Charakterdarsteller Schauspieler Harry Dean Stanton ist gestorben

Harry Dean Stantons letzter Film lief diesen Sommer im Wettbewerb von Locarno. Er handelte vom Abschied vom Leben.

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Bildlegende: Furchiges Gesicht, schlaksige Gestalt: Stanton war ein legendärer Charakter- und unvergesslicher Hauptdarsteller. Reuters

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«Harry Dean Stanton: Partly Fiction»:
Der grosse Schweiger mit dem zerfurchten Gesicht lässt die Filmemacherin Sophie Huber nahe an sich heran. Im Gespräch, in seinen Filmrollen und in berückend fragilen Country Songs gibt das Multitalent Einblick in seine Seele.

(Sonntag, 17. Septempber 2017, 23.40 Uhr auf SRF 1)

Der US-Schauspieler Harry Dean Stanton ist am 15. September im Alter von 91 Jahren gestorben. Er sei friedlich im Spital in Los Angeles entschlafen, berichtete das Promi-Portal «TMZ».

Stanton spielte im Laufe seines Lebens in rund 250 Filmen mit. Häufig verkörperte er Aussenseiter und Gangster. Der Regisseur David Lynch würdigte ihn als «grossartigen Schauspieler und fantastischen Menschen». Lynch fügte hinzu: «Ein Grosser ist von uns gegangen.»

Ein Darsteller mit Charakter

Stanton begann seine Filmkarriere in den 1950er-Jahren. Eine seiner Hauptrollen war unter anderem in «Paris, Texas» von Wim Wenders. Auch Rollen in «Der Pate - Teil II», «Alien» oder «Pretty in Pink» gehören zu seiner Filmografie.

Zuletzt begeisterte Stanton die Filmkritiker in einer Hauptrolle als kauziger Kettenraucher in «Lucky». Die Drehbuchautoren schrieben Stanton die Hauptfigur Lucky auf den Leib. Der Film lief vergangenen August am Filmfestival Locarno im Wettbewerb und kommt 2018 in die Deutschschweizer Kinos.