Film-Tipp des Tages: Bean - Der ultimative Katastrophenfilm

Um ihren Museumswärter Mr. Bean (Rowan Atkinson) loszuwerden, schicken ihn seine Vorgesetzten in die Vereinigten Staaten, wo der Tolpatsch als Kunstexperte halb Los Angeles in den Wahnsinn treibt.

Ein mann rasiert sich mit einem Rasierapparat die Zunge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Morgenstund hat Gold im Mund. SRF/UNIVERSAL STUDIOS

Im Herbst 1997 spendet der superreiche und patriotisch veranlagte Wohltäter General Newton (Burt Reynolds) der Grierson Gallery in Kalifornien stolze 50 Millionen Dollar. Die grosszügige Geste ist an eine Bedingung gebunden: Mit dem Geld soll das Museum das bedeutendste Gemälde Amerikas, «Whistler's Mother», zurück in die Heimat holen. Um die Rückkehr gebührend zu feiern, wünscht der Stiftungsrat der Galerie, dass das kostbare Kunstwerk von einem qualifizierten Experten der Royal National Gallery of England begleitet wird. Dieser soll gleich den ganzen Transport und die Montage überwachen. Abschliessend möge er auch noch der Enthüllung des Meisterwerks beiwohnen.

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Sendeplatz

Dienstag um 20:00 Uhr auf SRF zwei.

In einem Akt der Verzweiflung schicken die Briten nicht ihren besten Mann, sondern den ärgsten: M. Bean (Rowan Atkinson), den sie um jeden Preis - und sei es nur für ein paar Tage - loswerden möchten. Doch des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Kaum angekommen macht sich Bean daran, das Leben seiner Gastgeber David Langley (Peter MacNicol) und dessen Frau (Pamela Reed) zur Hölle zu machen. Aber auch die Galerie Grierson wird vom wandelnden Katastrophenherd nicht verschont.

TV-Hit wird Kino-Hit

In den 1990er-Jahren galt die Serie «Mr. Bean» mit 18,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern als erfolgreichste Fernsehkomödie Grossbritanniens. Mit 6,5 Millionen verkauften Videokassetten verbuchte «Mr. Bean» einen Rekord in Sachen Videoauswertung von Fernsehproduktionen. Es war daher nur logisch, dass Bean-Schöpfer und -Darsteller Rowan Atkinson und sein Weggefährte, der Regisseur Mel Smith, einen abendfüllenden Spielfilm in die Kinos bringen würden. Produziert für 22 Millionen Dollar entwickelte sich «Bean» zum internationalen Kassenschlager und spielte weltweit über das Zehnfache ein. Hauptdarsteller Atkinson beschreibt sein Alter Ego wie folgt: «Er ist wie ein kleines Kind, das die Welt entdecken will und überall Dinge umstösst und ein Chaos hinterlässt.»

Davon werden verschiedene Leute in Mitleidenschaft gezogen: Peter MacNicol, bekannt aus der populären Fernsehserie «Chicago Hope», und Pamela Reed, die in «Kindergarten Cop» schon unter Arnold Schwarzenegger zu leiden hatte, bekommen die ungebremste Bean-Wucht am meisten zu spüren. Vergleichsweise glimpflich kommt Alt-Beau Burt Reynolds («Boogie Nights», «Striptease») davon. Das Drehbuch zum Katastrophen-Klamauk schrieb Atkinson gemeinsam mit Robin Driscoll und «Notting Hill»-Autor Richard Curtis.