Locarno 2015 – Wer gewinnt den Goldenen Leoparden?

Ein Kriegsverbrecher auf der Flucht, die Schweiz im Ausnahmezustand, ein irrwitziges Duell zweier Killer oder ein Einblick ins iranische Schulsystem – das Themenspektrum der Wettbewerbsfilme ist enorm. 19 stehen zur Auswahl. Wir haben Filmkritiker in Locarno gefragt: Wer ist ihr Favorit?

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Wer gewinnt der Goldenen Leoparden?

3:40 min, vom 14.8.2015

Viele gute Filme gab es in Locarno im internationalen Wettbewerb zu sehen. Einer der 19 kam aus der Schweiz: «Heimatland», der mit Hilfe eines Katastrophenszenarios zeigt, wie es wäre, wenn aus den Eidgenossen Flüchtlinge werden, die keiner haben will. Die NZZ erklärte das Werk, an dem zehn Regisseure gearbeit haben, zum Favoriten.

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Die Wettbewerbsfilme

Die Kurzkritiken sämtlicher Wettbewerbsfilme gibt's in unserem Special zum Filmfestival Locarno.

Sitzfleisch brauchte man für «Happy Hour». Der dauerte nämlich mehr als fünf Stunden, und die waren alles andere als fröhlich. In diesem Drama geht es um vier Freundinnen, von denen sich eine scheiden lassen will und schliesslich bei einem Ausflug verschwindet.

Am witzigsten war vielleicht der Wettbewerbsfilm «Schneider vs. Bax», eine niederländisch-belgische Komödie, in der ein Killer an seinem Geburtstag widerwillig einen Auftrag annimmt. Dieser führt ihn zu einem Berufskollegen, der gerade Besuch von seiner depressiven Tochter hat. Es kommt zum skurrilen Showdown im Sumpf.

Wer gewinnt? Die Jury – bestehend aus den Schauspielern Udo Kier und Moon So-ri, den Filmemachern Nadav Lapid und Jerry Schatzberg sowie der Direktorin des mexikanischen «Festival Internacional de cine de Morlia» Daniela Michel – muss diese schwierige Entscheidung fällen.