Zum 70. von Sylvester Stallone: Sieben Fakten und ein Filmschatz

Am 6. Juli feiert Sylvester Stallone seinen 70. Geburtstag. Kaum einer hat den Actionfilm in den vergangenen 40 Jahren so sehr geprägt wie er. Darum schauen wir zurück auf seinen grossen Durchbruch als Schauspieler und Drehbuchautor: «Rocky» aus dem Jahr 1976 mit Stallone als «Italian Stallion».

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Filmschatz: «Rocky»

5:06 min, vom 29.6.2016

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      Sturheit, die sich auszahlt
      Sylvester Stallone posiert für ein Foto. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Wegen einer Lähmung in seiner linken Gesichtshälfte wurde Sylvester Stallone als Kind gehänselt. Reuters

      Als Folge einer Zangengeburt leidet Sylvester Stallone seit frühester Kindheit unter einer Muskellähmung in seiner linken Gesichtshälfte. Die beeinträchtigt unter anderem auch seine Aussprache – weshalb ihm seine Lehrer wiederholt davon abrieten, eine Schauspielkarriere in Betracht zu ziehen. Stallone verfolgte sein Ziel stur weiter. Das hat sich ausgezahlt: Gut 3,5 Milliarden US-Dollar haben seine Filme bislang weltweit an den Kinokassen eingespielt.

    • 2.
      Die Sache mit der Disziplin
      Rocky trainiert am Punching-Ball. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Die Disziplin, die er als Rocky Balboa an den Tag legt – wie hier in «Rocky II» – war Stallone als Teenager fremd. IMAGO

      Wer auch nur einen Film der «Rocky»-Reihe gesehen hat, weiss: Sylvester Stallone ist allzeit bereit, sich für seinen Erfolg richtiggehend abzuquälen. Doch die Disziplin, die ihm seine Parade-Rolle abverlangt hat, ist Stallone nicht unbedingt angeboren: Auf sage und schreibe 14 Schulverweise hat er es als Teenager gebracht.

    • 3.
      «Sly» und die Schweiz
      Aussenaufnahme des American College of Switzerland in Leysin. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Hier begann die Schauspielkarriere Stallones: Das ehemalige American College of Switzerland in Leysin. SRF

      Überschaubar ist die Zahl derer, die wissen, dass Sylvester «Sly» Stallone seine ersten Bühnenerfahrungen in der Schweiz sammelte. Genauer: in Leysin im Kanton Waadt. Dort befand sich bis anno 2009 das American College of Switzerland – die Hochschule, an der Stallone seine Schauspielausbildung begann. Sein erstes Stück? Der Arthur-Miller-Klassiker «Death of a Salesman».

    • 4.
      Woodys Näschen
      Sylvester Stallone und Woody Allen in «Bananas». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Woody Allen (m.) verdankt Stallone einen seiner ersten Auftritte auf der grossen Leinwand. IMAGO

      Woody Allen ist ein Mann mit vielen Talenten. Eines davon ist sein Gespür für den perfekten Cast. Oft besetzte er kleine Nebenrollen mit unbekannten Schauspielern, die später den grossen Durchbruch schafften. Zu dieser Kategorie gehört auch Sylvester Stallone. In Allens Frühwerk «Bananas» spielt er einen von zwei Schlägern, die in der U-Bahn die anderen Fahrgäste piesacken.

    • 5.
      Das Studio wollte einen anderen Rocky
      Rocky kämpft gegen seinen Rivalen Apollo Creed. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Ein ikonisches Bild: Stallone als «Rocky». Doch lange sah es so aus, als würde nichts daraus werden. IMAGO

      United Artists, das Studio, das «Rocky» finanzierte, war von Stallones Drehbuch sehr angetan. Man war bereit, ein Budget von zwei Millionen US-Dollar in den Film zu investieren – sofern die Rolle des Rocky Balboa mit einem etablierten Star besetzt wird. Im Gespräch waren unter anderem James Caan, Burt Reynolds und Robert Redford. Doch Stallone blieb hartnäckig. Er wollte sein Drehbuch nur unter einer Bedingung verkaufen: Wenn er höchstpersönlich die Hauptrolle spielen darf. Schliesslich willigte United Artists ein, freilich nicht zu denselben Konditionen: Das Studio kürzte das Budget gleich um die Hälfte.

    • 6.
      Teurer Vierbeiner
      Rocky und Butkus sitzen auf einer Treppe. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Auch Stallones Hund Butkus wurde durch die «Rocky»-Franchise berühmt. Getty Images

      Unmittelbar vor «Rocky» stand es um Stallones Finanzen so schlecht, dass er seinen geliebten Hund Butkus für läppische 50 Dollar verkaufen musste. Knapp eine Woche später hatte er sein Drehbuch zu «Rocky» verkauft und war fest entschlossen, sich seinen Hund zurückzuholen. Der neue Besitzer wollte erst nicht einwilligen und behauptete, seine Kinder hätten sich schon zu sehr an Butkus gewöhnt. Für 3000 Dollar liess er sich schlussendlich doch noch umstimmen. Butkus wurde daraufhin fast so berühmt wie sein Herrchen. An Stallones Seite war der Vierbeiner gleich in mehreren «Rocky»-Filmen zu sehen.

    • 7.
      Seltene Ehre
      Sylvester Stallone an den Academy Awards 1977. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Manch einer hat gestaunt: 1977 war Sylvester Stallone gleich für zwei Oscars nominiert. IMAGO

      Von den rund zehn Oscar-Nominierungen, die «Rocky» im Jahr 1977 eingeheimst hat, gingen zwei direkt auf das Konto von Sylvester Stallone. Der war in den Kategorien «Bester Hauptdarsteller» und «Bestes Originaldrehbuch» nominiert. Damit war er erst der dritte Schauspieler und Drehbuchautor, dem das gelang. Seine Vorgänger? Charlie Chaplin und Orson Welles!