Film-Tipp des Tages: «Minority Report»

Die Eliteeinheit Pre-Crime verhaftet Gewaltverbrecher, bevor diese die Taten überhaupt begangen haben. John Anderton (Tom Cruise) ist zuständig für die Auswertungen der Zukunftsvisionen. Doch dann sieht er darin plötzlich sich selbst als Mörder. Es bleiben ihm 36 Stunden, seine Unschuld zu beweisen.

Tom Cruise als John Anderton hält eine Waffe auf etwas gerichtet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zu allem entschlossen: Tom Cruise als John Anderton. SRF/Twentieth Century Fox Film Corporation and Dreamworks LLC

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Sendehinweis

Samstagnacht um 00:35 auf SRF zwei.

Im Jahre 2054 gibt es in Washington keine Morde mehr. Eine Elite-Einheit der Polizei verhaftet die Verbrecher, bevor sie ihre Taten überhaupt begehen können. Pre-Crime wertet dafür die Visionen der Pre4-Cogs aus (unter anderen Samantha Morton), dreier Wesen mit hellseherischen Fähigkeiten.

John Anderton (Tom Cruise) ist der beste Mann bei Pre-Crime: Seit dem Tod seines kleinen Sohnes widmet er sich nur noch der Verbrecherjagd. Sein Vertrauen in das visionäre System, das vom einflussreichen Politiker Lamar Burgess (Max von Sydow) initiiert wurde, ist unerschütterlich.

Um Pre-Crime auch landesweit einzuführen, soll das System vom arroganten Karrieristen Danny Witwer (Colin Farrell) auf Herz und Nieren geprüft werden. Doch dann sieht sich Anderton in einer Vision der Pre-Cogs selbst als Mörder. Innerhalb von 36 Stunden soll er einen Mann umbringen, den er noch nie gesehen hat. Hat jemand die Visionen manipuliert? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Anderton muss seine Unschuld beweisen.

Visuelle Opulenz

Wie ein Orchesterdirigent ordnet Tom Cruise als John Anderton jeweils die Visionen der kognitiven Wesen auf dem virtuellen Display der Pre-Crime-Unit. Die Eleganz dieser Bilder hat Filmgeschichte geschrieben und ist seither schon oft kopiert worden. Spielberg soll für seine Visionen ein ganzes Team von Wissenschaftlern engagiert haben, die möglichst genau das zukünftige Washington in einem totalitären Überwachungsstaat entwerfen sollten.

Neben den atemberaubenden Effekten erzählt der Science-Fiction-Thriller aber auch eine beunruhigende Story, die auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick beruht. Der früh verstorbene Autor hat schon die Vorlagen für «Blade Runner» und «Total Recall» geschrieben.

Action und Inhalt

Das perfekte Zusammenspiel von cleverer Geschichte und visueller Eleganz in «Minority Report» liess Kritikerpapst Roger Ebert jubeln: «In einer Zeit, in der Filme glauben, sich zwischen Action und Ideen entscheiden zu müssen, ist Steven Spielbergs 'Minority Report' schlicht ein Triumph – ein Film, der berührt und zum Nachdenken anregt.»

Der «Who will do it»-Film war die erste Zusammenarbeit der beiden Hollywoodstars Spielberg und Cruise, bei der sie mit «War of the Worlds» nachdoppelten. In den international besetzten Nebenrollen sind unter anderen der schwedische Ingmar-Bergman-Schauspieler Max von Sydow als Andertons väterlicher Freund, die Britin Samantha Morton als kahlrasierter Pre-Cog und Colin Farrell zu sehen.