He is back: «Arnie» gibt sich als Action-Held wieder die Ehre

Der Ex-Gouverneur von Kalifornien ist zurück – um weh zu tun, was sonst. 2013 feiert Arnold Schwarzenegger sein Comeback auf der grossen Leinwand und ist gleich in mehreren Filmen zu sehen. Mit «The Last Stand» ist jetzt der erste im Kino.

Arnold Schwarzenegger schiesst mit einer Pistole. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vertrautes Bild: Arnold Schwarzenegger mit einer grossen Knarre in der Hand. Rialto Film AG

Sieht man von seinen Cameo-Auftritten in «The Expendables» und «The Expendables 2» ab, war Schwarzenegger seit «Terminator 3» im Jahr 2003 nicht mehr in einer Hauptrolle zu sehen. Seine Wiederbelebung als Action-Held soll natürlich möglichst glatt laufen, daher ist es kaum überraschend, dass «The Last Stand» gänzlich auf den alternden Filmstar der 80er und 90er Jahre zugeschnitten ist.

Kommerz, was sonst?

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Synopsis von «The Last Stand»

Sheriff Owens (Arnold Schwarzenegger) hat seine besten Tage hinter sich. In einem Kaff an der Grenze zu Mexiko sorgt er für Recht und Ordnung. Ein langweiliger Job. Doch als Drogenboss Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) bei einem Gefangenentransport die Flucht Richtung Mexiko gelingt, muss der Sheriff sein Dorf gegen das Drogenkartell verteidigen.

Um das Baller-Remmidemmi zu orchestrieren hat Hollywood die Dienste von Regisseur Jee-woon Kim in Anspruch genommen, der sich zum ersten Mal auf das amerikanische Abenteuer eingelassen hat und bei der Inszenierung einen ganz anderen Weg geht als die Coen Brüder in «No Country for Old Men». Anders als der desillusionierte Sheriff der Coen Brüder, gehört der von Schwarzenegger verkörperte Ordnungshüter zu der Sorte von Helden, die die Schlacht schon gewonnen haben, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Auf eine Aussage verzichtet der Film, hier geht es um Unterhaltung und sonst gar nichts. Schade, denn Jee-woon Kim, der mit «I Saw The Devil» schon eine geniale Version des Bösen vorgelegt hat, kann mehr.

Country for old men

Das Amerika von «The Last Stand» ist zweifelsohne ein Land für alte Männer. Hier lebt der inzwischen 65-jährige Schwarzenegger – sein legendärer Humor ist ihm geblieben – seine zweite Jugend aus. «The Last Stand» ist ein als Action-Thriller verkleideter Western, eine augenzwinkernde Hommage an «Rio Bravo», «High Noon» und an Sergio Leones «The Good, The Bad & The Ugly».

Und wo sehen wir Arnie noch?

Arnold Schwarenegger mit Sonnenbrille guckt grimmig. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Arnie mit Sheriffstern in «The Last Stand», Rialto Film AG

«The Last Stand» ist nur der Anfang von Schwarzeneggers Rückkehr auf die Leinwand; schon im September geht es weiter. In «The Tomb», seiner dritten Zusammenarbeit mit Sylvester Stallone, lässt Arnie die schönsten Erinnerungen an die Achtziger aufleben. Die beiden Actionstars raufen sich in dem klaustrophobischen Gefängnisthriller zusammen, um der High-Tech Einrichtung zu entfliehen. «The Tomb» ist mit Jim Caviezel, Sam Neill, Vinnie Jones und Gangsta-Rapper 50 Cent auch in den Nebenrollen prominent besetzt. Man darf gespannt sein.

Ende des Jahres folgt «Ten» von David Ayer, der mit Filmen wie «Harsh Times» und «End of Watch» bewiesen hat, dass er was von Action versteht. Der Pitch liest sich gut: «Nach einem Überfall werden die zehn Mitglieder eines DEA Teams, einer nach dem anderen, ermordet…».

«Zehn kleine Negerlein» für Erwachsene. Da vergisst man beinahe, dass Arnold auch in den Fortsetzungen von «Conan» und «Terminator» zu sehen sein wird.

Was niemand auszusprechen wagt

Falls Sie sich also gefragt haben, ob für Schwarzenegger die Stunde der Pensionierung geschlagen hat – nein, es ist nicht soweit. Es wird nie soweit sein, denn Arnold Schwarzenegger ist infolge einer Verschiebung im Raum Zeit Kontinuum einem DC Comic entsprungen, er wird uns erhalten bleiben – «till the end of days».

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«The Last Stand» (USA 2013)

0:53 min, aus Box Office vom 30.1.2013