«Pixels»: Kindskopf Adam Sandler rettet die Welt

Seit über 20 Jahren spielt Adam Sandler den Verlierertyp, verdient dabei gutes Geld und kriegt die schönsten Frauen ab – privat und beruflich. In der Komödie «Pixels» kämpft Sandler als Versager und Videospieler an vorderster Front. Seine Gegner: Game-Figuren wie Pac-Man und Donkey Kong.

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Filmstart diese Woche: «Pixels»

1982 startete die NASA eine Zeitkapsel. Ziel: Mit ausserirdischen Lebewesen Kontakt aufzunehmen. In dieser Kapsel befanden sich auch Videospiele: Pac-Man, Donkey Kong und Space Invaders. Die «aggressiven» Videospiele wurden von den Aliens als Kriegserklärung verstanden. Daraufhin attackieren diese die Erde mit zum Leben erweckten Spielfiguren, eben mit Pac-Man, Donkey Kong und Space Invaders.

Das US-Militär ist gegen den ungewöhnlichen Feind machtlos. In dieser Notsituation ruft der Präsident (Kevin James) eine Spezialtruppe zusammen: die ehemaligen Schulkameraden und Profi-Videospieler Brenner (Adam Sandler), Ludlow (Josh Gad) und Eddie (Peter Dinklage).

    • Porträt Adam Sandler. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Adam Sandler ist einer der Topverdiener von Hollywood. Columbia Pictures

      Der Schauspieler

      Starkomiker Adam Sandler ist bekannt für seine Rollen als Verlierertyp, der am Ende trotzdem immer mit der schönsten Frau nach Hause geht. Auch in der Action-Komödie «Pixels», die er mitproduziert hat, spielt der amerikanische Schauspieler einen Versager. Er installiert Heimkinos bei reichen Amerikaner. Und wie es der Zufall will, trifft er dabei auf die bildhübsche Violet (Michelle Monaghan), die gerade von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen wurde. Der erste Kuss folgt etwa zwei Minuten nach Sandlers üblichem Gequatsche. Echt jetzt! Wie macht der Typ das?

    • Pixliger Donkey Kong hält ein Fass über dem Kopf. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Der Spielfilm «Pixels» basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm des französischen Grafikers Patrick Jean. One More Production

      Fakten, die man wissen sollte

      Der Spielfilm «Pixels» basiert auf einem gleichnamigen Kurzfilm. Dieser wurde vom unbekannten französischen Grafiker Patrick Jean 2010 ins Internet gestellt. Innerhalb einer Woche hatten sich über zwei Millionen Menschen das Video angeschaut. 2013 entschied Chris Columbus (Regisseur des ersten «Harry Potter»-Films) aus dem Kurzfilm eine in 3-D animierte Action-Komödie zu drehen. Der Trailer dazu erreichte weltweit innerhalb von 24 Stunden 34,3 Millionen Klicks. Das ist Rekord.

    • Michelle Monaghan, Adam Sandler, Josh Gad und Peter Dinklage laufen auf der Strasse. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Bei «Pixels» hat Chris Columbus (Regisseur des ersten «Harry Potter»-Films) Regie geführt. Columbia Pictures

      Das Urteil

      Aus einem Kurzfilm einen Spielfilm mit über 100 Minuten zu machen, ist eine mutige Entscheidung. «Pixels» ist eine unterhaltende Action-Komödie, die aber zu lange dauert und viele wiederholende Elemente hat. Videospieler, die die Retro-Games aus den 80er-Jahren kennen, werden bestimmt ihre Freude haben, die 2-D-Spielfiguren als hochauflösende 3-D-Monster auf der Kinoleinwand zu sehen. Für die anderen heisst es: Hirn aus und Game on. Und was ist mit Adam Sandler? Ja, der macht wieder, was er immer macht: einen auf lustigen Verlierertypen. Und am Schluss, ja genau, am Schluss kriegt er auch wieder die schönste Frau. Noch Fragen?