Film-Tipp des Tages: «James Bond 007 - Casino Royale»

Geheimagent 007, der sich eben erst seine Lizenz zum Töten verdient hat, kommt einem internationalen Terroristennetzwerk auf die Spur. Um gegen den Gangster Le Chiffre eine Chance zu haben, muss Bond sich auf ein riskantes Pokerspiel einlassen.

Ein Mann mit Smoking und Fliege sitzt an einem Pokertisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Daniel Craig lässt sich als Agent mit der Lizenz zum Töten auf ein gefährliches Pokerspiel ein. SRF/Danjaq, LLC, United Artists Corporation and Columbia Pictures Industries, Inc.

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Sendeplatz

Sonntagabend um 20:00 auf SRF zwei

Geheimagent 007 alias James Bond (Daniel Craig) hat eben erst seine Lizenz zum Töten erworben, als er in Madagaskar nach einer spektakulären Verfolgungsjagd eine ganze Botschaft in die Luft sprengt. Darüber verärgert lässt seine Chefin M (Judi Dench) den wilden Agenten erst einmal unbeschäftigt. Doch das liegt James Bond überhaupt nicht. Er macht sich auf eigene Faust auf zu den Bahamas, wo er hofft, dem Gangster Le Chiffre (Mads Mikkelsen) auf die Schliche zu kommen.

Riskantes Pokerspiel

Es gelingt ihm, einen von Le Chiffre geplanten Coup zu vereiteln. Der Gangster bereitete die Vernichtung eines der grössten Flugzeuge der Welt vor und verkaufte alle seine Aktien der massgeblich an dem Flugzeug beteiligten Firma. Weil er sich durch Bonds Eingreifen komplett verspekuliert hat, plant er, das Geld für seine Schulden, die er weltweit hat, bei einem Pokerspiel zu gewinnen. Dort sitzt ihm ausgerechnet James Bond gegenüber, der in Begleitung seiner zauberhaften Geldgeberin Vesper Lynd (Eva Green) ebenso professionell blufft wie Le Chiffre. Doch dieser verliert nicht gerne, und Bond findet sich bald in einer brenzligen Situation wieder.

Mit «Casino Royale» verfilmte Martin Campbell («Golden Eye») das erste Buch von Ian Flemings Bond-Reihe von 1953 neu. In der Rolle des Geheimagenten ist hier nach Pierce Brosnan zum ersten Mal Daniel Craig zu sehen, dessen Filmografie bis in die frühen 1990er-Jahre zurückreicht, der sich aber erst mit Streifen wie «The Mother» oder «Munich» und zuletzt mit «Skyfall», Bond-Abenteuer Nummer 23, international durchsetzen konnte.

«Bond aus der Arbeiterklasse»

Der sechste offizielle Bond-Darsteller wurde von der Presse der «erste Bond aus der Arbeiterklasse» genannt, einerseits wegen Craigs Herkunft, aber auch weil dieser dem bisher praktisch unfehlbaren James Bond mit seiner Darstellung ein um einiges härteres, aber auch verletzlicheres Image bescherte. Jörg Gerle vom «Film-Dienst» schrieb über Craig als Bond: «Daniel Craig gibt seinem Charakter jene Härte zurück, die er bei Fleming hatte, eine Kälte (...), die mitunter erschreckt, dem Charakter aber auch eine interessante Tiefe und Ambivalenz verleiht.»

Der neueste «Bond» läuft derzeit in den Kinos der Deutschschweiz. Als Gäste sind in Sam Mendes' «Spectre» Christoph Waltz, Monica Bellucci und Léa Seydoux mit dabei.