Film-Tipp des Tages: Maos letzter Tänzer

China, 1961. Bauernsohn Li wird für Maos Nationalballett rekrutiert. Als er zum Star wird, darf er als einer der ersten in die USA. Sein Entschluss zu bleiben beschwört eine Staatskrise herauf. Drama.

Zwei Tänzer, eine Frau und ein Mann beim Tanz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Amanda Schull als Elizabeth Mackey, Chi Cao als Li Cunxin SRF/Telepool GmbH

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Sendeplatz

Sonntag, 22:00 auf SRF zwei

Li Cunxin (Chi Cao) trifft in Houston ein und wird von seinem Mentor Ben Stevenson (Bruce Greenwood), dem Chef des Houston Ballets, am Flughafen abgeholt. Als der junge Chinese Stevensons luxuriöse Wohnung betritt, wo dieser ihm sein Gästezimmer zur Verfügung stellt, ist er geschockt. So viel Raum für eine Person, was für ein Kontrast zum Leben, wie er es bisher kennt.

Li war elf Jahre alt, als er Anfang der 1970er-Jahre von Parteiabgeordneten, die auf der Suche nach Sporttalenten in sein Dorf kamen, entdeckt und an die staatliche Ballettakademie in Peking geholt wurde. Hier erwartet den Jungen nicht nur eine harte körperliche Ausbildung, sondern auch eine strenge politische Erziehung. Denn Maos Tänzer sind nicht in erster Linie Künstler, sondern stehen als Rotgardisten im Dienst der politischen Revolution des Parteivorsitzenden. Doch Li entdeckt in diesen Ausbildungsjahren vor allem seine Leidenschaft für den Tanz. Als es nach Maos Tod zu einem Kulturaustausch mit den USA kommt, erhält der hoch talentierte Tänzer seine grosse Chance. Er wird 1979 zu einem Sommerkurs beim renommierten Houston Ballet eingeladen.

Im Land des Überflusses und der fast unbegrenzten privaten und künstlerischen Freiheit erkennt Li, in welch engen Bahnen sich sein Leben in China bewegt. Und als er sich in seine Mitstudentin Elizabeth (Amanda Schull) verliebt, reift in ihm der Entschluss, in den Staaten zu bleiben. Aber Peking hat nicht die Absicht, den jungen Tänzer kampflos dem Klassenfeind zu überlassen.