Interview mit Festival-OK: «Der Schlamm ist wie Glatteis»

Ein Gespräch mit dem Vizepräsident des OpenAirs St. Gallen zeigt: Das Bargeldlos-System funktioniert, doch der Schlamm macht Arbeit.

Funktioniert bislang beinahe reibungslos: Das bargeldlose Bezahlsystem am OpenAir St.Gallen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Funktioniert bislang beinahe reibungslos: Das bargeldlose Bezahlsystem am OpenAir St.Gallen. SRF 3 / Martin Oswald

Das OpenAir St.Gallen wartet dieses Jahr mit einer technischen Neuerung auf. Das bargeldlose Zahlungssystem soll das Leben der Besucher vereinfachen. Jeder Festivalbesucher muss an einem Cash-Point ein Guthaben auf den Chip laden, der im Festivalbändel integriert ist. An den Kassen der Stände und Bars hält man den Chip gegen einen Sensor, woraufhin der jeweilige Kaufpreis vom Guthaben abgezogen wird.

«Das funktioniert bis jetzt ziemlich reibungslos», resümiert Cyrill Stadler vom Organisationskommitee.

«  Im vergangenen Jahr standen die Leute über eine Stunde lang an, um beim Festival-Bankomaten Geld abzuheben. Jetzt stehen sie 10 Minuten an, um Geld auf den Chip zu laden.  »

So seien die vereinzelten Klagen reichlich paradox. Doch man sei versucht, den Service stets zu optimieren. Eine Kurzrecherche auf Facebook und Twitter zeigt, dass das neue Zahlungssystem bei den Festival-Besuchern kein Thema ist.

Ganz anders das nasskalte Wetter im «Zittertobel». Intensiver Regen hat das Gelände in ein Schlammfeld verwandelt. Stellenweise versinkt man stiefelhoch im Dreck. Dieser Umstand fordert auch das OK heraus:

«  Besondere Vorsicht ist für die Fahrzeuge auf dem Gelände gefordert, denn auf dem Schlamm fährt es sich wie auf Eis. »

Immerhin soll es am Samstagabend aufhören zu regnen. Doch trocken wird hier nichts mehr.