«Heimatland»: Die Schweiz in Not – und keiner hilft

In der Schweiz herrscht Ausnahmezustand. Eine mysteriöse Wolke hat sich über dem Land gebildet – Stromausfälle, Wassermangel, Plünderungen sind die Folge davon. Flucht wäre eine Lösung, nur: Die Grenzen sind für Nicht-EU-Bürger zu. «Heimatland» ist eine komische Dystopie von zehn jungen Talenten.

Ein Mann mit einem Gewehr. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Was, wenn das eigene Land plötzlich Hilfe braucht? Um diese Frage dreht sich «Heimatland». Look Now!

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Frisch ab Leinwand

SRF-Filmkritiker Michael Sennhauser schaut sich am Filmfestival Locarno Filme an und schreibt über seine ersten unmittelbaren Eindrücke.

Mehr Filmbesprechungen unter sennhausersfilmblog.ch.

Zehn junge Schweizer Filmemacherinnen und Filmemacher tun sich zusammen und entwickeln Szenen-Ideen zu einem Grundeinfall: Über der Schweiz braut sich etwas zusammen.

Eine unheimliche Wolke verdunkelt den Himmel über dem Land. Es kommt zu Stromausfällen, die Wasserversorgung bricht zusammen, Läden werden geplündert, Panik treibt Tausende an die Grenzen. Denn an der Grenze stoppt die Wolke. Und an der Grenze werden auch die Flüchtlinge aus der Schweiz gestoppt: Die EU lässt nur noch Menschen mit EU-Pass ins sichere Ausland.

Trailer «Heimatland»

1:49 min, vom 10.8.2015

Was leicht zu einer simplen Umkehr-Satire hätte werden können, wird vom Kollektiv dieser offensichtlich ebenso streitbaren wie talentierten jungen Autorinnen und Autoren zur packenden, zuweilen aufwühlenden und manchmal durchaus auch komischen Dystopie.

Zehn verschiedene Stränge um zehn verschiedene Menschenkonstellationen wurden von zehn verschiedenen Filmemacherinnen inszeniert und dann in einem radikalen und garantiert schmerzhaften Prozess zu einem Film aus einem Guss geschnitten und verdichtet.

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