Film-Tipp des Tages: Senna

Der Dokumentarfilm «Senna» über den 1994 verunglückten Ayrton Senna zeichnet mit unveröffentlichten Archivaufnahmen ein packendes Porträt des Formel-1-Stars – auf und neben der Rennstrecke.

Ein Rennfahrer geniesst seinen Erfolg auf dem Podest. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Sieger: Ayrton Senna. SRF/Universal City Studios LLLP

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Sendeplatz

Sonntag um 21:55 Uhr auf SRF zwei.

Bis zu seinem Unfalltod in Imola am 1. Mai 1994 galt Ayrton Senna als talentiertester Fahrer in der Geschichte des Automobilrennsports - danach war er ein Mythos. Der britische Filmemacher Asif Kapadia setzt der Karriere des Brasilianers, der nur 34 Jahre alt wurde, ein filmisches Denkmal.

Diese war geprägt von einem Konkurrenzkampf mit seinem französischen Rivalen Alain Prost, der sich noch akzentuierte, als die erbitterten Rivalen für denselben Rennstall fuhren. Der Film führt ausserdem vor Augen, wie Funktionäre des Motorsport-Weltverbandes FIA unter Jean-Marie Balestre den Brasilianer am Grünen Tisch kaltschnäuzig benachteiligten.

Exklusive Archivaufnahmen

Der Filmverleiher brachte «Senna» hierzulande auf die Leinwände der Kinos, doch die spektakulären, mitunter noch nie gesehenen Bilder aus Sennas wichtigsten Grand Prix und die virtuose Montage lassen auch am Bildschirm Rennfeeling aufkommen. Asif Kapadia fertigte seinen Dokumentarfilm ausschliesslich aus mitunter bislang unveröffentlichten Archivaufnahmen, zu denen ihm der Inhaber der Bildrechte, Bernie Ecclestone, Zugang gewährte. Rennsportfans erhalten Einblick in die Fahrersitzungen vor den Rennen, bei denen um Sicherheitsbestimmungen gefeilscht wird und Feindseligkeiten offen zutage treten. Mit seinen Einblicken in die Welt des sportlichen Big Business und als ergreifende Sportlerbiographie beeindruckt der Dokfilm «Senna» nicht nur eingefleischte Formel-1-Zuschauerinnen und -Zuschauer.

Asif Kapadias Film zeigt, wie Ayrton Senna die Menschen nicht nur in seiner brasilianischen Heimat berührt hat, und rückt auch die Ereignisse des 1. Mai 1994 am GP von San Marino ins Bild. Dass dem Publikum nahezu 20 Jahre später erneut der Atem wegbleibt, liegt nicht nur an der schieren Wucht der Bilder.