Set-Besuch Die Schweizer Spielfilm-Elite wagt sich an einen Bestseller

Erfolgsregisseur Michael Steiner verfilmt den Bestseller «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» von Thomas Meyer. Dabei konnte der Autor sich zuerst keinen Schweizer als Regisseur vorstellen.

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Set-Besuch: «Wolkenbruchs…»

3:08 min, vom 15.9.2017

Mehr als 100'000 Exemplare von Thomas Meyers Debütroman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» wurden im deutschsprachigen Raum verkauft.

Auch die Kritik zeigte sich vom Erstlingswerk des Zürchers angetan. So bezeichnete die «FAZ» das Buch als «Entwicklungsroman im Stile Woody Allens» – und dessen Schöpfer als Geistesverwandten des legendären US-Filmemachers.

Porträtfoto von Thomas Meyer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sein Erstlingswerk wurde begeistert aufgenommen: Thomas Meyer. SRF/Lukas Mäder

Basman und Steiner

Eine Geschichte, die förmlich danach schreit, verfilmt zu werden? Meyer scheint von der Idee überzeugt zu sein: Er hat das Drehbuch selbst verfasst.

Für das Projekt konnten grosse Namen gewonnen werden: Michael Steiner übernimmt den Regie-Posten und Joel Basman spielt die Hauptrolle.

Steiner hat zuvor Publikumserfolge wie «Grounding» oder «Sennentuntschi» gedreht. Ein einheimischer Regisseur am Set – in diesem Fall nicht selbstverständlich.

Internationale Massstäbe

Denn Thomas Meyer hatte in einem Interview mit dem Tagesanzeiger einst erklärt, er wünsche sich keinen Schweizer als Regisseur für die Verfilmung. Es brauche Augen, die «in internationalen Massstäben sehen». Dies traut er Michael Steiner wohl zu.

In «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» verändert sich das Leben des jungen orthodoxen Juden Mordechai «Motti» Wolkenbruch aus Zürich schlagartig, als er sich in Laura, eine Nichtjüdin, verliebt.

Letztere wird im Film von der Sittenerin Noémie Schmidt gespielt. Sie ist aus der Historien-Drama-Serie «Versailles» bekannt.

Spannende Wandlung

Mit viel Humor und Empathie schildert der Autor Thomas Meyer in seinem Roman, wie sein Titelheld eine spannende Wandlung durchmacht.

Noémie Schmidt und Michael Steiner sehen sich eine Aufnahme am Monitor an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sichtlich zufrieden: Noémie Schmidt und Michael Steiner. SRF

Schafft Steiner es, Meyers Sprachwitz auf die grosse Leinwand zu transportieren, wird «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» auch als Film ein grosses Publikum begeistern.

Im April kommenden Jahres soll der Film fertiggestellt sein. Im darauf folgenden Herbst läuft er in den Schweizer Kinos an. Wir sind gespannt.