Radikales Schauspieltalent Jared Leto wird 45: Vier Fakten und ein Filmschatz

In «Requiem for a Dream» zeigt Oscarpreiträger Jared Leto, was er kann. Heute feiert er seinen 45. Geburtstag.

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Filmschatz: «Requiem for a Dream»

5:54 min, vom 25.11.2016

    • 1.
      Die Sache mit dem Gewicht
      Ein übergewichtiger Jared Leto bei den Dreharbeiten zum Film «Chapter 27». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Richtig gesehen – auch das ist Jared Leto. Getty Images

      Oft behaupten Schauspieler auf Promo-Touren, sie hätten ihren Körper für die letzte Rolle regelrecht geschunden. Frei übersetzt bedeutet das in der Regel so viel wie «intensives Krafttraining». Nicht so bei Jared Leto: Für «Requiem for a Dream» hungerte er sich gut zwölf Kilo vom Leib, ernährte sich bloss noch von rohem Gemüses. Noch weiter ging er für «Dallas Buyers Club» (2013): knapp über 50 Kilo soll er während der Dreharbeiten noch auf die Waage gebracht haben – bei einer Grösse von 1,75 Metern. Vielleicht weniger besorgniserregend, aber nicht minder erstaunlich war die Transformation, der sich Leto für seine Rolle als Mark David Chapman, dem Mörder von John Lennon, im Film «Chapter 27» (2007) unterzog. Um 30 Kilo zuzunehmen, trank er eine Zeit lang hauptsächlich geschmolzene Eiscrème, Olivenöl und Sojasauce.

    • 2.
      Ergiebige Auszeit
      Jared Leto steht mit seiner Rock-Band «Thirty Seconds to Mars» auf der Bühne. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Mehr als zehn Millionen Alben hat Jared Leto mit seiner Band «Thirty Seconds to Mars» bis anhin verkauft. IMAGO

      Nach Abschluss der Dreharbeiten zum Fantasy-Drama «Mr. Nemo» beschloss Jared Leto, eine Auszeit von der Schauspielerei zu nehmen. Er wollte die Zeit nutzen, um sich voll auf seine Karriere als Musiker mit seiner Rock-Band «30 Seconds to Mars» zu konzentrieren. Dafür lehnte er mehrere vielversprechende Rollen ab und wurde deswegen – gemäss eigener Aussage – von einigen Schauspielkollegen als wahnsinnig bezeichnet. Geschadet hat die fast sechs Jahre andauernde Pause seiner Leinwandkarriere nicht. Im Gegenteil: Für seine Comeback-Rolle – die der AIDS-kranken Transgender-Frau Rayon in «Dallas Buyers Club» – wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet.

    • 3.
      Wahnsinn als Methode
      Jared Leto als der Joker in «Suicide Squad». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Auch ausgepackte Kondome und Schmuddelheftchen soll er seinen «Suicide Squad»-Kollegen geschickt haben. WARNER BROS.

      Der gebürtige Südstaatler ist ein Verfechter des Method-Acting. Um sich auf seine Rolle als Junkie in «Requiem for a Dream» vorzubereiten, streifte er ganze Tage hungernd durch Supermarktregale, verzichtete zwei Monate auf den Beischlaf mit seiner damaligen Verlobten und lebte zwischenzeitlich auf den Strassen Brooklyns. Leto bleibt jeweils für die gesamte Dauer der Dreharbeiten in seiner Rolle. Neue Dimensionen nahm sein Engagement diesbezüglich bei seinem letzten Projekt an: Im Super(anti)heldenfilm «Suicide Squad» (2016) spielt er den Joker – seines Zeichens der Erzfeind von Batman. Um sich in den berüchtigten Psychopathen hineinzuversetzen, griff Leto zu drastischen Mitteln. Unter anderem heuerte der Veganer einen Handlanger an, um bei einer Leseprobe seinen Kollegen ein totes Schwein auf den Tisch zu werfen. Margot Robbie, im Film die Umworbene des Jokers, schickte er eine lebendige Ratte per Post; Will Smith bekam Patronen geschenkt.

    • 4.
      Gewiefter Investor
      Jared Leto posiert bei den Independent Spirit Awards für die Fotografen. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Hat ein Händchen für Start-ups: Jared Leto. Reuters

      Der Vollblutkünstler widmet sich nicht nur seinen cineastischen und musikalischen Projekten mit Hingabe – in den vergangenen zehn Jahren hat er sich in seiner kalifornischen Heimat auch als Investor einen Namen gemacht. Dabei interessieren ihn in erster Linie Unternehmen aus dem «Tech»-Bereich. Zu den Start-ups, in die er in der Vergangenheit investiert hat, gehören unter anderem die Unterkünfte-Vermittlung «Airbnb» und der Fahrvermittlungsdienst «Uber».