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Film & Serien US-Präsidentinnen gab's schon einige – im Film

Eine Frau an der Spitze der USA, das wird in Filmen seit 1953 durchgespielt. Meist machen sie darin aber keine besonders gute Figur. Als Vorbild können sie Hillary Clinton kaum dienen – ausser als schlechtes. Wir zeigen 7 Frauen, die es in Filmen und Serien ins Weisse Haus geschafft haben.

Präsidentinnen im Film

  • 1. Die erste Präsidentin der Filmgeschichte

    Der Film ist Science-Fiction: mit der realistischen Darstellung einer Raumfahrt und einer Frau an der Spitze der USA. Eine grosse Rolle spielt Ernestine Barrier als erstes US-Staatsoberhaupt der Filmgeschichte nicht. Sie taucht erst in den letzten Minuten des Films auf; nur kurz, um dem Astronauten-Team zu gratulieren. Ihr Auftritt ist der – überraschende – Höhepunkt eines Geschlechterkampfes, der rund um die Mond-Mission ausgetragen wird. Frauen kommen dabei nicht gut weg, auch wenn sie hohe Ämter inne haben. Colonel Briteis, gespielt von Donna Martell, darf die Mission leiten, wird von ihrem männlichen Kollege aber als «verzogene Göre» bezeichnet. Sie bekommt es nicht hin, eine Spinne aus der Raumstation zu entfernen – ein Mann muss ihr zu Hilfe kommen.

  • 2. Die Hauptrolle spielt der «First Gentleman»

    Leslie McCloud ist zur Präsidentin der USA gewählt, gespielt von Donna Martell. Sie hat die wichtigste Rolle im Staat, nicht aber in der Komödie: In «Kisses from my Präsident» geht es vor allem um den «First Gentleman» (Fred MacMurray). Sein Portrait wird fortan in der Galerie der First Ladies hängen – eine komische Vorstellung. Er muss nach sinnvoller Beschäftigung suchen: nach sozialem Engagement und repräsentativen Aufgaben. Daran scheitert er. Auch die Kinder leiden unter der neuen Rollenverteilung der Eltern. Leslie McCloud hat als Präsidentin keine Zeit mehr für ihre Familie. Der Sohn beginnt seine Mitschüler zu tyrannisieren und die Tochter treibt sich mit wechselnden Liebschaften herum. Die Lösung für alle Probleme findet der Film gemäss des Rollenklischees: Die Präsidentin wird schwanger und legt ihr Amt nieder.

  • 3. «Bart to the Future»: Lisa Simpson folgt Trump im Amt

    Lisa Simpson sitzt an einem Schreibtisch, neben ihr steht die US-amerikanische Flagge.
    Legende: «Bart to the Future» zeigt Lisa Simpson in der Zukunft: als erste «heterosexuelle Präsidentin der USA». ZVG

    Bei den Simpsons ist eine Frau als Staatsoberhaupt der USA eine Zukunftsvision, in einer Folge aus dem Jahr 2000: Bart blickt mit einem Indianer ins Jahr 2030 voraus: Er selbst ist ein Möchtegern-Rockstar, seine Schwester Lisa, inzwischen 38 Jahre alt, US-Präsidentin. Lisas Vorgänger im Amt ist Donald Trump, der das Land in den Ruin geführt hat. Als Präsidentin versucht sie nun, die USA aus der Finanzkrise zu retten. Bart kommt ihr dabei immer wieder quer, indem er etwa – in einem schlechten Song – singt, dass Lisa Simpson die Steuern erhöhen will. Vor 16 Jahren wollte der Autor der Folge, Dan Greaney, bereits vor dem Republikaner Trump warnen, sagte er aktuell dem Hollywood-Reporter.

  • 4. «24»: Eine starke Präsidentin

    Eine Frau sitzt hinter einem alten Schreibtisch.
    Legende: Präsidentin Allison Taylor ist knallhart, selbst als ihr Mann als Geisel genommen wird. FOX

    Die Serie spielt vor den politisch-gesellschaftlichen Verhältnissen der Terroranschläge vom 11. September. Präsidentin Allison Taylor (Cherry Jones) kommt die Aufgabe zu, die USA vor Terrorangriffen zu schützen. Allison Taylor regiert souverän und zielstrebig. Selbst als ihr Mann als Geisel genommen wird, will sie sich nicht von persönlichen Interessen leiten lassen. Aber: Das Verhältnis zu ihrer Familie leidet unter der Karriere: Seit Beginn des Wahlkampfes hat sie kaum noch Kontakt zu ihren Kindern. Taylor ist eine der erfolgreichsten US-Präsidentinnen in Film und Serien, die Serie (2001-2010) wurde mit einem Emmy für die beste Serie ausgezeichnet.

  • 5. «Commander in Chief»: Nur kurz im Amt

    Nahaufnahme einer Frau, die neben einer US-amerikanischen Flagge steht.
    Legende: «Welcome, Mrs. President» ist der deutsche Titel der US-Serie «Commander in Chief» aus dem Jahre 2005. ZVG

    Mackenzie Allen, gespielt von Geena Davis, wird als Spielball in den US-amerikanischen Wahlkampf geworfen: Präsidentschaftskandidat Bridges braucht eine Frau für Stimmen der linken weiblichen Mittelschicht. Als er gewinnt, speist er Allen als Vizepräsidentin mit repräsentativen Aufgaben im Ausland ab. Als der Präsident einen Schlaganfall erleidet, rät er Allen abzudanken, damit der Vorsitzende des Repräsentantenhauses nachrücken kann – auch wenn dieser untragbare Positionen in Sachen Frauen und Muslime vertritt. Mackenzie Allen übernimmt das Amt des Präsidenten nach dessen Tod trotzdem und wird dafür von allen Seiten angefeindet. Lange bleibt die Präsidentin nicht im Amt, denn obwohl die Serie 2005 mit guten Quoten startete, wurde sie wegen interner Probleme nach einer Staffel abgesetzt.

  • 6. «Iron Sky»: Eine Präsidentin, die über Leichen geht

    Eine Frau im Präsidentenamt, das ist in diesen Science-Fiction Film vielleicht der am wenigsten abgedrehte Umstand. Nach 50 Jahren brechen die USA wieder zum Mond auf, als PR-Aktion der rechtskonservativen Präsidentin. Auf dem Mond treffen die Astronauten auf Mond-Nazis. Nazis, die sich nach 1945 auf den Mond zurückgezogen haben, dort ein riesiges Tagewerk betreiben und die Rückeroberung der Erde vorbereiten. (Mit einem riesigen Schlachtschiff, der «Walküre».) Die Präsidentin der USA ist begeistert: Sie will gegen die Mond-Nazis in den Krieg fliegen, denn «denn alle Präsidenten, die einen Krieg begonnen haben, wurden wiedergewählt». Die Präsidentin geht über Leichen, um die Macht zu erhalten.

  • 7. «Veep»: Eine peinliche Präsidentin

    Selina Meyer, gespielt von Julia Louis-Dreyfus, verliert die Präsidentschaftswahlen. Sie bekommt aber das Angebot, das Amt der Vizepräsidentin zu übernehmen. Meyer merkt, dass sie keinen Handlungsspielraum hat und vom Präsidenten nicht beachtet wird. Nach dessen plötzlichem Rücktritt folgt sie ihm ins Amt des Staatsoberhauptes. Als alleinerziehende Mutter stellt sie ihre Karriere in den Vordergrund. Sie tritt als taktierende Präsidentin mit gezielt eingesetztem Lächeln auf. Mit ihrer Umgangssprache – die auch mal ins Ordinäre driftet – drückt sie sich häufig missverständlich aus, macht sich lächerlich oder ist beleidigend. Auch ihr Regierungsstab ist nicht sonderlich erfolgreich. Die Serie ist in Anlehnung 2012 an BBC-Politsatire «The Thick of It» entstanden und die erste Staffel wurde mit Preisen überhäuft.

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