenfeld:  Huber.
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Recherche, Produktion und Moderation: 
Karin Britsch
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mit 17 Jahren kommt sie 1892 allein aus dem russischen Zarenreich in die Schweiz, wo Frauen studieren können. An der Universität Bern macht sie dann Karriere: Sie wird die erste vollberechtigte Professorin, etwas das vor ihr noch keine Frau geschafft hat. Das ist ihre Geschichte.

Sie fällt auf in Bern. Nicht weil sie die Einzige wäre, es gibt im ausgehenden 19. Jahrhundert viele ausländische Studentinnen in der Schweiz. Aber selten ist eine so intelligent und begabt. Gleichzeitig ist sie sehr fleissig und hartnäckig. 

Die russisch-jüdische Einwanderin studiert und doktoriert in Rekordzeit. Nach einem weiteren Studium als Hörerin in Berlin, erklimmt sie ab 1898 in der philosophischen Fakultät in Bern schliesslich Stufe um Stufe. Sie wird Dozentin, Mitglied im Senat, Titularprofessorin und schliesslich 1909 vollberechtigte Professorin der Philosophie. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Männerbastion und schon gar nicht in dieser Zeit. Es ist eine eigentliche Sensation und wird in der Öffentlichkeit staunend zur Kenntnis genommen.

45 Jahre forscht und lehrt sie in Bern Philosophie und Ästhetik. 1921 erhält sie das Schweizer Bürgerrecht und engagiert sich zunehmend auch für die Rechte der Frauen. Bis zu ihrem Tod 1951 lebt sie mit ihrer Gefährtin der Ärztin Ida Hoff in Bern zusammen. 

Zu ihrem 150. Geburtstag ehrt die Universität Bern die Vorreiterin Anna Tumarkin mit Podien und Diskussionen und auch mit in einer Freiluft-Ausstellung am Tumarkinweg.

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In dieser Episode sind zu hören: 

Nina Tumarkin (Ururgrossnichte von Anna Tumarkin), USA.
Franziska Rogger, Historikerin, Bern.
Carmen Scheide, Dozentin für Geschichte Osteuropas, Universität Bern. 
Claus Beisbart: Extraordinarius mit Schwerpunkt Wissenschaftsphilosophie, Universität Bern.
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Links
https://www.srf.ch/audio
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Literatur: 
Franziska Rogger (2025): Anna Tumarkin. Das schicksalhafte Leben der ersten Professorin. Bern: Stämpfli Verlag.
Anna Tumarkin (1948): Wesen und Werden der schweizerischen Philosophie.Frauenfeld:  Huber.
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Recherche, Produktion und Moderation: 
Karin Britsch
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29432990" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/03/Zeitblende_radio_AUDI20250308_NR_0002_efb8a118449947b391d5a75b8103e842-1.mp3?d=ap&amp;assetId=dd3b92a4-6f14-3b88-a086-889d6e9a3343"/></item><item><guid isPermaLink="false">d99fcd42-6f59-3f4a-b876-97531f295987</guid><title>Angeblich Spion: Flüchtling Jan Berdnik und die Angst der Schweiz</title><itunes:title>Angeblich Spion: Flüchtling Jan Berdnik und die Angst der Schweiz</itunes:title><pubDate>Sat, 22 Feb 2025 10:30:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1727</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte.

Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling 1968 in die Schweiz. Als System-Flüchtling heisst in die Schweiz willkommen, zumindest vordergründig: Wer vor dem Kommunismus floh, war ein guter Flüchtling. «Aus ideologischen Gründen hat man die Arme und die Türen sehr weit aufgemacht», sagt der Historiker und Buchautor Thomas Buomberger. Hinter den Kulissen liefen allerdings aufwändige Abklärungen. Die Schweiz hatte Angst davor, von kommunistischen Spionen und Saboteuren unterwandert zu werden. «Ich habe gemerkt, dass mein Tisch umgeräumt wurde», sagt Jan Berdnik im Rückblick. Und aus seiner Staatsschutz-Fiche weiss er, dass auch sein Telefon jahrelang abgehört und dass er sogar polizeilich observiert wurde. Ergeben haben diese Ermittlungen nichts. Aufnahme und Abwehr zugleich. Was macht das mit den Menschen die ankommen? Und was mit denen, die schon da sind? 
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00:00 Intro
03:33 Der Prager Frühling 
07:04 Über Yugoslawien in den Westen
12:09 Schweizer Dilemma: Willkommenskultur vs. «Kommunisten-Paranoia»
22:54 Fichenskandal: Berdnik ist kein Einzelfall
26:10 «Ich bin jetzt ein Bünzli-Schweizer»
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In dieser Episode sind zu hören: 
·	Jan Berdnik, Zeitzeuge
·	Thomas Buomberger, Historiker und Autor
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Links
·	https://www.srf.ch/audio
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Literatur: 
Buomberger, Thomas (2017): Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990. Zürich: Hier und Jetzt
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Recherche, Produktion und Moderation: 
Matthias Strasser
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte.

Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling 1968 in die Schweiz. Als System-Flüchtling heisst in die Schweiz willkommen, zumindest vordergründig: Wer vor dem Kommunismus floh, war ein guter Flüchtling. «Aus ideologischen Gründen hat man die Arme und die Türen sehr weit aufgemacht», sagt der Historiker und Buchautor Thomas Buomberger. Hinter den Kulissen liefen allerdings aufwändige Abklärungen. Die Schweiz hatte Angst davor, von kommunistischen Spionen und Saboteuren unterwandert zu werden. «Ich habe gemerkt, dass mein Tisch umgeräumt wurde», sagt Jan Berdnik im Rückblick. Und aus seiner Staatsschutz-Fiche weiss er, dass auch sein Telefon jahrelang abgehört und dass er sogar polizeilich observiert wurde. Ergeben haben diese Ermittlungen nichts. Aufnahme und Abwehr zugleich. Was macht das mit den Menschen die ankommen? Und was mit denen, die schon da sind? 
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00:00 Intro
03:33 Der Prager Frühling 
07:04 Über Yugoslawien in den Westen
12:09 Schweizer Dilemma: Willkommenskultur vs. «Kommunisten-Paranoia»
22:54 Fichenskandal: Berdnik ist kein Einzelfall
26:10 «Ich bin jetzt ein Bünzli-Schweizer»
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In dieser Episode sind zu hören: 
·	Jan Berdnik, Zeitzeuge
·	Thomas Buomberger, Historiker und Autor
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Links
·	https://www.srf.ch/audio
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Literatur: 
Buomberger, Thomas (2017): Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990. Zürich: Hier und Jetzt
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Recherche, Produktion und Moderation: 
Matthias Strasser
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="27762993" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/02/Zeitblende_radio_AUDI20250222_NR_0004_606092a1a71441309d014584433c0242.mp3?d=ap&amp;assetId=d99fcd42-6f59-3f4a-b876-97531f295987"/></item><item><guid isPermaLink="false">c5ecd3b2-ba7b-3e4d-ba75-815889b88a16</guid><title>Ursula Brunner: Pionierin für gerechten Handel («Passage»)</title><itunes:title>Ursula Brunner: Pionierin für gerechten Handel («Passage»)</itunes:title><pubDate>Sat, 08 Feb 2025 10:30:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>3398</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Als Bananenfrau wurde sie landesweit berühmt: Ursula Brunner gilt als Wegbereiterin des Fairtrade. Gleichzeitig war sie Pfarrfrau, Politikerin und Mutter. In welchem Spannungsfeld bewegte sie sich dabei? Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgab ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Als Bananenfrau wurde sie landesweit berühmt: Ursula Brunner gilt als Wegbereiterin des Fairtrade. Gleichzeitig war sie Pfarrfrau, Politikerin und Mutter. In welchem Spannungsfeld bewegte sie sich dabei? Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.

Wie ist es möglich, dass Bananen bei uns billiger sind als heimische Äpfel? Dieser Frage gingen Ursula Brunner und ihre Mitstreiterinnen so gründlich nach, dass daraus eine schweizweite Bewegung entstand. Auch als Politikerin eckte Ursula Brunner an: Als erste Frau sass sie für die FDP im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Doch ihr Engagement für eine gerechtere Welt, das im christlichen Glauben wurzelte, führte zu Konflikten. Wie wurde Ursula Brunner von einer bürgerlichen Pfarrfrau zu einer Aktivistin? Wie haben ihre Kinder diesen Weg erlebt? Eine Annäherung an eine Frau, die etwas bewegen wollte.

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Links
- https://www.srf.ch/audio
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Recherche, Produktion und Moderation:
- Irene Grüter, Redaktion «Passage»
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Als Bananenfrau wurde sie landesweit berühmt: Ursula Brunner gilt als Wegbereiterin des Fairtrade. Gleichzeitig war sie Pfarrfrau, Politikerin und Mutter. In welchem Spannungsfeld bewegte sie sich dabei? Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.

Wie ist es möglich, dass Bananen bei uns billiger sind als heimische Äpfel? Dieser Frage gingen Ursula Brunner und ihre Mitstreiterinnen so gründlich nach, dass daraus eine schweizweite Bewegung entstand. Auch als Politikerin eckte Ursula Brunner an: Als erste Frau sass sie für die FDP im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Doch ihr Engagement für eine gerechtere Welt, das im christlichen Glauben wurzelte, führte zu Konflikten. Wie wurde Ursula Brunner von einer bürgerlichen Pfarrfrau zu einer Aktivistin? Wie haben ihre Kinder diesen Weg erlebt? Eine Annäherung an eine Frau, die etwas bewegen wollte.

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Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="54497834" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/02/Zeitblende_radio_AUDI20250208_NR_0040_db7f84bc072d4bc1b8139e40d9672058.mp3?d=ap&amp;assetId=c5ecd3b2-ba7b-3e4d-ba75-815889b88a16"/></item><item><guid isPermaLink="false">e24e26d5-8257-3a31-9ba3-35e24efd4547</guid><title>Intrige vor dem Ersten Weltkrieg: Die Generalswahl von 1914</title><itunes:title>Intrige vor dem Ersten Weltkrieg: Die Generalswahl von 1914</itunes:title><pubDate>Sat, 25 Jan 2025 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1896</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nich ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nicht reicht, drohte er Sprecher mit Konsequenzen.

Die Finger im Spiel hatte unter anderem auch Bundesrat Arthur Hoffmann. Mit allen Mitteln versuchte er, die Parlamentarier von einer Wahl Willes zu überzeugen. Doch ohne Erfolg. Erst der Besuch von Ulrich Wille im Privathaus von Theophil Sprecher von Bernegg, verbunden mit der Drohung, er werde ihn fertig machen, wenn er nicht verzichte, machte den Weg frei für Wille. Denn noch vor der Wahl im Parlament erklärte Sprecher seinen Verzicht aufs Amt.
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00:00 Intro 
02:36 Die Karriere von Sprecher
04:22 Willes Werdegang
06:03 Das Kaisermanöver 1912
07:30 Der Erste Weltkrieg bricht aus
08:48 Das Parlament steht vor der Generalswahl
12:12 Bundesrat Hoffmann kämpft für Wahl Willes
13:53 Lückenhafte Dokumente
15:56 Bundesräte machen Druck aufs Parlament
17:44 Ulrich Wille nimmt es selber in die Hand
21:20 Sprecher verzichtet, Wille wird gewählt
23:15 Eine undemokratische Generalswahl
25:33 Wille und Sprecher arbeiten eng zusammen
29:17 Das Ende des Krieges

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In dieser Episode zu hören
- Daniel Sprecher, Historiker  
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Links
- https://www.srf.ch/audio  
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Literatur
·	Jaun, Rudolf (2024): Wille, Ulrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
·	Sprecher, Daniel (2000): Generalstabschef Theophil Sprecher von Bernegg. Seine militärisch-politische Leistung unter besonderer Berücksichtigung der Neutralität. Zürich: NZZ-Verlag.
·	Sprecher, Daniel (2024): Sprecher von Bernegg, Theophil. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). 
·	Walther, Heinrich (1939): Aus schweren Tagen: In: ASMZ Nr. 7, Juli. 

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Recherche, Produktion und Moderation: 
- Silvan Zemp
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nicht reicht, drohte er Sprecher mit Konsequenzen.

Die Finger im Spiel hatte unter anderem auch Bundesrat Arthur Hoffmann. Mit allen Mitteln versuchte er, die Parlamentarier von einer Wahl Willes zu überzeugen. Doch ohne Erfolg. Erst der Besuch von Ulrich Wille im Privathaus von Theophil Sprecher von Bernegg, verbunden mit der Drohung, er werde ihn fertig machen, wenn er nicht verzichte, machte den Weg frei für Wille. Denn noch vor der Wahl im Parlament erklärte Sprecher seinen Verzicht aufs Amt.
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02:36 Die Karriere von Sprecher
04:22 Willes Werdegang
06:03 Das Kaisermanöver 1912
07:30 Der Erste Weltkrieg bricht aus
08:48 Das Parlament steht vor der Generalswahl
12:12 Bundesrat Hoffmann kämpft für Wahl Willes
13:53 Lückenhafte Dokumente
15:56 Bundesräte machen Druck aufs Parlament
17:44 Ulrich Wille nimmt es selber in die Hand
21:20 Sprecher verzichtet, Wille wird gewählt
23:15 Eine undemokratische Generalswahl
25:33 Wille und Sprecher arbeiten eng zusammen
29:17 Das Ende des Krieges

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In dieser Episode zu hören
- Daniel Sprecher, Historiker  
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Literatur
·	Jaun, Rudolf (2024): Wille, Ulrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
·	Sprecher, Daniel (2000): Generalstabschef Theophil Sprecher von Bernegg. Seine militärisch-politische Leistung unter besonderer Berücksichtigung der Neutralität. Zürich: NZZ-Verlag.
·	Sprecher, Daniel (2024): Sprecher von Bernegg, Theophil. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). 
·	Walther, Heinrich (1939): Aus schweren Tagen: In: ASMZ Nr. 7, Juli. 

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Recherche, Produktion und Moderation: 
- Silvan Zemp
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Das ist die «Zeitblende»:
Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="30456363" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/01/Zeitblende_radio_AUDI20250124_NR_0004_f21c9baeb7334fa08f298a0efc7e0702.mp3?d=ap&amp;assetId=e24e26d5-8257-3a31-9ba3-35e24efd4547"/></item><item><guid isPermaLink="false">63c4211a-b5ca-37dc-bdbe-7317c1007af1</guid><title>Maschinenmensch: Wie Sabor die Welt zum Staunen brachte</title><itunes:title>Maschinenmensch: Wie Sabor die Welt zum Staunen brachte</itunes:title><pubDate>Fri, 10 Jan 2025 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1713</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>August Huber war 12 Jahre jung, als er 1923 begann, an einem Maschinenmenschen zu tüfteln: Sabor. Nach dem Zweiten Weltkrieg faszinierte er das Publikum weltweit. Warum staunen wir über Maschinen wie Sabor – damals und heute?</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[August Huber war 12 Jahre jung, als er 1923 begann, an einem Maschinenmenschen zu tüfteln: Sabor. Nach dem Zweiten Weltkrieg faszinierte er das Publikum weltweit. Warum staunen wir über Maschinen wie Sabor – damals und heute?

1939 wurde Sabor an der Landesausstellung in Zürich gezeigt, später faszinierte er das internationale Publikum auf Technikmessen und in Fernsehshows. Inzwischen ist Sabor weitgehend in Vergessenheit geraten. Eine aktuelle Ausstellung im Zeughaus Teufen will das ändern und zeigt erstmals veröffentlichtes Archivmaterial. Auf dieser Grundlage recherchiert die Zeitblende weiter. In der Sendung erzählt unter anderem die frühere Stimme Sabors von den Tricks, die das Publikum verblüfften. 
_

(00:00) In der Fernsehshow 
(02:30) Zu Besuch beim Erfindersohn
(07:08) An der Landi 1939
(10:28) Sabor geht international
(13:17) Der grösste Auftritt
(14:30) Sabors Stimme
(20:36) Aus der Mode
(22:47) Warum bestaunen wir Maschinen?
_

Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
_

Gesprächspartner:innen:

·	Remo Huber, Sohn des Sabor-Erfinders August Huber
·	Eric Lanz, damaliger Steuermann und Stimme Sabors
·	Daniel Strassberg, Psychoanalytiker und Philosoph
_

Literatur:

·	Zeughaus Teufen (2024). Der erste Maschinenmensch aus Teufen.
·	Daniel Strassberg (2022). Spektakuläre Maschinen: Eine Affektgeschichte der Technik. Matthes & Seitz

_

Team:
·	Autor: Oliver Kerrison
·	Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></itunes:summary><description><![CDATA[August Huber war 12 Jahre jung, als er 1923 begann, an einem Maschinenmenschen zu tüfteln: Sabor. Nach dem Zweiten Weltkrieg faszinierte er das Publikum weltweit. Warum staunen wir über Maschinen wie Sabor – damals und heute?

1939 wurde Sabor an der Landesausstellung in Zürich gezeigt, später faszinierte er das internationale Publikum auf Technikmessen und in Fernsehshows. Inzwischen ist Sabor weitgehend in Vergessenheit geraten. Eine aktuelle Ausstellung im Zeughaus Teufen will das ändern und zeigt erstmals veröffentlichtes Archivmaterial. Auf dieser Grundlage recherchiert die Zeitblende weiter. In der Sendung erzählt unter anderem die frühere Stimme Sabors von den Tricks, die das Publikum verblüfften. 
_

(00:00) In der Fernsehshow 
(02:30) Zu Besuch beim Erfindersohn
(07:08) An der Landi 1939
(10:28) Sabor geht international
(13:17) Der grösste Auftritt
(14:30) Sabors Stimme
(20:36) Aus der Mode
(22:47) Warum bestaunen wir Maschinen?
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
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Gesprächspartner:innen:

·	Remo Huber, Sohn des Sabor-Erfinders August Huber
·	Eric Lanz, damaliger Steuermann und Stimme Sabors
·	Daniel Strassberg, Psychoanalytiker und Philosoph
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Literatur:

·	Zeughaus Teufen (2024). Der erste Maschinenmensch aus Teufen.
·	Daniel Strassberg (2022). Spektakuläre Maschinen: Eine Affektgeschichte der Technik. Matthes & Seitz

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Team:
·	Autor: Oliver Kerrison
·	Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="27537959" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2025/01/Zeitblende_radio_AUDI20250110_NR_0055_0de51114b118412c9b1c39a79918260d.mp3?d=ap&amp;assetId=63c4211a-b5ca-37dc-bdbe-7317c1007af1"/></item><item><guid isPermaLink="false">71bdb2ef-b0d1-36e3-80ff-08dbcd306dd7</guid><title>«Ich will nicht aufhören – das ist mein Lebensgefühl»</title><itunes:title>«Ich will nicht aufhören – das ist mein Lebensgefühl»</itunes:title><pubDate>Sat, 28 Dec 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1732</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Susi Lauer ist eine der letzten Überlebenden, die vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg in Budapest 1944 vor dem Holocaust gerettet wurde. Der Familie ihres Mannes, Mark Margolin, gelang die abenteuerliche Flucht von Warschau bis Sidney.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Susi Lauer ist eine der letzten Überlebenden, die vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg in Budapest 1944 vor dem Holocaust gerettet wurde. Der Familie ihres Mannes, Mark Margolin, gelang die abenteuerliche Flucht von Warschau bis Sidney.

Als Mark Margolin am 10. September 2023 nach jüdischer Tradition mit seinem Absatz das Glas zertritt, scheint eine unglaubliche Geschichte ihr Happy End gefunden zu haben. Er ist an diesem Tag 66 Jahre alt, seine Frau Susi 85. Soeben haben sie in Haifa geheiratet unter der Chuppah, dem Baldachin. Eine Hochzeit nicht als Anfang, sondern als Krönung eines unglaublichen Weges.

Dass dieser 10. September 2023 so stattgefunden hat, widerspricht allen Regeln der Wahrscheinlichkeit. Mark Margolins Familie entkam 1939 dem sicheren Tod in Polen durch eine abenteuerliche Flucht im Auto eines deutschen Offiziers über Litauen, Russland und Japan nach Australien, wo er 1957 zur Welt kam. 

Susi Lauer war 1944 als sechsjähriges Mädchen zuerst für Auschwitz und dann für den Tod in der kalten Donau bestimmt. Zweimal wurde sie im letzten Moment vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg gerettet. Ein starker Wille hielt sie jung und am Leben. 

Die Schrecken des 20. Jahrhunderts führten Susi Lauer und Mark Margolin um den halben Globus. Heute leben sie in Zürich. 

Gäste:
·	Susi Lauer, Zeitzeugin
·	Mark Margolin, Zeitzeuge
·	Ramunas Janulaitis, Direktor Sugihara-Museum, Kaunas

Literatur: 

Carlberg, Ingrid: Raoul Wallenberg. Die Biografie. Aus dem Englischen von Susanne Dahmann. München, 2019.

Lowe, Keith: Der Wilde Kontinent, Europa in den Jahren der Anarchie 1943-1950. Aus dem Englischen übersetzt von Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt, Stuttgart 2016.

Snyder, Timothy: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. Aus dem Englischen von Martin Richter. München, 6. Erweiterte Auflage, 2022.

Sugihara Diplomats for Life Foundation: Casablanca of the North: Kaunas 1939-1940. The Exhibition Catalogue. Kaunas, 2018.


«Zeitblende» ist ein Podcast von Radio SRF. Fragen, Kritik oder Anregungen gerne direkt an: Zeitblende@srf.ch.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Susi Lauer ist eine der letzten Überlebenden, die vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg in Budapest 1944 vor dem Holocaust gerettet wurde. Der Familie ihres Mannes, Mark Margolin, gelang die abenteuerliche Flucht von Warschau bis Sidney.

Als Mark Margolin am 10. September 2023 nach jüdischer Tradition mit seinem Absatz das Glas zertritt, scheint eine unglaubliche Geschichte ihr Happy End gefunden zu haben. Er ist an diesem Tag 66 Jahre alt, seine Frau Susi 85. Soeben haben sie in Haifa geheiratet unter der Chuppah, dem Baldachin. Eine Hochzeit nicht als Anfang, sondern als Krönung eines unglaublichen Weges.

Dass dieser 10. September 2023 so stattgefunden hat, widerspricht allen Regeln der Wahrscheinlichkeit. Mark Margolins Familie entkam 1939 dem sicheren Tod in Polen durch eine abenteuerliche Flucht im Auto eines deutschen Offiziers über Litauen, Russland und Japan nach Australien, wo er 1957 zur Welt kam. 

Susi Lauer war 1944 als sechsjähriges Mädchen zuerst für Auschwitz und dann für den Tod in der kalten Donau bestimmt. Zweimal wurde sie im letzten Moment vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg gerettet. Ein starker Wille hielt sie jung und am Leben. 

Die Schrecken des 20. Jahrhunderts führten Susi Lauer und Mark Margolin um den halben Globus. Heute leben sie in Zürich. 

Gäste:
·	Susi Lauer, Zeitzeugin
·	Mark Margolin, Zeitzeuge
·	Ramunas Janulaitis, Direktor Sugihara-Museum, Kaunas

Literatur: 

Carlberg, Ingrid: Raoul Wallenberg. Die Biografie. Aus dem Englischen von Susanne Dahmann. München, 2019.

Lowe, Keith: Der Wilde Kontinent, Europa in den Jahren der Anarchie 1943-1950. Aus dem Englischen übersetzt von Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt, Stuttgart 2016.

Snyder, Timothy: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. Aus dem Englischen von Martin Richter. München, 6. Erweiterte Auflage, 2022.

Sugihara Diplomats for Life Foundation: Casablanca of the North: Kaunas 1939-1940. The Exhibition Catalogue. Kaunas, 2018.


«Zeitblende» ist ein Podcast von Radio SRF. Fragen, Kritik oder Anregungen gerne direkt an: Zeitblende@srf.ch.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="27844060" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2024/12/Zeitblende_radio_AUDI20241228_NR_0002_51f08153fb51453694b15ef1f34cf5c8.mp3?d=ap&amp;assetId=71bdb2ef-b0d1-36e3-80ff-08dbcd306dd7"/></item><item><guid isPermaLink="false">19bc7958-1f13-3d44-a42e-64cbbd4130da</guid><title>US-Drogenpolitik: Wie Harry Anslinger den «War on Drugs» beginnt</title><itunes:title>US-Drogenpolitik: Wie Harry Anslinger den «War on Drugs» beginnt</itunes:title><pubDate>Sat, 14 Dec 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1886</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Harry Anslinger gilt als der Vater des US-Amerikanischen «War on Drugs». Während dreissig Jahren leitet er die amerikanische Anti-Drogenbehörde und prägt so bis heute die Drogenpolitik der USA.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Harry Anslinger gilt als der Vater des US-Amerikanischen «War on Drugs». Während dreissig Jahren leitet er die amerikanische Anti-Drogenbehörde und prägt so bis heute die Drogenpolitik der USA.

Der Sohn eines Schweizer Einwanderers ist ein machtbewusster Mensch. So setzt Harry Anslinger etwa das Cannabisverbot in den USA durch, um seiner Behörde mehr Einfluss zu verschaffen. Gezielt verbreitet er dafür Falschinformationen und setzt sich bewusst über wissenschaftliche Fakten hinweg. Und er argumentiert mit rassistischen Stereotypen.

Dies sei kein Zufall, erklärt die Historikerin Helena Barop. Seit den ersten Verbotsgesetzen ziehe sich der Rassismus durch die Drogenpolitik. In der Debatte darüber, ob eine Substanz verboten werden sollte, sei oft entscheidender, wer diese Substanz konsumiert, als die Substanz selbst.

Harry Anslinger passt ebenfalls in dieses Schema. Er ebnet so den Weg zum US-Amerikanischen Anti-Drogenkrieg. Ein Krieg, in dessen Namen zehntausende Afroamerikaner und Amerikanerinnen durch rassistische Polizeiarbeit im Gefängnis landen. Ein Krieg, der Drogensüchtige noch weiter an den Rand der Gesellschaft drängt. Ein Krieg, der mittlerweile als gescheitert bezeichnet werden muss, und dennoch bis heute andauert. 

Dabei wären andere Ideen längst bekannt. Ausgerechnet in der Schweiz – dem Geburtsland von Harry Anslingers Vater – geht man in der Drogenpolitik einen anderen Weg. Eine staatlich kontrollierte Drogenabgabe ist fester Teil der Schweizer Drogenpolitik. Die sogenannte Vier-Säulen-Politik anerkennt, dass es sich bei einer Drogensucht um eine Erkrankung handelt, und manche Betroffene nie davon loskommen werden. 

«Zeitblende» ist ein Podcast von Radio SRF. Fragen, Kritik oder Anregungen gerne direkt an: Zeitblende@srf.ch.

Literatur: 

Barop, Helena: Der große Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden. Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. München: Siedler Verlag, 2023.

Hari, Johann: Drogen. Die Geschichte eines langen Krieges. Frankfurt: S. Fischer Verlag, 2023.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Harry Anslinger gilt als der Vater des US-Amerikanischen «War on Drugs». Während dreissig Jahren leitet er die amerikanische Anti-Drogenbehörde und prägt so bis heute die Drogenpolitik der USA.

Der Sohn eines Schweizer Einwanderers ist ein machtbewusster Mensch. So setzt Harry Anslinger etwa das Cannabisverbot in den USA durch, um seiner Behörde mehr Einfluss zu verschaffen. Gezielt verbreitet er dafür Falschinformationen und setzt sich bewusst über wissenschaftliche Fakten hinweg. Und er argumentiert mit rassistischen Stereotypen.

Dies sei kein Zufall, erklärt die Historikerin Helena Barop. Seit den ersten Verbotsgesetzen ziehe sich der Rassismus durch die Drogenpolitik. In der Debatte darüber, ob eine Substanz verboten werden sollte, sei oft entscheidender, wer diese Substanz konsumiert, als die Substanz selbst.

Harry Anslinger passt ebenfalls in dieses Schema. Er ebnet so den Weg zum US-Amerikanischen Anti-Drogenkrieg. Ein Krieg, in dessen Namen zehntausende Afroamerikaner und Amerikanerinnen durch rassistische Polizeiarbeit im Gefängnis landen. Ein Krieg, der Drogensüchtige noch weiter an den Rand der Gesellschaft drängt. Ein Krieg, der mittlerweile als gescheitert bezeichnet werden muss, und dennoch bis heute andauert. 

Dabei wären andere Ideen längst bekannt. Ausgerechnet in der Schweiz – dem Geburtsland von Harry Anslingers Vater – geht man in der Drogenpolitik einen anderen Weg. Eine staatlich kontrollierte Drogenabgabe ist fester Teil der Schweizer Drogenpolitik. Die sogenannte Vier-Säulen-Politik anerkennt, dass es sich bei einer Drogensucht um eine Erkrankung handelt, und manche Betroffene nie davon loskommen werden. 

«Zeitblende» ist ein Podcast von Radio SRF. Fragen, Kritik oder Anregungen gerne direkt an: Zeitblende@srf.ch.

Literatur: 

Barop, Helena: Der große Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden. Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. München: Siedler Verlag, 2023.

Hari, Johann: Drogen. Die Geschichte eines langen Krieges. Frankfurt: S. Fischer Verlag, 2023.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="30299696" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2024/12/Zeitblende_radio_AUDI20241214_NR_0003_bb9a5d88c3d34cf28e3e3feb3d796ce5.mp3?d=ap&amp;assetId=19bc7958-1f13-3d44-a42e-64cbbd4130da"/></item><item><guid isPermaLink="false">5347ee7c-5777-3f9d-a0e1-bc93a24a3e79</guid><title>Vincent O. Carter: "Alle starrten mich an!"</title><itunes:title>Vincent O. Carter: "Alle starrten mich an!"</itunes:title><pubDate>Sat, 30 Nov 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1869</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der afroamerikanische Schriftsteller lebt ab den 1950er Jahren in Bern. Er fällt auf. Wegen seines Äusseren. Er erlebt den Alltag des Fremden. Aber er resigniert nicht, sondern spiegelt das Erlebte in seiner Literatur. Es ist ein kritisch-ironischer B ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der afroamerikanische Schriftsteller lebt ab den 1950er Jahren in Bern. Er fällt auf. Wegen seines Äusseren. Er erlebt den Alltag des Fremden. Aber er resigniert nicht, sondern spiegelt das Erlebte in seiner Literatur. Es ist ein kritisch-ironischer Blick auf das damalige Bern.

Der US-Amerikaner Vincent O. Carter landete eher zufällig in Bern. Er wollte nur einige Tage in der Stadt bleiben, schliesslich wurden es 30 Jahre. Eigentlich wollte er nach Paris und dort als Schriftsteller arbeiten - denn an Frankreich hatte er gute Erinnerungen. Im 2. Weltkrieg gehörte er zu den Befreiern und wurde bejubelt. Doch die Stimmung hatte sich verändert, Ausländer:innen aus den USA waren Anfang der 1950er nicht mehr willkommen, so zog er weiter und kam nach Bern. 

Hier fand er eine Heimat und seine Liebe: Liselotte Haas. Mit ihr blieb er über 20 Jahre zusammen, bis zu seinem Tod. Er arbeitete als Schriftsteller, Maler, Englischlehrer. Seine Eindrücke schrieb er auf, es entstand ein kritisch-ironischer Blick auf die Stadt Bern und die Schweiz der 1950er Jahre. Aber seine Bücher werden erst Jahrzehnte nach seinem Tod auf deutsch übersetzt. Seine Lebensgeschichte erzählt die Zeitblende.

Zu Gast sind:

Liselotte Haas, ehemalige Partnerin von Vincent O. Carter.
Anna Iatsenko, Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Künstlerin. 

Literatur: 
 
Carter, Vincent O: Meine weisse Stadt. Das Bernbuch. 
Zürich, Limmat Verlag, 2021.

Carter, Vincent O: Amerigo Jones. Zürich, Limmat Verlag, 2014.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der afroamerikanische Schriftsteller lebt ab den 1950er Jahren in Bern. Er fällt auf. Wegen seines Äusseren. Er erlebt den Alltag des Fremden. Aber er resigniert nicht, sondern spiegelt das Erlebte in seiner Literatur. Es ist ein kritisch-ironischer Blick auf das damalige Bern.

Der US-Amerikaner Vincent O. Carter landete eher zufällig in Bern. Er wollte nur einige Tage in der Stadt bleiben, schliesslich wurden es 30 Jahre. Eigentlich wollte er nach Paris und dort als Schriftsteller arbeiten - denn an Frankreich hatte er gute Erinnerungen. Im 2. Weltkrieg gehörte er zu den Befreiern und wurde bejubelt. Doch die Stimmung hatte sich verändert, Ausländer:innen aus den USA waren Anfang der 1950er nicht mehr willkommen, so zog er weiter und kam nach Bern. 

Hier fand er eine Heimat und seine Liebe: Liselotte Haas. Mit ihr blieb er über 20 Jahre zusammen, bis zu seinem Tod. Er arbeitete als Schriftsteller, Maler, Englischlehrer. Seine Eindrücke schrieb er auf, es entstand ein kritisch-ironischer Blick auf die Stadt Bern und die Schweiz der 1950er Jahre. Aber seine Bücher werden erst Jahrzehnte nach seinem Tod auf deutsch übersetzt. Seine Lebensgeschichte erzählt die Zeitblende.

Zu Gast sind:

Liselotte Haas, ehemalige Partnerin von Vincent O. Carter.
Anna Iatsenko, Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Künstlerin. 

Literatur: 
 
Carter, Vincent O: Meine weisse Stadt. Das Bernbuch. 
Zürich, Limmat Verlag, 2021.

Carter, Vincent O: Amerigo Jones. Zürich, Limmat Verlag, 2014.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="30035483" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2024/11/Zeitblende_radio_AUDI20241130_NR_0002_8fbb62d96e294c9b91d9046c24212af5.mp3?d=ap&amp;assetId=5347ee7c-5777-3f9d-a0e1-bc93a24a3e79"/></item><item><guid isPermaLink="false">056335ed-f7fe-3de4-90bb-6b7a33a025b9</guid><title>Jakob Rudolf Forster: Schwul und selbstbewusst im 19. Jahrhundert</title><itunes:title>Jakob Rudolf Forster: Schwul und selbstbewusst im 19. Jahrhundert</itunes:title><pubDate>Fri, 15 Nov 2024 17:10:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1853</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Er ist ein «Urning», ein Homosexueller. Und wird deswegen schikaniert, verhaftet, weggesperrt, er gilt als kriminell und geisteskrank. Doch Jakob Rudolf Forster wehrt sich, laut, ideenreich und selbstbewusst – ein Vorkämpfer für die Rechte der Schwule ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Er ist ein «Urning», ein Homosexueller. Und wird deswegen schikaniert, verhaftet, weggesperrt, er gilt als kriminell und geisteskrank. Doch Jakob Rudolf Forster wehrt sich, laut, ideenreich und selbstbewusst – ein Vorkämpfer für die Rechte der Schwulen in der Schweiz.

Jakob Rudolf Forster ist kein Kind von Traurigkeit. Er steht auf Männer, hat viele Liebhaber und macht keinen Hehl aus seiner Homosexualität. So weit, so gut. 

Nur: Forster lebt im ausgehenden 19. Jahrhundert, zu einer Zeit also, in der einer, der offen schwul ist, viel zu befürchten hat. Forster wird denunziert, gedemütigt, ins Gefängnis geworfen, in die Psychiatrie gesteckt – er gilt als «gefährliches Subjekt» und als «lästiges Individuum». Für die Behörden ist er eine Provokation; und sogar der Bundesrat muss sich mit ihm beschäftigen. 

Doch Jakob Rudolf Forster bleibt sich treu. Und kämpft zeitlebens gegen die Ungerechtigkeiten, die homosexuellen Männern Ende des 19. Jahrhunderts widerfahren.  


Zu Gast in dieser Zeitblende: 

Philipp Hofstetter, Historiker. René Hornung, Journalist. 


Literatur: 

Forster, Jakob Rudolf: Justizmorde im 19. Jahrhundert. Wahrheitsgetreue Darstellung des fast unglaublich Verfolgten Schweizers J.R. Forster, Heiratsvermittler von Brunnadern (St. Gallen). Ein Notschrei an das Volk. Zürich: Selbstverlag, 1898. 

Hofstetter, Philipp / Hornung, René: Der Urning. Selbstbewusst schwul vor 1900. Zürich: Hier und Jetzt Verlag, 2024. 

Walser, Erasmus: Homosexualität. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Online-Version vom 4.12.2013.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Er ist ein «Urning», ein Homosexueller. Und wird deswegen schikaniert, verhaftet, weggesperrt, er gilt als kriminell und geisteskrank. Doch Jakob Rudolf Forster wehrt sich, laut, ideenreich und selbstbewusst – ein Vorkämpfer für die Rechte der Schwulen in der Schweiz.

Jakob Rudolf Forster ist kein Kind von Traurigkeit. Er steht auf Männer, hat viele Liebhaber und macht keinen Hehl aus seiner Homosexualität. So weit, so gut. 

Nur: Forster lebt im ausgehenden 19. Jahrhundert, zu einer Zeit also, in der einer, der offen schwul ist, viel zu befürchten hat. Forster wird denunziert, gedemütigt, ins Gefängnis geworfen, in die Psychiatrie gesteckt – er gilt als «gefährliches Subjekt» und als «lästiges Individuum». Für die Behörden ist er eine Provokation; und sogar der Bundesrat muss sich mit ihm beschäftigen. 

Doch Jakob Rudolf Forster bleibt sich treu. Und kämpft zeitlebens gegen die Ungerechtigkeiten, die homosexuellen Männern Ende des 19. Jahrhunderts widerfahren.  


Zu Gast in dieser Zeitblende: 

Philipp Hofstetter, Historiker. René Hornung, Journalist. 


Literatur: 

Forster, Jakob Rudolf: Justizmorde im 19. Jahrhundert. Wahrheitsgetreue Darstellung des fast unglaublich Verfolgten Schweizers J.R. Forster, Heiratsvermittler von Brunnadern (St. Gallen). Ein Notschrei an das Volk. Zürich: Selbstverlag, 1898. 

Hofstetter, Philipp / Hornung, René: Der Urning. Selbstbewusst schwul vor 1900. Zürich: Hier und Jetzt Verlag, 2024. 

Walser, Erasmus: Homosexualität. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Online-Version vom 4.12.2013.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29775921" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende_radio/2024/11/Zeitblende_radio_AUDI20241116_NR_0041_a733c438571743d6a03d4b57b51f9fc6-1.mp3?d=ap&amp;assetId=056335ed-f7fe-3de4-90bb-6b7a33a025b9"/></item><item><guid isPermaLink="false">f211766e-5bbe-47e5-b280-1e07d12a6358</guid><title>Maria Antonia Räss: Eine Stickerin erobert New York</title><itunes:title>Maria Antonia Räss: Eine Stickerin erobert New York</itunes:title><pubDate>Sat, 02 Nov 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1745</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Maria Antonia Räss, eine Appenzeller Bauerntochter, arbeitet Anfangs des 20. Jahrhunderts als sogenannte «Schaustickerin» in ganz Europa. Nach dem Ersten Weltkrieg wandert sie nach New York aus und baut sich ein Textilimperium auf. Wie hat sie das ges ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Maria Antonia Räss, eine Appenzeller Bauerntochter, arbeitet Anfangs des 20. Jahrhunderts als sogenannte «Schaustickerin» in ganz Europa. Nach dem Ersten Weltkrieg wandert sie nach New York aus und baut sich ein Textilimperium auf. Wie hat sie das geschafft?

Sie hat flinke Finger – und weiss, wie man einfädelt. Dass Maria Antonia Räss geschickt mit Nadeln und Faden umgehen kann, findet ihre Familie rasch heraus. Bereits mit vier Jahren arbeitet sie im Webkeller in der Nachbarschaft. Das macht sie jahrelang – daneben geht sie zur Schule.

Als sie mit 16 Jahren einen Reisepass machen kann, entschliesst sie sich, als Schaustickerin durch Europa zu reisen. Nachdem das Reisen durch den Ersten Weltkrieg abrupt ein Ende findet, wagt sie nach Kriegsende einen neuen Versuch. Diesmal soll es nach Amerika gehen. Inspiriert worden könnte sie durch Walt Disney sein, der zur gleichen Zeit als Ambulanz-Soldat in Europa weilte.

In New York angekommen, arbeitet sie als allererstes wieder als Schaustickerin. Sie arbeitet sich schnell hoch und betreibt ein erfolgreiches und bekanntes Stickereigeschäft, fährt einen Cadillac und wird zur reichen Tante aus Amerika. Wie Räss vom Boom der Stickerei profitierte – die immerhin um 1910 herum der wichtigste Wirtschaftszweig der Schweiz war – darum geht es in dieser Zeitblende. 

Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Margrit Schriber, Autorin «Die Stickerin»
    * Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker und Professor an der Universität Zürich

Literatur:

    * Dubler, Annemarie (2014): Textilindustrie. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.10.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013957/2014-10-07/
    * Schriber, Margrit (2023): Die Stickerin. Zürich: Bilger Verlag.
    * Tanner, Albert (1985): Das Schiffchen fliegt - die Maschine rauscht. Weber, Sticker und Unternehmer in der Ostschweiz. Zürich: Unionsverlag.
    * Tanner, Albert (2012): Stickerei. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.03.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013963/2012-03-23/]]></itunes:summary><description><![CDATA[Maria Antonia Räss, eine Appenzeller Bauerntochter, arbeitet Anfangs des 20. Jahrhunderts als sogenannte «Schaustickerin» in ganz Europa. Nach dem Ersten Weltkrieg wandert sie nach New York aus und baut sich ein Textilimperium auf. Wie hat sie das geschafft?

Sie hat flinke Finger – und weiss, wie man einfädelt. Dass Maria Antonia Räss geschickt mit Nadeln und Faden umgehen kann, findet ihre Familie rasch heraus. Bereits mit vier Jahren arbeitet sie im Webkeller in der Nachbarschaft. Das macht sie jahrelang – daneben geht sie zur Schule.

Als sie mit 16 Jahren einen Reisepass machen kann, entschliesst sie sich, als Schaustickerin durch Europa zu reisen. Nachdem das Reisen durch den Ersten Weltkrieg abrupt ein Ende findet, wagt sie nach Kriegsende einen neuen Versuch. Diesmal soll es nach Amerika gehen. Inspiriert worden könnte sie durch Walt Disney sein, der zur gleichen Zeit als Ambulanz-Soldat in Europa weilte.

In New York angekommen, arbeitet sie als allererstes wieder als Schaustickerin. Sie arbeitet sich schnell hoch und betreibt ein erfolgreiches und bekanntes Stickereigeschäft, fährt einen Cadillac und wird zur reichen Tante aus Amerika. Wie Räss vom Boom der Stickerei profitierte – die immerhin um 1910 herum der wichtigste Wirtschaftszweig der Schweiz war – darum geht es in dieser Zeitblende. 

Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Margrit Schriber, Autorin «Die Stickerin»
    * Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker und Professor an der Universität Zürich

Literatur:

    * Dubler, Annemarie (2014): Textilindustrie. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.10.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013957/2014-10-07/
    * Schriber, Margrit (2023): Die Stickerin. Zürich: Bilger Verlag.
    * Tanner, Albert (1985): Das Schiffchen fliegt - die Maschine rauscht. Weber, Sticker und Unternehmer in der Ostschweiz. Zürich: Unionsverlag.
    * Tanner, Albert (2012): Stickerei. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.03.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013963/2012-03-23/]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="41930426" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/11/Zeitblende-radio-f211766e-5bbe-47e5-b280-1e07d12a6358-1.mp3?d=ap&amp;assetId=f211766e-5bbe-47e5-b280-1e07d12a6358"/></item><item><guid isPermaLink="false">b539bb9b-a3d8-4eff-9004-b0f426bf176a</guid><title>Frankenstein und KI: Wie Mary Shelley in Genf ein Monster erschuf</title><itunes:title>Frankenstein und KI: Wie Mary Shelley in Genf ein Monster erschuf</itunes:title><pubDate>Sat, 19 Oct 2024 10:30:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1534</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Frankensteins Monster – Mary Shelly hat mit dieser Schauergeschichte eine Figur erschaffen, die aus dem kollektiven Gedächntnis nicht mehr wegzudenken ist. Entstanden ist der Roman am Genfersee. Und bis heute dient Frankensteins Monster als Warnung vo ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Frankensteins Monster – Mary Shelly hat mit dieser Schauergeschichte eine Figur erschaffen, die aus dem kollektiven Gedächntnis nicht mehr wegzudenken ist. Entstanden ist der Roman am Genfersee. Und bis heute dient Frankensteins Monster als Warnung vor der Gefahr der Technologie.

Es war eine Wette unter Freunden, die für den ersten Entwurf des Romans «Frankenstein – oder moderne Prometheus» sorgte. Wer kann die beste Horrorgeschichte schreiben? Mary Shelley setzte sich hin, mit Blick auf den Genfersee, und schrieb die Geschichte des Monsters, das von einem Wissenschaftler zum Menschen erweckt wurde.

200 Jahre später ist Frankensteins Monster eine oft verwendete Metapher, um vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz zu warnen. Damit befasst hat sich Shelley-Expertin Eileen Hunt Botting. Shelley habe Frankensteins Kreatur nicht bloss als Monster gesehen, ist sie überzeugt. Shelley habe kritisiert, dass Frankenstein seine Schöpfung im Stich liess und sich nicht um sie kümmerte. 

Die Menschheit sei für ihre Kreationen verantwortlich und müsse ihnen Sorge tragen, fordert Hunt Botting. 

Gesprächspartnerin dieser Zeitblende:

    * Eileen Hunt Botting, Professorin für Politische Philosophie an der University of Notre Dame, Indiana.

Literatur: 

    * Hunt Botting, Eileen, Artificial Life After Frankenstein, University of Pennsylvania Press, 2020]]></itunes:summary><description><![CDATA[Frankensteins Monster – Mary Shelly hat mit dieser Schauergeschichte eine Figur erschaffen, die aus dem kollektiven Gedächntnis nicht mehr wegzudenken ist. Entstanden ist der Roman am Genfersee. Und bis heute dient Frankensteins Monster als Warnung vor der Gefahr der Technologie.

Es war eine Wette unter Freunden, die für den ersten Entwurf des Romans «Frankenstein – oder moderne Prometheus» sorgte. Wer kann die beste Horrorgeschichte schreiben? Mary Shelley setzte sich hin, mit Blick auf den Genfersee, und schrieb die Geschichte des Monsters, das von einem Wissenschaftler zum Menschen erweckt wurde.

200 Jahre später ist Frankensteins Monster eine oft verwendete Metapher, um vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz zu warnen. Damit befasst hat sich Shelley-Expertin Eileen Hunt Botting. Shelley habe Frankensteins Kreatur nicht bloss als Monster gesehen, ist sie überzeugt. Shelley habe kritisiert, dass Frankenstein seine Schöpfung im Stich liess und sich nicht um sie kümmerte. 

Die Menschheit sei für ihre Kreationen verantwortlich und müsse ihnen Sorge tragen, fordert Hunt Botting. 

Gesprächspartnerin dieser Zeitblende:

    * Eileen Hunt Botting, Professorin für Politische Philosophie an der University of Notre Dame, Indiana.

Literatur: 

    * Hunt Botting, Eileen, Artificial Life After Frankenstein, University of Pennsylvania Press, 2020]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="36874805" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/10/Zeitblende-radio-b539bb9b-a3d8-4eff-9004-b0f426bf176a-1.mp3?d=ap&amp;assetId=b539bb9b-a3d8-4eff-9004-b0f426bf176a"/></item><item><guid isPermaLink="false">2696a1bd-00c7-4d4a-b18d-d7f6f0d1f212</guid><title>Pioniere und «Raubritter»: Geschichte der Schweizer Wasserkraft</title><itunes:title>Pioniere und «Raubritter»: Geschichte der Schweizer Wasserkraft</itunes:title><pubDate>Sat, 05 Oct 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1554</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Vor 150 Jahren produzierte ein Hotelier in St. Moritz erstmals Strom aus Wasserkraft. Bald trieb diese Energie vieles an, von der Glühbirne bis zur Lokomotive. Das Geld für die grossen Kraftwerke in den Bergen kam aber oft aus dem Unterland und das fü ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Vor 150 Jahren produzierte ein Hotelier in St. Moritz erstmals Strom aus Wasserkraft. Bald trieb diese Energie vieles an, von der Glühbirne bis zur Lokomotive. Das Geld für die grossen Kraftwerke in den Bergen kam aber oft aus dem Unterland und das führte zu Spannungen, die bis heute spürbar sind.

Johannes Badrutt, ein findiger Hotelier aus St. Moritz bestaunte 1878 an der Weltausstellung in Paris elektrische Lampen. Diesen Luxus wollte er seinen Gästen im Hotel Kulm auch bieten. So installierte er kurzerhand eine Turbine im nahen Bach und nutzte den Strom für die Beleuchtung seines Speisesaals. Die Gäste waren begeistert. Die Geschichte der Schweizer Wasserkraft begann.


Immer grössere und leistungsfähigere Flusskraftwerke und später Speicherseen wurden geplant. Für den Bau war aber mehr Kapital nötig, als die armen Berggemeinden und -kantone aufbringen konnten. So erhielten finanzkräftige Unternehmen aus dem Unterland die Konzessionen für die Nutzung der Wasserkraft. Das führte zu Konflikten, die bis heute nachwirken. Die Zeitblende zeigt auf, wie die Wasserkraft in der Schweiz gross wurde und welche Rolle der Pionier aus dem Engadin dabei spielte.


Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und erzähl doch deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns.


Gesprächspartner in dieser Zeitblende:

    * Sebastina De Pretto, Historiker, Habilitant, Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Universität Bern
    * Franco Milani, Leiter Beschaffung, Vertrieb und Marketing, St. Moritz Energie
    * Fadri Ramming, Rechtsanwalt, Notar, Geschäftsführer der Regierungskonferenz der Gebirgskantone


Literatur:

    * Caviezel, Emmi, Ramming, Fadri, u. a. Unter Strom. Chur: Bündner Monatsblatt, 2006.
    * De Pretto, Sebastian. „Vernetzte Wasserkraft: Entwicklungspfade und Knotenpunkte des Stauseebaus in der Schweiz und Italien, 1880-1968. Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 73.1 (2023).
    * Milani, Franco. Die weisse Kohle von St.Moritz und Celerina?: 100 Jahre seit der Integration des Elektrizitätswerks in die Gemeinde St.Moritz, 135 Jahre elektrisches Licht in St. Moritz. St. Moritz: Montabella Verlag, 2014.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Vor 150 Jahren produzierte ein Hotelier in St. Moritz erstmals Strom aus Wasserkraft. Bald trieb diese Energie vieles an, von der Glühbirne bis zur Lokomotive. Das Geld für die grossen Kraftwerke in den Bergen kam aber oft aus dem Unterland und das führte zu Spannungen, die bis heute spürbar sind.

Johannes Badrutt, ein findiger Hotelier aus St. Moritz bestaunte 1878 an der Weltausstellung in Paris elektrische Lampen. Diesen Luxus wollte er seinen Gästen im Hotel Kulm auch bieten. So installierte er kurzerhand eine Turbine im nahen Bach und nutzte den Strom für die Beleuchtung seines Speisesaals. Die Gäste waren begeistert. Die Geschichte der Schweizer Wasserkraft begann.


Immer grössere und leistungsfähigere Flusskraftwerke und später Speicherseen wurden geplant. Für den Bau war aber mehr Kapital nötig, als die armen Berggemeinden und -kantone aufbringen konnten. So erhielten finanzkräftige Unternehmen aus dem Unterland die Konzessionen für die Nutzung der Wasserkraft. Das führte zu Konflikten, die bis heute nachwirken. Die Zeitblende zeigt auf, wie die Wasserkraft in der Schweiz gross wurde und welche Rolle der Pionier aus dem Engadin dabei spielte.


Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und erzähl doch deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns.


Gesprächspartner in dieser Zeitblende:

    * Sebastina De Pretto, Historiker, Habilitant, Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Universität Bern
    * Franco Milani, Leiter Beschaffung, Vertrieb und Marketing, St. Moritz Energie
    * Fadri Ramming, Rechtsanwalt, Notar, Geschäftsführer der Regierungskonferenz der Gebirgskantone


Literatur:

    * Caviezel, Emmi, Ramming, Fadri, u. a. Unter Strom. Chur: Bündner Monatsblatt, 2006.
    * De Pretto, Sebastian. „Vernetzte Wasserkraft: Entwicklungspfade und Knotenpunkte des Stauseebaus in der Schweiz und Italien, 1880-1968. Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 73.1 (2023).
    * Milani, Franco. Die weisse Kohle von St.Moritz und Celerina?: 100 Jahre seit der Integration des Elektrizitätswerks in die Gemeinde St.Moritz, 135 Jahre elektrisches Licht in St. Moritz. St. Moritz: Montabella Verlag, 2014.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24934337" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/10/Zeitblende-radio-2696a1bd-00c7-4d4a-b18d-d7f6f0d1f212-2.mp3?d=ap&amp;assetId=2696a1bd-00c7-4d4a-b18d-d7f6f0d1f212"/></item><item><guid isPermaLink="false">e687065f-1355-4ee8-8911-6fbc6d00bbab</guid><title>Walter Mittelholzer: Wie sein Blick das Schweizer Afrikabild prägte</title><itunes:title>Walter Mittelholzer: Wie sein Blick das Schweizer Afrikabild prägte</itunes:title><pubDate>Sat, 21 Sep 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1966</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Pilot, Fotograf und Swissair-Mitgründer Walter Mittelholzer machte das Fliegen in der Schweiz populär. Und er prägte das Schweizer Afrikabild: Seine Reisebücher waren Bestseller, seine Filme füllten Kinosäle.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Pilot, Fotograf und Swissair-Mitgründer Walter Mittelholzer machte das Fliegen in der Schweiz populär. Und er prägte das Schweizer Afrikabild: Seine Reisebücher waren Bestseller, seine Filme füllten Kinosäle.

Der St.Galler Bäckerssohn Walter Mittelholzer erlangte spätestens als erster Swissair-Direktor den Status einer nationalen Ikone. Davor prägte er die Schweizer Luftfotografie: Mittelholzer bildete viele Schweizer Gemeinden erstmals von oben ab, später brach er zu Flugexpeditionen ins Ausland auf. Im Zentrum der Sendung steht die bekannteste Expedition Mittelholzers: der sogenannte «Afrikaflug».

In 77 Tagen reiste Mittelholzer 1926/27 mit seinem Expeditionsteam von Zürich nach Kapstadt. Der Kinofilm und das Buch der Reise transportierten ein Afrikabild, das laut der Geschichtsforschung von einem kolonialen Blick geprägt ist. Die Zeitblende rekonstruiert Mittelholzers Weg zur Ikone und zeigt, wie das Flugzeug laut Expert:innen als Ausdruck von Überlegenheit inszeniert wurde.
_

(00:00) Abflug
(02:06) Die Abdankung
(04:23) So wurde er zur Ikone
(09:41) Der «Afrikaflug»
(13:07) Das Afrikabild
(22:12) Zurück in der Schweiz
(27:10) Tausende digitale Bilder
(31:20) Von oben herab?
_

Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
_

Gesprächspartner:innen:

    * Sonja Malzner, Kulturwissenschaftlerin an der Universität Rouen
    * Phindezwa Mnyaka, Historikerin an der University of the Western Cape
    * Kaspar Surber, Historiker und Journalist

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Literatur:

Sonja Malzner (2013). «So sah ich Afrika». Die Repräsentation von Afrikanern in plurimedialen Reiseberichten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann.

Benedikt Meyer (2014). Im Flug Schweizer Airlines und ihre Passagiere, 1919-2002. Chronos.

Kaspar Surber (2017). Walter Mittelholzer Revisited. Bilderwelten. Fotografien aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek, Band 6. Scheidegger & Spiess.
_

Team:

    * Autor: Oliver Kerrison
    * Sprecher: Armin Berger
    * Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Pilot, Fotograf und Swissair-Mitgründer Walter Mittelholzer machte das Fliegen in der Schweiz populär. Und er prägte das Schweizer Afrikabild: Seine Reisebücher waren Bestseller, seine Filme füllten Kinosäle.

Der St.Galler Bäckerssohn Walter Mittelholzer erlangte spätestens als erster Swissair-Direktor den Status einer nationalen Ikone. Davor prägte er die Schweizer Luftfotografie: Mittelholzer bildete viele Schweizer Gemeinden erstmals von oben ab, später brach er zu Flugexpeditionen ins Ausland auf. Im Zentrum der Sendung steht die bekannteste Expedition Mittelholzers: der sogenannte «Afrikaflug».

In 77 Tagen reiste Mittelholzer 1926/27 mit seinem Expeditionsteam von Zürich nach Kapstadt. Der Kinofilm und das Buch der Reise transportierten ein Afrikabild, das laut der Geschichtsforschung von einem kolonialen Blick geprägt ist. Die Zeitblende rekonstruiert Mittelholzers Weg zur Ikone und zeigt, wie das Flugzeug laut Expert:innen als Ausdruck von Überlegenheit inszeniert wurde.
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(00:00) Abflug
(02:06) Die Abdankung
(04:23) So wurde er zur Ikone
(09:41) Der «Afrikaflug»
(13:07) Das Afrikabild
(22:12) Zurück in der Schweiz
(27:10) Tausende digitale Bilder
(31:20) Von oben herab?
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
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Gesprächspartner:innen:

    * Sonja Malzner, Kulturwissenschaftlerin an der Universität Rouen
    * Phindezwa Mnyaka, Historikerin an der University of the Western Cape
    * Kaspar Surber, Historiker und Journalist

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Literatur:

Sonja Malzner (2013). «So sah ich Afrika». Die Repräsentation von Afrikanern in plurimedialen Reiseberichten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann.

Benedikt Meyer (2014). Im Flug Schweizer Airlines und ihre Passagiere, 1919-2002. Chronos.

Kaspar Surber (2017). Walter Mittelholzer Revisited. Bilderwelten. Fotografien aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek, Band 6. Scheidegger & Spiess.
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Team:

    * Autor: Oliver Kerrison
    * Sprecher: Armin Berger
    * Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="47316101" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/09/Zeitblende-radio-e687065f-1355-4ee8-8911-6fbc6d00bbab-1.mp3?d=ap&amp;assetId=e687065f-1355-4ee8-8911-6fbc6d00bbab"/></item><item><guid isPermaLink="false">3d1f6eb3-8a84-408d-97cf-a8582f980b04</guid><title>Viel mehr als nur Tränen: Tessiner Emigrationsgeschichte(n)</title><itunes:title>Viel mehr als nur Tränen: Tessiner Emigrationsgeschichte(n)</itunes:title><pubDate>Sat, 07 Sep 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1552</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im 19. Jahrhundert, vor allem zwischen 1850 und 1900, zwang der Hunger Tausende von Tessinern auszuwandern. In dieser Zeit führten gerade im Maggiatal grosse Überschwemmungen zu Ernteausfällen und Krankheiten. Die Werbung von Reisebüros lockte viele a ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im 19. Jahrhundert, vor allem zwischen 1850 und 1900, zwang der Hunger Tausende von Tessinern auszuwandern. In dieser Zeit führten gerade im Maggiatal grosse Überschwemmungen zu Ernteausfällen und Krankheiten. Die Werbung von Reisebüros lockte viele auch nach Australien. Mit katastrophalen Folgen.

Zeitzeuge Arthur Nicolas, 75, kennt die falschen Heilsversprechen dieser Reisebüros aus der eigenen Familiengeschichte. Dass er nicht im Tessin, sondern in Kalifornien aufgewachsen ist, verdankt er seinen beiden Urgrossvätern. Diese gingen nach Australien, um Gold zu suchen. Als sie ankamen, gab es aber kein Gold mehr. Der eine Grossvater hatte für die Überfahrt sein Land verpachtet. Er blieb in Australien und stürzte zu Hause im Maggiatal seine Familie in bittere Armut.

Die Frauen und Kinder waren die Leitragenden der Tessiner Emigration, ordnet Historiker Luigi Lorenzetti ein. Im Maggiatal emigrierten so viele Männer, dass um 1900 die Hälfte der Frauen Singles waren – ein europaweit einzigartiges Missverhältnis.

Das starke Bild der Armut, das im 19. Jahrhundert so viele Tessiner zwang, auszuwandern, hat aber das kollektive Gedächtnis einseitig geprägt, sagt der Historiker. Emigration wird damit fälschlicherweise ausschliesslich negativ konnotiert. So geht vergessen, dass viele Tessiner Emigranten sehr erfolgreich waren und mit ihrem erworbenen Reichtum für ein fortschrittliches Sozialsystem in ihrem Heimatkanton sorgten.

Zu Gast in dieser Zeitblende sind:

    * Arthur Nicola, direkter Nachfahre von Emigranten aus dem Maggiatal
    * Angelo Comisetti, Kurator Piccolo Museo von Sessa
    * Luigi Lorenzetti, Historiker

Feedback, Fragen oder Wünsche? Nehmen wir gerne entgegen unter zeitblende@srf.ch]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im 19. Jahrhundert, vor allem zwischen 1850 und 1900, zwang der Hunger Tausende von Tessinern auszuwandern. In dieser Zeit führten gerade im Maggiatal grosse Überschwemmungen zu Ernteausfällen und Krankheiten. Die Werbung von Reisebüros lockte viele auch nach Australien. Mit katastrophalen Folgen.

Zeitzeuge Arthur Nicolas, 75, kennt die falschen Heilsversprechen dieser Reisebüros aus der eigenen Familiengeschichte. Dass er nicht im Tessin, sondern in Kalifornien aufgewachsen ist, verdankt er seinen beiden Urgrossvätern. Diese gingen nach Australien, um Gold zu suchen. Als sie ankamen, gab es aber kein Gold mehr. Der eine Grossvater hatte für die Überfahrt sein Land verpachtet. Er blieb in Australien und stürzte zu Hause im Maggiatal seine Familie in bittere Armut.

Die Frauen und Kinder waren die Leitragenden der Tessiner Emigration, ordnet Historiker Luigi Lorenzetti ein. Im Maggiatal emigrierten so viele Männer, dass um 1900 die Hälfte der Frauen Singles waren – ein europaweit einzigartiges Missverhältnis.

Das starke Bild der Armut, das im 19. Jahrhundert so viele Tessiner zwang, auszuwandern, hat aber das kollektive Gedächtnis einseitig geprägt, sagt der Historiker. Emigration wird damit fälschlicherweise ausschliesslich negativ konnotiert. So geht vergessen, dass viele Tessiner Emigranten sehr erfolgreich waren und mit ihrem erworbenen Reichtum für ein fortschrittliches Sozialsystem in ihrem Heimatkanton sorgten.

Zu Gast in dieser Zeitblende sind:

    * Arthur Nicola, direkter Nachfahre von Emigranten aus dem Maggiatal
    * Angelo Comisetti, Kurator Piccolo Museo von Sessa
    * Luigi Lorenzetti, Historiker

Feedback, Fragen oder Wünsche? Nehmen wir gerne entgegen unter zeitblende@srf.ch]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37369725" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/09/Zeitblende-radio-3d1f6eb3-8a84-408d-97cf-a8582f980b04-1.mp3?d=ap&amp;assetId=3d1f6eb3-8a84-408d-97cf-a8582f980b04"/></item><item><guid isPermaLink="false">ac0ed479-7264-4753-91a7-c624f5d4b062</guid><title>Die Welt im Ohr: Über 100 Jahre Radio in der Schweiz</title><itunes:title>Die Welt im Ohr: Über 100 Jahre Radio in der Schweiz</itunes:title><pubDate>Sat, 24 Aug 2024 10:30:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1842</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Vor 100 Jahren, im August 1924, wurde Radio Zürich gegründet – inmitten der Pionierzeit des Radios in der Schweiz. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Vor 100 Jahren, im August 1924, wurde Radio Zürich gegründet – inmitten der Pionierzeit des Radios in der Schweiz. 

Angefangen hat die Geschichte der Schweizer Radiosender mit einem Flughafenfunker aus Lausanne, der Grammophon-Platten via Funk ins Cockpit spielte. Zu den ersten Melodien, welche die erstaunte Besatzung zu hören bekam, gehörte die Ouverture von Rossinis Willhelm Tell. Das ist nur eine von vielen Anekdoten zu den Anfängen des Schweizer Radios.

Der Bund erkannte im Jahr 1922 das Potenzial des neuen Mediums und sicherte sich via Gesetz die Hoheit über die Radiosender. 

In der gleichen Zeit gab es die ersten Radiogeräte für Zuhause. Da war beispielsweise die Radiofee – ein Gerät, das sich die Hörerinnen und Hörer selber zusammenbauen mussten. 1931 mündeten alle Entwicklungen schliesslich in der Gründung der SRG.

Zu Gast in der «Zeitblende» sind:
- Juri Jaquemet, Sammlungskurator Museum für Kommunikation, Bern
- Edzard Schade, Medienhistoriker FH Graubünden

Literatur, Quellen, weiterführende Links:
- Edzard Schade; Herrenlose Radiowellen, Hier und Jetzt Verlag
- Juri Jaquemet, https://blog.nationalmuseum.ch/2021/10/99-jahre-radio-in-der-schweiz/
- Recherche & Archive SRF
- Museum für Kommunikation, Bern]]></itunes:summary><description><![CDATA[Vor 100 Jahren, im August 1924, wurde Radio Zürich gegründet – inmitten der Pionierzeit des Radios in der Schweiz. 

Angefangen hat die Geschichte der Schweizer Radiosender mit einem Flughafenfunker aus Lausanne, der Grammophon-Platten via Funk ins Cockpit spielte. Zu den ersten Melodien, welche die erstaunte Besatzung zu hören bekam, gehörte die Ouverture von Rossinis Willhelm Tell. Das ist nur eine von vielen Anekdoten zu den Anfängen des Schweizer Radios.

Der Bund erkannte im Jahr 1922 das Potenzial des neuen Mediums und sicherte sich via Gesetz die Hoheit über die Radiosender. 

In der gleichen Zeit gab es die ersten Radiogeräte für Zuhause. Da war beispielsweise die Radiofee – ein Gerät, das sich die Hörerinnen und Hörer selber zusammenbauen mussten. 1931 mündeten alle Entwicklungen schliesslich in der Gründung der SRG.

Zu Gast in der «Zeitblende» sind:
- Juri Jaquemet, Sammlungskurator Museum für Kommunikation, Bern
- Edzard Schade, Medienhistoriker FH Graubünden

Literatur, Quellen, weiterführende Links:
- Edzard Schade; Herrenlose Radiowellen, Hier und Jetzt Verlag
- Juri Jaquemet, https://blog.nationalmuseum.ch/2021/10/99-jahre-radio-in-der-schweiz/
- Recherche & Archive SRF
- Museum für Kommunikation, Bern]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29605046" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/08/Zeitblende-radio-ac0ed479-7264-4753-91a7-c624f5d4b062-1.mp3?d=ap&amp;assetId=ac0ed479-7264-4753-91a7-c624f5d4b062"/></item><item><guid isPermaLink="false">6fae5644-9376-4337-b4b8-0f3e1d4b78e7</guid><title>Techno &amp; Rave: So entstand die Technokultur in der Schweiz</title><itunes:title>Techno &amp; Rave: So entstand die Technokultur in der Schweiz</itunes:title><pubDate>Sat, 10 Aug 2024 10:30:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1751</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Seit Jahrzehnten läuft in Schweizer Clubs Techno und andere Formen elektronischer Musik. Die Geschichte der Technokultur beginnt in den 80er Jahren. Für den kometenhaften Aufstieg der Jugendkultur musste erst einiges in Bewegung kommen, musikalisch un ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Seit Jahrzehnten läuft in Schweizer Clubs Techno und andere Formen elektronischer Musik. Die Geschichte der Technokultur beginnt in den 80er Jahren. Für den kometenhaften Aufstieg der Jugendkultur musste erst einiges in Bewegung kommen, musikalisch und gesellschaftlich. 

James Wolfensberger organisiert 1984 den ersten illegalen Rave in Zürich. Die Party ist ein voller Erfolg. Zürich ist damals eine provinzielle und kalte Stadt. Die Kinos schliessen um neun, gerade mal fünf Discos dürfen länger als Mitternacht geöffnet bleiben. Der neue Geist, den James Wolfensberger in die Stadt bringt, stösst daher auf fruchtbaren Boden.

Gespielt wird an den Partys House-Musik aus den USA – in der Schweiz damals kaum bekannt. Und noch etwas ist neu: Statt nach jedem Lied eine kurze Pause einzulegen, mixt der DJ nun die Lieder zu einem durchgehenden Teppich. Die Partys von James Wolfensberger legen so den Grundstein für die Technowelle der 90er Jahre.

Diese Welle erfasst die Schweiz früh. Sie profitiert von ihrer zentralen Lage mitten in Europa. Hinzu kommt ein Rückgang der Industrie. Die so freigewordenen Areale füllen sich schnell mit Kultur. Überall in der Schweiz entstehen in kürzester Zeit Clubs und Rave-Veranstaltungen. So auch in Roggwil. Das kleine Dorf im Oberaargau wird zu einem gesamteuropäischen Rave-Mekka.

Mirosch Gerber organisiert dort in den 1990er Jahren Raves mit tausenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Leute seien aus ganz Europa angereist und Roggwil so weit über die Schweiz hinaus berühmt geworden. In dieser Zeit entwickelt sich Techno in kürzester Zeit von einer Nischenkultur zum Massenphänomen: Innerhalb von nur wenigen Jahren wächst die Zürcher Street Parade von einigen Tausend auf über Hunderttausend Raver und Raverinnen.

Mittlerweile ist Techno in der Schweiz fest verankert. Die Zürcher Technokultur wurde gar von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Die neue Generation erfindet dabei die Technokultur neu. Während der Pandemie entsteht auf der Video-App TikTok ein neues Genre: Hard-Techno. Die Musik ist mit schnell aufeinanderfolgende Rhythmuswechseln auf die Kurzvideos der App zugeschnitten. Einige sprechen deshalb auch etwas despektierlich von «TikTok-Techno».

Doch obwohl die Musik so lebendig und vielfältig ist wie nie, haben viele Clubs in der Schweiz zu kämpfen. Es ist gar von einem Clubsterben die Rede. Die Szene befinde sich derzeit im Umbruch, sagt Sacha Winkler. Er ist einer der Gründer des Zürcher Club Zukunft.

«Zeitblende « ist ein Podcast von SRF. Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch]]></itunes:summary><description><![CDATA[Seit Jahrzehnten läuft in Schweizer Clubs Techno und andere Formen elektronischer Musik. Die Geschichte der Technokultur beginnt in den 80er Jahren. Für den kometenhaften Aufstieg der Jugendkultur musste erst einiges in Bewegung kommen, musikalisch und gesellschaftlich. 

James Wolfensberger organisiert 1984 den ersten illegalen Rave in Zürich. Die Party ist ein voller Erfolg. Zürich ist damals eine provinzielle und kalte Stadt. Die Kinos schliessen um neun, gerade mal fünf Discos dürfen länger als Mitternacht geöffnet bleiben. Der neue Geist, den James Wolfensberger in die Stadt bringt, stösst daher auf fruchtbaren Boden.

Gespielt wird an den Partys House-Musik aus den USA – in der Schweiz damals kaum bekannt. Und noch etwas ist neu: Statt nach jedem Lied eine kurze Pause einzulegen, mixt der DJ nun die Lieder zu einem durchgehenden Teppich. Die Partys von James Wolfensberger legen so den Grundstein für die Technowelle der 90er Jahre.

Diese Welle erfasst die Schweiz früh. Sie profitiert von ihrer zentralen Lage mitten in Europa. Hinzu kommt ein Rückgang der Industrie. Die so freigewordenen Areale füllen sich schnell mit Kultur. Überall in der Schweiz entstehen in kürzester Zeit Clubs und Rave-Veranstaltungen. So auch in Roggwil. Das kleine Dorf im Oberaargau wird zu einem gesamteuropäischen Rave-Mekka.

Mirosch Gerber organisiert dort in den 1990er Jahren Raves mit tausenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Leute seien aus ganz Europa angereist und Roggwil so weit über die Schweiz hinaus berühmt geworden. In dieser Zeit entwickelt sich Techno in kürzester Zeit von einer Nischenkultur zum Massenphänomen: Innerhalb von nur wenigen Jahren wächst die Zürcher Street Parade von einigen Tausend auf über Hunderttausend Raver und Raverinnen.

Mittlerweile ist Techno in der Schweiz fest verankert. Die Zürcher Technokultur wurde gar von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Die neue Generation erfindet dabei die Technokultur neu. Während der Pandemie entsteht auf der Video-App TikTok ein neues Genre: Hard-Techno. Die Musik ist mit schnell aufeinanderfolgende Rhythmuswechseln auf die Kurzvideos der App zugeschnitten. Einige sprechen deshalb auch etwas despektierlich von «TikTok-Techno».

Doch obwohl die Musik so lebendig und vielfältig ist wie nie, haben viele Clubs in der Schweiz zu kämpfen. Es ist gar von einem Clubsterben die Rede. Die Szene befinde sich derzeit im Umbruch, sagt Sacha Winkler. Er ist einer der Gründer des Zürcher Club Zukunft.

«Zeitblende « ist ein Podcast von SRF. Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="28077803" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/08/Zeitblende-radio-6fae5644-9376-4337-b4b8-0f3e1d4b78e7-1.mp3?d=ap&amp;assetId=6fae5644-9376-4337-b4b8-0f3e1d4b78e7"/></item><item><guid isPermaLink="false">0b5c7023-4f6d-44b7-9923-5c7514c2f143</guid><title>Katharina von Zimmern – eine Frau prägt die Zürcher Reformation</title><itunes:title>Katharina von Zimmern – eine Frau prägt die Zürcher Reformation</itunes:title><pubDate>Sat, 27 Jul 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1558</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Als letzte Äbtissin des Fraumünsters fällt Katharina von Zimmern vor 500 Jahren einen mutigen und weitsichtigen Entscheid. Sie übergibt ihre Abtei dem Bürgermeister und dem Rat von Zürich. Und ermöglicht so eine Reformation ohne Bürgerkrieg.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Als letzte Äbtissin des Fraumünsters fällt Katharina von Zimmern vor 500 Jahren einen mutigen und weitsichtigen Entscheid. Sie übergibt ihre Abtei dem Bürgermeister und dem Rat von Zürich. Und ermöglicht so eine Reformation ohne Bürgerkrieg.

Der 8. Dezember 1524 ist ein Wendepunkt in der spätmittelalterlichen Geschichte Zürichs. Katharina von Zimmern besiegelt die Übergabe der Fraumünsterabtei. Um die Stadt vor «gross unruoh und ungemach» zu bewahren. Das Fraumünster geht von kirchlichem in weltlichen Besitz.

Mit dem Kloster gibt die Äbtissin auch das ganze Vermögen und alle Ländereien ab. Sie verzichtet auf ihre Position mit allen Privilegien und Rechten. Erweist sich aber auch als geschickte Verhandlerin. Der Rat sichert ihr gute Bedingungen zu für ihr Leben als «normale» Bürgerin.

Katharina von Zimmern ist eine bemerkenswerte Frau in einer bewegten Zeit. Als adliges Flüchtlingskind in die Schweiz gekommen, wird sie schon mit 18 zur Vorsteherin des Klosters gewählt – und wird dort zur grossen Gestalterin. Dass sie mit grosser Wahrscheinlichkeit als Äbtissin eine Tochter geboren hat, kann sie geheim halten.

In dieser Folge zu hören:

    * Irene Gysel, Buchautorin
    * Nicole Freudiger, SRF Religionsredaktorin

Literatur/Quellen/weiterführende Links:

    * Christ-von Wedel, Christine (2020, zweite Auflage): Die Äbtissin, der Söldnerführer und ihre Töchter. Katharina von Zimmern im politischen Spannungsfeld der Reformationszeit. Zürich: Theologischer Verlag.
    * Gysel, Irene (2024): Katharina von Zimmern: Flüchtlingskind, Äbtissin, Bürgerin von Zürich. Zürich: Theologischer Verlag.
    * Filmausschnitte aus «Zwingli – der Reformator». (2019). Stefan Haupt.
    * Musikausschnitte aus dem «Zwingli» Originalsoundtrack von Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg & Lionel Baldenweg (mit Daniel Hope, Zürcher Kammerorchester - ZKO, Larissa Bretscher und Vokalensemble Zürich-West)
    * Stadtführung: https://katharina2024.ch/veranstaltungen/frauen-und-die-macht-2-2
    * Website Jubiläumsjahr für Katharina von Zimmern: www.katharina2024.ch

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Der 8. Dezember 1524 ist ein Wendepunkt in der spätmittelalterlichen Geschichte Zürichs. Katharina von Zimmern besiegelt die Übergabe der Fraumünsterabtei. Um die Stadt vor «gross unruoh und ungemach» zu bewahren. Das Fraumünster geht von kirchlichem in weltlichen Besitz.

Mit dem Kloster gibt die Äbtissin auch das ganze Vermögen und alle Ländereien ab. Sie verzichtet auf ihre Position mit allen Privilegien und Rechten. Erweist sich aber auch als geschickte Verhandlerin. Der Rat sichert ihr gute Bedingungen zu für ihr Leben als «normale» Bürgerin.

Katharina von Zimmern ist eine bemerkenswerte Frau in einer bewegten Zeit. Als adliges Flüchtlingskind in die Schweiz gekommen, wird sie schon mit 18 zur Vorsteherin des Klosters gewählt – und wird dort zur grossen Gestalterin. Dass sie mit grosser Wahrscheinlichkeit als Äbtissin eine Tochter geboren hat, kann sie geheim halten.

In dieser Folge zu hören:

    * Irene Gysel, Buchautorin
    * Nicole Freudiger, SRF Religionsredaktorin

Literatur/Quellen/weiterführende Links:

    * Christ-von Wedel, Christine (2020, zweite Auflage): Die Äbtissin, der Söldnerführer und ihre Töchter. Katharina von Zimmern im politischen Spannungsfeld der Reformationszeit. Zürich: Theologischer Verlag.
    * Gysel, Irene (2024): Katharina von Zimmern: Flüchtlingskind, Äbtissin, Bürgerin von Zürich. Zürich: Theologischer Verlag.
    * Filmausschnitte aus «Zwingli – der Reformator». (2019). Stefan Haupt.
    * Musikausschnitte aus dem «Zwingli» Originalsoundtrack von Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg & Lionel Baldenweg (mit Daniel Hope, Zürcher Kammerorchester - ZKO, Larissa Bretscher und Vokalensemble Zürich-West)
    * Stadtführung: https://katharina2024.ch/veranstaltungen/frauen-und-die-macht-2-2
    * Website Jubiläumsjahr für Katharina von Zimmern: www.katharina2024.ch

Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37466699" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/07/Zeitblende-radio-0b5c7023-4f6d-44b7-9923-5c7514c2f143-1.mp3?d=ap&amp;assetId=0b5c7023-4f6d-44b7-9923-5c7514c2f143"/></item><item><guid isPermaLink="false">a6746e77-5787-453e-a8e3-c54592f5b68e</guid><title>Lina Bögli: Die Berner Bauerntochter, die um die Welt zog</title><itunes:title>Lina Bögli: Die Berner Bauerntochter, die um die Welt zog</itunes:title><pubDate>Sat, 13 Jul 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2007</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Eigentlich scheint das Leben für «Ds Bode Lina» vorgespurt: Als jüngste Tochter einer kinderreichen Familie aus dem bernischen Oberaargau erwartet sie ein Dasein als Bauernmagd. Aber es kommt alles anders: Lina Bögli zieht in die weite Welt – und wird ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Eigentlich scheint das Leben für «Ds Bode Lina» vorgespurt: Als jüngste Tochter einer kinderreichen Familie aus dem bernischen Oberaargau erwartet sie ein Dasein als Bauernmagd. Aber es kommt alles anders: Lina Bögli zieht in die weite Welt – und wird die erste Schweizer Reiseschriftstellerin.

Das Leben von Lina Bögli (1858-1941) ist eine Geschichte von Mut, Emanzipation und sozialem Aufstieg. Die Tochter eines Berner Kleinbauern arbeitet sich von der Kindermagd hoch bis zur gefragten Sprachlehrerin. Sie reist alleine von Australien über Hawaii bis in die USA - und ihr Buch über ihre zehnjährige Weltreise wird zum Bestseller. Diese Zeitblende zeichnet die Spuren nach, die Lina Bögli hinterlassen hat und fragt: Was hat uns die Reisepionierin heute noch zu sagen?

Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch

In dieser Folge zu hören:
• Margret Nyfeler-Bögli, Ururgrossnichte von Lina Bögli
• Heinrich und Verena Bögli, Urgrossneffe von Lina Bögli und Partnerin
• Heidi Witzig, Historikerin
• Judith Arlt, Literaturwissenschaftlerin und Autorin

Literatur:
• Bögli, Lina (2024, zweite Auflage): Talofa. In zehn Jahren um die Welt. Basel: Lenos Verlag. Titel der Originalausgabe: Vorwärts. Briefe von einer Reise um die Welt (erstmals erschienen 1906).
• Bögli, Lina (2019): Immer vorwärts. Basel: Lenos Verlag. Erstmals erschienen 1915 im Verlag Huber & Co in Frauenfeld.
• Arenz, Bärbel/Lipski, Gisela (2009): Mit Kompass und Korsett. Reisende Entdeckerinnen. Cadolzburg: Ars Vivendi Verlag.

Weiterführende Links:
• Zentrum Lina Bögli in Herzogenbuchsee: https://www.lina-boegli.ch/de/das-zentrum]]></itunes:summary><description><![CDATA[Eigentlich scheint das Leben für «Ds Bode Lina» vorgespurt: Als jüngste Tochter einer kinderreichen Familie aus dem bernischen Oberaargau erwartet sie ein Dasein als Bauernmagd. Aber es kommt alles anders: Lina Bögli zieht in die weite Welt – und wird die erste Schweizer Reiseschriftstellerin.

Das Leben von Lina Bögli (1858-1941) ist eine Geschichte von Mut, Emanzipation und sozialem Aufstieg. Die Tochter eines Berner Kleinbauern arbeitet sich von der Kindermagd hoch bis zur gefragten Sprachlehrerin. Sie reist alleine von Australien über Hawaii bis in die USA - und ihr Buch über ihre zehnjährige Weltreise wird zum Bestseller. Diese Zeitblende zeichnet die Spuren nach, die Lina Bögli hinterlassen hat und fragt: Was hat uns die Reisepionierin heute noch zu sagen?

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In dieser Folge zu hören:
• Margret Nyfeler-Bögli, Ururgrossnichte von Lina Bögli
• Heinrich und Verena Bögli, Urgrossneffe von Lina Bögli und Partnerin
• Heidi Witzig, Historikerin
• Judith Arlt, Literaturwissenschaftlerin und Autorin

Literatur:
• Bögli, Lina (2024, zweite Auflage): Talofa. In zehn Jahren um die Welt. Basel: Lenos Verlag. Titel der Originalausgabe: Vorwärts. Briefe von einer Reise um die Welt (erstmals erschienen 1906).
• Bögli, Lina (2019): Immer vorwärts. Basel: Lenos Verlag. Erstmals erschienen 1915 im Verlag Huber & Co in Frauenfeld.
• Arenz, Bärbel/Lipski, Gisela (2009): Mit Kompass und Korsett. Reisende Entdeckerinnen. Cadolzburg: Ars Vivendi Verlag.

Weiterführende Links:
• Zentrum Lina Bögli in Herzogenbuchsee: https://www.lina-boegli.ch/de/das-zentrum]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="48214866" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/07/Zeitblende-radio-a6746e77-5787-453e-a8e3-c54592f5b68e-1.mp3?d=ap&amp;assetId=a6746e77-5787-453e-a8e3-c54592f5b68e"/></item><item><guid isPermaLink="false">4b872e97-2e23-42af-be3b-5e84e0aa5d0c</guid><title>Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass? (Wdh.)</title><itunes:title>Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass? (Wdh.)</itunes:title><pubDate>Sat, 29 Jun 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2090</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas K ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?

Diese Zeitblende aus dem August 2023 gewann im Frühling 2024 den Medienpreis Aargau/Solothurn in der Kategorie Radio/Audio. Aus diesem Grund wiederholen wir sie in diesem Feed.

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Im August 1893 nahm das Schweizer Stimmvolk das Schächtverbot – die allererste eidgenössische Volksinitiative – an. Tiere durften fortan nicht mehr ohne Betäubung geschlachtet werden, also so wie es das rituelle Schlachten nach jüdischer (Koscher) und islamischer (Halal) Art vorsieht. Das Verbot zielte damals, Ende des 19. Jahrhunderts, auf die jüdische Gemeinschaft. Der Abstimmungskampf war entsprechend von viel Antisemitismus geprägt – aber auch von der noch immer relativ neuen Idee des Tierschutzes. Einer der Köpfe hinter der Initiative war Andreas Keller-Jäggi, der Präsident des Aargauischen Tierschutzvereins. Wer war Keller-Jäggi und was trieb ihn an, das Schächten zu bekämpfen – Tierliebe oder Judenfeindlichkeit? Eine Spurensuche, die unter anderem ins Archiv in Aarau führt, in ein Tierheim in Untersiggenthal und, zumindest virtuell, bis nach Japan.

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Zu Wort kommen unter anderen:

    *  Stephan Häsler, ausgebildeter Tierarzt und in den 2000er Jahren als stellvertretender Direktor des damaligen Bundesamtes für Veterinärwesen mit dem Schächtverbot befasst; heute engagiert er sich für die «Schweizerische Vereinigung für Geschichte der Veterinärmedizin»
    * Yoko Akiyama, Historikerin und Assistenzprofessorin an der Doshisha Universität in Kyoto, Japan
    * Astrid Becker, heutige Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins
    * Laura Bitterli, Doktorandin am Historischen Seminar der Universität Zürich und Co-Projektkoordinatorin von «Ad fontes»

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Literatur zum Thema:

    * Thomas Metzger (2020): Argumentative Konstruktion von Differenz. Die Schächtverbotsinitiative und die Antiminarettinitiative im Vergleich
    * Yoko Akiyama (2019): Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine. Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    * Stephan Häsler (2010): Die Entwicklung des Tierschutzes in der Schweiz vom 19. Jahrhundert bis zum Erlass des Tierschutzgesetzes
    * Sibylle Horanyi (2004): Das Schächtverbot zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit. Eine Güterabwägung und interdisziplinäre Darstellung von Lösungsansätzen
    * Pascal Krauthammer (2000): Das Schächtverbot in der Schweiz, 1854-2000, die Schächtfrage zwischen Tierschutz, Politik und Fremdenfeindlichkeit]]></itunes:summary><description><![CDATA[Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?

Diese Zeitblende aus dem August 2023 gewann im Frühling 2024 den Medienpreis Aargau/Solothurn in der Kategorie Radio/Audio. Aus diesem Grund wiederholen wir sie in diesem Feed.

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Im August 1893 nahm das Schweizer Stimmvolk das Schächtverbot – die allererste eidgenössische Volksinitiative – an. Tiere durften fortan nicht mehr ohne Betäubung geschlachtet werden, also so wie es das rituelle Schlachten nach jüdischer (Koscher) und islamischer (Halal) Art vorsieht. Das Verbot zielte damals, Ende des 19. Jahrhunderts, auf die jüdische Gemeinschaft. Der Abstimmungskampf war entsprechend von viel Antisemitismus geprägt – aber auch von der noch immer relativ neuen Idee des Tierschutzes. Einer der Köpfe hinter der Initiative war Andreas Keller-Jäggi, der Präsident des Aargauischen Tierschutzvereins. Wer war Keller-Jäggi und was trieb ihn an, das Schächten zu bekämpfen – Tierliebe oder Judenfeindlichkeit? Eine Spurensuche, die unter anderem ins Archiv in Aarau führt, in ein Tierheim in Untersiggenthal und, zumindest virtuell, bis nach Japan.

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Zu Wort kommen unter anderen:

    *  Stephan Häsler, ausgebildeter Tierarzt und in den 2000er Jahren als stellvertretender Direktor des damaligen Bundesamtes für Veterinärwesen mit dem Schächtverbot befasst; heute engagiert er sich für die «Schweizerische Vereinigung für Geschichte der Veterinärmedizin»
    * Yoko Akiyama, Historikerin und Assistenzprofessorin an der Doshisha Universität in Kyoto, Japan
    * Astrid Becker, heutige Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins
    * Laura Bitterli, Doktorandin am Historischen Seminar der Universität Zürich und Co-Projektkoordinatorin von «Ad fontes»

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Literatur zum Thema:

    * Thomas Metzger (2020): Argumentative Konstruktion von Differenz. Die Schächtverbotsinitiative und die Antiminarettinitiative im Vergleich
    * Yoko Akiyama (2019): Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine. Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    * Stephan Häsler (2010): Die Entwicklung des Tierschutzes in der Schweiz vom 19. Jahrhundert bis zum Erlass des Tierschutzgesetzes
    * Sibylle Horanyi (2004): Das Schächtverbot zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit. Eine Güterabwägung und interdisziplinäre Darstellung von Lösungsansätzen
    * Pascal Krauthammer (2000): Das Schächtverbot in der Schweiz, 1854-2000, die Schächtfrage zwischen Tierschutz, Politik und Fremdenfeindlichkeit]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="50202273" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/06/Zeitblende-radio-4b872e97-2e23-42af-be3b-5e84e0aa5d0c-1.mp3?d=ap&amp;assetId=4b872e97-2e23-42af-be3b-5e84e0aa5d0c"/></item><item><guid isPermaLink="false">8b452659-2983-4231-8377-e675d35f6600</guid><title>Eine Schweizer Tierärztin zwischen Krieg und Grace Kellys Pudel</title><itunes:title>Eine Schweizer Tierärztin zwischen Krieg und Grace Kellys Pudel</itunes:title><pubDate>Sat, 15 Jun 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1949</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Elsa Mühlethaler ist die erste Tierärztin der Schweiz mit einer eigenen Praxis. Sie pflegt die Hunde von Grace Kelly und die Tiere des Zirkus Knie. Als blutjunge Studentin führt Mühlethaler im zweiten Weltkrieg das Berner Tierspital und erobert die Mä ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Elsa Mühlethaler ist die erste Tierärztin der Schweiz mit einer eigenen Praxis. Sie pflegt die Hunde von Grace Kelly und die Tiere des Zirkus Knie. Als blutjunge Studentin führt Mühlethaler im zweiten Weltkrieg das Berner Tierspital und erobert die Männerdomäne der Veterinärmedizin. 

Eine SRF Zeitblende über das Leben einer vergessenen Pionierin, der das eigene Pflichtbewusstsein zum Verhängnis wurde. Elsa Mühlethaler (1917-1998) war eine der ersten promovierten Tierärztinnen und die erste Frau überhaupt, die in der Schweiz eine eigene Praxis führte.

1983 wurde sie als erste Frau in die alte Garde der Berner Tierärzte aufgenommen.

__

(00:00) Abu, der Orang-Utan aus dem Zirkus Knie
(02:30) Fredy Knie Jr. und Elvire Kunz erinnern sich an Elsa 
(05:31) Grace Kelly - ein Hollywoodstar in Mühlethalers Praxis
(07:00) Historikerin Franziska Rogger und die unveröffentlichten Aufnahmen
(08:30) Als Frau in der Männerdomäne: Elsa wird Tierärztin
(11:50) Zweiter Weltkrieg: Mühlethaler am Berner Tierspital
(14:14) Schweizer Frauen im Krieg
(16:30) Mühlethaler besteht das Staatsexamen
(18:40) Kriegsende: Die Männer kehren zurück. Und jetzt?
(22:05) Mühlethalers Kleintierpraxis in Bern
(25:39) Rollenbilder: Mühlethaler kann auch davon profitieren
(29:11) Leidenszeit vor dem Tod
(30:11) Veterinärmedizin: Von der Männerdomäne zum Frauenberuf

__

Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch

__

In dieser Folge zu hören:

- Elvire Kunz, Nichte von Elsa Mühlethaler
- Elsa Mühlethaler, Originalaufnahmen zur Verfügung gestellt von Franziska Rogger
- Historikerin und Archivarin Franziska Rogger
- Fredy Knie Jr., ehemaliger Direktor des Zirkus Knie

__

Buch:

Franziska Rogger, 2016: Kinder, Krieg und Karriere - Selbstbildnisse aus der Mitte des 20. Jahrhunderts

Bilder von Ringier in Privatbesitz, zur Verfügung gestellt von Elvire Kunz]]></itunes:summary><description><![CDATA[Elsa Mühlethaler ist die erste Tierärztin der Schweiz mit einer eigenen Praxis. Sie pflegt die Hunde von Grace Kelly und die Tiere des Zirkus Knie. Als blutjunge Studentin führt Mühlethaler im zweiten Weltkrieg das Berner Tierspital und erobert die Männerdomäne der Veterinärmedizin. 

Eine SRF Zeitblende über das Leben einer vergessenen Pionierin, der das eigene Pflichtbewusstsein zum Verhängnis wurde. Elsa Mühlethaler (1917-1998) war eine der ersten promovierten Tierärztinnen und die erste Frau überhaupt, die in der Schweiz eine eigene Praxis führte.

1983 wurde sie als erste Frau in die alte Garde der Berner Tierärzte aufgenommen.

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(00:00) Abu, der Orang-Utan aus dem Zirkus Knie
(02:30) Fredy Knie Jr. und Elvire Kunz erinnern sich an Elsa 
(05:31) Grace Kelly - ein Hollywoodstar in Mühlethalers Praxis
(07:00) Historikerin Franziska Rogger und die unveröffentlichten Aufnahmen
(08:30) Als Frau in der Männerdomäne: Elsa wird Tierärztin
(11:50) Zweiter Weltkrieg: Mühlethaler am Berner Tierspital
(14:14) Schweizer Frauen im Krieg
(16:30) Mühlethaler besteht das Staatsexamen
(18:40) Kriegsende: Die Männer kehren zurück. Und jetzt?
(22:05) Mühlethalers Kleintierpraxis in Bern
(25:39) Rollenbilder: Mühlethaler kann auch davon profitieren
(29:11) Leidenszeit vor dem Tod
(30:11) Veterinärmedizin: Von der Männerdomäne zum Frauenberuf

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Haben Sie Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht via zeitblende@srf.ch

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In dieser Folge zu hören:

- Elvire Kunz, Nichte von Elsa Mühlethaler
- Elsa Mühlethaler, Originalaufnahmen zur Verfügung gestellt von Franziska Rogger
- Historikerin und Archivarin Franziska Rogger
- Fredy Knie Jr., ehemaliger Direktor des Zirkus Knie

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Buch:

Franziska Rogger, 2016: Kinder, Krieg und Karriere - Selbstbildnisse aus der Mitte des 20. Jahrhunderts

Bilder von Ringier in Privatbesitz, zur Verfügung gestellt von Elvire Kunz]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="78063937" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/06/Zeitblende-radio-8b452659-2983-4231-8377-e675d35f6600-1.mp3?d=ap&amp;assetId=8b452659-2983-4231-8377-e675d35f6600"/></item><item><guid isPermaLink="false">963a8008-f21d-470d-9050-a8a793b32fa5</guid><title>Ein Tal im Umbruch - Das Sanatorio del Gottardo und die Leventina</title><itunes:title>Ein Tal im Umbruch - Das Sanatorio del Gottardo und die Leventina</itunes:title><pubDate>Sat, 01 Jun 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1552</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im 19. Jahrhundert pulsierte im Tessiner Hauptort Faido das Leben. Die Mailänder Elite machte hier Ferien. Es wurden schicke Jugendstilhotels gebaut. Etwas weiter oben im Tal beherbergte das Sanatorio del Gottardo viele Tuberkulosekranke. Heute steht  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im 19. Jahrhundert pulsierte im Tessiner Hauptort Faido das Leben. Die Mailänder Elite machte hier Ferien. Es wurden schicke Jugendstilhotels gebaut. Etwas weiter oben im Tal beherbergte das Sanatorio del Gottardo viele Tuberkulosekranke. Heute steht das Sanatorium und die Hotels leer.

Der 81- jährige Zeitzeuge Flavio Tonella hat seine Kindheit im Sanatorium verbracht. Wenn er sich daran erinnert, wie er als Knabe unter die Betten der Tuberkulosekranken kroch, um der Strafe des Vaters zu entgehen, muss er lachen. Nicht ums Lachen zumute ist ihm, wenn er durch die heutigen verlotterten Gänge des Sanatoriums geht. Vandalen haben gewütet. Der grosse Jugendstilbau hat sich in der Szene einen Namen gemacht als Spukhaus. Tonella bedauert, dass es der Kanton Tessin nicht geschafft hat, das Haus mit neuem Leben zu füllen.
Das Sanatorium ist Sinnbild eines Tales, das die Glanzzeiten hinter sich hat. Unten im Tal, bei Bodio, steht das gesellschaftliche Leben gleichsam still, seit die Stahlfabrik Monteforno geschlossen hat. Viele Menschen, die heute in der Leventina arbeiten, fahren abends auf der Autobahn heim in die städtischen Agglomerationen nach Bellinzona oder Lugano. Dennoch geht ein Ruck durchs Tal.
Junge Gemeindepräsidenten wollen nach vorne schauen. Sie suchen nach Strategien, um neue Bewohner und Bewohnerinnen anzulocken. Sie wollen selbst aktiv werden und nicht abhängig sein von auswärtigen Investoren. Ein solcher ist 2016 in Piotta aufgetaucht. Der kasachische Geschäftsmann hat das Sanatorium gekauft, um daraus eine internationale Sportschule zu machen. Bagger sind bisher keine aufgefahren.


Gäste in der «Zeitblende»

    * Flavio Tonella, Zeitzeuge, Sohn des ehemaligen Klinikdirektors
    * Fabrizio Viscontini, Historiker
    * Marco Costi, ehemalige Gemeindepräsident von Bodio
    * Stefano Imelli, Gemeindepräsident von Bodio

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im 19. Jahrhundert pulsierte im Tessiner Hauptort Faido das Leben. Die Mailänder Elite machte hier Ferien. Es wurden schicke Jugendstilhotels gebaut. Etwas weiter oben im Tal beherbergte das Sanatorio del Gottardo viele Tuberkulosekranke. Heute steht das Sanatorium und die Hotels leer.

Der 81- jährige Zeitzeuge Flavio Tonella hat seine Kindheit im Sanatorium verbracht. Wenn er sich daran erinnert, wie er als Knabe unter die Betten der Tuberkulosekranken kroch, um der Strafe des Vaters zu entgehen, muss er lachen. Nicht ums Lachen zumute ist ihm, wenn er durch die heutigen verlotterten Gänge des Sanatoriums geht. Vandalen haben gewütet. Der grosse Jugendstilbau hat sich in der Szene einen Namen gemacht als Spukhaus. Tonella bedauert, dass es der Kanton Tessin nicht geschafft hat, das Haus mit neuem Leben zu füllen.
Das Sanatorium ist Sinnbild eines Tales, das die Glanzzeiten hinter sich hat. Unten im Tal, bei Bodio, steht das gesellschaftliche Leben gleichsam still, seit die Stahlfabrik Monteforno geschlossen hat. Viele Menschen, die heute in der Leventina arbeiten, fahren abends auf der Autobahn heim in die städtischen Agglomerationen nach Bellinzona oder Lugano. Dennoch geht ein Ruck durchs Tal.
Junge Gemeindepräsidenten wollen nach vorne schauen. Sie suchen nach Strategien, um neue Bewohner und Bewohnerinnen anzulocken. Sie wollen selbst aktiv werden und nicht abhängig sein von auswärtigen Investoren. Ein solcher ist 2016 in Piotta aufgetaucht. Der kasachische Geschäftsmann hat das Sanatorium gekauft, um daraus eine internationale Sportschule zu machen. Bagger sind bisher keine aufgefahren.


Gäste in der «Zeitblende»

    * Flavio Tonella, Zeitzeuge, Sohn des ehemaligen Klinikdirektors
    * Fabrizio Viscontini, Historiker
    * Marco Costi, ehemalige Gemeindepräsident von Bodio
    * Stefano Imelli, Gemeindepräsident von Bodio

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37360515" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/05/Zeitblende-radio-963a8008-f21d-470d-9050-a8a793b32fa5-1.mp3?d=ap&amp;assetId=963a8008-f21d-470d-9050-a8a793b32fa5"/></item><item><guid isPermaLink="false">6ee2f125-0101-43d4-a186-4c885aba181d</guid><title>Nazi-Stein in Chur #3: Eine unliebsame Vergangenheit</title><itunes:title>Nazi-Stein in Chur #3: Eine unliebsame Vergangenheit</itunes:title><pubDate>Fri, 17 May 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1743</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der politische Wille zur Aufklärung war gross. Vor einem Jahr machte SRF publik, dass auf einem Friedhof in Chur ein Denkmal der Nationalsozialisten steht. Doch jetzt sorgt der Umgang mit der Geschichte des Nazi-Steins für eine Kontroverse. Was passie ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der politische Wille zur Aufklärung war gross. Vor einem Jahr machte SRF publik, dass auf einem Friedhof in Chur ein Denkmal der Nationalsozialisten steht. Doch jetzt sorgt der Umgang mit der Geschichte des Nazi-Steins für eine Kontroverse. Was passiert, wenn die Vergangenheit zum Politikum wird?

Zuerst lehnte das Stadt-Parlament eine historische Aufarbeitung der Geschichte des Denkmals ab, jetzt soll auf dem Friedhof eine laut Fachleuten lückenhafte Informationstafel über das Monument informieren, zeigen neue Recherchen von SRF.

Wie konnte es dazu kommen? Das erzählt die aktuelle SRF-«Zeitblende». Experten und Politiker:innen kritisieren die Informationstafel: Sie bagatellisiere den nationalsozialistischen Kontext des Denkmals und blende die Rolle der damaligen Stadtbehörden aus. Die Stadt rechtfertigt sich, die Tafel sei von etablierten Historikern erstellt worden – man wolle sich nicht einmischen.

Im Mittelpunkt dieser Zeitblende steht Mitte-Politiker Tino Schneider, der sich auf kommunaler und kantonaler Ebene um bessere Aufklärung bemüht, damit aber in Chur letztlich scheitert.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Tino Schneider (Mitte), Mitglied Stadtparlament Chur / Grosser Rat Kanton Graubünden
    * Martin Bucher, Historiker
    * Andreas Koop, Informationsdesigner
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur (FDP)

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Koop, Andreas: NSCI. Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945, Mainz 2017.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Der Nazi-Stein und die Churer Politik:

    * Auftrag Tino Schneider betr. Aufarbeitung der Geschichte des Gedenksteins für deutsche internierte Soldaten auf dem Friedhof Daleu vom 2. Februar 2023, https://www.chur.ch/politbusiness/1782236
    * Botschaft zum Auftrag Tino Schneider (Inhalt der Informationstafel) vom 12. März 2023, https://www.chur.ch/_docn/5034598/06_Botschaft_zum_Auftrag_Tino_Schneider_und_Mitunterzeichnende_betreffend_Aufarbeitung_der_Geschichte_des_Gedenksteins_fuer_deutsche_internierte_Soldaten_auf_dem_Friedhof_Daleu.pdf]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der politische Wille zur Aufklärung war gross. Vor einem Jahr machte SRF publik, dass auf einem Friedhof in Chur ein Denkmal der Nationalsozialisten steht. Doch jetzt sorgt der Umgang mit der Geschichte des Nazi-Steins für eine Kontroverse. Was passiert, wenn die Vergangenheit zum Politikum wird?

Zuerst lehnte das Stadt-Parlament eine historische Aufarbeitung der Geschichte des Denkmals ab, jetzt soll auf dem Friedhof eine laut Fachleuten lückenhafte Informationstafel über das Monument informieren, zeigen neue Recherchen von SRF.

Wie konnte es dazu kommen? Das erzählt die aktuelle SRF-«Zeitblende». Experten und Politiker:innen kritisieren die Informationstafel: Sie bagatellisiere den nationalsozialistischen Kontext des Denkmals und blende die Rolle der damaligen Stadtbehörden aus. Die Stadt rechtfertigt sich, die Tafel sei von etablierten Historikern erstellt worden – man wolle sich nicht einmischen.

Im Mittelpunkt dieser Zeitblende steht Mitte-Politiker Tino Schneider, der sich auf kommunaler und kantonaler Ebene um bessere Aufklärung bemüht, damit aber in Chur letztlich scheitert.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Tino Schneider (Mitte), Mitglied Stadtparlament Chur / Grosser Rat Kanton Graubünden
    * Martin Bucher, Historiker
    * Andreas Koop, Informationsdesigner
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur (FDP)

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Koop, Andreas: NSCI. Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945, Mainz 2017.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Der Nazi-Stein und die Churer Politik:

    * Auftrag Tino Schneider betr. Aufarbeitung der Geschichte des Gedenksteins für deutsche internierte Soldaten auf dem Friedhof Daleu vom 2. Februar 2023, https://www.chur.ch/politbusiness/1782236
    * Botschaft zum Auftrag Tino Schneider (Inhalt der Informationstafel) vom 12. März 2023, https://www.chur.ch/_docn/5034598/06_Botschaft_zum_Auftrag_Tino_Schneider_und_Mitunterzeichnende_betreffend_Aufarbeitung_der_Geschichte_des_Gedenksteins_fuer_deutsche_internierte_Soldaten_auf_dem_Friedhof_Daleu.pdf]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="41944886" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/05/Zeitblende-radio-6ee2f125-0101-43d4-a186-4c885aba181d-1.mp3?d=ap&amp;assetId=6ee2f125-0101-43d4-a186-4c885aba181d"/></item><item><guid isPermaLink="false">7e1f67fd-39ad-4470-83d4-70df66af952b</guid><title>Nazi-Stein in Chur #2: Sprengen oder erhalten? (Wdh. 2023)</title><itunes:title>Nazi-Stein in Chur #2: Sprengen oder erhalten? (Wdh. 2023)</itunes:title><pubDate>Fri, 17 May 2024 10:02:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1677</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialiste ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialisten in den 30er-Jahren? (Wiederholung Februar 2023)

In Teil 2 geht es um den Weckruf eines Churer SP-Nationalrats, um das Zürcher Hallenstadion voll mit Hakenkreuzen und um einen irritierten Churer Stadtpräsidenten, der jetzt ein Problem hat.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Wir wiederholen diese Episode aus dem Januar 2023 - denn über ein Jahr später, im Mai 2024, erschien Folge 3.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></itunes:summary><description><![CDATA[Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialisten in den 30er-Jahren? (Wiederholung Februar 2023)

In Teil 2 geht es um den Weckruf eines Churer SP-Nationalrats, um das Zürcher Hallenstadion voll mit Hakenkreuzen und um einen irritierten Churer Stadtpräsidenten, der jetzt ein Problem hat.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Wir wiederholen diese Episode aus dem Januar 2023 - denn über ein Jahr später, im Mai 2024, erschien Folge 3.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="40309169" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/05/Zeitblende-radio-7e1f67fd-39ad-4470-83d4-70df66af952b-1.mp3?d=ap&amp;assetId=7e1f67fd-39ad-4470-83d4-70df66af952b"/></item><item><guid isPermaLink="false">c80cf948-930a-4c3b-85b0-6a1679865eb7</guid><title>Nazi-Stein in Chur #1: Vermoost und vergessen (Wdh. 2023)</title><itunes:title>Nazi-Stein in Chur #1: Vermoost und vergessen (Wdh. 2023)</itunes:title><pubDate>Fri, 17 May 2024 10:01:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1577</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten We ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten Weltkriegs? (Wiederholung Januar 2023)

In Teil 1 geht es um angebliche Helden, handfeste politische Ziele, um einen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und eine mögliche Geheimkammer im Denkmal.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Wir wiederholen diese Episode aus dem Januar 2023 - denn über ein Jahr später, im Mai 2024, erschien Folge 3.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten Weltkriegs? (Wiederholung Januar 2023)

In Teil 1 geht es um angebliche Helden, handfeste politische Ziele, um einen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und eine mögliche Geheimkammer im Denkmal.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Wir wiederholen diese Episode aus dem Januar 2023 - denn über ein Jahr später, im Mai 2024, erschien Folge 3.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
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Im Sommer 1792 kommt der französische König Louis XVI. unter Druck. Im Zuge der französischen Revolution beantragt die Nationalversammlung seine Absetzung. Seine französische Garde hat sich schon zu Beginn der Revolution mit dem Volk verbündet. Zu seinem Schutz bleiben ihm etwa 1500 Schweizer Gardisten. Hunderte von ihnen werden bei einem Aufstand vom Volk überrannt und getötet. An dieses Ereignis erinnert das Löwendenkmal in Luzern.

Kopf und Motor hinter dem Denkmal war Carl Pfyffer, ein Vertreter der alten Ordnung und der Aristokratie. Er gehörte einer Familie an, für die Kriegsdienste ein Geschäft waren, mit dem sich Reichtum anhäufen liess. Dieses Militärunternehmertum geht mit dem Tod der Schweizer Söldner zu Ende. Auch dafür steht das Löwendenkmal.

Und es steht für den neu aufkommenden Tourismus in Luzern. Von Beginn weg wird das Denkmal als Sehenswürdigkeit vermarktet und lockt Touristen an. Bis heute. Aktuell besuchen jedes Jahr Hundertausende das Denkmal und machen ein Selfie mit dem Löwen. Deshalb sagt der Luzerner Historiker Jürg Stadelmann in dieser Zeitblende: «Das Löwendenkmal war schon immer ein Ort des Histotainment, ein Ort also, an dem mit Geschichte unterhalten wird.» 

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch

Gesprächspartner:

    * Claudia Hermann, Kunsthistorikern
    * Jürg Stadelmann, Historiker

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

    * «In die Höhle des Löwen – 200 Jahre Löwendenkmal Luzern», Verlag Pro Libro Luzern]]></itunes:summary><description><![CDATA[Das Löwendenkmal erinnert an das Massaker an Schweizer Gardisten von 1792 in Paris. Auch Carl Pfyffer war einer der Gardisten. Sein Glück: Er war in den Ferien. Traumatisiert von den Ereignissen entschloss er sich, den Getöteten ein Denkmal zu setzen.

Im Sommer 1792 kommt der französische König Louis XVI. unter Druck. Im Zuge der französischen Revolution beantragt die Nationalversammlung seine Absetzung. Seine französische Garde hat sich schon zu Beginn der Revolution mit dem Volk verbündet. Zu seinem Schutz bleiben ihm etwa 1500 Schweizer Gardisten. Hunderte von ihnen werden bei einem Aufstand vom Volk überrannt und getötet. An dieses Ereignis erinnert das Löwendenkmal in Luzern.

Kopf und Motor hinter dem Denkmal war Carl Pfyffer, ein Vertreter der alten Ordnung und der Aristokratie. Er gehörte einer Familie an, für die Kriegsdienste ein Geschäft waren, mit dem sich Reichtum anhäufen liess. Dieses Militärunternehmertum geht mit dem Tod der Schweizer Söldner zu Ende. Auch dafür steht das Löwendenkmal.

Und es steht für den neu aufkommenden Tourismus in Luzern. Von Beginn weg wird das Denkmal als Sehenswürdigkeit vermarktet und lockt Touristen an. Bis heute. Aktuell besuchen jedes Jahr Hundertausende das Denkmal und machen ein Selfie mit dem Löwen. Deshalb sagt der Luzerner Historiker Jürg Stadelmann in dieser Zeitblende: «Das Löwendenkmal war schon immer ein Ort des Histotainment, ein Ort also, an dem mit Geschichte unterhalten wird.» 

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch

Gesprächspartner:

    * Claudia Hermann, Kunsthistorikern
    * Jürg Stadelmann, Historiker

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

    * «In die Höhle des Löwen – 200 Jahre Löwendenkmal Luzern», Verlag Pro Libro Luzern]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37222812" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/05/Zeitblende-radio-6c61dabc-59d0-422a-b1d2-120611a746fb-1.mp3?d=ap&amp;assetId=6c61dabc-59d0-422a-b1d2-120611a746fb"/></item><item><guid isPermaLink="false">1077b14c-5177-4b4d-8e37-cb79886ae671</guid><title>Kein Frieden ohne Frauen – Clara Ragaz' feministischer Pazifismus</title><itunes:title>Kein Frieden ohne Frauen – Clara Ragaz' feministischer Pazifismus</itunes:title><pubDate>Sat, 20 Apr 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1397</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Sie organisierte die Frauen-Friedenskonferenz 1919 in Zürich nach dem ersten Weltkrieg, weil Frauen an der Friedenskonferenz von Versailles nicht zugelassen waren. Die Teilnehmerinnen forderten die sofortige Abrüstung und ihre eigene politische Gleich ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Sie organisierte die Frauen-Friedenskonferenz 1919 in Zürich nach dem ersten Weltkrieg, weil Frauen an der Friedenskonferenz von Versailles nicht zugelassen waren. Die Teilnehmerinnen forderten die sofortige Abrüstung und ihre eigene politische Gleichberechtigung.

Wer war Clara Ragaz-Nadig? Warum kann aus ihrer Sicht Frieden nur dauerhaft sein, wenn Frauen beteiligt sein? Und, warum ist die feministische Friedensbewegung heute wenig wahrnehmbar? Diesen Fragen geht die «Zeitblende» nach im Gespräch mit der Historikerin Nathalie Grunder und der Sozial-Anthropologin und Pazifistin Annemarie Sancar.

«Clara Ragaz-Nadig war überzeugt, dass nachhaltiger Frieden nur möglich sei, wenn die Frauen miteinbezogen würden» erklärt Historikerin Nathalie Grunder, die an der Universität Bern eine Dissertation zur internationalen Frauenfriedensbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schreibt. So hat die Frau, die mit dem bekannten Theologen Leonhard Ragaz verheiratet war, den Kampf für die Gleichberechtigung der Frau mit jenem für Frieden verbunden. Clara Ragaz-Nadig sei überzeugt gewesen, dass das kapitalistische System überwunden werden müsse, um der Logik von Aufrüstung und Krieg zu entkommen, meint die Sozial-Anthropologin Annemarie Sancar, die selbst aktiv ist in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF).

Noch heute ist Clara Ragaz-Nadig für Menschen, die sich für Frauenrechte und Frieden einsetzen eine Inspiration. Zu ihrem 150. Geburtstag wird sie von ihren Nachfolgerinnen gefeiert und ihr «Erbe» intensiv diskutiert.

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch.

Gesprächspartnerinnen: Nathalie Grunder, Historikerin & Annemarie Sancar, Sozial-Anthropologin und Mitglied der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF)]]></itunes:summary><description><![CDATA[Sie organisierte die Frauen-Friedenskonferenz 1919 in Zürich nach dem ersten Weltkrieg, weil Frauen an der Friedenskonferenz von Versailles nicht zugelassen waren. Die Teilnehmerinnen forderten die sofortige Abrüstung und ihre eigene politische Gleichberechtigung.

Wer war Clara Ragaz-Nadig? Warum kann aus ihrer Sicht Frieden nur dauerhaft sein, wenn Frauen beteiligt sein? Und, warum ist die feministische Friedensbewegung heute wenig wahrnehmbar? Diesen Fragen geht die «Zeitblende» nach im Gespräch mit der Historikerin Nathalie Grunder und der Sozial-Anthropologin und Pazifistin Annemarie Sancar.

«Clara Ragaz-Nadig war überzeugt, dass nachhaltiger Frieden nur möglich sei, wenn die Frauen miteinbezogen würden» erklärt Historikerin Nathalie Grunder, die an der Universität Bern eine Dissertation zur internationalen Frauenfriedensbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schreibt. So hat die Frau, die mit dem bekannten Theologen Leonhard Ragaz verheiratet war, den Kampf für die Gleichberechtigung der Frau mit jenem für Frieden verbunden. Clara Ragaz-Nadig sei überzeugt gewesen, dass das kapitalistische System überwunden werden müsse, um der Logik von Aufrüstung und Krieg zu entkommen, meint die Sozial-Anthropologin Annemarie Sancar, die selbst aktiv ist in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF).

Noch heute ist Clara Ragaz-Nadig für Menschen, die sich für Frauenrechte und Frieden einsetzen eine Inspiration. Zu ihrem 150. Geburtstag wird sie von ihren Nachfolgerinnen gefeiert und ihr «Erbe» intensiv diskutiert.

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch.

Gesprächspartnerinnen: Nathalie Grunder, Historikerin & Annemarie Sancar, Sozial-Anthropologin und Mitglied der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF)]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="22423725" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/04/Zeitblende-radio-1077b14c-5177-4b4d-8e37-cb79886ae671-3.mp3?d=ap&amp;assetId=1077b14c-5177-4b4d-8e37-cb79886ae671"/></item><item><guid isPermaLink="false">07ef3972-0107-41c7-9814-3dcc650c975e</guid><title>Saccharinschmuggel: Ein weisses Pulver sorgt für Aufregung</title><itunes:title>Saccharinschmuggel: Ein weisses Pulver sorgt für Aufregung</itunes:title><pubDate>Sat, 06 Apr 2024 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1925</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Anfang des 20. Jahrhunderts gerät ein Basler Polizist ins Visier der Justiz. Ihm wird vorgeworfen, den künstlichen Süssstoff Saccharin über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln. Auf den Spuren eines bittersüssen Kriminalfalls.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Anfang des 20. Jahrhunderts gerät ein Basler Polizist ins Visier der Justiz. Ihm wird vorgeworfen, den künstlichen Süssstoff Saccharin über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln. Auf den Spuren eines bittersüssen Kriminalfalls.

Nicht Drogen waren der Fokus von Schweizer Schmugglern um die Jahrhundertwende, sondern der künstliche Süssstoff Saccharin. Er ist zu dieser Zeit in fast ganz Europa verboten, nicht aber in der Schweiz. Viele ärmere Menschen versuchten ihr Glück mit dem Saccharin-Schmuggel – auch ein Basler Polizist?

Im April 1912 erhält der Basler Polizist Adolf Schuppisser eine brisante Mitteilung: Gegen ihn liegt ein deutscher Haftbefehl vor. Ihm wird vorgeworfen, Saccharin über die Grenze zu schmuggeln. Er wird umgehend suspendiert. Ist ausgerechnet Landjäger Schuppisser einer von Hunderten Personen, die Saccharin illegal aus der Schweiz bringen?

Schuppisser beteuert in zahlreichen überlieferten Briefen seine Unschuld. Er lässt die Vorwürfe nicht auf sich sitzen und geht den Weg durch die Instanzen. Was kommt dabei raus? Die Zeitblende zeichnet den Kampf des Basler Polizisten um seine Existenz nach und wartet mit unerwarteten Wendungen auf.

Die Zeitblende beleuchtet, wie Saccharin überhaupt zur beliebten Schmuggelware wurde, welche wirtschaftlichen Folgen der Saccharinschmuggel hatte, wie er die Schweiz international in Bedrängnis brachte und wie der Schmuggel ablief. Dabei gab es viele mögliche Methoden, nicht zuletzt jene des Schmugglerpaars aus der Zeitschrift Nebelspalter, das das Saccharin unter seiner Kleidung über die Grenze zu bringen versuchte.

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch.

Gesprächspartner: Marco Polli, Historiker
Themeninput: Manuel Haldi, Recherche & Archive SRF

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

Administrativ-Akten des Polizeidepartements Kanton Basel-Stadt in Sachen Schuppisser-Schwarz, Adolf, betreffend Saccharinschmuggels. Handel und Gewerbe, BB 20.

Merki, Christoph Maria: Die Zürich Connection: Saccharinschmuggel vor dem Ersten Weltkrieg. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, Bd. 89 (1993), S.185-200.

Merki, Christoph Maria: Zucker gegen Saccharin. Zur Geschichte der künstlichen Süssstoffe. Frankfurt, 1993.

Polli, Marco: Zollpolitik und illegaler Handel. Schmuggel im Tessin 1868-1894. Soziale, wirtschaftliche und zwischenstaatliche Aspekte. Zürich, 1989.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Anfang des 20. Jahrhunderts gerät ein Basler Polizist ins Visier der Justiz. Ihm wird vorgeworfen, den künstlichen Süssstoff Saccharin über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln. Auf den Spuren eines bittersüssen Kriminalfalls.

Nicht Drogen waren der Fokus von Schweizer Schmugglern um die Jahrhundertwende, sondern der künstliche Süssstoff Saccharin. Er ist zu dieser Zeit in fast ganz Europa verboten, nicht aber in der Schweiz. Viele ärmere Menschen versuchten ihr Glück mit dem Saccharin-Schmuggel – auch ein Basler Polizist?

Im April 1912 erhält der Basler Polizist Adolf Schuppisser eine brisante Mitteilung: Gegen ihn liegt ein deutscher Haftbefehl vor. Ihm wird vorgeworfen, Saccharin über die Grenze zu schmuggeln. Er wird umgehend suspendiert. Ist ausgerechnet Landjäger Schuppisser einer von Hunderten Personen, die Saccharin illegal aus der Schweiz bringen?

Schuppisser beteuert in zahlreichen überlieferten Briefen seine Unschuld. Er lässt die Vorwürfe nicht auf sich sitzen und geht den Weg durch die Instanzen. Was kommt dabei raus? Die Zeitblende zeichnet den Kampf des Basler Polizisten um seine Existenz nach und wartet mit unerwarteten Wendungen auf.

Die Zeitblende beleuchtet, wie Saccharin überhaupt zur beliebten Schmuggelware wurde, welche wirtschaftlichen Folgen der Saccharinschmuggel hatte, wie er die Schweiz international in Bedrängnis brachte und wie der Schmuggel ablief. Dabei gab es viele mögliche Methoden, nicht zuletzt jene des Schmugglerpaars aus der Zeitschrift Nebelspalter, das das Saccharin unter seiner Kleidung über die Grenze zu bringen versuchte.

Feedback, Fragen oder Wünsche bitte an zeitblende@srf.ch.

Gesprächspartner: Marco Polli, Historiker
Themeninput: Manuel Haldi, Recherche & Archive SRF

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

Administrativ-Akten des Polizeidepartements Kanton Basel-Stadt in Sachen Schuppisser-Schwarz, Adolf, betreffend Saccharinschmuggels. Handel und Gewerbe, BB 20.

Merki, Christoph Maria: Die Zürich Connection: Saccharinschmuggel vor dem Ersten Weltkrieg. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, Bd. 89 (1993), S.185-200.

Merki, Christoph Maria: Zucker gegen Saccharin. Zur Geschichte der künstlichen Süssstoffe. Frankfurt, 1993.

Polli, Marco: Zollpolitik und illegaler Handel. Schmuggel im Tessin 1868-1894. Soziale, wirtschaftliche und zwischenstaatliche Aspekte. Zürich, 1989.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="46251922" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/04/Zeitblende-radio-07ef3972-0107-41c7-9814-3dcc650c975e-1.mp3?d=ap&amp;assetId=07ef3972-0107-41c7-9814-3dcc650c975e"/></item><item><guid isPermaLink="false">17179b6b-7ad2-45b1-85ab-7d97590e804c</guid><title>Mina Hofstetter – eine Schweizer Bio-Pionierin</title><itunes:title>Mina Hofstetter – eine Schweizer Bio-Pionierin</itunes:title><pubDate>Sat, 23 Mar 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1684</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mina Hofstetter ist eine Pionierin des Biolandbaus und der viehlosen Landwirtschaft. Sie wird in den 1920er Jahren zur Veganerin und verkauft ihre Kühe. In Kursen vermittelt sie ihre Anbaumethoden, empfängt Gäste aus der ganzen Welt. Die Geschichte ei ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mina Hofstetter ist eine Pionierin des Biolandbaus und der viehlosen Landwirtschaft. Sie wird in den 1920er Jahren zur Veganerin und verkauft ihre Kühe. In Kursen vermittelt sie ihre Anbaumethoden, empfängt Gäste aus der ganzen Welt. Die Geschichte einer engagierten Frau, die lange vergessen wurde.

Mina Hofstetter hat mit ihrem Wirken den Biolandbau geprägt. Die Frau, die wegen ihrer schlechten Gesundheit zu einer veganen Ernährung wechselt und ihre Milchkühe verkauft, steht für vieles, was in der biologischen Landwirtschaft auch heute noch zentral ist.

Auf ihrem viehlosen Hof am Greifensee widmet sie sich voll und ganz dem Ackerbau, probiert neue Methoden aus, entwickelt ihr eigenes Anbausystem. Eine schonende Bodenbearbeitung ist ihr wichtig, denn: «Gesunder Boden gleich gesunde Pflanzen gleich gesunder Mensch».

Mina Hofstetter ist aber mehr als eine Biobäuerin. Sie forscht und schreibt, empfängt in ihren Kursen Gäste aus der ganzen Welt. Ihr Hof am Greifensee wird zum Treffpunkt für Menschen, die zurück zur Natur finden wollen. Sie engagiert sich auch für Frauenrechte.

Die Zeitblende auf den Spuren einer aussergewöhnlichen Frau.
Feedback, Fragen oder Wünsche: zeitblende@srf.ch. Wir freuen uns und danken fürs Weiterempfehlen dieses Podcasts.

Gesprächspartner, -partnerinnen:

    * Peter Moser, Leiter des Archivs für Agrargeschichte in Bern.
    * Annette Schär, Buchautorin und Kommunikationsberaterin.
    * Judith Aebli und Daniel Liechti, das heutige Besitzerpaar des Hofes in der Stuhlen.

Literatur:

    * Hofstetter Mina (1942): Neues Bauerntum, altes Bauernwissen, Naturgesetzlicher Land- und Gartenbau. Zürich und Leipzig: Verlag Gropengriesser und Wegweiserverlag.
    * Hofstetter-Lehner Mina (1931): Viehlose Landwirtschaft. In: Tau, Monatsblätter für Verinnnerlichung und Selbstgestaltung. Heft 87/88. Hrsg. Werner Zimmermann.
    * Moser Peter Hrsg. (2024): Mina Hofstetter: eine ökofeministische Pionierin des biologischen Landbaus. Texte und Korrespondenz. München: Oekom Verlag.
    * Moser Peter/Wirz Claudia/Kaufmann Andréa (2016): Drucken Backen Forschen: Pionierinnen der modernen Schweiz. Zürich: Verein für wirtschaftshistorische Studien.
    * Intveen Heide/Schmitt Mathilde/Spieker Ira (2021): Passion und Profession: Pionierinnen des ökologischen Landbaus. München: Ökom Verlag.
    * Schär, Annette (erscheint im April/Mai 2024): Greifensee-Geschichten: Historisches aus der Region. Zürich: Th. Gut Verlag.

Links:

    * srf.ch/zeitblende
    * https://www.bioterra.ch/mina-hofstetter-rebellische-grenzgaengerin
    * https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/recherche/r-monat/hofstetter-mina.html7
    * https://www.youtube.com/watch?v=ssS0FfHdaQk]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mina Hofstetter ist eine Pionierin des Biolandbaus und der viehlosen Landwirtschaft. Sie wird in den 1920er Jahren zur Veganerin und verkauft ihre Kühe. In Kursen vermittelt sie ihre Anbaumethoden, empfängt Gäste aus der ganzen Welt. Die Geschichte einer engagierten Frau, die lange vergessen wurde.

Mina Hofstetter hat mit ihrem Wirken den Biolandbau geprägt. Die Frau, die wegen ihrer schlechten Gesundheit zu einer veganen Ernährung wechselt und ihre Milchkühe verkauft, steht für vieles, was in der biologischen Landwirtschaft auch heute noch zentral ist.

Auf ihrem viehlosen Hof am Greifensee widmet sie sich voll und ganz dem Ackerbau, probiert neue Methoden aus, entwickelt ihr eigenes Anbausystem. Eine schonende Bodenbearbeitung ist ihr wichtig, denn: «Gesunder Boden gleich gesunde Pflanzen gleich gesunder Mensch».

Mina Hofstetter ist aber mehr als eine Biobäuerin. Sie forscht und schreibt, empfängt in ihren Kursen Gäste aus der ganzen Welt. Ihr Hof am Greifensee wird zum Treffpunkt für Menschen, die zurück zur Natur finden wollen. Sie engagiert sich auch für Frauenrechte.

Die Zeitblende auf den Spuren einer aussergewöhnlichen Frau.
Feedback, Fragen oder Wünsche: zeitblende@srf.ch. Wir freuen uns und danken fürs Weiterempfehlen dieses Podcasts.

Gesprächspartner, -partnerinnen:

    * Peter Moser, Leiter des Archivs für Agrargeschichte in Bern.
    * Annette Schär, Buchautorin und Kommunikationsberaterin.
    * Judith Aebli und Daniel Liechti, das heutige Besitzerpaar des Hofes in der Stuhlen.

Literatur:

    * Hofstetter Mina (1942): Neues Bauerntum, altes Bauernwissen, Naturgesetzlicher Land- und Gartenbau. Zürich und Leipzig: Verlag Gropengriesser und Wegweiserverlag.
    * Hofstetter-Lehner Mina (1931): Viehlose Landwirtschaft. In: Tau, Monatsblätter für Verinnnerlichung und Selbstgestaltung. Heft 87/88. Hrsg. Werner Zimmermann.
    * Moser Peter Hrsg. (2024): Mina Hofstetter: eine ökofeministische Pionierin des biologischen Landbaus. Texte und Korrespondenz. München: Oekom Verlag.
    * Moser Peter/Wirz Claudia/Kaufmann Andréa (2016): Drucken Backen Forschen: Pionierinnen der modernen Schweiz. Zürich: Verein für wirtschaftshistorische Studien.
    * Intveen Heide/Schmitt Mathilde/Spieker Ira (2021): Passion und Profession: Pionierinnen des ökologischen Landbaus. München: Ökom Verlag.
    * Schär, Annette (erscheint im April/Mai 2024): Greifensee-Geschichten: Historisches aus der Region. Zürich: Th. Gut Verlag.

Links:

    * srf.ch/zeitblende
    * https://www.bioterra.ch/mina-hofstetter-rebellische-grenzgaengerin
    * https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/recherche/r-monat/hofstetter-mina.html7
    * https://www.youtube.com/watch?v=ssS0FfHdaQk]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="40473463" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/03/Zeitblende-radio-17179b6b-7ad2-45b1-85ab-7d97590e804c-1.mp3?d=ap&amp;assetId=17179b6b-7ad2-45b1-85ab-7d97590e804c"/></item><item><guid isPermaLink="false">24ee72a6-858b-4e3e-bfdf-fc850e55b11b</guid><title>Was die Guggenheim-Museen mit einem Aargauer Dorf zu tun haben</title><itunes:title>Was die Guggenheim-Museen mit einem Aargauer Dorf zu tun haben</itunes:title><pubDate>Sat, 09 Mar 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1546</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Vom armengenössigen Witwer im Aargauer Surbtal bis zu den reichsten Familien der USA: Wer waren die Guggenheims? Die Zeitblende schildert den beispiellosen Aufstieg der Auswandererfamilie, bis zur Gründung der weltberühmten Guggenheim-Museen. </itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Vom armengenössigen Witwer im Aargauer Surbtal bis zu den reichsten Familien der USA: Wer waren die Guggenheims? Die Zeitblende schildert den beispiellosen Aufstieg der Auswandererfamilie, bis zur Gründung der weltberühmten Guggenheim-Museen. 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dürfen Jüdinnen und Juden in der Schweiz nur in zwei Aargauer Gemeinden leben, den damals sogenannten "Judendörfern", Lengnau und Endingen. Auch der Zugang zu vielen Berufen ist ihnen verwehrt, es gelten spezielle Bauvorschriften und zahlreiche weitere Schikanen. 

Die Folge ist oft Armut, auch für die Familie Guggenheim. Simon Guggenheim und sein Sohn Meyer wollen deshalb, gemeinsam mit der Familie, der Armut und den behördlichen Einschränkungen entfliehen. Sie wandern von aargauischen Lengnau in die USA aus.

Innerhalb von nur einer Generation steigen sie dort zu den reichsten Familien der USA auf. Und aus dem Reichtum finanziert die Familie die berühmte Kunstsammlung, mit welcher der Familienname mittlerweile untrennbar verknüpft ist.

Wir erzählen die Geschichte dieses beispiellosen Aufstiegs, die gleichzeitig auch eine Geschichte des jüdischen Lebens in der Schweiz ist. Mit Kulturpublizist Roy Oppenheim begeben wir uns in Lengnau auf Spurensuche und fragen auch, wie man dort heute auf die Geschichte der geteilten christlichen und jüdischen Vergangenheit blickt.

Oppenheim sagt: "Das Behalten der Erinnerung ist immer eine Frage der inneren Einstellung." Es gebe bis heute Menschen, die ihm nahelegten "doch einmal aufzuhören" mit dem Erzählen. Zu ärgerlich sei die Vergangenheit. Trotzdem erzählt und erklärt Oppenheim unermüdlich, auch in dieser Zeitblende. ]]></itunes:summary><description><![CDATA[Vom armengenössigen Witwer im Aargauer Surbtal bis zu den reichsten Familien der USA: Wer waren die Guggenheims? Die Zeitblende schildert den beispiellosen Aufstieg der Auswandererfamilie, bis zur Gründung der weltberühmten Guggenheim-Museen. 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dürfen Jüdinnen und Juden in der Schweiz nur in zwei Aargauer Gemeinden leben, den damals sogenannten "Judendörfern", Lengnau und Endingen. Auch der Zugang zu vielen Berufen ist ihnen verwehrt, es gelten spezielle Bauvorschriften und zahlreiche weitere Schikanen. 

Die Folge ist oft Armut, auch für die Familie Guggenheim. Simon Guggenheim und sein Sohn Meyer wollen deshalb, gemeinsam mit der Familie, der Armut und den behördlichen Einschränkungen entfliehen. Sie wandern von aargauischen Lengnau in die USA aus.

Innerhalb von nur einer Generation steigen sie dort zu den reichsten Familien der USA auf. Und aus dem Reichtum finanziert die Familie die berühmte Kunstsammlung, mit welcher der Familienname mittlerweile untrennbar verknüpft ist.

Wir erzählen die Geschichte dieses beispiellosen Aufstiegs, die gleichzeitig auch eine Geschichte des jüdischen Lebens in der Schweiz ist. Mit Kulturpublizist Roy Oppenheim begeben wir uns in Lengnau auf Spurensuche und fragen auch, wie man dort heute auf die Geschichte der geteilten christlichen und jüdischen Vergangenheit blickt.

Oppenheim sagt: "Das Behalten der Erinnerung ist immer eine Frage der inneren Einstellung." Es gebe bis heute Menschen, die ihm nahelegten "doch einmal aufzuhören" mit dem Erzählen. Zu ärgerlich sei die Vergangenheit. Trotzdem erzählt und erklärt Oppenheim unermüdlich, auch in dieser Zeitblende. ]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="49541683" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/03/Zeitblende-radio-24ee72a6-858b-4e3e-bfdf-fc850e55b11b_1.mp3?d=ap&amp;assetId=24ee72a6-858b-4e3e-bfdf-fc850e55b11b"/></item><item><guid isPermaLink="false">d1595b2c-858a-418b-8118-b2d750d215ab</guid><title>Warum die Schweiz trotz Pionierarbeit keine Computernation wurde</title><itunes:title>Warum die Schweiz trotz Pionierarbeit keine Computernation wurde</itunes:title><pubDate>Sat, 24 Feb 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1590</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Schweiz spielt in den 50er-Jahren ganz vorne mit bei der Entwicklung des Computers. Der erste Schweizer Computer, die ERMETH der ETH Zürich, wird unter Professor Eduard Stiefel entwickelt, der damit Pionierarbeit leistete. Es ist der erste program ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Schweiz spielt in den 50er-Jahren ganz vorne mit bei der Entwicklung des Computers. Der erste Schweizer Computer, die ERMETH der ETH Zürich, wird unter Professor Eduard Stiefel entwickelt, der damit Pionierarbeit leistete. Es ist der erste programmierbare Rechner in Kontinentaleuropa.

Zunächst wird in der Schweiz ein Computer des deutschen Pioniers Konrad Zuse getestet: Die Zuse Z4. Im Krieg teilweise zerstört, restauriert sie Zuse in Zürich, wo sie dann mietweise einige Jahre im Hauptgebäude der ETH steht. Die Versuche mit der Z4 sind die Basis für den ersten Schweizer Computer, die ERMETH.

Die «Elektronische Rechenmaschine der ETH Zürich», wird in den 50er-Jahren entwickelt. Professor Eduard Stiefel, damaliger Leiter des 1949 gegründeten Instituts für angewandte Mathematik, schickt seine beiden Assistenten zu Forschungszwecken in die USA. Ambros Speiser und Ernst Rutishauser sollen Informationen sammeln, um zurück in der Schweiz den ersten helvetischen Computer zu bauen. 

1956 geht die ERMETH in Vollbetrieb. Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit, von wissenschaftlichen Berechnungen, mathematischen Problemen bis hin zu ganz praktischen Anwendungen in Bereichen der Statik.

Der amerikanische Computerhersteller IBM wird auf die Entwicklungen an der ETH aufmerksam und fängt an, Talente abzuwerben. Da die Schweizer Industrie offensichtlich das Potenzial der Rechenmaschinen nicht erkennt und die ETH ihre Kreationen nicht kommerzialisiert, bleibt die Schweiz rasch hinter grossen Computernationen, allen voran den USA, zurück. Die ERMETH wird im Jahr 1963 durch einen amerikanischen Computer ersetzt. 

Heute steht der erste Schweizer Computer im Museum für Kommunikation in Bern.

_

00:00 Intro
01:48 Anfänge in Deutschland
03:01 Ein deutscher Computer wird in die Schweiz geholt
05:10 In den 50ern gibt es weltweit kaum Computer
07:08 Der deutsche Computer Z4 im Einsatz in der Schweiz
09:32 Ein Schweizer Computer wird entwickelt
13:14 Die ERMETH geht in Betrieb
16:16 IBM wirbt Schweizer Talente ab
17:20 Warum die Schweiz nicht zur Computernation wurde
21:45 Angst vor Rechenmaschinen?
22:45 ERMETH-Entwickler blickt in die Zukunft
24:07 Das Ende der ERMETH
25:06 Schluss
_

Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf Nachrichten via zeitblende@srf.ch – und danken fürs Weiterempfehlen dieses Podcasts.

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Gesprächspartner:

    * Juri Jaquemet, Sammlungskurator für Informations- und Kommunikationstechnologien beim Museum für Kommunikation in Bern

Ausserdem in Archivaufnahmen zu hören:

    * Ambros Speiser (1922-2003), Technischer Leiter beim Bau der ERMETH, aus dem SRF-Archiv und dem Archiv des Museums für Kommunikation (ADOK_0016)
    * Werner Schneider (1935-2021), als Student Nachtoperateur der ERMETH, aus dem Archiv des Museums für Kommunikation (VDOK_00112)

_

Literatur:

    * Henger, Gregor (2008): Informatik in der Schweiz: Eine Erfolgsgeschichte verpasster Chancen. Zürich: NZZ Libro.
    * Museum für Kommunikation Bern (2001): Loading History - Computergeschichte(n) aus der Schweiz. Nr. 1. Zürich: Chronos Verlag.
    * Bruderer, Herbert (2020): Meilensteine der Rechentechnik. 3. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg.

_

Links:

    * srf.ch/zeitblende
    * https://blog.nationalmuseum.ch/2018/02/ermeth-computer-made-in-switzerland/
    * https://etheritage.ethz.ch/2020/10/05/bedienungsanleitung-des-legendaeren-computers-zuse-z4-entdeckt/
    * https://library.ethz.ch/standorte-und-medien/plattformen/kurzportraets/eduard-stiefel-1909-1978.html

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Autor: Silvan Zemp]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Schweiz spielt in den 50er-Jahren ganz vorne mit bei der Entwicklung des Computers. Der erste Schweizer Computer, die ERMETH der ETH Zürich, wird unter Professor Eduard Stiefel entwickelt, der damit Pionierarbeit leistete. Es ist der erste programmierbare Rechner in Kontinentaleuropa.

Zunächst wird in der Schweiz ein Computer des deutschen Pioniers Konrad Zuse getestet: Die Zuse Z4. Im Krieg teilweise zerstört, restauriert sie Zuse in Zürich, wo sie dann mietweise einige Jahre im Hauptgebäude der ETH steht. Die Versuche mit der Z4 sind die Basis für den ersten Schweizer Computer, die ERMETH.

Die «Elektronische Rechenmaschine der ETH Zürich», wird in den 50er-Jahren entwickelt. Professor Eduard Stiefel, damaliger Leiter des 1949 gegründeten Instituts für angewandte Mathematik, schickt seine beiden Assistenten zu Forschungszwecken in die USA. Ambros Speiser und Ernst Rutishauser sollen Informationen sammeln, um zurück in der Schweiz den ersten helvetischen Computer zu bauen. 

1956 geht die ERMETH in Vollbetrieb. Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit, von wissenschaftlichen Berechnungen, mathematischen Problemen bis hin zu ganz praktischen Anwendungen in Bereichen der Statik.

Der amerikanische Computerhersteller IBM wird auf die Entwicklungen an der ETH aufmerksam und fängt an, Talente abzuwerben. Da die Schweizer Industrie offensichtlich das Potenzial der Rechenmaschinen nicht erkennt und die ETH ihre Kreationen nicht kommerzialisiert, bleibt die Schweiz rasch hinter grossen Computernationen, allen voran den USA, zurück. Die ERMETH wird im Jahr 1963 durch einen amerikanischen Computer ersetzt. 

Heute steht der erste Schweizer Computer im Museum für Kommunikation in Bern.

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00:00 Intro
01:48 Anfänge in Deutschland
03:01 Ein deutscher Computer wird in die Schweiz geholt
05:10 In den 50ern gibt es weltweit kaum Computer
07:08 Der deutsche Computer Z4 im Einsatz in der Schweiz
09:32 Ein Schweizer Computer wird entwickelt
13:14 Die ERMETH geht in Betrieb
16:16 IBM wirbt Schweizer Talente ab
17:20 Warum die Schweiz nicht zur Computernation wurde
21:45 Angst vor Rechenmaschinen?
22:45 ERMETH-Entwickler blickt in die Zukunft
24:07 Das Ende der ERMETH
25:06 Schluss
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Gesprächspartner:

    * Juri Jaquemet, Sammlungskurator für Informations- und Kommunikationstechnologien beim Museum für Kommunikation in Bern

Ausserdem in Archivaufnahmen zu hören:

    * Ambros Speiser (1922-2003), Technischer Leiter beim Bau der ERMETH, aus dem SRF-Archiv und dem Archiv des Museums für Kommunikation (ADOK_0016)
    * Werner Schneider (1935-2021), als Student Nachtoperateur der ERMETH, aus dem Archiv des Museums für Kommunikation (VDOK_00112)

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Literatur:

    * Henger, Gregor (2008): Informatik in der Schweiz: Eine Erfolgsgeschichte verpasster Chancen. Zürich: NZZ Libro.
    * Museum für Kommunikation Bern (2001): Loading History - Computergeschichte(n) aus der Schweiz. Nr. 1. Zürich: Chronos Verlag.
    * Bruderer, Herbert (2020): Meilensteine der Rechentechnik. 3. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg.

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Links:

    * srf.ch/zeitblende
    * https://blog.nationalmuseum.ch/2018/02/ermeth-computer-made-in-switzerland/
    * https://etheritage.ethz.ch/2020/10/05/bedienungsanleitung-des-legendaeren-computers-zuse-z4-entdeckt/
    * https://library.ethz.ch/standorte-und-medien/plattformen/kurzportraets/eduard-stiefel-1909-1978.html

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Autor: Silvan Zemp]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="38232127" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/02/Zeitblende-radio-d1595b2c-858a-418b-8118-b2d750d215ab_1.mp3?d=ap&amp;assetId=d1595b2c-858a-418b-8118-b2d750d215ab"/></item><item><guid isPermaLink="false">92b758b2-e281-4c2c-93fb-42ff8c1de047</guid><title>Das schwerste Verbrechen Basels im 20. Jahrhundert: Ein Bankraub</title><itunes:title>Das schwerste Verbrechen Basels im 20. Jahrhundert: Ein Bankraub</itunes:title><pubDate>Sat, 10 Feb 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1866</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Fall der deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte zeigt exemplarisch, wie schwierig die Lage für junge Menschen nach dem Ersten Weltkrieg war.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Fall der deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte zeigt exemplarisch, wie schwierig die Lage für junge Menschen nach dem Ersten Weltkrieg war.

Am 5. Januar 1934 – also vor 90 Jahren – betreten zwei Unbekannte die Wever-Bank in Basel mit Pistolen. Und sie schiessen, bevor sie sich in der Kasse bedienen. Zwei Bankangestellte werden so schwer verletzt, sterben noch am gleichen Tag im Spital. Der Banküberfall dauert nur wenige Minuten, die Täter fliehen in einem blauen Ford mit schwarzem Verdeck.

In der «Zeitblende» wird die Geschichte der beiden deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte erzählt. Die beiden hielten die Region Basel tagelang in Atem, erschossen auf der Flucht drei Polizisten und nahmen sich am Schluss das Leben. Im Margarethenpark in Basel, umstellt von der Polizei, sahen die Bankräuber keinen anderen Ausweg mehr.

Dank Original-Polizeiakten und Zeugenaussagen aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt, ist die Geschichte des schwersten Verbrechens in Basel im 20. Jahrhundert bestens dokumentiert.

Zu den wichtigsten Zeugenaussagen gehört jene von Victoria «Dorly» Schupp. Die Schallplattenverkäuferin aus dem Basler Warenhaus Globus hat die beiden Deutschen im Dezember 1933 kennengelernt und viel Zeit mit ihnen verbracht, ohne ihre wahre Geschichte zu kennen. Als das Ganze auffliegt, verrät Dorly Schupp die Beiden an die Polizei.

«Man muss die Geschichte auch in der Zeit sehen: Das sind 15 Jahre nach dem ersten Weltkrieg, als ein einzelnes Menschenleben nach diesem mechanisierten Töten, millionenfach, nicht mehr gar so kostbar war», sagt der Schweizer Schriftsteller Alex Capus, der mit dem Roman «Fast ein bisschen Frühling» die Geschichte von Sandweg und Velte erzählt.

Die beiden Männer, 23 Jahre alt, arbeitslos, wollen weg aus Nazi-Deutschland. Ihr grosses Ziel: Indien. Aber im Europa der 30-er Jahre ist es alles andere als einfach für junge Menschen ihre Träume zu leben. Nach dem 1. Weltkrieg werden die Grenzen streng kontrolliert, es braucht Stempel, Formulare - und es braucht Geld. Was wiederum einer der Auslöser für den Banküberfall am 5. Januar 1934 in Basel war. 

Quellen/Literatur: - Capus, Alex (2002): Fast ein bisschen Fühling: Carl Hanser Verlag, Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt, Museum Laufental]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Fall der deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte zeigt exemplarisch, wie schwierig die Lage für junge Menschen nach dem Ersten Weltkrieg war.

Am 5. Januar 1934 – also vor 90 Jahren – betreten zwei Unbekannte die Wever-Bank in Basel mit Pistolen. Und sie schiessen, bevor sie sich in der Kasse bedienen. Zwei Bankangestellte werden so schwer verletzt, sterben noch am gleichen Tag im Spital. Der Banküberfall dauert nur wenige Minuten, die Täter fliehen in einem blauen Ford mit schwarzem Verdeck.

In der «Zeitblende» wird die Geschichte der beiden deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte erzählt. Die beiden hielten die Region Basel tagelang in Atem, erschossen auf der Flucht drei Polizisten und nahmen sich am Schluss das Leben. Im Margarethenpark in Basel, umstellt von der Polizei, sahen die Bankräuber keinen anderen Ausweg mehr.

Dank Original-Polizeiakten und Zeugenaussagen aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt, ist die Geschichte des schwersten Verbrechens in Basel im 20. Jahrhundert bestens dokumentiert.

Zu den wichtigsten Zeugenaussagen gehört jene von Victoria «Dorly» Schupp. Die Schallplattenverkäuferin aus dem Basler Warenhaus Globus hat die beiden Deutschen im Dezember 1933 kennengelernt und viel Zeit mit ihnen verbracht, ohne ihre wahre Geschichte zu kennen. Als das Ganze auffliegt, verrät Dorly Schupp die Beiden an die Polizei.

«Man muss die Geschichte auch in der Zeit sehen: Das sind 15 Jahre nach dem ersten Weltkrieg, als ein einzelnes Menschenleben nach diesem mechanisierten Töten, millionenfach, nicht mehr gar so kostbar war», sagt der Schweizer Schriftsteller Alex Capus, der mit dem Roman «Fast ein bisschen Frühling» die Geschichte von Sandweg und Velte erzählt.

Die beiden Männer, 23 Jahre alt, arbeitslos, wollen weg aus Nazi-Deutschland. Ihr grosses Ziel: Indien. Aber im Europa der 30-er Jahre ist es alles andere als einfach für junge Menschen ihre Träume zu leben. Nach dem 1. Weltkrieg werden die Grenzen streng kontrolliert, es braucht Stempel, Formulare - und es braucht Geld. Was wiederum einer der Auslöser für den Banküberfall am 5. Januar 1934 in Basel war. 

Quellen/Literatur: - Capus, Alex (2002): Fast ein bisschen Fühling: Carl Hanser Verlag, Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt, Museum Laufental]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="29917247" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/02/Zeitblende-radio-92b758b2-e281-4c2c-93fb-42ff8c1de047_1.mp3?d=ap&amp;assetId=92b758b2-e281-4c2c-93fb-42ff8c1de047"/></item><item><guid isPermaLink="false">09fb018a-a5b7-406a-b21a-f35e7fda4e18</guid><title>Bruno Stefanini: Ein Sammler verliert die Kontrolle</title><itunes:title>Bruno Stefanini: Ein Sammler verliert die Kontrolle</itunes:title><pubDate>Sat, 27 Jan 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2069</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Winterthurer Bruno Stefanini baute sich mit Immobilien ein Milliardenimperium auf. Er kaufte sich Kunst, Geschichtsträchtiges und Kuriositäten und hinterliess eine Sammlung von rund 100'000 Objekten. Doch seine Vision eines grossen Museums scheiterte.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Winterthurer Bruno Stefanini baute sich mit Immobilien ein Milliardenimperium auf. Er kaufte sich Kunst, Geschichtsträchtiges und Kuriositäten und hinterliess eine Sammlung von rund 100'000 Objekten. Doch seine Vision eines grossen Museums scheiterte.

Er sammelte fast alles, verkaufte fast nichts. In diesem Jahr wäre der Winterthurer Sammler und Multimillionär Bruno Stefanini 100 Jahre alt geworden. Die Zeitblende besucht das heutige Sammlungslager der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte in Winterthur, spricht über Absprachen zwischen Stefanini und einem Altbundesrat und gibt Einblick in bisher unveröffentlichte Tagebucheinträge.
_

(00:00) «Verrückt, nicht wahr?!!!!!!!!!!!!!»
(02:02) Pult von Kennedy
(04:47) Der junge Stefanini
(09:08) 40 Jahre Reinigungsaufwand
(10:42) Der Unternehmer Stefanini
(18:00) Eine grossflächige Skizze
(20:00) Absprachen mit Blocher
(24:28) Die Vision eines Museums
(28:06) Neid, Eifersucht, Missgunst
(33:17) Abspann
_

Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
_

Gesprächspartner:innen:
- Severin Rüegg, Sammlungsleiter der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte
- Miguel Garcia, Historiker
- Christoph Blocher, alt Bundesrat und Kunstsammler
- Bettina Stefanini, Tochter Bruno Stefaninis und Direktorin der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte
_

Literatur:
- Matthias Frehner & Valentina Locatelli (2023). Anker, Hodler, Vallatton. Fondation Pierre Gianadda.
- Miguel Garcia (2016). Bruno Stefanini. Ein Jäger und Sammler mit hohen Idealen. NZZ Libro.
_

Team:
- Autor: Oliver Kerrison
- Sprecher:innen: Armin Berger, Oriana Schrage, Yonathan Schrage
- Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Winterthurer Bruno Stefanini baute sich mit Immobilien ein Milliardenimperium auf. Er kaufte sich Kunst, Geschichtsträchtiges und Kuriositäten und hinterliess eine Sammlung von rund 100'000 Objekten. Doch seine Vision eines grossen Museums scheiterte.

Er sammelte fast alles, verkaufte fast nichts. In diesem Jahr wäre der Winterthurer Sammler und Multimillionär Bruno Stefanini 100 Jahre alt geworden. Die Zeitblende besucht das heutige Sammlungslager der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte in Winterthur, spricht über Absprachen zwischen Stefanini und einem Altbundesrat und gibt Einblick in bisher unveröffentlichte Tagebucheinträge.
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(00:00) «Verrückt, nicht wahr?!!!!!!!!!!!!!»
(02:02) Pult von Kennedy
(04:47) Der junge Stefanini
(09:08) 40 Jahre Reinigungsaufwand
(10:42) Der Unternehmer Stefanini
(18:00) Eine grossflächige Skizze
(20:00) Absprachen mit Blocher
(24:28) Die Vision eines Museums
(28:06) Neid, Eifersucht, Missgunst
(33:17) Abspann
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Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via zeitblende@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählst.
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Gesprächspartner:innen:
- Severin Rüegg, Sammlungsleiter der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte
- Miguel Garcia, Historiker
- Christoph Blocher, alt Bundesrat und Kunstsammler
- Bettina Stefanini, Tochter Bruno Stefaninis und Direktorin der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte
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Literatur:
- Matthias Frehner & Valentina Locatelli (2023). Anker, Hodler, Vallatton. Fondation Pierre Gianadda.
- Miguel Garcia (2016). Bruno Stefanini. Ein Jäger und Sammler mit hohen Idealen. NZZ Libro.
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Team:
- Autor: Oliver Kerrison
- Sprecher:innen: Armin Berger, Oriana Schrage, Yonathan Schrage
- Mitarbeit: SRF Recherche und Archive]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="49772725" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/01/Zeitblende_27-01-2024-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=09fb018a-a5b7-406a-b21a-f35e7fda4e18"/></item><item><guid isPermaLink="false">c111b069-0dbd-4e1f-a7b6-c49cd9b861b4</guid><title>Walter Amstutz: Der Skipionier aus Mürren</title><itunes:title>Walter Amstutz: Der Skipionier aus Mürren</itunes:title><pubDate>Sat, 13 Jan 2024 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1780</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Anfang der 1920er-Jahre beschloss Walter Amstutz aus Mürren im Berner Oberland, zusammen mit seinem Freund Arnold Lunn eine neue Form des Skifahrens etablieren zu wollen. Bergab sollte es gehen, auf vorgegebener Strecke, und möglichst anspruchsvoll. D ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Anfang der 1920er-Jahre beschloss Walter Amstutz aus Mürren im Berner Oberland, zusammen mit seinem Freund Arnold Lunn eine neue Form des Skifahrens etablieren zu wollen. Bergab sollte es gehen, auf vorgegebener Strecke, und möglichst anspruchsvoll. Die Idee der alpinen Skirennen war geboren.

Wer Anfang der 1920er-Jahre «Skirennen» sagte, meinte damit vor allem Langlauf und Skispringen – diese nordischen Disziplinen waren vorherrschend. Bis in Mürren der Brite Arnold Lunn und der Einheimische Walter Amstutz auf die Idee kamen, Abfahrts- und Slalomrennen auszutragen.

Entscheidend war laut dem Historiker Daniel Anker das Jahr 1924. In dem Jahr gründeten beide Pioniere je einen Skiclub, die den Zweck hatten, alpine Skirennen vorwärtszubringen. Lunn kreierte den britischen Kandahar Ski Club, und Amstutz gründete den Schweizerischen Akademischen Skiclub. Diese Clubs sollten fortan zum Schlüssel werden, um Rennen zu organisieren und immer mehr Menschen von dieser Wettkampfform zu begeistern. 1931 fand in Mürren die erste Ski-WM statt.

Zu Gast in dieser Zeitblende:
- Daniel Anker, Alpinhistoriker
- Gisela Vollmer, Präsidentin des Minimuseums Mürren
- Yvonne Gozon, Tochter von Walter Amstutz
- Andreas Feuz, langjähriger Präsident des Ski Clubs Mürren


Quellen / Literatur:
- Amstutz, Max D. (2010): Die Anfänge des alpinen Skirennsports. Zürich: AS Verlag.
- Amstutz, Max D. (2020): Glorioses Mürren – wie das Walserdorf zur Wiege des Skirennsports wurde. In: Der Schneehase, Sonderdruck aus Edition 40, 2016-2019.
- Anker, Daniel (2023): Akademiker als siegreiche alpine Skiläufer. In: Quin, Grégory, Laurent Tissot und Jean-Philippe Leresche (Hrsg.) : Skiland Schweiz. Eine Geschichte. Thun/Gwatt: Weber-Verlag.
- Engel, Simon (2021): Das ganze Volk fährt Ski! Das ganze Volk? In: Schweizerisches Nationalmuseum. Blog.
- Ski Club Mürren (1987): 75 Jahre Ski Club Mürren. 1912-1987.
- Triet, Max (2001): Amstutz, Walter. In: Historisches Lexikon der Schweiz.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Anfang der 1920er-Jahre beschloss Walter Amstutz aus Mürren im Berner Oberland, zusammen mit seinem Freund Arnold Lunn eine neue Form des Skifahrens etablieren zu wollen. Bergab sollte es gehen, auf vorgegebener Strecke, und möglichst anspruchsvoll. Die Idee der alpinen Skirennen war geboren.

Wer Anfang der 1920er-Jahre «Skirennen» sagte, meinte damit vor allem Langlauf und Skispringen – diese nordischen Disziplinen waren vorherrschend. Bis in Mürren der Brite Arnold Lunn und der Einheimische Walter Amstutz auf die Idee kamen, Abfahrts- und Slalomrennen auszutragen.

Entscheidend war laut dem Historiker Daniel Anker das Jahr 1924. In dem Jahr gründeten beide Pioniere je einen Skiclub, die den Zweck hatten, alpine Skirennen vorwärtszubringen. Lunn kreierte den britischen Kandahar Ski Club, und Amstutz gründete den Schweizerischen Akademischen Skiclub. Diese Clubs sollten fortan zum Schlüssel werden, um Rennen zu organisieren und immer mehr Menschen von dieser Wettkampfform zu begeistern. 1931 fand in Mürren die erste Ski-WM statt.

Zu Gast in dieser Zeitblende:
- Daniel Anker, Alpinhistoriker
- Gisela Vollmer, Präsidentin des Minimuseums Mürren
- Yvonne Gozon, Tochter von Walter Amstutz
- Andreas Feuz, langjähriger Präsident des Ski Clubs Mürren


Quellen / Literatur:
- Amstutz, Max D. (2010): Die Anfänge des alpinen Skirennsports. Zürich: AS Verlag.
- Amstutz, Max D. (2020): Glorioses Mürren – wie das Walserdorf zur Wiege des Skirennsports wurde. In: Der Schneehase, Sonderdruck aus Edition 40, 2016-2019.
- Anker, Daniel (2023): Akademiker als siegreiche alpine Skiläufer. In: Quin, Grégory, Laurent Tissot und Jean-Philippe Leresche (Hrsg.) : Skiland Schweiz. Eine Geschichte. Thun/Gwatt: Weber-Verlag.
- Engel, Simon (2021): Das ganze Volk fährt Ski! Das ganze Volk? In: Schweizerisches Nationalmuseum. Blog.
- Ski Club Mürren (1987): 75 Jahre Ski Club Mürren. 1912-1987.
- Triet, Max (2001): Amstutz, Walter. In: Historisches Lexikon der Schweiz.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="42786187" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2024/01/Zeitblende_13-01-2024-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=c111b069-0dbd-4e1f-a7b6-c49cd9b861b4"/></item><item><guid isPermaLink="false">d0aee2e2-1229-4d89-bb21-4436b11885f0</guid><title>Mentona Moser: Die Sozialrevolutionärin mit der Perlenkette</title><itunes:title>Mentona Moser: Die Sozialrevolutionärin mit der Perlenkette</itunes:title><pubDate>Sat, 30 Dec 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1757</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Geboren 1874 als Tochter des unermesslich reichen Schweizer Uhrenfabrikants Heinrich Moser, will sie die Welt ein bisschen gerechter machen. Im Kommunismus sieht sie die Lösung. Sie engagiert sich in London, Zürich, Moskau und Berlin und stirbt schlie ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Geboren 1874 als Tochter des unermesslich reichen Schweizer Uhrenfabrikants Heinrich Moser, will sie die Welt ein bisschen gerechter machen. Im Kommunismus sieht sie die Lösung. Sie engagiert sich in London, Zürich, Moskau und Berlin und stirbt schliesslich verarmt als Ehrenbürgerin der DDR. 

In der Zeitblende treffen wir Mentona Mosers Enkel Roger Nicholas Balsiger, der seine Grossmutter bis 1971 mehrfach in Ost-Berlin besucht hat. Der Buchautor hat den Nachlass seiner Grossmutter aufgearbeitet. Sie sei ein Vulkan mit unglaublicher Kraft gewesen.

Die Historikerinnen Brigitte Studer von der Universität Bern und Nadja Ramsauer von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft ordnen in der Zeitblende das soziale und politische Leben von Mentona Moser ein. ]]></itunes:summary><description><![CDATA[Geboren 1874 als Tochter des unermesslich reichen Schweizer Uhrenfabrikants Heinrich Moser, will sie die Welt ein bisschen gerechter machen. Im Kommunismus sieht sie die Lösung. Sie engagiert sich in London, Zürich, Moskau und Berlin und stirbt schliesslich verarmt als Ehrenbürgerin der DDR. 

In der Zeitblende treffen wir Mentona Mosers Enkel Roger Nicholas Balsiger, der seine Grossmutter bis 1971 mehrfach in Ost-Berlin besucht hat. Der Buchautor hat den Nachlass seiner Grossmutter aufgearbeitet. Sie sei ein Vulkan mit unglaublicher Kraft gewesen.

Die Historikerinnen Brigitte Studer von der Universität Bern und Nadja Ramsauer von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft ordnen in der Zeitblende das soziale und politische Leben von Mentona Moser ein. ]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="28179368" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/12/Zeitblende_30-12-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=d0aee2e2-1229-4d89-bb21-4436b11885f0"/></item><item><guid isPermaLink="false">d9c99ea7-4177-42b8-b3f0-a6deb09b3766</guid><title>Nuot Ganzoni in Biafra: Mit Schweizer Waffen auf Schweizer Hilfe</title><itunes:title>Nuot Ganzoni in Biafra: Mit Schweizer Waffen auf Schweizer Hilfe</itunes:title><pubDate>Sat, 16 Dec 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1896</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>1969 tobt in Biafra ein blutiger Bürgerkrieg. Nigerias Armee will die Region aushungern. Hilfswerke und das Rote Kreuz organisieren Hilfe über eine Luftbrücke - doch die kommt unter Beschuss von Schweizer Flugabwehrkanonen. Der 92-jährige Arzt Nuot Ga ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[1969 tobt in Biafra ein blutiger Bürgerkrieg. Nigerias Armee will die Region aushungern. Hilfswerke und das Rote Kreuz organisieren Hilfe über eine Luftbrücke - doch die kommt unter Beschuss von Schweizer Flugabwehrkanonen. Der 92-jährige Arzt Nuot Ganzoni berichtet von seinem Hilfseinsatz. 

Während das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK und kirchliche Hilfswerke Biafra über eine Luftbrücke mit medizinischer Hilfe und Lebensmitteln auch aus der Schweiz versorgen, bezieht die nigerianische Zentralregierung trotz Waffenausfuhr-Embargo Flugabwehrkanonen von Oerlikon-Bührle. Die Armee nimmt auch mit diesen Waffen die Luftbrücke ins Visier. Acht Flugzeuge der kirchlichen Hilfswerke und eines des IKRK werden abgeschossen. 

Der Widerspruch einer gleichzeitigen Lieferung von Waffen und Hilfe sorgt in der Schweizer Öffentlichkeit für einen empörten Aufschrei. Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt erklärt: "Die Schweiz liefert Waffen und das Rote Kreuz als Apotheke hinterher." Eine Volksinitiative wird lanciert, die Waffenexporte grundsätzlich verbieten will. 

"Der Bührle-Skandal ist einer der grössten Skandale in der Geschichte der Schweizer Waffenausfuhr-Politik", sagt Historiker Dominik Matter in der Zeitblende. Er und der Schweizer Arzt Nuot Ganzoni, der 1969 für drei Monate im abgeriegelten Biafra im Einsatz war, schauen zurück auf einen der ersten und blutigsten Bürgerkriege im postkolonialen Afrika. Und auf die Verstrickungen der Schweiz in den Biafra-Krieg. 

Gesprächspartner: 

    * Dr. med. Nuot Ganzoni, Arzt, 1969 in Biafra für das IKRK im Einsatz
    * Dr. Dominik Matter, Historiker, Forschungsstelle für Diplomatische Dokumente der Schweiz Dodis]]></itunes:summary><description><![CDATA[1969 tobt in Biafra ein blutiger Bürgerkrieg. Nigerias Armee will die Region aushungern. Hilfswerke und das Rote Kreuz organisieren Hilfe über eine Luftbrücke - doch die kommt unter Beschuss von Schweizer Flugabwehrkanonen. Der 92-jährige Arzt Nuot Ganzoni berichtet von seinem Hilfseinsatz. 

Während das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK und kirchliche Hilfswerke Biafra über eine Luftbrücke mit medizinischer Hilfe und Lebensmitteln auch aus der Schweiz versorgen, bezieht die nigerianische Zentralregierung trotz Waffenausfuhr-Embargo Flugabwehrkanonen von Oerlikon-Bührle. Die Armee nimmt auch mit diesen Waffen die Luftbrücke ins Visier. Acht Flugzeuge der kirchlichen Hilfswerke und eines des IKRK werden abgeschossen. 

Der Widerspruch einer gleichzeitigen Lieferung von Waffen und Hilfe sorgt in der Schweizer Öffentlichkeit für einen empörten Aufschrei. Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt erklärt: "Die Schweiz liefert Waffen und das Rote Kreuz als Apotheke hinterher." Eine Volksinitiative wird lanciert, die Waffenexporte grundsätzlich verbieten will. 

"Der Bührle-Skandal ist einer der grössten Skandale in der Geschichte der Schweizer Waffenausfuhr-Politik", sagt Historiker Dominik Matter in der Zeitblende. Er und der Schweizer Arzt Nuot Ganzoni, der 1969 für drei Monate im abgeriegelten Biafra im Einsatz war, schauen zurück auf einen der ersten und blutigsten Bürgerkriege im postkolonialen Afrika. Und auf die Verstrickungen der Schweiz in den Biafra-Krieg. 

Gesprächspartner: 

    * Dr. med. Nuot Ganzoni, Arzt, 1969 in Biafra für das IKRK im Einsatz
    * Dr. Dominik Matter, Historiker, Forschungsstelle für Diplomatische Dokumente der Schweiz Dodis]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="45547876" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/12/Zeitblende_16-12-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=d9c99ea7-4177-42b8-b3f0-a6deb09b3766"/></item><item><guid isPermaLink="false">65d2b68e-fd82-4e21-8af0-1d7c73aa6ff3</guid><title>Der «American Dream» des Schweizers Oscar Tschirky</title><itunes:title>Der «American Dream» des Schweizers Oscar Tschirky</itunes:title><pubDate>Sat, 02 Dec 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1678</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Alle nannten ihn einfach «Oscar»: Oscar Tschirky, ein einfacher Einwanderer aus der Schweiz, der in New York bis in die höchsten Kreise aufsteigt – als Gastgeber im edlen Hotel Waldorf-Astoria.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Alle nannten ihn einfach «Oscar»: Oscar Tschirky, ein einfacher Einwanderer aus der Schweiz, der in New York bis in die höchsten Kreise aufsteigt – als Gastgeber im edlen Hotel Waldorf-Astoria.

Er lässt den Ballsaal in eine Zirkusmanege verwandeln, mit Trapezkünstlern über den Köpfen der tafelnden Gäste oder dekoriert den Saal wie den Campus der Universität Yale: Oscar Tschirky ist der Mann für die extravaganten Anlässe der amerikanischen Oberschicht, mit exquisiten Menus und erstklassigem Service. Er kennt sie alle mit Namen, die Industriellen und Showstars, die Politiker und Staatsgäste jener Zeit. Und alle kennen ihn.

Ihn, der Einwanderer aus der Schweiz, geboren in Le Locle im Kanton Neuenburg. Im zarten Alter von 17 Jahren wandert Oscar Tschirky 1883 nach Amerika aus, nach New York. In der Schweiz lässt er ein bescheidenes Leben hinter sich. In den USA arbeitete er sich hoch, vom Kofferträger zum «maître d hôtel» und ist 50 Jahre lang die unverzichtbare «Seele» des legendären Waldorf und des Waldorf-Astoria, des damals prunkvollsten und grössten Hotels der Welt. In einer Zeit, in der die Hotels auch die amerikanische Gesellschaft prägen.

Gesprächspartner:innen:

    * Fabio Bestazzoni, Leiter der Bibliothèque de la Ville du Locle

    * Annabella Hüfler-Fick, Amerikanistin.

Quellen/Literatur:

    * Schriftgiesser, Karl: Oscar of the Waldorf. E.P. Dutton & Co. New York, 1943.

    * Tschirky, Oscar: The Cookbook by Oscar of the Waldorf. The Werner Company. Chicago, New York, 1896.

    * Lüönd, Karl: «Der Mann, der seinen Namen vergass. Oscar Tschirky, genannt «Oscar of the Waldorf». In: Schweizer in Amerika. Karrieren und Misserfolge in der Neuen Welt, S. 202-208. Walter Verlag. Olten, 1979.

    * Turkel. Stanley: Hotel Mavens: Lucius M. Boomer, George C. Boldt and Oscar of the Waldorf. AuthorHouse. 2014.

    * Fick, Annabella: New York Hotel Experience. Cultural and Societal Impacts of an American Invention. Transcript Verlag. Bielefeld, 2017.

    * Bestazzoni, Fabio: Le fabuleux destin d Oscar Tschirky. Un Montagnon à New York. Nouvelle Revue neuchâteloise, Band 153. La Chaux-de-Fonds, 2022.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Alle nannten ihn einfach «Oscar»: Oscar Tschirky, ein einfacher Einwanderer aus der Schweiz, der in New York bis in die höchsten Kreise aufsteigt – als Gastgeber im edlen Hotel Waldorf-Astoria.

Er lässt den Ballsaal in eine Zirkusmanege verwandeln, mit Trapezkünstlern über den Köpfen der tafelnden Gäste oder dekoriert den Saal wie den Campus der Universität Yale: Oscar Tschirky ist der Mann für die extravaganten Anlässe der amerikanischen Oberschicht, mit exquisiten Menus und erstklassigem Service. Er kennt sie alle mit Namen, die Industriellen und Showstars, die Politiker und Staatsgäste jener Zeit. Und alle kennen ihn.

Ihn, der Einwanderer aus der Schweiz, geboren in Le Locle im Kanton Neuenburg. Im zarten Alter von 17 Jahren wandert Oscar Tschirky 1883 nach Amerika aus, nach New York. In der Schweiz lässt er ein bescheidenes Leben hinter sich. In den USA arbeitete er sich hoch, vom Kofferträger zum «maître d hôtel» und ist 50 Jahre lang die unverzichtbare «Seele» des legendären Waldorf und des Waldorf-Astoria, des damals prunkvollsten und grössten Hotels der Welt. In einer Zeit, in der die Hotels auch die amerikanische Gesellschaft prägen.

Gesprächspartner:innen:

    * Fabio Bestazzoni, Leiter der Bibliothèque de la Ville du Locle

    * Annabella Hüfler-Fick, Amerikanistin.

Quellen/Literatur:

    * Schriftgiesser, Karl: Oscar of the Waldorf. E.P. Dutton & Co. New York, 1943.

    * Tschirky, Oscar: The Cookbook by Oscar of the Waldorf. The Werner Company. Chicago, New York, 1896.

    * Lüönd, Karl: «Der Mann, der seinen Namen vergass. Oscar Tschirky, genannt «Oscar of the Waldorf». In: Schweizer in Amerika. Karrieren und Misserfolge in der Neuen Welt, S. 202-208. Walter Verlag. Olten, 1979.

    * Turkel. Stanley: Hotel Mavens: Lucius M. Boomer, George C. Boldt and Oscar of the Waldorf. AuthorHouse. 2014.

    * Fick, Annabella: New York Hotel Experience. Cultural and Societal Impacts of an American Invention. Transcript Verlag. Bielefeld, 2017.

    * Bestazzoni, Fabio: Le fabuleux destin d Oscar Tschirky. Un Montagnon à New York. Nouvelle Revue neuchâteloise, Band 153. La Chaux-de-Fonds, 2022.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="40342389" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/11/Zeitblende_02-12-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=65d2b68e-fd82-4e21-8af0-1d7c73aa6ff3"/></item><item><guid isPermaLink="false">bd5aca61-bdd3-4eb1-bba3-afa2f41b95c2</guid><title>Veronika Gut und der Nidwaldner Widerstand</title><itunes:title>Veronika Gut und der Nidwaldner Widerstand</itunes:title><pubDate>Sat, 18 Nov 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2010</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Jahr 1798 ging die alte Eidgenossenschaft nach dem «Franzoseneinfall» unter. Besonders heftiger Widerstand kam dabei aus Nidwalden. Dort wehrte man sich gegen den neuen Zentralstaat. Finanziell und moralisch unterstützt wurden die Nidwaldner dabei  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Jahr 1798 ging die alte Eidgenossenschaft nach dem «Franzoseneinfall» unter. Besonders heftiger Widerstand kam dabei aus Nidwalden. Dort wehrte man sich gegen den neuen Zentralstaat. Finanziell und moralisch unterstützt wurden die Nidwaldner dabei von der konservativen Bauersfrau Veronika Gut.

In Nidwalden wollte man den Status quo beibehalten – man hatte ein eigenes Verständnis von Freiheit. Dazu gehörten die Ideen der Aufklärung nicht. Zum traurigen Höhepunkt kam es im September 1798, als die überlegenen französischen Truppen in Nidwalden einmarschierten und gegen die Nidwaldner in die Schlacht zogen. Die Folge war ein Massaker an der lokalen Bevölkerung. Die Ereignisse kennt man heute als «Nidwaldner Schreckenstage» – sie erzeugten ein lang anhaltendes, kollektives Trauma. Veronika Gut verlor an diesem Tag ihren Sohn – und später nach einer Falschwarnung auch ihre vier Töchter. Das machte ihren Widerstand allerdings nur noch stärker. Sie nahm mit dem nach ihr benannten «Froneggrat» entscheidend Einfluss auf die Politik in Nidwalden bis 1815.

Gäste in der «Zeitblende»:

    * Brigitt Flüeler, Präsidentin Historischer Verein Nidwalden
    * Peter Steiner, Ortshistoriker
    * André Holenstein, em. Professor für Geschichte an der Universität Bern

Literatur:

    * Achermann, Hansjakob & Haller-Dirr, Marita (1998): Nidwalden 1798: Geschichte und Überlieferung. Stans: Historischer Verein Nidwalden.
    * Capus, Alex (2006): 13 wahre Geschichten. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag.
    * Gut, Franz Joseph (1862): Der Überfall in Nidwalden im Jahr 1798 in seinen Ursachen und Folgen. Stans.
    * Messmer, Kurt & Gautschi, Peter (2023): Zweierlei Freiheiten: Eine historische Revue zum Franzoseneinfall in Nidwalden 1798. Thun/Gwatt: Pro Libro.
    * Niederberger, Gabriela (1998): "Sie ist, wie die Weiber dieser Berge sind, an Muth den Männern gleich." Die Widerstandsarbeit der Veronika Gut 1798 bis 1815. In: Frauenspuren in Nidwalden und Engelberg (Hrsg.): Frauenleben in Stans. Spurensuche durch die Jahrhunderte. Stans.
    * Steiner, Peter (2013): Gut, Veronika. In: Historisches Lexikon der Schweiz.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Jahr 1798 ging die alte Eidgenossenschaft nach dem «Franzoseneinfall» unter. Besonders heftiger Widerstand kam dabei aus Nidwalden. Dort wehrte man sich gegen den neuen Zentralstaat. Finanziell und moralisch unterstützt wurden die Nidwaldner dabei von der konservativen Bauersfrau Veronika Gut.

In Nidwalden wollte man den Status quo beibehalten – man hatte ein eigenes Verständnis von Freiheit. Dazu gehörten die Ideen der Aufklärung nicht. Zum traurigen Höhepunkt kam es im September 1798, als die überlegenen französischen Truppen in Nidwalden einmarschierten und gegen die Nidwaldner in die Schlacht zogen. Die Folge war ein Massaker an der lokalen Bevölkerung. Die Ereignisse kennt man heute als «Nidwaldner Schreckenstage» – sie erzeugten ein lang anhaltendes, kollektives Trauma. Veronika Gut verlor an diesem Tag ihren Sohn – und später nach einer Falschwarnung auch ihre vier Töchter. Das machte ihren Widerstand allerdings nur noch stärker. Sie nahm mit dem nach ihr benannten «Froneggrat» entscheidend Einfluss auf die Politik in Nidwalden bis 1815.

Gäste in der «Zeitblende»:

    * Brigitt Flüeler, Präsidentin Historischer Verein Nidwalden
    * Peter Steiner, Ortshistoriker
    * André Holenstein, em. Professor für Geschichte an der Universität Bern

Literatur:

    * Achermann, Hansjakob & Haller-Dirr, Marita (1998): Nidwalden 1798: Geschichte und Überlieferung. Stans: Historischer Verein Nidwalden.
    * Capus, Alex (2006): 13 wahre Geschichten. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag.
    * Gut, Franz Joseph (1862): Der Überfall in Nidwalden im Jahr 1798 in seinen Ursachen und Folgen. Stans.
    * Messmer, Kurt & Gautschi, Peter (2023): Zweierlei Freiheiten: Eine historische Revue zum Franzoseneinfall in Nidwalden 1798. Thun/Gwatt: Pro Libro.
    * Niederberger, Gabriela (1998): "Sie ist, wie die Weiber dieser Berge sind, an Muth den Männern gleich." Die Widerstandsarbeit der Veronika Gut 1798 bis 1815. In: Frauenspuren in Nidwalden und Engelberg (Hrsg.): Frauenleben in Stans. Spurensuche durch die Jahrhunderte. Stans.
    * Steiner, Peter (2013): Gut, Veronika. In: Historisches Lexikon der Schweiz.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="48300115" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/11/Zeitblende_18-11-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=bd5aca61-bdd3-4eb1-bba3-afa2f41b95c2"/></item><item><guid isPermaLink="false">4530e119-2798-4c67-a710-cc98006728f1</guid><title>Georg Elser und der Tyrannenmord («Passage»)</title><itunes:title>Georg Elser und der Tyrannenmord («Passage»)</itunes:title><pubDate>Sat, 04 Nov 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>3371</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Am 8. November 1939 verübte der Schreiner Georg Elser in München ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Der Tyrannenmord scheiterte knapp. Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Am 8. November 1939 verübte der Schreiner Georg Elser in München ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Der Tyrannenmord scheiterte knapp. Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.

Georg Elser war ein Handwerker aus dem württembergischen Dorf Königsbronn. Hitler entging seiner Bombe nur durch Zufall. Bis heute steht Georg Elser im Schatten anderer Widerstandskämpfer. Der deutsche Historiker Wolfgang Benz setzt dem noch immer wenig bekannten Georg Elser mit einer neuen Biografie ein Denkmal. In der Elser-Gedenkstätte in Königsbronn diskutieren Jugendliche, was uns der Attentäter heute noch zu sagen hat. Wie stehen wir heute zu einer solchen Tat – Blut vergiessen, um Leben zu retten? Der Tyrannenmord könne – unter gewissen Bedingungen – auch heute noch ein legitimes Mittel des politischen Widerstands sein, sagt die Philosophin Katrin Meyer. 

Literatur:

    * Wolfgang Benz: Allein gegen Hitler. Leben und Tat des Johann Georg Elser, C.H. Beck 2023.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Am 8. November 1939 verübte der Schreiner Georg Elser in München ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Der Tyrannenmord scheiterte knapp. Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.

Georg Elser war ein Handwerker aus dem württembergischen Dorf Königsbronn. Hitler entging seiner Bombe nur durch Zufall. Bis heute steht Georg Elser im Schatten anderer Widerstandskämpfer. Der deutsche Historiker Wolfgang Benz setzt dem noch immer wenig bekannten Georg Elser mit einer neuen Biografie ein Denkmal. In der Elser-Gedenkstätte in Königsbronn diskutieren Jugendliche, was uns der Attentäter heute noch zu sagen hat. Wie stehen wir heute zu einer solchen Tat – Blut vergiessen, um Leben zu retten? Der Tyrannenmord könne – unter gewissen Bedingungen – auch heute noch ein legitimes Mittel des politischen Widerstands sein, sagt die Philosophin Katrin Meyer. 

Literatur:

    * Wolfgang Benz: Allein gegen Hitler. Leben und Tat des Johann Georg Elser, C.H. Beck 2023.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="80912218" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/11/Zeitblende_04-11-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=4530e119-2798-4c67-a710-cc98006728f1"/></item><item><guid isPermaLink="false">f9f9f4b8-b7b1-46c3-b88f-c14d93aac381</guid><title>Die Affäre Conradi von 1923 – Ein Freispruch mit Folgen</title><itunes:title>Die Affäre Conradi von 1923 – Ein Freispruch mit Folgen</itunes:title><pubDate>Sat, 21 Oct 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1495</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Frühjahr 1923 erschüttert ein Attentat die Schweizer Öffentlichkeit. Während einer internationalen Konferenz in Lausanne erschiesst der Russlandschweizer Moritz Conradi den sowjetischen Gesandten. Der Mörder gesteht die Tat. Trotzdem wird er von ei ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Frühjahr 1923 erschüttert ein Attentat die Schweizer Öffentlichkeit. Während einer internationalen Konferenz in Lausanne erschiesst der Russlandschweizer Moritz Conradi den sowjetischen Gesandten. Der Mörder gesteht die Tat. Trotzdem wird er von einem Geschworenengericht frei gesprochen.

Offensichtlich ist nicht das Tötungsdelikt im Vordergrund des Prozesses gestanden, sondern die Russische Revolution und das Leid, das viele Russlandschweizerinnen und Russlandschweizer in deren Verlauf erlitten haben. Die junge Sowjetunion ist empört über den Freispruch Conradis und bricht ihre Beziehungen zur Schweiz ab. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen wieder diplomatische Kontakte zwischen Bern und Moskau.
Die «Zeitblende» thematisiert die Affäre-Conradi 100 Jahre nach dem aufsehenerregenden Mord. Wie kam es zu diesem Verbrechen und wie zum Freispruch? Warum schafft es die Schweiz erst mehr als 20 Jahre später, wieder einen Botschafter nach Moskau zu schicken? Diese und weitere Fragen erörtern die Historiker Thomas Bürgisser und Sacha Zala von der Forschungsgruppe Diplomatische Dokumente der Schweiz auf Grund von Quellen aus der Online-Datenbank Dodis.

Weiterführende Links:

E-Dossier der Forschungsgruppe Diplomatische Dokumente der Schweiz: https://www.dodis.ch/de/die-conradi-affaere-vor-100-jahren]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Frühjahr 1923 erschüttert ein Attentat die Schweizer Öffentlichkeit. Während einer internationalen Konferenz in Lausanne erschiesst der Russlandschweizer Moritz Conradi den sowjetischen Gesandten. Der Mörder gesteht die Tat. Trotzdem wird er von einem Geschworenengericht frei gesprochen.

Offensichtlich ist nicht das Tötungsdelikt im Vordergrund des Prozesses gestanden, sondern die Russische Revolution und das Leid, das viele Russlandschweizerinnen und Russlandschweizer in deren Verlauf erlitten haben. Die junge Sowjetunion ist empört über den Freispruch Conradis und bricht ihre Beziehungen zur Schweiz ab. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen wieder diplomatische Kontakte zwischen Bern und Moskau.
Die «Zeitblende» thematisiert die Affäre-Conradi 100 Jahre nach dem aufsehenerregenden Mord. Wie kam es zu diesem Verbrechen und wie zum Freispruch? Warum schafft es die Schweiz erst mehr als 20 Jahre später, wieder einen Botschafter nach Moskau zu schicken? Diese und weitere Fragen erörtern die Historiker Thomas Bürgisser und Sacha Zala von der Forschungsgruppe Diplomatische Dokumente der Schweiz auf Grund von Quellen aus der Online-Datenbank Dodis.

Weiterführende Links:

E-Dossier der Forschungsgruppe Diplomatische Dokumente der Schweiz: https://www.dodis.ch/de/die-conradi-affaere-vor-100-jahren]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="23987708" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/10/Zeitblende_21-10-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=f9f9f4b8-b7b1-46c3-b88f-c14d93aac381"/></item><item><guid isPermaLink="false">4d9a69cc-befc-4a19-a104-dd1916d442cf</guid><title>Tabu Verhütung: Die Zürcher Arbeiterärztin Paulette Brupbacher</title><itunes:title>Tabu Verhütung: Die Zürcher Arbeiterärztin Paulette Brupbacher</itunes:title><pubDate>Sat, 07 Oct 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1754</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Zürcher Ärztin und Sexualreformerin Paulette Brupbacher trifft in den 1920er-Jahren auf desolate Verhältnisse in den Arbeiterquartieren. Verschlimmert werde die Situation ihrer Patientinnen durch fehlende Verhütung, stellt sie fest. Sie wird zur K ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Zürcher Ärztin und Sexualreformerin Paulette Brupbacher trifft in den 1920er-Jahren auf desolate Verhältnisse in den Arbeiterquartieren. Verschlimmert werde die Situation ihrer Patientinnen durch fehlende Verhütung, stellt sie fest. Sie wird zur Kämpferin für Verhütungsmittel und Frauenrechte.

Paulette Brupbacher bemängelt öffentlich das Wissen über Sexualität und Verhütung und hält Vorträge, bei denen sie mit Irrtümern und falschen Vorstellungen aufzuräumen versucht. Dabei bricht sie zahlreiche Tabus, wie Historikerin Karin Huser in der Zeitblende einordnet: «Es war wirklich skandalös, wenn sie auftrat mit ihren Referaten und Dinge forderte, die völlig gegen den Strich des gesellschaftlichen Denkens und der Normen war.»

Eine Reaktion bleibt nicht aus: Nach einem Vortrag in Derendingen SO, erhält Brupbacher ein Redeverbot für den Kanton Solothurn, später auch noch eines im Kanton Glarus. Redeverbote, die sogar das Bundesgericht beschäftigen. Trotzdem lässt sich die Ärztin nicht davon abbringen, Frauen zu beraten und Vorträge zu halten bis ins hohe Alter.

Wegen des zweiten Weltkriegs ist von den Erforts der damaligen Sexualreformerinnen, zu denen Paulette Brupbacher gehörte, nicht viel geblieben. «Man hat Paulette Brupbacher vergessen. Diese Avantgardebewegungen der 1920er-Jahre, die blieben in dieser Zwischenkriegszeit», bilanziert Lina Gafner, Co-Direktorin der Gosteli-Stiftung.

Die Zeitblende beleuchtet das Leben der Arbeiterärztin und Frauenrechtlerin Paulette Brupbacher, sowie ihrer Patientinnen im Zürcher Arbeiterquartier Aussersihl. Und sie fragt, wie Brupbacher zu einer Kämpferin für Frauenrechte, Verhütung und die Legalisierung von Abtreibungen wurde, Jahrzehnte vor der sexuellen Revolution der 1968er oder der Fristenlösung für Schwangerschaftsabbrüche von 2002.

Gesprächspartnerinnen:

    * Lina Gafner, Co-Direktorin Gosteli-Stiftung
    * Karin Huser, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsarchiv Zürich

Dauer: 29 Minuten
https://www.srf.ch/audio/zeitblende
Autorin: Barbara Mathys?

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

    * Gafner, Lina: «Mit Pistole und Pessar». Sexualreform und revolutionäre Gesellschaftskritik im Zürich der 1920er- und 1930er-Jahre. Nordhausen, 2010.
    * Huser, Karin: Paulette Brupbacher-Rajgrodski: Sexualreformerin. In: Maeder, Eva, Niederhäuser, Peter (Hrsg.): Käser, Künstler, Kommunisten. Vierzig russisch-schweizerische Lebensgeschichten aus vier Jahrhunderten. Zürich, 2009, S.191-194.
    * Badura, Isabelle: Die Zürcher Ärztin Paulette Brupbacher (1880-1967). Sexualität, Geburtenregelung, Geschlechterrollen und Eugenik im Kontext ihrer Zeit. Lizentiatsarbeit, Universität Zürich, Historisches Seminar, 2002.
    * Jütte, Robert: Lust ohne Last. Geschichte der Empfängnisverhütung von der Antike bis zur Gegenwart. München, 2003.
    * Brupbacher, Paulette: Meine Patientinnen. Aus dem Sprechzimmer einer Frauenärztin. Stuttgart, 1953.
    * Brupbacher, Paulette: Sexualfrage und Geburtenregelung. Zürich, 1936.
    * Imboden-Kaiser, Frida: Wir sind nicht Herr über Leben und Tod. Mahnwort an die Schweizerfrauen zum Schutze des werdenden und absterbenden Lebens. St. Gallen, 1924.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Zürcher Ärztin und Sexualreformerin Paulette Brupbacher trifft in den 1920er-Jahren auf desolate Verhältnisse in den Arbeiterquartieren. Verschlimmert werde die Situation ihrer Patientinnen durch fehlende Verhütung, stellt sie fest. Sie wird zur Kämpferin für Verhütungsmittel und Frauenrechte.

Paulette Brupbacher bemängelt öffentlich das Wissen über Sexualität und Verhütung und hält Vorträge, bei denen sie mit Irrtümern und falschen Vorstellungen aufzuräumen versucht. Dabei bricht sie zahlreiche Tabus, wie Historikerin Karin Huser in der Zeitblende einordnet: «Es war wirklich skandalös, wenn sie auftrat mit ihren Referaten und Dinge forderte, die völlig gegen den Strich des gesellschaftlichen Denkens und der Normen war.»

Eine Reaktion bleibt nicht aus: Nach einem Vortrag in Derendingen SO, erhält Brupbacher ein Redeverbot für den Kanton Solothurn, später auch noch eines im Kanton Glarus. Redeverbote, die sogar das Bundesgericht beschäftigen. Trotzdem lässt sich die Ärztin nicht davon abbringen, Frauen zu beraten und Vorträge zu halten bis ins hohe Alter.

Wegen des zweiten Weltkriegs ist von den Erforts der damaligen Sexualreformerinnen, zu denen Paulette Brupbacher gehörte, nicht viel geblieben. «Man hat Paulette Brupbacher vergessen. Diese Avantgardebewegungen der 1920er-Jahre, die blieben in dieser Zwischenkriegszeit», bilanziert Lina Gafner, Co-Direktorin der Gosteli-Stiftung.

Die Zeitblende beleuchtet das Leben der Arbeiterärztin und Frauenrechtlerin Paulette Brupbacher, sowie ihrer Patientinnen im Zürcher Arbeiterquartier Aussersihl. Und sie fragt, wie Brupbacher zu einer Kämpferin für Frauenrechte, Verhütung und die Legalisierung von Abtreibungen wurde, Jahrzehnte vor der sexuellen Revolution der 1968er oder der Fristenlösung für Schwangerschaftsabbrüche von 2002.

Gesprächspartnerinnen:

    * Lina Gafner, Co-Direktorin Gosteli-Stiftung
    * Karin Huser, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsarchiv Zürich

Dauer: 29 Minuten
https://www.srf.ch/audio/zeitblende
Autorin: Barbara Mathys?

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

    * Gafner, Lina: «Mit Pistole und Pessar». Sexualreform und revolutionäre Gesellschaftskritik im Zürich der 1920er- und 1930er-Jahre. Nordhausen, 2010.
    * Huser, Karin: Paulette Brupbacher-Rajgrodski: Sexualreformerin. In: Maeder, Eva, Niederhäuser, Peter (Hrsg.): Käser, Künstler, Kommunisten. Vierzig russisch-schweizerische Lebensgeschichten aus vier Jahrhunderten. Zürich, 2009, S.191-194.
    * Badura, Isabelle: Die Zürcher Ärztin Paulette Brupbacher (1880-1967). Sexualität, Geburtenregelung, Geschlechterrollen und Eugenik im Kontext ihrer Zeit. Lizentiatsarbeit, Universität Zürich, Historisches Seminar, 2002.
    * Jütte, Robert: Lust ohne Last. Geschichte der Empfängnisverhütung von der Antike bis zur Gegenwart. München, 2003.
    * Brupbacher, Paulette: Meine Patientinnen. Aus dem Sprechzimmer einer Frauenärztin. Stuttgart, 1953.
    * Brupbacher, Paulette: Sexualfrage und Geburtenregelung. Zürich, 1936.
    * Imboden-Kaiser, Frida: Wir sind nicht Herr über Leben und Tod. Mahnwort an die Schweizerfrauen zum Schutze des werdenden und absterbenden Lebens. St. Gallen, 1924.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="42157374" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/10/Zeitblende_07-10-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=4d9a69cc-befc-4a19-a104-dd1916d442cf"/></item><item><guid isPermaLink="false">19c8f9d7-0fe6-4e5b-a24b-11f9088fa95d</guid><title>Die barocken Schlemmereien einer Zürcher Bürgersfrau um 1699</title><itunes:title>Die barocken Schlemmereien einer Zürcher Bürgersfrau um 1699</itunes:title><pubDate>Sat, 23 Sep 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1521</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mohrenschwarzer Schweinskopf und mit Zucker bestreuter Fisch: Zwei von fast 500 alten Schweizer Rezepten, welche die Bürgersfrau Anna Margaretha Gessner gegen Ende des 17. Jahrhunderts niederschrieb. Ihr Kochbuch verrät viel über das ausschweifende Le ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mohrenschwarzer Schweinskopf und mit Zucker bestreuter Fisch: Zwei von fast 500 alten Schweizer Rezepten, welche die Bürgersfrau Anna Margaretha Gessner gegen Ende des 17. Jahrhunderts niederschrieb. Ihr Kochbuch verrät viel über das ausschweifende Leben des Bürgertums zu Zeiten des Barocks.

Über 300 Jahre nach dem Tod von Anna Margaretha Gessner – geborene Kitt – haben vier Autorinnen ihr handgeschriebenes Kochbuch aus seinem Schlummer im Archiv geweckt. Sie haben die schwer leserliche Handschrift transkribiert und eine Auswahl der Rezepte nachgekocht und modernisiert. Nicht alles würden wir heute noch essen. Singvögel, die mitsamt Federn eingemacht werden oder gebratene Butterballen: Das klingt grotesk in unseren Ohren. Anderes ist uns vertraut: «Käss mit Wein» zum Beispiel – eines der ersten Fondue-Rezepte. Das «Kochbuch der Kittin» gibt aber nicht nur Einblick in den bürgerlichen Speiseplan von damals, es verrät auch was über das steile soziale und finanzielle Gefälle. Während sich Tagelöhner oft von nichts anderem als Brei ernährten, lebte das Bürgertum im Überfluss.


Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Denise Schmid, Historikerin und Publizistin
    * Susanne Vögeli, Autorin und ehemalige Kochschullehrerin

Literatur:

    * Schmid, Imhof, Arnet, Vögeli (2023): Das Kochbuch der Kittin von 1699. Zürich: Hier und Jetzt Verlag.
    * Boesch Ina (2021): Weltwärts, Die globalen Spuren der Zürcher Kaufleute Kitt. Zürich: Hier und Jetzt Verlag.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mohrenschwarzer Schweinskopf und mit Zucker bestreuter Fisch: Zwei von fast 500 alten Schweizer Rezepten, welche die Bürgersfrau Anna Margaretha Gessner gegen Ende des 17. Jahrhunderts niederschrieb. Ihr Kochbuch verrät viel über das ausschweifende Leben des Bürgertums zu Zeiten des Barocks.

Über 300 Jahre nach dem Tod von Anna Margaretha Gessner – geborene Kitt – haben vier Autorinnen ihr handgeschriebenes Kochbuch aus seinem Schlummer im Archiv geweckt. Sie haben die schwer leserliche Handschrift transkribiert und eine Auswahl der Rezepte nachgekocht und modernisiert. Nicht alles würden wir heute noch essen. Singvögel, die mitsamt Federn eingemacht werden oder gebratene Butterballen: Das klingt grotesk in unseren Ohren. Anderes ist uns vertraut: «Käss mit Wein» zum Beispiel – eines der ersten Fondue-Rezepte. Das «Kochbuch der Kittin» gibt aber nicht nur Einblick in den bürgerlichen Speiseplan von damals, es verrät auch was über das steile soziale und finanzielle Gefälle. Während sich Tagelöhner oft von nichts anderem als Brei ernährten, lebte das Bürgertum im Überfluss.


Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Denise Schmid, Historikerin und Publizistin
    * Susanne Vögeli, Autorin und ehemalige Kochschullehrerin

Literatur:

    * Schmid, Imhof, Arnet, Vögeli (2023): Das Kochbuch der Kittin von 1699. Zürich: Hier und Jetzt Verlag.
    * Boesch Ina (2021): Weltwärts, Die globalen Spuren der Zürcher Kaufleute Kitt. Zürich: Hier und Jetzt Verlag.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24454846" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/09/Zeitblende_23-09-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=19c8f9d7-0fe6-4e5b-a24b-11f9088fa95d"/></item><item><guid isPermaLink="false">230f93af-10b1-4b41-8ec7-7ab11f0b5021</guid><title>Der Bergführer Matthias Zurbriggen – sein Aufstieg und sein Fall</title><itunes:title>Der Bergführer Matthias Zurbriggen – sein Aufstieg und sein Fall</itunes:title><pubDate>Sat, 09 Sep 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2043</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Walliser Matthias Zurbriggen gilt als einer der bekanntesten Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Er wurde für Expeditionen ins Himalaya-Gebiet, nach Neuseeland und nach Südamerika engagiert. Er ist bekannt als Erstbesteiger des höchsten Bergs ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Walliser Matthias Zurbriggen gilt als einer der bekanntesten Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Er wurde für Expeditionen ins Himalaya-Gebiet, nach Neuseeland und nach Südamerika engagiert. Er ist bekannt als Erstbesteiger des höchsten Bergs auf dem amerikanischen Kontinent, des Aconcagua.

In ärmlichen Verhältnissen in Saas-Fee und in Norditalien aufgewachsen, faszinieren Zurbriggen die Berge im Dörfchen Macugnaga. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf das Monte Rosa-Massiv und die höchste Wand der Alpen. Doch mit 13 Jahren wird im das Dorf zu klein und er schlägt sich mit verschiedenen Arbeiten im Ausland durch. Nach elf Wanderjahren im Ausland wird er 25-jährig Bergführer. Vieles über seine zum Teil waghalsigen Touren beschreibt er in seiner Autobiographie. Er reist mit englischen Brotherren nach Neuseeland, ins Himalaya-Gebiet und nach Südamerika. Er entdeckt unbekannte Routen auf hohe Berge. Über die letzten Lebensjahre Zurbriggens ist allerdings wenig bekannt. Er nahm sich in Genf verarmt das Leben – er wurde 61 Jahre alt.

Zu Gast in dieser Zeitblende sind:

    * Daniel Anker, Historiker und Autor mit Spezialgebiet Alpinismus
    * Teresa Delgado, Südamerika-Korrespondentin SRF

Literatur:

    * Anker, Daniel & Volken, Marco (2009): Monte Rosa. Königin der Alpen. Zürich: AS Verlag.
    * Anker, Daniel (2022): Lebhaft und genial bis zum bitteren Ende. In: Die Alpen vom 22. April 2022. S. 30ff.
    * Egger, Carl (1946): Pioniere der Alpen: 30 Lebensbilder der grossen Schweizer Bergführer. Von Melchior Anderegg bis Franz Lochmatter. 1827 bis 1933.
    * Kalbermatten, Walter & Zurbriggen, André (1997): Matthias Zurbriggen. Der berühmteste Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Saas-Allmagell.
    * Zurbriggen, Matthias (1937): Von den Alpen zu den Anden. Lebenserinnerungen eines Bergführers. Berlin: Union Deutsche Verlagsgesellschaft Roth und Company. Übersetzung des englischen Originals aus dem Jahr 1899.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Walliser Matthias Zurbriggen gilt als einer der bekanntesten Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Er wurde für Expeditionen ins Himalaya-Gebiet, nach Neuseeland und nach Südamerika engagiert. Er ist bekannt als Erstbesteiger des höchsten Bergs auf dem amerikanischen Kontinent, des Aconcagua.

In ärmlichen Verhältnissen in Saas-Fee und in Norditalien aufgewachsen, faszinieren Zurbriggen die Berge im Dörfchen Macugnaga. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf das Monte Rosa-Massiv und die höchste Wand der Alpen. Doch mit 13 Jahren wird im das Dorf zu klein und er schlägt sich mit verschiedenen Arbeiten im Ausland durch. Nach elf Wanderjahren im Ausland wird er 25-jährig Bergführer. Vieles über seine zum Teil waghalsigen Touren beschreibt er in seiner Autobiographie. Er reist mit englischen Brotherren nach Neuseeland, ins Himalaya-Gebiet und nach Südamerika. Er entdeckt unbekannte Routen auf hohe Berge. Über die letzten Lebensjahre Zurbriggens ist allerdings wenig bekannt. Er nahm sich in Genf verarmt das Leben – er wurde 61 Jahre alt.

Zu Gast in dieser Zeitblende sind:

    * Daniel Anker, Historiker und Autor mit Spezialgebiet Alpinismus
    * Teresa Delgado, Südamerika-Korrespondentin SRF

Literatur:

    * Anker, Daniel & Volken, Marco (2009): Monte Rosa. Königin der Alpen. Zürich: AS Verlag.
    * Anker, Daniel (2022): Lebhaft und genial bis zum bitteren Ende. In: Die Alpen vom 22. April 2022. S. 30ff.
    * Egger, Carl (1946): Pioniere der Alpen: 30 Lebensbilder der grossen Schweizer Bergführer. Von Melchior Anderegg bis Franz Lochmatter. 1827 bis 1933.
    * Kalbermatten, Walter & Zurbriggen, André (1997): Matthias Zurbriggen. Der berühmteste Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Saas-Allmagell.
    * Zurbriggen, Matthias (1937): Von den Alpen zu den Anden. Lebenserinnerungen eines Bergführers. Berlin: Union Deutsche Verlagsgesellschaft Roth und Company. Übersetzung des englischen Originals aus dem Jahr 1899.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="49074472" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/09/Zeitblende_09-09-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=230f93af-10b1-4b41-8ec7-7ab11f0b5021"/></item><item><guid isPermaLink="false">e8580c14-c963-4829-91bf-afcd277644f1</guid><title>Archivperle: Fall Stadelmann. Wie zwei Liebende zu Mördern wurden</title><itunes:title>Archivperle: Fall Stadelmann. Wie zwei Liebende zu Mördern wurden</itunes:title><pubDate>Sat, 26 Aug 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1955</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Am 19. Oktober 1957 stirbt Peter Stadelmann. Mit einem Wagenheber wird er erschlagen, dann in die Reuss geworfen, wo er ertrinkt. Die Täter: Ein Aargauer Gipser und seine norwegische Geliebte. Sie wollen nach Amerika und brauchen Geld. Die Zeitblende  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Am 19. Oktober 1957 stirbt Peter Stadelmann. Mit einem Wagenheber wird er erschlagen, dann in die Reuss geworfen, wo er ertrinkt. Die Täter: Ein Aargauer Gipser und seine norwegische Geliebte. Sie wollen nach Amerika und brauchen Geld. Die Zeitblende mit einer Wiederholung vom 10. Oktober 2020.

Ihre Tat schreckt das ganze Land auf. Und sie verrät viel über die Schweiz der 1950er-Jahre.

Es ist eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, als die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg noch wach war – und bereits der nächste Krieg, der «Kalte Krieg» drohte. Es werden Häuser und Autobahnen gebaut, die Schweizer kaufen sich ausländische Autos und Fernsehgeräte. Doch die 50er-Jahre sind auch eine Zeit der sozialen Ungleichheit, der rigiden Moralvorstellungen, der verklemmten Sexualität.

Vor dieser Kulisse spielt sich dieser Kriminalfall ab: Der Gipser Max Märki, ein verheirateter Familienvater, und die norwegische Hilfsköchin Ragnhild Flater verlieben sich ineinander, wollen ausbrechen aus ihrem Millieu und aus der Armut – und wollen nach Amerika. Sie brauchen Geld. Doch der Versuch, den unschuldigen Peter Stadelmann auszurauben, geht schief. Sie bringen ihn um.

Der Autor und Journalist Peter Hossli hat den Fall intensiv recherchiert und ein Buch geschrieben. Mit ihm zeichnet die «Zeitblende» diese Geschichte nach. Sie ist auch ein Sittengemälde der damaligen Gesellschaft, wie Monika Dommann, Geschichtsprofessorin an der Universität Zürich, ausführt.

__

Diese Zeitblende wurde erstmals am 10. Oktober 2020 ausgestrahlt. In zwei Wochen erscheint wieder eine neue Ausgabe.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Am 19. Oktober 1957 stirbt Peter Stadelmann. Mit einem Wagenheber wird er erschlagen, dann in die Reuss geworfen, wo er ertrinkt. Die Täter: Ein Aargauer Gipser und seine norwegische Geliebte. Sie wollen nach Amerika und brauchen Geld. Die Zeitblende mit einer Wiederholung vom 10. Oktober 2020.

Ihre Tat schreckt das ganze Land auf. Und sie verrät viel über die Schweiz der 1950er-Jahre.

Es ist eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, als die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg noch wach war – und bereits der nächste Krieg, der «Kalte Krieg» drohte. Es werden Häuser und Autobahnen gebaut, die Schweizer kaufen sich ausländische Autos und Fernsehgeräte. Doch die 50er-Jahre sind auch eine Zeit der sozialen Ungleichheit, der rigiden Moralvorstellungen, der verklemmten Sexualität.

Vor dieser Kulisse spielt sich dieser Kriminalfall ab: Der Gipser Max Märki, ein verheirateter Familienvater, und die norwegische Hilfsköchin Ragnhild Flater verlieben sich ineinander, wollen ausbrechen aus ihrem Millieu und aus der Armut – und wollen nach Amerika. Sie brauchen Geld. Doch der Versuch, den unschuldigen Peter Stadelmann auszurauben, geht schief. Sie bringen ihn um.

Der Autor und Journalist Peter Hossli hat den Fall intensiv recherchiert und ein Buch geschrieben. Mit ihm zeichnet die «Zeitblende» diese Geschichte nach. Sie ist auch ein Sittengemälde der damaligen Gesellschaft, wie Monika Dommann, Geschichtsprofessorin an der Universität Zürich, ausführt.

__

Diese Zeitblende wurde erstmals am 10. Oktober 2020 ausgestrahlt. In zwei Wochen erscheint wieder eine neue Ausgabe.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="46981059" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/08/Zeitblende_26-08-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=e8580c14-c963-4829-91bf-afcd277644f1"/></item><item><guid isPermaLink="false">8a53ac4d-ab39-448b-87cd-8270197c7bef</guid><title>Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass?</title><itunes:title>Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass?</itunes:title><pubDate>Sat, 12 Aug 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>2078</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas K ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?

Im August 1893 nahm das Schweizer Stimmvolk das Schächtverbot – die allererste eidgenössische Volksinitiative – an. Tiere durften fortan nicht mehr ohne Betäubung geschlachtet werden, also so wie es das rituelle Schlachten nach jüdischer (Koscher) und islamischer (Halal) Art vorsieht. Das Verbot zielte damals, Ende des 19. Jahrhunderts, auf die jüdische Gemeinschaft. Der Abstimmungskampf war entsprechend von viel Antisemitismus geprägt – aber auch von der noch immer relativ neuen Idee des Tierschutzes. Einer der Köpfe hinter der Initiative war Andreas Keller-Jäggi, der Präsident des Aargauischen Tierschutzvereins. Wer war Keller-Jäggi und was trieb ihn an, das Schächten zu bekämpfen – Tierliebe oder Judenfeindlichkeit? Eine Spurensuche, die unter anderem ins Archiv in Aarau führt, in ein Tierheim in Untersiggenthal und, zumindest virtuell, bis nach Japan.

Zu Wort kommen unter anderen:

    * Thomas Metzger, Historiker und Professor an der PH St. Gallen, mit Forschungsschwerpunkt Antisemitismus und Schweizerische Zeitgeschichte
    * Stephan Häsler, ausgebildeter Tierarzt und in den 2000er Jahren als stellvertretender Direktor des damaligen Bundesamtes für Veterinärwesen mit dem Schächtverbot befasst; heute engagiert er sich für die «Schweizerische Vereinigung für Geschichte der Veterinärmedizin»
    * Yoko Akiyama, Historikerin und Assistenzprofessorin an der Doshisha Universität in Kyoto, Japan
    * Astrid Becker, heutige Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins
    * Laura Bitterli, Doktorandin am Historischen Seminar der Universität Zürich und Co-Projektkoordinatorin von «Ad fontes»

Literatur zum Thema:

    * Thomas Metzger (2020): Argumentative Konstruktion von Differenz. Die Schächtverbotsinitiative und die Antiminarettinitiative im Vergleich <https://www.codhis-sdgd.ch/wp-content/uploads/2020/11/Didactica-6_2020_Metzger.pdf>
    * Yoko Akiyama (2019): Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine. Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    * Stephan Häsler (2010): Die Entwicklung des Tierschutzes in der Schweiz vom 19. Jahrhundert bis zum Erlass des Tierschutzgesetzes
       <https://www.svgvm.ch/startseite/geschichte/die-entwicklung-des-tierschutzes-in-der-schweiz-vom-19-jahrhundert-bis-zum-erlass-des-tierschutzgesetzes/>
    * Sibylle Horanyi (2004): Das Schächtverbot zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit. Eine Güterabwägung und interdisziplinäre Darstellung von Lösungsansätzen
    * Pascal Krauthammer (2000): Das Schächtverbot in der Schweiz, 1854-2000, die Schächtfrage zwischen Tierschutz, Politik und Fremdenfeindlichkeit]]></itunes:summary><description><![CDATA[Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?

Im August 1893 nahm das Schweizer Stimmvolk das Schächtverbot – die allererste eidgenössische Volksinitiative – an. Tiere durften fortan nicht mehr ohne Betäubung geschlachtet werden, also so wie es das rituelle Schlachten nach jüdischer (Koscher) und islamischer (Halal) Art vorsieht. Das Verbot zielte damals, Ende des 19. Jahrhunderts, auf die jüdische Gemeinschaft. Der Abstimmungskampf war entsprechend von viel Antisemitismus geprägt – aber auch von der noch immer relativ neuen Idee des Tierschutzes. Einer der Köpfe hinter der Initiative war Andreas Keller-Jäggi, der Präsident des Aargauischen Tierschutzvereins. Wer war Keller-Jäggi und was trieb ihn an, das Schächten zu bekämpfen – Tierliebe oder Judenfeindlichkeit? Eine Spurensuche, die unter anderem ins Archiv in Aarau führt, in ein Tierheim in Untersiggenthal und, zumindest virtuell, bis nach Japan.

Zu Wort kommen unter anderen:

    * Thomas Metzger, Historiker und Professor an der PH St. Gallen, mit Forschungsschwerpunkt Antisemitismus und Schweizerische Zeitgeschichte
    * Stephan Häsler, ausgebildeter Tierarzt und in den 2000er Jahren als stellvertretender Direktor des damaligen Bundesamtes für Veterinärwesen mit dem Schächtverbot befasst; heute engagiert er sich für die «Schweizerische Vereinigung für Geschichte der Veterinärmedizin»
    * Yoko Akiyama, Historikerin und Assistenzprofessorin an der Doshisha Universität in Kyoto, Japan
    * Astrid Becker, heutige Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins
    * Laura Bitterli, Doktorandin am Historischen Seminar der Universität Zürich und Co-Projektkoordinatorin von «Ad fontes»

Literatur zum Thema:

    * Thomas Metzger (2020): Argumentative Konstruktion von Differenz. Die Schächtverbotsinitiative und die Antiminarettinitiative im Vergleich <https://www.codhis-sdgd.ch/wp-content/uploads/2020/11/Didactica-6_2020_Metzger.pdf>
    * Yoko Akiyama (2019): Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine. Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    * Stephan Häsler (2010): Die Entwicklung des Tierschutzes in der Schweiz vom 19. Jahrhundert bis zum Erlass des Tierschutzgesetzes
       <https://www.svgvm.ch/startseite/geschichte/die-entwicklung-des-tierschutzes-in-der-schweiz-vom-19-jahrhundert-bis-zum-erlass-des-tierschutzgesetzes/>
    * Sibylle Horanyi (2004): Das Schächtverbot zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit. Eine Güterabwägung und interdisziplinäre Darstellung von Lösungsansätzen
    * Pascal Krauthammer (2000): Das Schächtverbot in der Schweiz, 1854-2000, die Schächtfrage zwischen Tierschutz, Politik und Fremdenfeindlichkeit]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="33291010" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/08/Zeitblende_12-08-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=8a53ac4d-ab39-448b-87cd-8270197c7bef"/></item><item><guid isPermaLink="false">228715a2-e38e-47e3-adc1-63d7daeabd2d</guid><title>Der erste Frauenstreik der Schweiz</title><itunes:title>Der erste Frauenstreik der Schweiz</itunes:title><pubDate>Sat, 29 Jul 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1795</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die erste Abstimmung zum Frauenstimmrecht wird 1959 wuchtig abgelehnt. Empört über das Ergebnis, beschliessen die Lehrerinnen des Basler Mädchengymnasiums zu streiken. Der Streik strahlt weit über die Schweiz hinaus und steht am Anfang einer Bewegung, ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die erste Abstimmung zum Frauenstimmrecht wird 1959 wuchtig abgelehnt. Empört über das Ergebnis, beschliessen die Lehrerinnen des Basler Mädchengymnasiums zu streiken. Der Streik strahlt weit über die Schweiz hinaus und steht am Anfang einer Bewegung, die schliesslich das Frauenstimmrecht erkämpft.

Luciana Thordai-Schweizer hat als junge Lehrerin am Streik teilgenommen. Sie erzählt in der «Zeitblende», wie sie und ihre Mitstreiterinnen damals den Entschluss für den Streik gefasst haben und dabei sogar bereit waren, ihre Arbeitsstelle zu riskieren.

Mit dem Streik brechen die Lehrerinnen gleich mit mehreren gesellschaftlichen Tabus. Frauen gelten in den 1950er Jahren in grossen Teilen der Gesellschaft als politisch unmündig. Frauen, die öffentlich politische Forderungen stellen, seien daher damals etwas Revolutionäres gewesen, sagt die Historikerin Noëmi Crain Merz.

Der Streik läutet aber auch eine neue Phase des Kampfes für die Einführung des Frauenstimmrechts ein. Die sogenannte zweite Frauenbewegung unterscheidet sich stark von der bisherigen Bewegung. Die neue Generation ist kompromissloser und konfrontativer.

Der Basler Lehrerinnenstreik von 1959 kann auch als Ursprung der modernen, landesweiten Frauenstreiks angesehen werden. Erstmals streiken in der Schweiz Frauen für Frauenrechte – statt, wie damals üblich, aufgrund arbeitsrechtlicher Forderungen.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die erste Abstimmung zum Frauenstimmrecht wird 1959 wuchtig abgelehnt. Empört über das Ergebnis, beschliessen die Lehrerinnen des Basler Mädchengymnasiums zu streiken. Der Streik strahlt weit über die Schweiz hinaus und steht am Anfang einer Bewegung, die schliesslich das Frauenstimmrecht erkämpft.

Luciana Thordai-Schweizer hat als junge Lehrerin am Streik teilgenommen. Sie erzählt in der «Zeitblende», wie sie und ihre Mitstreiterinnen damals den Entschluss für den Streik gefasst haben und dabei sogar bereit waren, ihre Arbeitsstelle zu riskieren.

Mit dem Streik brechen die Lehrerinnen gleich mit mehreren gesellschaftlichen Tabus. Frauen gelten in den 1950er Jahren in grossen Teilen der Gesellschaft als politisch unmündig. Frauen, die öffentlich politische Forderungen stellen, seien daher damals etwas Revolutionäres gewesen, sagt die Historikerin Noëmi Crain Merz.

Der Streik läutet aber auch eine neue Phase des Kampfes für die Einführung des Frauenstimmrechts ein. Die sogenannte zweite Frauenbewegung unterscheidet sich stark von der bisherigen Bewegung. Die neue Generation ist kompromissloser und konfrontativer.

Der Basler Lehrerinnenstreik von 1959 kann auch als Ursprung der modernen, landesweiten Frauenstreiks angesehen werden. Erstmals streiken in der Schweiz Frauen für Frauenrechte – statt, wie damals üblich, aufgrund arbeitsrechtlicher Forderungen.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="43132877" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/07/Zeitblende_29-07-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=228715a2-e38e-47e3-adc1-63d7daeabd2d"/></item><item><guid isPermaLink="false">0aee3869-5ee7-48a2-9c94-55dcf81714d0</guid><title>Zweifel säen - die Geschichte der Klimaleugner</title><itunes:title>Zweifel säen - die Geschichte der Klimaleugner</itunes:title><pubDate>Sat, 15 Jul 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1550</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Je grösser die Einigkeit zum Klimawandel in der Wissenschaft, desto aggressiver die Gegenkampagne der Klimaspektiker. Mit viel Geld säten Erdölkonzerne wie Exxon ab den 1990er Jahren Zweifel daran, dass der Klimawandel menschgemacht sei. Zweifel, die  ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Je grösser die Einigkeit zum Klimawandel in der Wissenschaft, desto aggressiver die Gegenkampagne der Klimaspektiker. Mit viel Geld säten Erdölkonzerne wie Exxon ab den 1990er Jahren Zweifel daran, dass der Klimawandel menschgemacht sei. Zweifel, die bis heute – auch in der Schweiz - weiterleben.

Die Harvard-Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes ist eine der profundesten Kennerinnen der Geschichte der Klimaleugnung. Sie erklärt in der «Zeitblende», wie Kampagnen der Klimaleugner funktionieren und wie sie die Wissenschaft verändert haben.


Einer von vielen Klimawissenschaftlern, die direkt angegriffen wurden von der Erdölindustrie, war Ben Santer. Der Klimamodellierer arbeitete an dem Bericht des Weltklimarats der UNO mit, der 1995 erstmals festhielt, dass der Klimawandel menschgemacht sei. In der «Zeitblende» erläutert er, wie diese Feststellung sein Leben veränderte.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Je grösser die Einigkeit zum Klimawandel in der Wissenschaft, desto aggressiver die Gegenkampagne der Klimaspektiker. Mit viel Geld säten Erdölkonzerne wie Exxon ab den 1990er Jahren Zweifel daran, dass der Klimawandel menschgemacht sei. Zweifel, die bis heute – auch in der Schweiz - weiterleben.

Die Harvard-Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes ist eine der profundesten Kennerinnen der Geschichte der Klimaleugnung. Sie erklärt in der «Zeitblende», wie Kampagnen der Klimaleugner funktionieren und wie sie die Wissenschaft verändert haben.


Einer von vielen Klimawissenschaftlern, die direkt angegriffen wurden von der Erdölindustrie, war Ben Santer. Der Klimamodellierer arbeitete an dem Bericht des Weltklimarats der UNO mit, der 1995 erstmals festhielt, dass der Klimawandel menschgemacht sei. In der «Zeitblende» erläutert er, wie diese Feststellung sein Leben veränderte.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="24874969" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/07/Zeitblende_15-07-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=0aee3869-5ee7-48a2-9c94-55dcf81714d0"/></item><item><guid isPermaLink="false">b2c37408-fda8-44a0-aaed-70fec389fa1f</guid><title>Frauenfussball in der Schweiz: Der lange Kampf um Anerkennung</title><itunes:title>Frauenfussball in der Schweiz: Der lange Kampf um Anerkennung</itunes:title><pubDate>Sat, 01 Jul 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1593</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Frauen, die auf dem Rasen kicken: 1923 sind sie in der Schweiz ein erstes Mal aufgefallen. 100 Jahre später steht die Nati vor ihrer zweiten WM. Dazwischen liegt ein über weite Strecken steiniger Weg. Die Frauen stossen auf Widerstand und Gespötte.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Frauen, die auf dem Rasen kicken: 1923 sind sie in der Schweiz ein erstes Mal aufgefallen. 100 Jahre später steht die Nati vor ihrer zweiten WM. Dazwischen liegt ein über weite Strecken steiniger Weg. Die Frauen stossen auf Widerstand und Gespötte.

«Ich hätte in der Schule sicher nicht herumerzählt, dass ich Fussball spiele», sagt Trudy Streit. Die heute 70-Jährige hat 1968 den ersten offiziellen Damenfussballclub der Schweiz mitgegründet, ihre Leidenschaft aber nie an die grosse Glocke gehängt. Weil es immer wieder abschätzige Sprüche gab: «Einer hat regelmässig unsere Matches besucht. Nicht wegen des Fussballs, sondern wegen der Brüste, die so schön hüpften».


Im Fussball hatten es die Frauen besonders schwer, sich durchzusetzen. «Weil er eine traditionelle Männerdomäne war», so Historikerin und Sportpädagogin Marianne Meier. «Da wurde mit aller Kraft versucht, die zu verteidigen». Ähnlich hätten es auch die ersten Frauen im Militär oder in der Politik erlebt.


Wie die Frauen um Anerkennung kämpfen mussten und warum sich die Männer so schwer taten mit Frauenfussball. Eine Fussball-Pionierin erinnert sich, eine Historikerin und Sportpädagogin ordnet ein – in der Zeitblende.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Frauen, die auf dem Rasen kicken: 1923 sind sie in der Schweiz ein erstes Mal aufgefallen. 100 Jahre später steht die Nati vor ihrer zweiten WM. Dazwischen liegt ein über weite Strecken steiniger Weg. Die Frauen stossen auf Widerstand und Gespötte.

«Ich hätte in der Schule sicher nicht herumerzählt, dass ich Fussball spiele», sagt Trudy Streit. Die heute 70-Jährige hat 1968 den ersten offiziellen Damenfussballclub der Schweiz mitgegründet, ihre Leidenschaft aber nie an die grosse Glocke gehängt. Weil es immer wieder abschätzige Sprüche gab: «Einer hat regelmässig unsere Matches besucht. Nicht wegen des Fussballs, sondern wegen der Brüste, die so schön hüpften».


Im Fussball hatten es die Frauen besonders schwer, sich durchzusetzen. «Weil er eine traditionelle Männerdomäne war», so Historikerin und Sportpädagogin Marianne Meier. «Da wurde mit aller Kraft versucht, die zu verteidigen». Ähnlich hätten es auch die ersten Frauen im Militär oder in der Politik erlebt.


Wie die Frauen um Anerkennung kämpfen mussten und warum sich die Männer so schwer taten mit Frauenfussball. Eine Fussball-Pionierin erinnert sich, eine Historikerin und Sportpädagogin ordnet ein – in der Zeitblende.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="38291683" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/06/Zeitblende_01-07-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=b2c37408-fda8-44a0-aaed-70fec389fa1f"/></item><item><guid isPermaLink="false">92cae2da-4799-4015-82de-16461c325229</guid><title>Der Waadtländer Freiheitskämpfer Major Davel: Volk sucht Held</title><itunes:title>Der Waadtländer Freiheitskämpfer Major Davel: Volk sucht Held</itunes:title><pubDate>Sat, 17 Jun 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1441</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Er soll der erste gewesen sein, der das Waadtland aus der Berner Herrschaft befreien wollte: Major Davel. Vor 300 Jahren las er in Lausanne sein Manifest. Das kostete ihn den Kopf. Abgeschlagen von den eigenen Leuten.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Er soll der erste gewesen sein, der das Waadtland aus der Berner Herrschaft befreien wollte: Major Davel. Vor 300 Jahren las er in Lausanne sein Manifest. Das kostete ihn den Kopf. Abgeschlagen von den eigenen Leuten.

Major Davel ist der Wilhelm Tell der Waadt. Aber er eignet sich nur bedingt zum Volkshelden. Vor allem, weil er von den eigenen Leuten an die Berner verraten, verurteilt und geköpft wurde.

Major Davel wurde im Laufe der Zeit vom Verräter zum Volkshelden. Diese Zeitblende zeichnet diesen Weg nach. Sie erzählt seine Geschichte und erklärt, warum Major Davel die Waadtländerinnen und Waadtländer bis heute vor Probleme stellt.

Die Zeitblende geht auf einen Stadtspaziergang mit den Historikern Béatrice Lovis und Guillaume Poisson von der Universtität Lausanne. Sie trennen den Mythos von den Fakten.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Er soll der erste gewesen sein, der das Waadtland aus der Berner Herrschaft befreien wollte: Major Davel. Vor 300 Jahren las er in Lausanne sein Manifest. Das kostete ihn den Kopf. Abgeschlagen von den eigenen Leuten.

Major Davel ist der Wilhelm Tell der Waadt. Aber er eignet sich nur bedingt zum Volkshelden. Vor allem, weil er von den eigenen Leuten an die Berner verraten, verurteilt und geköpft wurde.

Major Davel wurde im Laufe der Zeit vom Verräter zum Volkshelden. Diese Zeitblende zeichnet diesen Weg nach. Sie erzählt seine Geschichte und erklärt, warum Major Davel die Waadtländerinnen und Waadtländer bis heute vor Probleme stellt.

Die Zeitblende geht auf einen Stadtspaziergang mit den Historikern Béatrice Lovis und Guillaume Poisson von der Universtität Lausanne. Sie trennen den Mythos von den Fakten.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="11655935" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/06/Zeitblende_17-06-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=92cae2da-4799-4015-82de-16461c325229"/></item><item><guid isPermaLink="false">446a8550-7149-4b00-a0d1-ec30f73aa138</guid><title>Aufstieg und Fall der Welschenrohrer Uhrenindustrie</title><itunes:title>Aufstieg und Fall der Welschenrohrer Uhrenindustrie</itunes:title><pubDate>Sat, 03 Jun 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1594</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Welschenrohr ist heute ein eher verschlafenes Pendlerdorf im Kanton Solothurn. Doch einst war es der Sitz von mehreren Uhrenbetrieben. Ein Grossteil der Männer in Welschenrohr arbeitete für eine Firma, für einen Mann. Josef Gunzinger hiess er und er h ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Welschenrohr ist heute ein eher verschlafenes Pendlerdorf im Kanton Solothurn. Doch einst war es der Sitz von mehreren Uhrenbetrieben. Ein Grossteil der Männer in Welschenrohr arbeitete für eine Firma, für einen Mann. Josef Gunzinger hiess er und er hatte Welschenrohr fest im Griff.

Was 1900 mit einem Uhrenatelier begann, wurde im Laufe der Jahrezehnte zur Uhrenfabrik Technos. Das Unternehmen verkaufte seine Taschen- und Armbanduhren weltweit, besonders erfolreich war man in Brasilien und Japan. Auf dem Höhepunkt beschäftigte Technos 600 Arbeiter.

Gründer und Chef von Technos war Josef Gunzinger (1892-1970). Der FDPler hatte die schönsten Autos im Dorf, ein Ferienhaus am Thunersee und er liess auch mal kontrollieren, ob seine Arbeiter «korrekt» abstimmten.

Nach dem Tod des Patriarchen kollabierte die Welschenrohrer Uhrenindustrie in den 1970er-Jahren und die Fabriken mussten schliessen. Der Theologe und Historiker Urban Fink spricht in dieser Zeitblende von einem Trauma, das Welschenrohr bis heute nicht überwunden habe. 

Lange Zeit war man in Welschenrohr nicht wirklich stolz auf diese goldenen Zeiten der Uhrenmacherei, als die Bewohner quasi noch in den Finken zur Arbeit konnten. Das bekam René Allemann zu spüren, als er in Welschenrohr ein Uhrenmuseum gründen wollte. Der Enthusiasmus hielt sich bei den Einheimischen in Grenzen. 

Warum platzte der Welschenrohrer Traum vom Industriedorf? Und weshalb schienen die Wenigsten dem einstigen Dorfkönig Gunzinger eine Träne nachzuweinen. Antworten gibt es in dieser Zeitblende.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Welschenrohr ist heute ein eher verschlafenes Pendlerdorf im Kanton Solothurn. Doch einst war es der Sitz von mehreren Uhrenbetrieben. Ein Grossteil der Männer in Welschenrohr arbeitete für eine Firma, für einen Mann. Josef Gunzinger hiess er und er hatte Welschenrohr fest im Griff.

Was 1900 mit einem Uhrenatelier begann, wurde im Laufe der Jahrezehnte zur Uhrenfabrik Technos. Das Unternehmen verkaufte seine Taschen- und Armbanduhren weltweit, besonders erfolreich war man in Brasilien und Japan. Auf dem Höhepunkt beschäftigte Technos 600 Arbeiter.

Gründer und Chef von Technos war Josef Gunzinger (1892-1970). Der FDPler hatte die schönsten Autos im Dorf, ein Ferienhaus am Thunersee und er liess auch mal kontrollieren, ob seine Arbeiter «korrekt» abstimmten.

Nach dem Tod des Patriarchen kollabierte die Welschenrohrer Uhrenindustrie in den 1970er-Jahren und die Fabriken mussten schliessen. Der Theologe und Historiker Urban Fink spricht in dieser Zeitblende von einem Trauma, das Welschenrohr bis heute nicht überwunden habe. 

Lange Zeit war man in Welschenrohr nicht wirklich stolz auf diese goldenen Zeiten der Uhrenmacherei, als die Bewohner quasi noch in den Finken zur Arbeit konnten. Das bekam René Allemann zu spüren, als er in Welschenrohr ein Uhrenmuseum gründen wollte. Der Enthusiasmus hielt sich bei den Einheimischen in Grenzen. 

Warum platzte der Welschenrohrer Traum vom Industriedorf? Und weshalb schienen die Wenigsten dem einstigen Dorfkönig Gunzinger eine Träne nachzuweinen. Antworten gibt es in dieser Zeitblende.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="38331797" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/06/Zeitblende_03-06-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=446a8550-7149-4b00-a0d1-ec30f73aa138"/></item><item><guid isPermaLink="false">cc49f0a9-8bb3-4a4e-8020-88abc0ecaf70</guid><title>Wiederholung: «Die Geschichte einer geraubten Kindheit»</title><itunes:title>Wiederholung: «Die Geschichte einer geraubten Kindheit»</itunes:title><pubDate>Sat, 20 May 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1542</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Zeitblende zum Knabenheim «auf der Grube» vom November 2022 wird nächste Woche mit dem Berner Radiopreis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass wiederholen wir die Sendung. In zwei Wochen erscheint die Zeitblende wieder wie gewohnt mit einer neuen Ausgabe.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Zeitblende zum Knabenheim «auf der Grube» vom November 2022 wird nächste Woche mit dem Berner Radiopreis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass wiederholen wir die Sendung. In zwei Wochen erscheint die Zeitblende wieder wie gewohnt mit einer neuen Ausgabe.

Die Jury schreibt: «Die Sendung zeigt aufgrund eindrücklicher Aussagen eines ehemaligen Insassen auf, wie ein zwangsweise fürsorglich Eingewiesener das umstrittene Knabenerziehungsheim "Grube" nahe von Bern erlebt hat. Sabine Gorgé hat die Geschehnisse in der "Grube" über viele Jahre verfolgt und schliesslich auf respektvolle Weise eine berührende Sendung zu einem dunklen Kapitel der Sozialgeschichte gestaltet. Sie fand einen aussagewilligen Zeugen, "dem sie - so die Jury - mit grossem Einfühlungsvermögen und Sensibilität begegnet. Sie gibt ihm Raum und Vertrauen, so dass er den Mut aufbringt, vor Ort über seine schmerzvolle Geschichte offen zu berichten. Der Beitrag macht so das Schicksal des Zeitzeugen für uns nahe erlebbar". Eine Historikerin bettet zudem die Schilderungen in den Kontext der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen ein.»

Quelle: Berner Stiftung für Radio und Fernsehen <https://www.bernerstiftung.ch/preistraeger_innen-2023/>

_____________________________________________________

Das Knabenheim «auf der Grube» in Niederwangen bei Bern hätte Buben aus schwierigen Verhältnissen Schutz und Geborgenheit bieten sollen. Das Gegenteil war der Fall. Gewalt und Missbrauch waren jahrzehntelang an der Tagesordnung – nun erzählen Ehemalige ihre Geschichte.

Der heute 59-jährige Heinz Kräuchi erinnert sich an seine Schuljahre in den 1970er Jahren auf der «Grube». Er wurde als Neunjähriger seiner alleinerziehenden Mutter weggenommen, als Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Die Berner Vormundschaftsbehörde brachte ihn ins Knabenheim, wo er sieben Jahre lang blieb.

Nun hat Heinz Kräuchi zusammen mit anderen ehemaligen «Gruebe-Buebe», Historikerinnen und Journalisten ein Buch über das Knabenheim «auf der Grube» verfasst – ein erschütterndes Zeitdokument, das ein Schlaglicht auf einen dunklen Punkt der jüngsten Schweizer Sozialgeschichte wirft.

Mitautorin des Buches ist auch die Historikerin Tanja Rietmann. Sie ordnet das Schicksal von Heinz Kräuchi und die Geschehnisse auf der «Grube» in den Kontext der Fremdplatzierungen und der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen im 19. und 20. Jahrhundert ein.

Weitere Informationen:

• Knabenheim "Auf der Grube". 188 Jahre Zwangserziehung. Innenblicke und Aussenblicke. Hier und Jetzt, 2022.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Zeitblende zum Knabenheim «auf der Grube» vom November 2022 wird nächste Woche mit dem Berner Radiopreis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass wiederholen wir die Sendung. In zwei Wochen erscheint die Zeitblende wieder wie gewohnt mit einer neuen Ausgabe.

Die Jury schreibt: «Die Sendung zeigt aufgrund eindrücklicher Aussagen eines ehemaligen Insassen auf, wie ein zwangsweise fürsorglich Eingewiesener das umstrittene Knabenerziehungsheim "Grube" nahe von Bern erlebt hat. Sabine Gorgé hat die Geschehnisse in der "Grube" über viele Jahre verfolgt und schliesslich auf respektvolle Weise eine berührende Sendung zu einem dunklen Kapitel der Sozialgeschichte gestaltet. Sie fand einen aussagewilligen Zeugen, "dem sie - so die Jury - mit grossem Einfühlungsvermögen und Sensibilität begegnet. Sie gibt ihm Raum und Vertrauen, so dass er den Mut aufbringt, vor Ort über seine schmerzvolle Geschichte offen zu berichten. Der Beitrag macht so das Schicksal des Zeitzeugen für uns nahe erlebbar". Eine Historikerin bettet zudem die Schilderungen in den Kontext der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen ein.»

Quelle: Berner Stiftung für Radio und Fernsehen <https://www.bernerstiftung.ch/preistraeger_innen-2023/>

_____________________________________________________

Das Knabenheim «auf der Grube» in Niederwangen bei Bern hätte Buben aus schwierigen Verhältnissen Schutz und Geborgenheit bieten sollen. Das Gegenteil war der Fall. Gewalt und Missbrauch waren jahrzehntelang an der Tagesordnung – nun erzählen Ehemalige ihre Geschichte.

Der heute 59-jährige Heinz Kräuchi erinnert sich an seine Schuljahre in den 1970er Jahren auf der «Grube». Er wurde als Neunjähriger seiner alleinerziehenden Mutter weggenommen, als Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Die Berner Vormundschaftsbehörde brachte ihn ins Knabenheim, wo er sieben Jahre lang blieb.

Nun hat Heinz Kräuchi zusammen mit anderen ehemaligen «Gruebe-Buebe», Historikerinnen und Journalisten ein Buch über das Knabenheim «auf der Grube» verfasst – ein erschütterndes Zeitdokument, das ein Schlaglicht auf einen dunklen Punkt der jüngsten Schweizer Sozialgeschichte wirft.

Mitautorin des Buches ist auch die Historikerin Tanja Rietmann. Sie ordnet das Schicksal von Heinz Kräuchi und die Geschehnisse auf der «Grube» in den Kontext der Fremdplatzierungen und der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen im 19. und 20. Jahrhundert ein.

Weitere Informationen:

• Knabenheim "Auf der Grube". 188 Jahre Zwangserziehung. Innenblicke und Aussenblicke. Hier und Jetzt, 2022.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37064758" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/05/Zeitblende_20-05-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=cc49f0a9-8bb3-4a4e-8020-88abc0ecaf70"/></item><item><guid isPermaLink="false">979d0d89-abf5-4767-97eb-659b1099c64f</guid><title>Adeline Favre: Die Hebamme aus dem Val d'Anniviers</title><itunes:title>Adeline Favre: Die Hebamme aus dem Val d'Anniviers</itunes:title><pubDate>Sat, 06 May 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1909</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>8000 Kindern hat sie geholfen, das Licht der Welt zu erblicken, die Hebamme Adeline Favre. Sie hatte eine wichtige gesellschaftliche Position im Val dAnniviers, kam gleich nach dem Pfarrer und bekam in ihren 50 Berufsjahren hautnah mit, wie sich die G ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[8000 Kindern hat sie geholfen, das Licht der Welt zu erblicken, die Hebamme Adeline Favre. Sie hatte eine wichtige gesellschaftliche Position im Val dAnniviers, kam gleich nach dem Pfarrer und bekam in ihren 50 Berufsjahren hautnah mit, wie sich die Geburtshilfe im 20. Jahrhundert verändert hat.

Die Zeitblende erzählt die Geschichte der Hebamme Adeline Favre; ihre Erfahrungen flossen in den frühen 80er Jahren in das Buch "Ich, Adeline, Hebamme aus dem Val d'Anniviers", das vor kurzem in einer Neuauflage erschienen ist.

Wir reden darüber mit der Historikerin Kristin Hammer, sie ist selber auch Hebamme und unterrichtet an der ZHAW in Winterthur. Sie ordnet ein, wie sich der Alltag der Hebammen im 20. Jahrhundert verändert hat.

Mit dem Arzt und Historiker Prof. Hubert Steinke, Leiter des Medizin-historischen Instituts in Bern beleuchten wir ausserdem das Verhältnis zwischen Ärzten und Hebammen in der Geschichte. ]]></itunes:summary><description><![CDATA[8000 Kindern hat sie geholfen, das Licht der Welt zu erblicken, die Hebamme Adeline Favre. Sie hatte eine wichtige gesellschaftliche Position im Val dAnniviers, kam gleich nach dem Pfarrer und bekam in ihren 50 Berufsjahren hautnah mit, wie sich die Geburtshilfe im 20. Jahrhundert verändert hat.

Die Zeitblende erzählt die Geschichte der Hebamme Adeline Favre; ihre Erfahrungen flossen in den frühen 80er Jahren in das Buch "Ich, Adeline, Hebamme aus dem Val d'Anniviers", das vor kurzem in einer Neuauflage erschienen ist.

Wir reden darüber mit der Historikerin Kristin Hammer, sie ist selber auch Hebamme und unterrichtet an der ZHAW in Winterthur. Sie ordnet ein, wie sich der Alltag der Hebammen im 20. Jahrhundert verändert hat.

Mit dem Arzt und Historiker Prof. Hubert Steinke, Leiter des Medizin-historischen Instituts in Bern beleuchten wir ausserdem das Verhältnis zwischen Ärzten und Hebammen in der Geschichte. ]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="30591401" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/05/Zeitblende_06-05-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=979d0d89-abf5-4767-97eb-659b1099c64f"/></item><item><guid isPermaLink="false">024afb7b-1150-4f49-a0e8-fb5b16a0eee9</guid><title>Holocaust-Überlebende Eva Fahidi: Leben, um zu erzählen</title><itunes:title>Holocaust-Überlebende Eva Fahidi: Leben, um zu erzählen</itunes:title><pubDate>Sat, 22 Apr 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1612</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Eva Fahidi hat den Holocaust überlebt. Die heute 97-jährige Ungarin wird 1944 mit ihrer Familie ins KZ Auschwitz-Birkenau transportiert - in Viehwaggons. Kurz nach der Ankunft wird ihre ganze Familie ermordet. 60 Jahre schweigt sie über das Erlebte. E ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Eva Fahidi hat den Holocaust überlebt. Die heute 97-jährige Ungarin wird 1944 mit ihrer Familie ins KZ Auschwitz-Birkenau transportiert - in Viehwaggons. Kurz nach der Ankunft wird ihre ganze Familie ermordet. 60 Jahre schweigt sie über das Erlebte. Erst mit 78 Jahren beginnt sie zu erzählen.

Eva Fahidi erzählt vom Geruch in Auschwitz, von den körperlichen Strapazen im Arbeitslager Buchenwald.

Sie erzählt von ihren Freundinnen im Konzentrationslager, vom ersten Brot nach der Befreiung durch die Alliierten und von der Unmöglichkeit im Hass weiterzuleben.

Sie erzählt auch, wieso sie 60 Jahre lang geschwiegen hat zum Holocaust - und wieso sie sich heute verpflichtet fühlt, davon zu berichten.

Die Geschichte von Eva Fahidi ist Thema in dieser Zeitblende. Osteuropa-Korrespondent Roman Fillinger hat sie in ihrem Zuhause im Zentrum von Budapest getroffen.

Literatur:

    * Fahidi-Pusztai, Eva (2022): Die Seele der Dinge. 2. Auflage. Berlin: Lukas Verlag.
    * Fahidi-Pusztai, Eva (2021): Lieben und geliebt werden. Mein Leben nach Auschwitz-Birkenau. Wiesbaden: Marix-Verlag.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Eva Fahidi hat den Holocaust überlebt. Die heute 97-jährige Ungarin wird 1944 mit ihrer Familie ins KZ Auschwitz-Birkenau transportiert - in Viehwaggons. Kurz nach der Ankunft wird ihre ganze Familie ermordet. 60 Jahre schweigt sie über das Erlebte. Erst mit 78 Jahren beginnt sie zu erzählen.

Eva Fahidi erzählt vom Geruch in Auschwitz, von den körperlichen Strapazen im Arbeitslager Buchenwald.

Sie erzählt von ihren Freundinnen im Konzentrationslager, vom ersten Brot nach der Befreiung durch die Alliierten und von der Unmöglichkeit im Hass weiterzuleben.

Sie erzählt auch, wieso sie 60 Jahre lang geschwiegen hat zum Holocaust - und wieso sie sich heute verpflichtet fühlt, davon zu berichten.

Die Geschichte von Eva Fahidi ist Thema in dieser Zeitblende. Osteuropa-Korrespondent Roman Fillinger hat sie in ihrem Zuhause im Zentrum von Budapest getroffen.

Literatur:

    * Fahidi-Pusztai, Eva (2022): Die Seele der Dinge. 2. Auflage. Berlin: Lukas Verlag.
    * Fahidi-Pusztai, Eva (2021): Lieben und geliebt werden. Mein Leben nach Auschwitz-Birkenau. Wiesbaden: Marix-Verlag.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="38756239" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/04/Zeitblende_22-04-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=024afb7b-1150-4f49-a0e8-fb5b16a0eee9"/></item><item><guid isPermaLink="false">6836a8b7-ab63-4a7b-b213-90dd88ab70b0</guid><title>Augustin Keller: Vom Aargauer Klosterstreit zum Bundesstaat</title><itunes:title>Augustin Keller: Vom Aargauer Klosterstreit zum Bundesstaat</itunes:title><pubDate>Sat, 08 Apr 2023 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1641</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Aargauer Politiker Augustin Keller provozierte den Aargauer Klosterstreit – und damit die gewaltsame Schliessung aller Klöster im Kanton Aargau. Der Klosterstreit war zentral für den Ausbruch des Sonderbundskriegs und für die Gründung des Schweize ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Aargauer Politiker Augustin Keller provozierte den Aargauer Klosterstreit – und damit die gewaltsame Schliessung aller Klöster im Kanton Aargau. Der Klosterstreit war zentral für den Ausbruch des Sonderbundskriegs und für die Gründung des Schweizerischen Bundesstaates vor 175 Jahren.

1841 wurden innerhalb kurzer Zeit alle acht Klöster im Aargau geschlossen und die Mönche und Nonnen verjagt. Verantwortlich für diesen Schlüsselmoment der Schweizer Geschichte war die Brandrede des Aargauer Seminardirektors und liberal-katholischen Politikers Augustin Keller. Er beschuldigte die Klöster, den katholischen Aufstand im Freiamt unterstützt zu haben – ein Vorwurf, den die Geschichtsschreibung nicht belegen kann, wie Historikerin Annina Sandmeier-Walt zeigt, die die Geschichte des Klosters Muri aufarbeitet.

Der Aargauer Klosterstreit führte zu einer religiösen und politischen Radikalisierung der Bevölkerung in der ganzen Schweiz, die schliesslich in einem Bürgerkrieg und dem letzten Krieg auf Schweizer Boden gipfelte, dem Sonderbundskrieg. «Ich bezweifle, dass es ohne die Klosteraufhebung im Aargau zu einem Schweizer Bundesstaat gekommen wäre», ordnet der Historiker und ehemalige Nationalrat Josef Lang ein.

Die Zeitblende beleuchtet die politisch und religiös aufgeladenen 1840er-Jahre, rekonstruiert, wie der Aargauer Klosterstreit die Bevölkerung in der gesamten Eidgenossenschaft gespalten und mobilisiert hat, und welche weitreichenden Folgen dies für die Schweiz hatte. Die zentrale Figur dabei war Augustin Keller, der Revolutionär, dessen grösstes Ziel mit der Gründung des modernen Bundesstaates vor genau vor 175 Jahren in Erfüllung ging.

GesprächspartnerInnen:
Annina Sandmeier-Walt, Historikerin, Autorin Geschichte Kloster Muri
Josef Lang, Historiker

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

Leimgruber, Yvonne et al. (Hrsg.): Pädagoge – Politiker – Kirchenreformer. Augustin Keller (1805-1883) und seine Zeit. Beiträge zur Aargauer Geschichte, Bd. 14. Baden, 2005.

Lang, Josef: «Vernünftig und katholisch zugleich». Katholische Radikale und antiklerikale Dynamik. In: Ernst, Andreas et al. (Hrsg.): Revolution und Innovation. Die konfliktreiche Entstehung des schweizerischen Bundesstaates von 1848. S.259-270.

Lang, Josef, Meier, Pirmin: Kulturkampf. Die Schweiz des 19. Jahrhunderts im Spiegel von heute. Baden, 2016.

Sandmeier-Walt, Annina: Die Aufhebung des Klosters Muri 1841. Der Aargauer Klosterstreit in Schweizer Erinnerungskulturen. Murenser Monografien, Bd. 4. Zürich, 2019.

Sandmeier-Walt, Annina: Augustin Keller, sein Andenken und die Aufhebung der aargauischen Klöster 1841. In: Argovia (2016), Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 128, S.125-135.

Hägler, Peter: Die Vertreibung der Murimönche. In: Memorial Muri 1841. Zur aargauischen Klosteraufhebung von 1841. 1991. S.171-204.

Protokoll der Verhandlungen des Grossen Rats des Kantons Aargau vom 13.1.1841. S.9-19.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Aargauer Politiker Augustin Keller provozierte den Aargauer Klosterstreit – und damit die gewaltsame Schliessung aller Klöster im Kanton Aargau. Der Klosterstreit war zentral für den Ausbruch des Sonderbundskriegs und für die Gründung des Schweizerischen Bundesstaates vor 175 Jahren.

1841 wurden innerhalb kurzer Zeit alle acht Klöster im Aargau geschlossen und die Mönche und Nonnen verjagt. Verantwortlich für diesen Schlüsselmoment der Schweizer Geschichte war die Brandrede des Aargauer Seminardirektors und liberal-katholischen Politikers Augustin Keller. Er beschuldigte die Klöster, den katholischen Aufstand im Freiamt unterstützt zu haben – ein Vorwurf, den die Geschichtsschreibung nicht belegen kann, wie Historikerin Annina Sandmeier-Walt zeigt, die die Geschichte des Klosters Muri aufarbeitet.

Der Aargauer Klosterstreit führte zu einer religiösen und politischen Radikalisierung der Bevölkerung in der ganzen Schweiz, die schliesslich in einem Bürgerkrieg und dem letzten Krieg auf Schweizer Boden gipfelte, dem Sonderbundskrieg. «Ich bezweifle, dass es ohne die Klosteraufhebung im Aargau zu einem Schweizer Bundesstaat gekommen wäre», ordnet der Historiker und ehemalige Nationalrat Josef Lang ein.

Die Zeitblende beleuchtet die politisch und religiös aufgeladenen 1840er-Jahre, rekonstruiert, wie der Aargauer Klosterstreit die Bevölkerung in der gesamten Eidgenossenschaft gespalten und mobilisiert hat, und welche weitreichenden Folgen dies für die Schweiz hatte. Die zentrale Figur dabei war Augustin Keller, der Revolutionär, dessen grösstes Ziel mit der Gründung des modernen Bundesstaates vor genau vor 175 Jahren in Erfüllung ging.

GesprächspartnerInnen:
Annina Sandmeier-Walt, Historikerin, Autorin Geschichte Kloster Muri
Josef Lang, Historiker

Verwendete/weiterführende Literatur und Quellen:

Leimgruber, Yvonne et al. (Hrsg.): Pädagoge – Politiker – Kirchenreformer. Augustin Keller (1805-1883) und seine Zeit. Beiträge zur Aargauer Geschichte, Bd. 14. Baden, 2005.

Lang, Josef: «Vernünftig und katholisch zugleich». Katholische Radikale und antiklerikale Dynamik. In: Ernst, Andreas et al. (Hrsg.): Revolution und Innovation. Die konfliktreiche Entstehung des schweizerischen Bundesstaates von 1848. S.259-270.

Lang, Josef, Meier, Pirmin: Kulturkampf. Die Schweiz des 19. Jahrhunderts im Spiegel von heute. Baden, 2016.

Sandmeier-Walt, Annina: Die Aufhebung des Klosters Muri 1841. Der Aargauer Klosterstreit in Schweizer Erinnerungskulturen. Murenser Monografien, Bd. 4. Zürich, 2019.

Sandmeier-Walt, Annina: Augustin Keller, sein Andenken und die Aufhebung der aargauischen Klöster 1841. In: Argovia (2016), Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 128, S.125-135.

Hägler, Peter: Die Vertreibung der Murimönche. In: Memorial Muri 1841. Zur aargauischen Klosteraufhebung von 1841. 1991. S.171-204.

Protokoll der Verhandlungen des Grossen Rats des Kantons Aargau vom 13.1.1841. S.9-19.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="39447756" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/04/Zeitblende_08-04-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=6836a8b7-ab63-4a7b-b213-90dd88ab70b0"/></item><item><guid isPermaLink="false">605d9900-b4a5-42d4-8016-8b04f330f886</guid><title>Wie Jean Villard Gilles mit seinen Chansons für Freiheit kämpfte</title><itunes:title>Wie Jean Villard Gilles mit seinen Chansons für Freiheit kämpfte</itunes:title><pubDate>Sat, 25 Mar 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1782</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Waadtländer Chansonnier Jean Villard Gilles kritisierte mit Liedern wie «Dollar» Gier und Verblendung, stellte sich in seinem Lausanner Cabaret gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Und verhalf Edith Piaf mit «Les trois cloches» zu einem Welthit.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Waadtländer Chansonnier Jean Villard Gilles kritisierte mit Liedern wie «Dollar» Gier und Verblendung, stellte sich in seinem Lausanner Cabaret gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Und verhalf Edith Piaf mit «Les trois cloches» zu einem Welthit.

Sein Gedicht «La Venoge» über den gleichnamigen Waadtländer Fluss wurde zu so etwas wie waadtländischem Kulturgut. Sein Chanson «Les trois cloches», gesungen von Edith Piaf, machte Weltkarriere.
Doch Jean Villard Gilles, Poet, Schauspieler und Liedermacher aus der Waadt war mehr als ein Lokaldichter. Und auch mehr als ein Komponist populärer französischer Chansons.

Mit Musik, Witz und Ironie gegen den Nationalsozialismus

Jean Villard Gilles war einer, der sich zeitlebens mit den politischen Verwerfungen seiner Zeit auseinandersetzte. Im Frankreich der 1930er Jahre holte er das französische Chanson aus der Ecke der Banalitäten und machte zusammen mit seinem Bühnenpartner Julien Furore: mit satirischen, zuweilen bissigen, gesellschaftskritischen Liedern wie zum Beispiel «Dollar».

Und während des Zweiten Weltkriegs bot er auf der Bühne seines «Cabaret Coup de Soleil» Faschismus und Nationalsozialismus die Stirn.
«Ich war zutiefst davon überzeugt, dass wir die Freiheit verteidigen müssen, um jeden Preis», sagte er einmal in einem Interview über jene Zeit.
Insgesamt fast sechs Jahrzehnte lang stand Jean Villard Gilles auf der Bühne. Die Zeitblende wirft einen Blick auf die ersten knapp 30 Jahre, während derer Aufbruch, Krise und Krieg auch die Karriere des Waadtländer Künstlers prägten, und er Edith Piaf zu einem Welthit verhalf.

Quellen:

    * Villard Gilles, Jean: Mon demi-siècle. Payot Verlag. 1954.

    * Décotte, Alex: Le Siècle de Gilles. Silva Verlag. 1995.

    * Marcadet, Christian: Gilles & Julien : une fulgurante carrière de duettistes dans le Paris des années 30. Revue historique vaudoise. Band 109. 2001.

    * Rumpf, Olivier / Perny, Marie: Jean Villard Gilles. Une biographie artistique. Editions de lAire. 2020.

    * Originaltöne Jean Villard Gilles: Archiv RTS, Radio Télévision Suisse francophone.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Waadtländer Chansonnier Jean Villard Gilles kritisierte mit Liedern wie «Dollar» Gier und Verblendung, stellte sich in seinem Lausanner Cabaret gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Und verhalf Edith Piaf mit «Les trois cloches» zu einem Welthit.

Sein Gedicht «La Venoge» über den gleichnamigen Waadtländer Fluss wurde zu so etwas wie waadtländischem Kulturgut. Sein Chanson «Les trois cloches», gesungen von Edith Piaf, machte Weltkarriere.
Doch Jean Villard Gilles, Poet, Schauspieler und Liedermacher aus der Waadt war mehr als ein Lokaldichter. Und auch mehr als ein Komponist populärer französischer Chansons.

Mit Musik, Witz und Ironie gegen den Nationalsozialismus

Jean Villard Gilles war einer, der sich zeitlebens mit den politischen Verwerfungen seiner Zeit auseinandersetzte. Im Frankreich der 1930er Jahre holte er das französische Chanson aus der Ecke der Banalitäten und machte zusammen mit seinem Bühnenpartner Julien Furore: mit satirischen, zuweilen bissigen, gesellschaftskritischen Liedern wie zum Beispiel «Dollar».

Und während des Zweiten Weltkriegs bot er auf der Bühne seines «Cabaret Coup de Soleil» Faschismus und Nationalsozialismus die Stirn.
«Ich war zutiefst davon überzeugt, dass wir die Freiheit verteidigen müssen, um jeden Preis», sagte er einmal in einem Interview über jene Zeit.
Insgesamt fast sechs Jahrzehnte lang stand Jean Villard Gilles auf der Bühne. Die Zeitblende wirft einen Blick auf die ersten knapp 30 Jahre, während derer Aufbruch, Krise und Krieg auch die Karriere des Waadtländer Künstlers prägten, und er Edith Piaf zu einem Welthit verhalf.

Quellen:

    * Villard Gilles, Jean: Mon demi-siècle. Payot Verlag. 1954.

    * Décotte, Alex: Le Siècle de Gilles. Silva Verlag. 1995.

    * Marcadet, Christian: Gilles & Julien : une fulgurante carrière de duettistes dans le Paris des années 30. Revue historique vaudoise. Band 109. 2001.

    * Rumpf, Olivier / Perny, Marie: Jean Villard Gilles. Une biographie artistique. Editions de lAire. 2020.

    * Originaltöne Jean Villard Gilles: Archiv RTS, Radio Télévision Suisse francophone.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="42829469" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/03/Zeitblende_25-03-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=605d9900-b4a5-42d4-8016-8b04f330f886"/></item><item><guid isPermaLink="false">0b9bf301-d168-400c-b456-ce241b841c97</guid><title>Hans Kläui: Vom tobenden Faschisten zum angesehenen Historiker</title><itunes:title>Hans Kläui: Vom tobenden Faschisten zum angesehenen Historiker</itunes:title><pubDate>Sat, 11 Mar 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1679</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Frontenbewegung, das war Faschismus nach Schweizer Art. Ein Knäuel von Gruppierungen, die nach einer autoritären Schweiz strebten. Einer ihrer geistigen Führer war Hans Kläui, der unzählige antisemitische Texte verfasste. Später wurde er trotz der ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Frontenbewegung, das war Faschismus nach Schweizer Art. Ein Knäuel von Gruppierungen, die nach einer autoritären Schweiz strebten. Einer ihrer geistigen Führer war Hans Kläui, der unzählige antisemitische Texte verfasste. Später wurde er trotz der dunklen Vergangenheit zum gefeierten Historiker.

Als Hans Kläui im April 1992 stirbt, trauert die Stadt Winterthur um ihren preisgekrönten Lokalhistoriker und seine Tochter trauert um ihren Vater. Doch, was Elisabeth Schmid im Nachlass ihres Vaters findet, erschüttert sie. Es sind stapelweise Zeitungsartikel mit rassistischem und antisemitischem Inhalt. Geschrieben von ihrem Vater. Die hetzerischen Worte wollen nicht zum liebenswürdigen Mann passen, den sie und ihre Familie gekannt hatten. Und doch steht da sein Name.

Hans Kläui war Mitglied der Nationalen Front und damit Teil der sogenannten Frontenbewegung in den 1930er- und 40er-Jahren. Die Fronten waren ein Knäuel von rechtsextremen Gruppierungen, welche aus der Schweiz einen autoritären Staat nach Vorbild Nazi-Deutschlands oder des faschistischen Italiens machen wollten. Dies in der Zeit der Geistigen Landesverteidigung, als ein Grossteil der Bevölkerung skeptisch war gegenüber jeglichem Einfluss von aussen.

Diese Zeitblende klärt, wie nahe die Frontisten ihrem Ziel kamen und wie Hans Kläui nach dem Krieg trotz seiner Vergangenheit als hetzerischer Faschist zum gefeierten Lokalhistoriker werden konnte. Zu Wort kommen Kläuis Tochter Elisabeth Schmid sowie die beiden Autoren Yves Schumacher und Daniel Gut.

Weiterführende Literatur

    * Daniel Gut, Neidkopf. Zur Naturgeschichte des Schweizer Frontisten Hans Kläui – eine literarische Recherche.
    * Walter Wolf, Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegungen in der deutschen Schweiz, 1930–1945.
    * Yves H. Schumacher, Nazis! Fascistes! Fascisti. Faschismus in der Schweiz 1918–1945 (Überarbeitete Neuauflage am 15. März 2023).]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Frontenbewegung, das war Faschismus nach Schweizer Art. Ein Knäuel von Gruppierungen, die nach einer autoritären Schweiz strebten. Einer ihrer geistigen Führer war Hans Kläui, der unzählige antisemitische Texte verfasste. Später wurde er trotz der dunklen Vergangenheit zum gefeierten Historiker.

Als Hans Kläui im April 1992 stirbt, trauert die Stadt Winterthur um ihren preisgekrönten Lokalhistoriker und seine Tochter trauert um ihren Vater. Doch, was Elisabeth Schmid im Nachlass ihres Vaters findet, erschüttert sie. Es sind stapelweise Zeitungsartikel mit rassistischem und antisemitischem Inhalt. Geschrieben von ihrem Vater. Die hetzerischen Worte wollen nicht zum liebenswürdigen Mann passen, den sie und ihre Familie gekannt hatten. Und doch steht da sein Name.

Hans Kläui war Mitglied der Nationalen Front und damit Teil der sogenannten Frontenbewegung in den 1930er- und 40er-Jahren. Die Fronten waren ein Knäuel von rechtsextremen Gruppierungen, welche aus der Schweiz einen autoritären Staat nach Vorbild Nazi-Deutschlands oder des faschistischen Italiens machen wollten. Dies in der Zeit der Geistigen Landesverteidigung, als ein Grossteil der Bevölkerung skeptisch war gegenüber jeglichem Einfluss von aussen.

Diese Zeitblende klärt, wie nahe die Frontisten ihrem Ziel kamen und wie Hans Kläui nach dem Krieg trotz seiner Vergangenheit als hetzerischer Faschist zum gefeierten Lokalhistoriker werden konnte. Zu Wort kommen Kläuis Tochter Elisabeth Schmid sowie die beiden Autoren Yves Schumacher und Daniel Gut.

Weiterführende Literatur

    * Daniel Gut, Neidkopf. Zur Naturgeschichte des Schweizer Frontisten Hans Kläui – eine literarische Recherche.
    * Walter Wolf, Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegungen in der deutschen Schweiz, 1930–1945.
    * Yves H. Schumacher, Nazis! Fascistes! Fascisti. Faschismus in der Schweiz 1918–1945 (Überarbeitete Neuauflage am 15. März 2023).]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="13558080" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/03/Zeitblende_11-03-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=0b9bf301-d168-400c-b456-ce241b841c97"/></item><item><guid isPermaLink="false">d9e99573-498c-4c97-9bb1-5bc8d3403732</guid><title>Westpakete in die DDR: Versandhandel durch eine Schweizer Firma</title><itunes:title>Westpakete in die DDR: Versandhandel durch eine Schweizer Firma</itunes:title><pubDate>Sat, 25 Feb 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1773</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Produkte aus dem Westen waren in der DDR gefragt. Verwandte im Westen bestellten deshalb für ihre Liebsten beim Geschenkdienst Genex. Die DDR profitierte von Genex, da sie so an Devisen gelangte. Auch die Schweizer Firma Palatinus GmbH verdiente am Ve ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Produkte aus dem Westen waren in der DDR gefragt. Verwandte im Westen bestellten deshalb für ihre Liebsten beim Geschenkdienst Genex. Die DDR profitierte von Genex, da sie so an Devisen gelangte. Auch die Schweizer Firma Palatinus GmbH verdiente am Versandhandel - das Geld floss über die Schweiz.

Die Genex-Geschenkkataloge enthielten vom Fresspaket über Autos bis hin zu Einfamilienhäusern alles, was das Herz des DDR-Bürgers begehrte. Bestellt werden konnte nur im Westen, bezahlt werden nur mit Westgeld. So versuchte die DDR an Devisen zu gelangen. Das Geschäft florierte. Bis zu 200 Millionen D-Mark Umsatz machte die Genex jährlich.

Palatinus GmbH: Geldfluss über die Schweiz
Davon profitierte auch die Zürcher Firma Palatinus GmbH. Sie erzielte durch den Versandhandel mit Westpaketen zu Spitzenzeiten einen Umsatz von bis zu 80 Millionen Franken, sagt der Sohn des damaligen Geschäftsführers, Thomas Max Wolfensberger, exklusiv in dieser Zeitblende. Die Palatinus diente als Strohfirma für den Versandhandel - denn der direkte Zahlungsverkehr zwischen der Bundesrepublik und der DDR war stark eingeschränkt. Also nahm das Geld den Umweg über die Schweiz. Die Palatinus GmbH kassierte dabei für jeden Auftrag Provision. Der Aufwand war dabei jedes Mal der Gleiche: Ob nun ein Trabant gekauft wurde oder ein Paket mit westlichen Lebensmitteln.

Der Genex-Katalog: «Made in Switzerland»
Doch nicht nur der Geldtransfer lief über die Schweiz. Die Genex liess auch die Geschenkkataloge über die Palatinus produzieren. So wurden gar Fotoshootings für den Katalog am Zürichsee gemacht und auch der Druck erfolgte in der Schweiz. Mehrere Hunderttausend Exemplare des Katalogs wurden in den Glanzzeiten gedruckt und nach Westdeutschland verschickt.

Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Thomas Max Wolfensberger, Sohn des damaligen Geschäftsführers der Palatinus GmbH
    * Matthias Judt, freier Wirtschaftshistoriker
    * Stefan Wolle, Historiker und wissenschaftlicher Leiter DDR-Museum Berlin]]></itunes:summary><description><![CDATA[Produkte aus dem Westen waren in der DDR gefragt. Verwandte im Westen bestellten deshalb für ihre Liebsten beim Geschenkdienst Genex. Die DDR profitierte von Genex, da sie so an Devisen gelangte. Auch die Schweizer Firma Palatinus GmbH verdiente am Versandhandel - das Geld floss über die Schweiz.

Die Genex-Geschenkkataloge enthielten vom Fresspaket über Autos bis hin zu Einfamilienhäusern alles, was das Herz des DDR-Bürgers begehrte. Bestellt werden konnte nur im Westen, bezahlt werden nur mit Westgeld. So versuchte die DDR an Devisen zu gelangen. Das Geschäft florierte. Bis zu 200 Millionen D-Mark Umsatz machte die Genex jährlich.

Palatinus GmbH: Geldfluss über die Schweiz
Davon profitierte auch die Zürcher Firma Palatinus GmbH. Sie erzielte durch den Versandhandel mit Westpaketen zu Spitzenzeiten einen Umsatz von bis zu 80 Millionen Franken, sagt der Sohn des damaligen Geschäftsführers, Thomas Max Wolfensberger, exklusiv in dieser Zeitblende. Die Palatinus diente als Strohfirma für den Versandhandel - denn der direkte Zahlungsverkehr zwischen der Bundesrepublik und der DDR war stark eingeschränkt. Also nahm das Geld den Umweg über die Schweiz. Die Palatinus GmbH kassierte dabei für jeden Auftrag Provision. Der Aufwand war dabei jedes Mal der Gleiche: Ob nun ein Trabant gekauft wurde oder ein Paket mit westlichen Lebensmitteln.

Der Genex-Katalog: «Made in Switzerland»
Doch nicht nur der Geldtransfer lief über die Schweiz. Die Genex liess auch die Geschenkkataloge über die Palatinus produzieren. So wurden gar Fotoshootings für den Katalog am Zürichsee gemacht und auch der Druck erfolgte in der Schweiz. Mehrere Hunderttausend Exemplare des Katalogs wurden in den Glanzzeiten gedruckt und nach Westdeutschland verschickt.

Zu Gast in dieser Zeitblende:

    * Thomas Max Wolfensberger, Sohn des damaligen Geschäftsführers der Palatinus GmbH
    * Matthias Judt, freier Wirtschaftshistoriker
    * Stefan Wolle, Historiker und wissenschaftlicher Leiter DDR-Museum Berlin]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="42618190" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/02/Zeitblende_25-02-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=d9e99573-498c-4c97-9bb1-5bc8d3403732"/></item><item><guid isPermaLink="false">2217ae00-096d-4220-af0f-f4b3e2090082</guid><title>Nazi-Stein in Chur #2: Sprengen oder erhalten?</title><itunes:title>Nazi-Stein in Chur #2: Sprengen oder erhalten?</itunes:title><pubDate>Sat, 11 Feb 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1660</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialiste ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren? 

In Teil 2 geht es um den Weckruf eines Churer SP-Nationalrats, um das Zürcher Hallenstadion voll mit Hakenkreuzen und um einen irritierten Churer Stadtpräsidenten, der jetzt ein Problem hat.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></itunes:summary><description><![CDATA[Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren? 

In Teil 2 geht es um den Weckruf eines Churer SP-Nationalrats, um das Zürcher Hallenstadion voll mit Hakenkreuzen und um einen irritierten Churer Stadtpräsidenten, der jetzt ein Problem hat.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="39911678" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/01/Zeitblende_11-02-2023-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=2217ae00-096d-4220-af0f-f4b3e2090082"/></item><item><guid isPermaLink="false">a6e775c6-bce9-4e1a-b97e-877f507c80c9</guid><title>Nazi-Stein in Chur #1: Vermoost und vergessen</title><itunes:title>Nazi-Stein in Chur #1: Vermoost und vergessen</itunes:title><pubDate>Fri, 27 Jan 2023 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1562</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten We ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten Weltkriegs? 

In Teil 1 geht es um angebliche Helden, handfeste politische Ziele, um einen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und eine mögliche Geheimkammer im Denkmal.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch 

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten Weltkriegs? 

In Teil 1 geht es um angebliche Helden, handfeste politische Ziele, um einen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und eine mögliche Geheimkammer im Denkmal.

Diese Recherche der «Zeitblende» als Doppelfolge in Zusammenarbeit mit SRF investigativ führt zurück in die 1930er-Jahre, als die Schweizer Behörden die Nazis gewähren liessen. Jetzt holt die Vergangenheit Chur ein.

Inputs? Feedback? Unsere E-Mail-Adresse: investigativ@srf.ch 

Gesprächspartner:innen:

    * Hansmartin Schmid, Historiker, früherer SRF-Journalist und Zeitzeuge
    * Bernd Ulrich, Historiker in Berlin
    * Fabienne Meyer, Historikerin
    * Fritz Gemsemer, Pforzheim
    * Sandra Nay, Leiterin Kundendienst Staatsarchiv Graubünden
    * Leza Dosch, Kunsthistoriker
    * Martin Bucher, Historiker
    * Diane Tempel, Sprecherin Volksbund
    * Urs Tischhauser, Stadtgärtnerei Chur
    * Urs Marti, Stadtpräsident Chur

Literatur:

    * Bollier, Peter: Die NSDAP unter dem Alpenfirn. Geschichte einer existenziellen Herausforderung für Davos, Graubünden und die Schweiz, Chur 2016.
    * Bucher, Martin J.: Führer, wir stehen zu dir! Die Reichsdeutsche Jugend in der Schweiz, 1931–1945, Zürich 2021.
    * Bundi, Martin: Bedrohung, Anpassung und Widerstand – Die Grenzregion Graubünden 1933-1946, Chur 1996.
    * Dosch, Leza: Grabdenkmäler für französische und französische Kriegsinternierte in Chur. Bericht und Dokumentation im Auftrag des Gartenbauamts der Stadt Chur, 1998.
    * Fuhrmeister, Christian, et al.: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme, Berlin 2019.
    * Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz, https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/geschichte-der-schweizer-armee/inventario.html, Stand: 25. Januar 2023.
    * Schmid, Hansmartin: Churer Grabmäler. Was uns die Grab- und Denkmäler der Friedhöfe Daleu und Hof erzählen, Chur 2021.

Archive:

    * Archiv des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    * Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    * Stadtarchiv Pforzheim
    * Bundesarchiv
    * Staatsarchiv Graubünden
    * Stadtarchiv Chur
    * Gemeindearchive Disentis, Arosa und Savognin]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="37558776" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2023/01/Zeitblende_27-01-2023-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=a6e775c6-bce9-4e1a-b97e-877f507c80c9"/></item><item><guid isPermaLink="false">aef30f0c-6974-42d1-a8dc-5362276fcbcb</guid><title>Eine PR-Reise ins Land des Erzfeindes</title><itunes:title>Eine PR-Reise ins Land des Erzfeindes</itunes:title><pubDate>Sat, 17 Dec 2022 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1902</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Der Kalte Krieg ist in vollem Gange, als Nikita Chruschtschow 1959 quer durch die USA reist. Dabei trifft er die politischen und wirtschaftlichen Eliten des Landes, aber auch die Prominenz Hollywoods. Sein Ziel: Er will den Amerikanern ein menschliche ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Der Kalte Krieg ist in vollem Gange, als Nikita Chruschtschow 1959 quer durch die USA reist. Dabei trifft er die politischen und wirtschaftlichen Eliten des Landes, aber auch die Prominenz Hollywoods. Sein Ziel: Er will den Amerikanern ein menschliches Bild des Kommunismus präsentieren. 

Es ist eine Reise voller Missverständnisse und gegenseitigen Anschuldigungen, bei der es am Ende aber doch zu einer Annäherung kommt. Die Reise markiert den Beginn einer Normalisierung in den Beziehungen der beiden Grossmächten. 

Das Zustandekommen der Reise ist eng mit der Person von Nikita Chruschtschow verbunden. Zu Beginn seiner Amtszeit stösst er verschiedene Reformen an. So leitet er die Entstalinisierung ein, gegenüber dem Westen setzt er auf das Konzept der «friedlichen Koexistenz».

Die Reise illustriert einen einmaligen Moment in der Geschichte, als beide Seiten an einer Neuordnung der Beziehungen interessiert waren und die Sowjetunion aufgrund der Reformen von einem Optimismus erfasst wurde, die USA langfristig zu überdauern.

Zu Gast ist Michel Abesser, Osteuropahistoriker an der Universität Freiburg. Er ist spezialisiert auf die Geschichte der Sowjetunion nach 1953 und hat über diese Zeit ein Buch veröffentlicht. ]]></itunes:summary><description><![CDATA[Der Kalte Krieg ist in vollem Gange, als Nikita Chruschtschow 1959 quer durch die USA reist. Dabei trifft er die politischen und wirtschaftlichen Eliten des Landes, aber auch die Prominenz Hollywoods. Sein Ziel: Er will den Amerikanern ein menschliches Bild des Kommunismus präsentieren. 

Es ist eine Reise voller Missverständnisse und gegenseitigen Anschuldigungen, bei der es am Ende aber doch zu einer Annäherung kommt. Die Reise markiert den Beginn einer Normalisierung in den Beziehungen der beiden Grossmächten. 

Das Zustandekommen der Reise ist eng mit der Person von Nikita Chruschtschow verbunden. Zu Beginn seiner Amtszeit stösst er verschiedene Reformen an. So leitet er die Entstalinisierung ein, gegenüber dem Westen setzt er auf das Konzept der «friedlichen Koexistenz».

Die Reise illustriert einen einmaligen Moment in der Geschichte, als beide Seiten an einer Neuordnung der Beziehungen interessiert waren und die Sowjetunion aufgrund der Reformen von einem Optimismus erfasst wurde, die USA langfristig zu überdauern.

Zu Gast ist Michel Abesser, Osteuropahistoriker an der Universität Freiburg. Er ist spezialisiert auf die Geschichte der Sowjetunion nach 1953 und hat über diese Zeit ein Buch veröffentlicht. ]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="45707718" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/12/Zeitblende_17-12-2022-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=aef30f0c-6974-42d1-a8dc-5362276fcbcb"/></item><item><guid isPermaLink="false">e3a0af9b-5b89-4d8c-ab1f-1f999b2469bf</guid><title>Der Weg zur modernen Schweiz: Die Geschichte des Bundesrats</title><itunes:title>Der Weg zur modernen Schweiz: Die Geschichte des Bundesrats</itunes:title><pubDate>Sat, 03 Dec 2022 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1953</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Die Schweiz in den 1840er-Jahren ist in einer revolutionären Phase, deren Höhepunkt der Sonderbundskrieg im November 1847 ist. Nur ein Jahr später wird die Schweiz vom Staatenbund zum Bundesstaat, mit Bundesverfassung, Parlament und Bundesrat. Wie die ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Die Schweiz in den 1840er-Jahren ist in einer revolutionären Phase, deren Höhepunkt der Sonderbundskrieg im November 1847 ist. Nur ein Jahr später wird die Schweiz vom Staatenbund zum Bundesstaat, mit Bundesverfassung, Parlament und Bundesrat. Wie die Schweiz zum Bundesrat kam.

Nach dem Sonderbundskrieg 1847 übernehmen die radikalen und liberalen Kräfte die Macht in der Schweiz. Sie haben eine Vision: Sie wollen die Schweiz neu bauen. In Rekordzeit arbeitet eine Revisionskommission eine neue Bundesverfassung aus und ein Parlament wird gewählt. Kurz darauf nimmt das Parlament seine Arbeit auf.

Als die Bundesratswahlen im Herbst 1848 anstehen, werden zwar sieben Männer gewählt. Doch nur einer nimmt die Wahl sofort an. Alle anderen fordern Bedenkzeit oder sind gar nicht anwesend. Auch der erste gewählte Bundesrat, der Zürcher Jonas Furrer, will eigentlich nicht in den Bundesrat. Mit seiner Bedenkzeit versucht er zu erreichen, dass der Standort der Bundesstadt Zürich wird. Dagegen hält der zweite gewählte Bundesrat, der Berner Ulrich Ochsenbein, der ebenfalls Bedenkzeit fordert. Doch der Druck auf Furrer wird zu gross. Er sagt widerwillig zu, wird Bundespräsident - und Bern die neue Bundesstadt.

Gast ist Urs Altermatt, emeritierter Professor für Zeitgeschichte und ehemaliger Rektor der Universität Freiburg. Er hat die Geschichte des Bundesrats in mehreren Büchern aufgearbeitet.

Literaturhinweise:

    * Altermatt, Urs (2019): Das Bundesratslexikon. 2. Auflage. Zürich: NZZ Libro.
    * Altermatt, Urs (2020): Vom Unruheherd zur stabilen Republik. Der schweizerische Bundesrat 1848-1875. Teamplayer, Schattenkönige und Sesselkleber.
    * Holenstein, Rolf (2009): Ochsenbein. Erfinder der modernen Schweiz. Basel: Echtzeit Verlag.
    * Holenstein, Rolf (2018): Stunde Null. Die Neuerfindung der Schweiz 1848. Die Privatprotokolle und Geheimberichte. Basel: Echtzeit Verlag.
    * Vatter, Adrian (2020): Der Bundesrat. Die Schweizer Regierung. Zürich: NZZ Libro.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Die Schweiz in den 1840er-Jahren ist in einer revolutionären Phase, deren Höhepunkt der Sonderbundskrieg im November 1847 ist. Nur ein Jahr später wird die Schweiz vom Staatenbund zum Bundesstaat, mit Bundesverfassung, Parlament und Bundesrat. Wie die Schweiz zum Bundesrat kam.

Nach dem Sonderbundskrieg 1847 übernehmen die radikalen und liberalen Kräfte die Macht in der Schweiz. Sie haben eine Vision: Sie wollen die Schweiz neu bauen. In Rekordzeit arbeitet eine Revisionskommission eine neue Bundesverfassung aus und ein Parlament wird gewählt. Kurz darauf nimmt das Parlament seine Arbeit auf.

Als die Bundesratswahlen im Herbst 1848 anstehen, werden zwar sieben Männer gewählt. Doch nur einer nimmt die Wahl sofort an. Alle anderen fordern Bedenkzeit oder sind gar nicht anwesend. Auch der erste gewählte Bundesrat, der Zürcher Jonas Furrer, will eigentlich nicht in den Bundesrat. Mit seiner Bedenkzeit versucht er zu erreichen, dass der Standort der Bundesstadt Zürich wird. Dagegen hält der zweite gewählte Bundesrat, der Berner Ulrich Ochsenbein, der ebenfalls Bedenkzeit fordert. Doch der Druck auf Furrer wird zu gross. Er sagt widerwillig zu, wird Bundespräsident - und Bern die neue Bundesstadt.

Gast ist Urs Altermatt, emeritierter Professor für Zeitgeschichte und ehemaliger Rektor der Universität Freiburg. Er hat die Geschichte des Bundesrats in mehreren Büchern aufgearbeitet.

Literaturhinweise:

    * Altermatt, Urs (2019): Das Bundesratslexikon. 2. Auflage. Zürich: NZZ Libro.
    * Altermatt, Urs (2020): Vom Unruheherd zur stabilen Republik. Der schweizerische Bundesrat 1848-1875. Teamplayer, Schattenkönige und Sesselkleber.
    * Holenstein, Rolf (2009): Ochsenbein. Erfinder der modernen Schweiz. Basel: Echtzeit Verlag.
    * Holenstein, Rolf (2018): Stunde Null. Die Neuerfindung der Schweiz 1848. Die Privatprotokolle und Geheimberichte. Basel: Echtzeit Verlag.
    * Vatter, Adrian (2020): Der Bundesrat. Die Schweizer Regierung. Zürich: NZZ Libro.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="46934659" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/12/Zeitblende_03-12-2022-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=e3a0af9b-5b89-4d8c-ab1f-1f999b2469bf"/></item><item><guid isPermaLink="false">9684c66c-a7e0-4b07-bd30-43b92363104a</guid><title>Held oder Teufel – die Schweiz und der Kommunist Fritz Platten</title><itunes:title>Held oder Teufel – die Schweiz und der Kommunist Fritz Platten</itunes:title><pubDate>Sat, 19 Nov 2022 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1583</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Ohne ihn wäre es vielleicht nie zur Russischen Oktoberrevolution gekommen - der Schweizer Kommunist Fritz Platten organisierte 1917 den Zug, der Lenin von Zürich nach Petrograd brachte. Später wanderte Platten in die Sowjetunion aus, wo er schliesslic ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Ohne ihn wäre es vielleicht nie zur Russischen Oktoberrevolution gekommen - der Schweizer Kommunist Fritz Platten organisierte 1917 den Zug, der Lenin von Zürich nach Petrograd brachte. Später wanderte Platten in die Sowjetunion aus, wo er schliesslich in einem Arbeitslager Stalins ums Leben kam.

«Es wäre nicht mehr mein Weg – so ideologisch, so fundamental, die Augen vor allem verschliessen.» Das sagt Bettina Kleiner Weibel über ihren Grossonkel Fritz Platten. Der Mann, der bis zum Schluss an den Sozialismus glaubte, hat Bettina Kleiner-Weibels Leben geprägt und das ihrer Familie. Und in der Schweizer Öffentlichkeit war er für die einen ein Held, für die andern der rote Teufel.

Zusammen mit der Historikerin Rhea Rieben beleuchtet die «Zeitblende» das Leben des Schweizer Kommunisten Fritz Platten und erklärt, wie dieser als Projektionsfläche für Freund und Feind diente - und Jahrzehnte nach seinem Tod noch immer dient. «Die Geschichte von Fritz Platten erzählt eine Schweizer Kommunismus-Geschichte und wie die Schweiz mit linkem Gedankengut umgegangen ist», erkärt Rhea Rieben. Sie ist überzeugt, dass diese Geschichte differenziert aufgearbeitet werden müsste.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Ohne ihn wäre es vielleicht nie zur Russischen Oktoberrevolution gekommen - der Schweizer Kommunist Fritz Platten organisierte 1917 den Zug, der Lenin von Zürich nach Petrograd brachte. Später wanderte Platten in die Sowjetunion aus, wo er schliesslich in einem Arbeitslager Stalins ums Leben kam.

«Es wäre nicht mehr mein Weg – so ideologisch, so fundamental, die Augen vor allem verschliessen.» Das sagt Bettina Kleiner Weibel über ihren Grossonkel Fritz Platten. Der Mann, der bis zum Schluss an den Sozialismus glaubte, hat Bettina Kleiner-Weibels Leben geprägt und das ihrer Familie. Und in der Schweizer Öffentlichkeit war er für die einen ein Held, für die andern der rote Teufel.

Zusammen mit der Historikerin Rhea Rieben beleuchtet die «Zeitblende» das Leben des Schweizer Kommunisten Fritz Platten und erklärt, wie dieser als Projektionsfläche für Freund und Feind diente - und Jahrzehnte nach seinem Tod noch immer dient. «Die Geschichte von Fritz Platten erzählt eine Schweizer Kommunismus-Geschichte und wie die Schweiz mit linkem Gedankengut umgegangen ist», erkärt Rhea Rieben. Sie ist überzeugt, dass diese Geschichte differenziert aufgearbeitet werden müsste.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="25390811" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/11/Zeitblende_19-11-2022-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=9684c66c-a7e0-4b07-bd30-43b92363104a"/></item><item><guid isPermaLink="false">2ba157c4-4b60-4387-bc62-22fb73d45437</guid><title>Die Geschichte einer geraubten Kindheit</title><itunes:title>Die Geschichte einer geraubten Kindheit</itunes:title><pubDate>Sat, 05 Nov 2022 10:03:00 +0100</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1638</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Das Knabenheim «auf der Grube» in Niederwangen bei Bern hätte Buben aus schwierigen Verhältnissen Schutz und Geborgenheit bieten sollen. Das Gegenteil war der Fall. Gewalt und Missbrauch waren jahrzehntelang an der Tagesordnung – nun erzählen Ehemalig ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Das Knabenheim «auf der Grube» in Niederwangen bei Bern hätte Buben aus schwierigen Verhältnissen Schutz und Geborgenheit bieten sollen. Das Gegenteil war der Fall. Gewalt und Missbrauch waren jahrzehntelang an der Tagesordnung – nun erzählen Ehemalige ihre Geschichte.

Der heute 59-jährige Heinz Kräuchi erinnert sich an seine Schuljahre in den 1970er Jahren auf der «Grube». Er wurde als Neunjähriger seiner alleinerziehenden Mutter weggenommen, als Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Die Berner Vormundschaftsbehörde brachte ihn ins Knabenheim, wo er sieben Jahre lang blieb.

Nun hat Heinz Kräuchi zusammen mit anderen ehemaligen «Gruebe-Buebe», Historikerinnen und Journalisten ein Buch über das Knabenheim «auf der Grube» verfasst – ein erschütterndes Zeitdokument, das ein Schlaglicht auf einen dunklen Punkt der jüngsten Schweizer Sozialgeschichte wirft.

Mitautorin des Buches ist auch die Historikerin Tanja Rietmann. Sie ordnet das Schicksal von Heinz Kräuchi und die Geschehnisse auf der «Grube» in den Kontext der Fremdplatzierungen und der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen im 19. und 20. Jahrhundert ein.

Weitere Informationen:

• Knabenheim "Auf der Grube". 188 Jahre Zwangserziehung. Innenblicke und Aussenblicke. Hier und Jetzt, 2022.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Das Knabenheim «auf der Grube» in Niederwangen bei Bern hätte Buben aus schwierigen Verhältnissen Schutz und Geborgenheit bieten sollen. Das Gegenteil war der Fall. Gewalt und Missbrauch waren jahrzehntelang an der Tagesordnung – nun erzählen Ehemalige ihre Geschichte.

Der heute 59-jährige Heinz Kräuchi erinnert sich an seine Schuljahre in den 1970er Jahren auf der «Grube». Er wurde als Neunjähriger seiner alleinerziehenden Mutter weggenommen, als Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Die Berner Vormundschaftsbehörde brachte ihn ins Knabenheim, wo er sieben Jahre lang blieb.

Nun hat Heinz Kräuchi zusammen mit anderen ehemaligen «Gruebe-Buebe», Historikerinnen und Journalisten ein Buch über das Knabenheim «auf der Grube» verfasst – ein erschütterndes Zeitdokument, das ein Schlaglicht auf einen dunklen Punkt der jüngsten Schweizer Sozialgeschichte wirft.

Mitautorin des Buches ist auch die Historikerin Tanja Rietmann. Sie ordnet das Schicksal von Heinz Kräuchi und die Geschehnisse auf der «Grube» in den Kontext der Fremdplatzierungen und der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen im 19. und 20. Jahrhundert ein.

Weitere Informationen:

• Knabenheim "Auf der Grube". 188 Jahre Zwangserziehung. Innenblicke und Aussenblicke. Hier und Jetzt, 2022.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="26273036" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/11/Zeitblende_05-11-2022-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=2ba157c4-4b60-4387-bc62-22fb73d45437"/></item><item><guid isPermaLink="false">22bf99c2-2519-401d-ad47-8d59e6e0d7d0</guid><title>Grimm-Hoffmann-Affäre: Wie der mächtigste Bundesrat stürzte</title><itunes:title>Grimm-Hoffmann-Affäre: Wie der mächtigste Bundesrat stürzte</itunes:title><pubDate>Sat, 22 Oct 2022 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1970</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Im Frühling 1917 will Bundesrat Arthur Hoffmann ein Friedensabkommen zwischen den Weltkriegsparteien Russland und Deutschland einfädeln. Weil die chiffrierten Telegramme geleakt werden, scheitert die Aktion und Hoffmann muss zurücktreten.</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Im Frühling 1917 will Bundesrat Arthur Hoffmann ein Friedensabkommen zwischen den Weltkriegsparteien Russland und Deutschland einfädeln. Weil die chiffrierten Telegramme geleakt werden, scheitert die Aktion und Hoffmann muss zurücktreten.

Die Schweiz ist im Ersten Weltkrieg tief gespalten: Die Deutschschweiz fiebert mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, die Westschweiz ist Frankreich verbunden, und das Tessin neigt Italien zu. Die politische Neutralität ist deshalb nicht nur aussenpolitische Maxime – sie soll die Schweiz auch im Innern zusammenhalten. Bundesrat Arthur Hoffmann verbürgt sich als Aussenminister dafür. Das politische Ausnahmetalent gibt offiziell eine strikte Linie vor.

Als Alphatier im Bundesrat, vom Parlament ausgestattet mit Sondervollmachten und einem «unbegrenzten Kredit», sei Hoffmann der bisher mächtigste Bundesrat aller Zeiten gewesen, erklärt der Biograf und ehemalige Diplomat Paul Widmer. Aber Hoffmann habe seine Grenzen nicht erkannt. Widmer analysiert in der Zeitblende die verdeckten Vermittlungsversuche Hoffmanns, die ihn letztlich auch das Amt gekostet haben.

Weiterführende Literatur:
- Widmer, Paul: Bundesrat Arthur Hoffmann. Aufstieg und Fall. Zürich, NZZ Libro, 2017.]]></itunes:summary><description><![CDATA[Im Frühling 1917 will Bundesrat Arthur Hoffmann ein Friedensabkommen zwischen den Weltkriegsparteien Russland und Deutschland einfädeln. Weil die chiffrierten Telegramme geleakt werden, scheitert die Aktion und Hoffmann muss zurücktreten.

Die Schweiz ist im Ersten Weltkrieg tief gespalten: Die Deutschschweiz fiebert mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, die Westschweiz ist Frankreich verbunden, und das Tessin neigt Italien zu. Die politische Neutralität ist deshalb nicht nur aussenpolitische Maxime – sie soll die Schweiz auch im Innern zusammenhalten. Bundesrat Arthur Hoffmann verbürgt sich als Aussenminister dafür. Das politische Ausnahmetalent gibt offiziell eine strikte Linie vor.

Als Alphatier im Bundesrat, vom Parlament ausgestattet mit Sondervollmachten und einem «unbegrenzten Kredit», sei Hoffmann der bisher mächtigste Bundesrat aller Zeiten gewesen, erklärt der Biograf und ehemalige Diplomat Paul Widmer. Aber Hoffmann habe seine Grenzen nicht erkannt. Widmer analysiert in der Zeitblende die verdeckten Vermittlungsversuche Hoffmanns, die ihn letztlich auch das Amt gekostet haben.

Weiterführende Literatur:
- Widmer, Paul: Bundesrat Arthur Hoffmann. Aufstieg und Fall. Zürich, NZZ Libro, 2017.]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="63096932" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/10/Zeitblende_22-10-2022-1004.mp3?d=ap&amp;assetId=22bf99c2-2519-401d-ad47-8d59e6e0d7d0"/></item><item><guid isPermaLink="false">e24f25d0-f6e0-4c1b-b458-d559daf76bfb</guid><title>60 Jahre Autobahn: vom Nationalstolz zum Politikum</title><itunes:title>60 Jahre Autobahn: vom Nationalstolz zum Politikum</itunes:title><pubDate>Sat, 08 Oct 2022 10:03:00 +0200</pubDate><itunes:author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</itunes:author><author>Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</author><itunes:block>no</itunes:block><itunes:duration>1829</itunes:duration><itunes:keywords/><itunes:subtitle>Mit Blumen, Fahnen und Trachtenfrauen wurde 1962 das erste Stück Nationalstrasse eröffnet, die Grauholzautobahn. Die Begeisterung war riesig: Familien veranstalteten Ausfahrten zu neueröffneten Autobahnstücken, Wohnungen mit Blick auf eine der Nationa ...</itunes:subtitle><itunes:summary><![CDATA[Mit Blumen, Fahnen und Trachtenfrauen wurde 1962 das erste Stück Nationalstrasse eröffnet, die Grauholzautobahn. Die Begeisterung war riesig: Familien veranstalteten Ausfahrten zu neueröffneten Autobahnstücken, Wohnungen mit Blick auf eine der Nationalstrassen liessen sich besonders teuer vermieten.

Erst in den 1970er-Jahren wurden kritische Stimmen laut: Landschaftsschützer Franz Weber war einer der ersten und schärfsten Kritiker des Autobahnbaus. Er engagierte sich für verträglichere Bauprojekte und für mehr Mitsprachemöglichkeiten der Betroffenen. Ein Engagement nicht ohne Wirkung, wie Verkehrshistoriker Ueli Haefeli in der Zeitblende bilanziert.

Heute hat die Schweiz eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt. Die «Zeitblende» beleuchtet, wie die Schweiz zu diesem Netz gekommen ist und wer die Akteure waren. Was man sich von der Autobahn versprochen hatte, und was sie gehalten hat.

GesprächspartnerInnen:
Ueli Haefeli, Professor für Verkehrs- und Mobilitätsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bern und Verkehrswissenschaftler beim Forschungsinstitut Interface in Luzern.
Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber, Tochter von Landschaftsschützer Franz Weber.

Verwendete/Weiterführende Literatur und Quellen:
Haefeli, Ueli: Mobilität im Alltag in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert. Unterwegs sein können, wollen und müssen. Verkehrsgeschichte Schweiz, Bd. 4. Zürich, 2022.
Haefeli, Ueli: Umwelt, Raum, Verkehr. In: Patrick Halbeisen, Margrit Müller, Béatrice Veyrassat (Hrsg.): Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Basel, 2012. S. 703-752.
Heller, Martin, Volk, Andreas (Hrsg.): Die Schweizer Autobahn. Publikation zur Ausstellung «Die Schweizer Autobahn», Museum für Gestaltung Zürich. Zürich, 1999.
Weber, Franz: Die gerettete Landschaft. Wie ein Einzelner der Zerstörung Einhalt gebieten kann. München, 1978.
Debatten von National- und Ständerat: Im Amtlichen Bulletin, über die Online-Amtsdruckschriften des Schweizerischen Bundesarchivs.

Verwendete Musikstücke:
N1, Toni Vescoli
In my merry Oldsmobile, Jean Goldkette and His Orchestra (Gus Edwards)
Schorschl ach kauf' mir doch ein Automobil, Die Rixdorfer Sänger
Little Deuce Coupe, The Beach Boys
I wett, i hätt es Auto, Gesangtrio Huber
Laser Party, Baby Jail
Chli fahre, Dodo Hug]]></itunes:summary><description><![CDATA[Mit Blumen, Fahnen und Trachtenfrauen wurde 1962 das erste Stück Nationalstrasse eröffnet, die Grauholzautobahn. Die Begeisterung war riesig: Familien veranstalteten Ausfahrten zu neueröffneten Autobahnstücken, Wohnungen mit Blick auf eine der Nationalstrassen liessen sich besonders teuer vermieten.

Erst in den 1970er-Jahren wurden kritische Stimmen laut: Landschaftsschützer Franz Weber war einer der ersten und schärfsten Kritiker des Autobahnbaus. Er engagierte sich für verträglichere Bauprojekte und für mehr Mitsprachemöglichkeiten der Betroffenen. Ein Engagement nicht ohne Wirkung, wie Verkehrshistoriker Ueli Haefeli in der Zeitblende bilanziert.

Heute hat die Schweiz eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt. Die «Zeitblende» beleuchtet, wie die Schweiz zu diesem Netz gekommen ist und wer die Akteure waren. Was man sich von der Autobahn versprochen hatte, und was sie gehalten hat.

GesprächspartnerInnen:
Ueli Haefeli, Professor für Verkehrs- und Mobilitätsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bern und Verkehrswissenschaftler beim Forschungsinstitut Interface in Luzern.
Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber, Tochter von Landschaftsschützer Franz Weber.

Verwendete/Weiterführende Literatur und Quellen:
Haefeli, Ueli: Mobilität im Alltag in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert. Unterwegs sein können, wollen und müssen. Verkehrsgeschichte Schweiz, Bd. 4. Zürich, 2022.
Haefeli, Ueli: Umwelt, Raum, Verkehr. In: Patrick Halbeisen, Margrit Müller, Béatrice Veyrassat (Hrsg.): Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Basel, 2012. S. 703-752.
Heller, Martin, Volk, Andreas (Hrsg.): Die Schweizer Autobahn. Publikation zur Ausstellung «Die Schweizer Autobahn», Museum für Gestaltung Zürich. Zürich, 1999.
Weber, Franz: Die gerettete Landschaft. Wie ein Einzelner der Zerstörung Einhalt gebieten kann. München, 1978.
Debatten von National- und Ständerat: Im Amtlichen Bulletin, über die Online-Amtsdruckschriften des Schweizerischen Bundesarchivs.

Verwendete Musikstücke:
N1, Toni Vescoli
In my merry Oldsmobile, Jean Goldkette and His Orchestra (Gus Edwards)
Schorschl ach kauf' mir doch ein Automobil, Die Rixdorfer Sänger
Little Deuce Coupe, The Beach Boys
I wett, i hätt es Auto, Gesangtrio Huber
Laser Party, Baby Jail
Chli fahre, Dodo Hug]]></description><enclosure type="audio/mpeg" length="43951048" url="https://download-media.srf.ch/world/audio/Zeitblende-radio/2022/10/Zeitblende_08-10-2022-1003.mp3?d=ap&amp;assetId=e24f25d0-f6e0-4c1b-b458-d559daf76bfb"/></item></channel></rss>