«Warcraft»: Das erfolgreichste Online-Rollenspiel kommt ins Kino

Das ist Trend: Immer mehr Videospiele werden verfilmt. «Warcraft» ist die dritte Kinoadaption in diesem Jahr. Da ist für alle etwas dabei, auch für die, die das Spiel nicht kennen: starke Schlachten, Riesenvögel und Baby-Orks. Fantasy- und «Herr der Ringe»-Fans kommen voll auf ihre Kosten.

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Im Kino: «Warcraft»

Menschen kämpfen gegen Orks. Menschen verbünden sich mit Orks und kämpfen gegen böse, grüne Orks. Die Geschichte in «Warcraft» ist simpel. Man taucht in eine fantastische Welt ein, in der die Orks nicht einfach die bösen Barbaren sind. Sie kämpfen fair und sind bereit sich mit den Menschen zu verbünden, um ihren Stamm zu retten. Das passt nicht allen.

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      Das pseudo-philosophischste Zitat
      Man fliegt auf Riesenadler im Abendlicht. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: «Warcraft» kostete 100 Millionen US-Dollar. Universal

      «Aus Licht wird Dunkelheit und aus Dunkelheit wird Licht.» Dieser weise klingende Satz wird immer wieder von verschiedenen Protagonisten zitiert. In der Fantasy-Welt Azeroth ist das unter Umständen das Synonym für: gute Zeiten, schlechte Zeiten.

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      Der Regisseur
      Porträt Duncan Jones. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Bevor Jones Regisseur wurde, arbeitete er als Designer in der Game-Industrie. Getty Images

      Regisseur Duncan Jones ist der Sohn von David Bowie. Er wuchs unter anderem in der Schweiz in Vevey auf. Mit Mitte 20 arbeitete er in London in einem Game-Studio. Nebenbei verbrachte der heute 45-Jährige viel Zeit in der fiktiven Welt von Azeroth: Auch er zockte das beliebte Online-Rollenspiel «World of Warcraft» (WoW). Dass er über 20 Jahre später bei der Verfilmung seines Lieblingsspiels Regie führt, ist Zufall. Ursprünglich war Sam Raimi (Spiderman-Trilogie) als Regisseur von «Warcraft» vorgesehen. Dieser sagte 2012 ab; es folgte Duncan Jones. Und mit ihm kam ein WoW-Fan, der einiges am Drehbuch änderte. Er wollte keine einfache Geschichte, in der die guten Menschen die bösen Orks bekämpfen. In einem Interview sagte Jones: «Die Protagonisten auf beiden Seiten sind nobel. Die Menschen und die Orks haben reiche Kulturen mit guten und widerlichen Wesen». «Warcraft» ist erst sein dritter Film. Mit seinem ersten Film «Moon» gewann er den Bafta-Award als bester Nachwuchsregisseur.

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      Fakten, die man wissen sollte
      Menschen sitzen in einer Spielhalle an Computer. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Heute hat das Onlinespiel «World of Warcraft» nur noch 5.5 Millionen Spieler. Universal

      Der Fantasy-Film basiert auf den Büchern und der Videospielreihe Warcraft. Etwas Game-Geschichte an dieser Stelle: Das Originalspiel «Warcraft: Orcs & Humans» kam 1994 auf den Markt: pixelig und noch ganz ohne Modem. 1995 und 2002 folgten «Warcraft II: Tides of Darkness» und «Warcraft III: Reign of Chaos». Beides Echtzeit-Strategiespiele. Den grossen Durchbruch feierte der Computerspielentwickler Blizzard Entertainment 2004 mit dem erfolgreichsten Online-Rollenspiel aller Zeiten: «World of Warcraft». 2008 der Höhepunkt: 12 Millionen Spieler. Seitdem sind die Zahlen kontinuierlich gesunken. Aktuellster Stand von 2015: 5.5 Millionen Spieler.

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      Das Urteil
      Ork mit Stosszähnen und Piercings. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Der Name Orks kann man vom Latein ableiten: Orcus bedeutet auf lateinisch Unterwelt. Universal

      An «Warcraft» gefällt, dass die Orks nicht einfach die bösen Barbaren sind. Sie haben ihre eigenen Traditionen und klare Prinzipien. Zum Beispiel lügen sie nicht. Auch für Kinobesucher, welche die Videospiele nicht kennen, ist was dabei: starke Schlachten, fliegende Riesenvögel und Baby-Orks. Fantasy- und «Herr der Ringe»-Fans dürften dabei voll auf ihre Kosten kommen.

Kinostart: 26.05.2016