Zum 90. von Marilyn Monroe: Wir mögen's immer noch heiss

Am 1. Juni wäre Marilyn Monroe 90 Jahre alt geworden. Um das zu feiern, schauen wir auf ihren besten Film zurück: Billy Wilders Komödie «Some Like It Hot» aus dem Jahr 1959. Und erfahren: Die Dreharbeiten waren genauso turbulent wie der Film. Neun Fakten und ein Filmschatz.

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Filmschatz: «Some Like It Hot»

3:31 min, vom 25.5.2016

    • 1.
      Curtis‘ Hintern und Monroes Brüste
      Tony Curtis und Marilyn Monroe in «Some Like It Hot». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Wer hatte den schöneren Hintern? Tony Curtis und Marilyn Monroe in «Some Like It Hot». Keystone

      Für seine Arbeit an «Some Like It Hot» wurde der Kostümdesigner Orry-Kelly mit einem Oscar ausgezeichnet. Als dieser die Masse der drei Hauptdarsteller genommen hat, soll sich laut Marilyn Monroes Co-Star Tony Curtis folgendes zugetragen haben: Orry-Kelly sagte zu Monroe, dass Curtis den schöneren Hintern habe als sie, worauf diese ihre Bluse aufknüpfte und ihm entgegnete: «Aber solche Brüste hat er nicht.»

    • 2.
      Beste Feinde
      Billy Wilder unterhält sich mit Marilyn Monroe. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Keine einfache Arbeitsbeziehung: «Some Like It Hot»-Regisseur Billy Wilder und Marilyn Monroe. IMAGO

      Die Dreharbeiten zu «Some Like It Hot» kosteten Regisseur Billy Wilder reichlich Nerven. Monroe verspätete sich regelmässig um Stunden und konnte sich den Text nicht merken. Ihretwegen wurden – mehr als einmal – bis zu 60 Takes für eine Szene benötigt. Dementsprechend frustriert äusserte sich Wilder später über seinen Superstar: «Sie hat ein Hirn wie ein Schweizer Käse – voller Löcher.»

    • 3.
      Persönlicher Coach am Set
      Marilyn Monroe mit ihrer Schauspieltrainerin Paula Strasberg. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Schauspieltrainerin Paula Strasberg (Mitte) war bei jeder Szene Monroes in «Some Like It Hot» zugegen. IMAGO

      Marilyn Monroe liess sich stets von einer ihrer Schauspieltrainerinnen an den Set begleiten. Für «Some Like It Hot» übernahm Paula Strasberg diese Aufgabe. Marilyn Monroes reger Austausch zwischen den Takes mit der Gattin des legendären Schauspiellehrers Lee Strasberg missfiel Regisseur Billy Wilder.

    • 4.
      Fürsorge oder Geldsorgen?
      Arthur Miller und Marilyn Monroe Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Marilyn Monroe mit ihrem dritten Ehemann Arthur Miller IMAGO

      Die Rolle in «Some Like It Hot» soll Monroe auf Anraten ihres damaligen Ehemannes Arthur Miller angenommen haben. Während manche sagen, Miller glaubte, die Arbeit würde ihr dabei helfen, über eine Fehlgeburt hinwegzukommen, gibt es noch eine andere Theorie: Ihr Mann brauchte Geld. Als politisch links-orientierter Autor musste Miller sich in Zeiten der Kommunistenhetze wiederholt vor Gericht verteidigen. Dafür brauchte er Anwälte – und die waren teuer.

    • 5.
      Überfällige Anerkennung
      Marilyn Monroe hält ihren Golden Globe. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Ehre, wem Ehre gebührt: Marilyn Monroe mit ihrem Golden Globe. Getty Images

      Ein Sexsymbol war Marilyn Monroe schon längst, als «Some Like It Hot» in den Kinos anlief. Unter anderem zierte sie 1953 das Cover der ersten Ausgabe des «Playboy». Für ihre Performance in Wilders Film erhielt sie nun aber auch die Anerkennung von Kollegen und Kritikern, die ihr komödiantisches Gespür lobten. Dafür wurde sie 1960 mit einem Golden Globe belohnt.

    • 6.
      Die Werbeikone
      Marilyn Monroe posiert liegend für ein Foto. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Mit diesem Lächeln lässt sich gut Werbung machen. IMAGO

      Ihr frühes Ableben hat bestimmt seinen Teil zur Legendenbildung von Marilyn Monroe beigetragen, doch schon zu Lebzeiten liess sich ihr Name so gut vermarkten wie kaum ein anderer. 1953 wurde sie von der amerikanischen Werbervereinigung zum «Most Advertised Girl in the World» ernannt. Von ihrer Werbekraft profitierten damals unter anderem die American Airlines und Pabst Beer.

    • 7.
      Keine Spitzenverdienerin
      Elizabeth Taylor im FIlm «Cleopatra». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Liess sich besser bezahlen als die Monroe: Elizabeth Taylor in «Cleopatra». Keystone

      Verglichen mit ähnlich bekannten Kolleginnen wurde Monroe eher bescheiden entlohnt. Für ihren letzten – unvollendeten – Film «Something’s Got to Give» erhielt sie gerade einmal 100‘000 Dollar. Im Vergleich: Ein Jahr später soll Elizabeth Taylors Salär für die Titelrolle in «Cleopatra» das Zehnfache davon betragen haben.

    • 8.
      Der Monroe-Schimmer
      Marilyn Monroe posiert für ein Foto. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Den Schimmer, der sie vor der Kamera umgab, verdankte Marilyn Monroe nicht nur ihrem Charisma. Keystone

      Marilyn Monroe behandelte ihre Haut mit einer Hormon-Creme, was unter anderem zur Folge hatte, dass ihr ein blonder Flaum im Gesicht wuchs. Diesen entfernte sie allerdings nicht. Sie glaubte, er verleihe ihrem Gesicht, eingefangen von der Kamera, einen «sanften Schimmer».

    • 9.
      Teure Allüren
      Marilyn Monroe im Film «Let's Make Love». Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: So begeistert wie hier waren ihre Kollegen bei den Dreharbeiten zu «Let's Make Love» selten. IMAGO

      Ihre notorische Unzuverlässigkeit belastete das Produktions- und Zeitbudget mancher Filme, in denen Marilyn Monroe mitspielte. Das extremste Beispiel: «Let’s Make Love». 28 Extra-Drehtage und eine Million Dollar zusätzliches Budget kostete es das Studio, den Film fertigzudrehen.